Dez 14
Ich möchte mich ganz kurz mit dem Bericht über die StuPa-Sitzung halten:
In einer ca. 1 1/2 stündigen Sitzung hat das StuPa entschieden, eine Urabstimmung zum Semesterticket nach Ma�Ÿgabe des BVG-Angebots durchzuführen. Die Sitzung verlief wie erwartet: Die Semtix-Beauftragte der FU sowie der AStA waren sich weiterhin keiner Schuld bewusst. Statt zuzugeben, die Lage komplett falsch eingeschätzt und nach dem Erkennen dieser nicht reagiert zu haben, wurde die Schuld weiterhin auf die BVG, die Politik sowie die FU-Verwaltung, die zu früh die Rückmeldeunterlagen verschicke und da auch nichts mit sich machen lie�Ÿe, geschoben. Letzteres konnte aber natürlich nicht durch schriftliche Dokumente belegt werden, sondern die AStA-Verantwortlichen verwiesen lediglich auf “Gespräche” mit der Verwaltung, mit der man aber “auch schon vor 3 Jahren über das Thema geredet” habe.
Gekrönt wurde die Debatte durch den AStA-Referenten Jan Severing, der einen Geschäftsordnungsantrag mit dem Inhalt stellte, dass die Debatte ab dem Moment seines Antrages alles Vergangen nicht mehr behandeln dürfe (das hei�Ÿt auch alle Kritik an den Handlungen des AStAs). Der Antrag wurde mit gro�Ÿer AStA-Mehrheit angenommen.
Nach der Abstimmung über die Urabstimmung meinte gleicher Jan Severing, natürlich “nur in seiner Funktion als gewähltes Mitglied seiner Liste” (und nicht als AStA-Referent, der ja sowas nicht sagen darf), dass er empfehle, die Urabstimmungsfrage abzulehnen und stattdessen “konstruktive Vorschläge” zum Schwarzfahren und ähnlichen Aktionen zu planen, womit sich wieder einmal das wahre Gesicht derer zeigte, die die FU-Studierenden im AStA und StuPa vertreten.
Als weiterer Tagesordnungspunkt war die Abstimmung über die Empfehlung von Benedikt Ugarte Chacon als studentischer Vertreter im Vorstand des Studentenwerks angesetzt. Obwohl sich dieser nicht vorstellte, wurde trotzdem darüber ab- und wieder mit gro�Ÿer Mehrheit zugestimmt (gewählt wird der studentische Vertreter vom Akademischen Senat) und somit jemand empfohlen, den die Mehrheit des Parlamentes gar nicht kannte.
Viel mehr ist von dieser Sitzung erst einmal nicht zu berichten.
Dez 12
Am Mittwoch (8.12.04) hatte der Institutsrat des John-F.-Kennedy-Instituts für Nordamerikastudien eine Kommission eingesetzt um ein Konzept für einen Bachelorstudiengang zu erarbeiten. Ziel ist es zu zeigen, da�Ÿ das JFK es schaffen kann sowohl einen schon beschlossenen Master- als auch einen Bachelor-Studiengang anzubieten. Die Studierenden des JFK hatten sich in den letzten 2 Wochen intensiv für die beibehaltung eines grundständgen Studienangebots eingesetzt. An dieser Kommission wurde auch ich von den Studierenden des JFK benannt und vom Institutsrat als “externer Sachverstand” für Bachelor-Studiengänge reingewählt, obwohl ich gar nicht Nordamerikastudien studiere. Ich hatte zur Institutsratssitzung ein 4-seitiges Papier erarbeitet, in dem ich zwei mögliche Studiengangsvarianten exemplarsich erarbeitet und durchgerechnet hatte. So in etwa stelle ich mir unser Ideal der fachbereichsübergreifenden Arbeit an der Uni vor!
Wolf Dermann
LHG-Kandidat für den Akademischen Senat
Dez 07
Am Freitag, 10. Dezember, 12 Uhr s.t. findet in der Silberlaube RaumJK 27/106 die Studierendenparlamentssitzung zum Thema “Semesterticket” statt.
Diese Sitzungen sind öffentlich, ihr seid also alle reicht herzlich eingeladen, dort zu sein!
Dez 04
Für die erfolgreiche Bewerbung für’s Studium braucht man auch in Zukunft kein perfektes Bewerbungsfoto. Auf der letzten Sitzung des Akademischen Senats waren die Studierendenvertreter mit dem von mir eingebrachten Anliegen gescheitert, aus zwei dort eingebrachten Zulassungsordnungen zu Master-Studiengängen die Erfordernis eines Bewerbungsfotos herauszustreichen. Insbesonders FU-Vizepräsident Hempfer von der “Authoritären Aktion”* wetterte scharf gegen den studentischen �„nderungsantrag den er offensichtlich als eine Frechheit empfand.
Nach der Sitzung hatten wir deshalb eine Mail an die Datenschutzbeauftragte geschickt, da ich aus meiner Erfahrung im Medizinsenat der Charité noch wu�Ÿte, da�Ÿ Passfotos wegen der Studentendatenverordnung (StudDatVO) nicht von der Uni gefordert werden dürfen. Nun hat die Datenschutzbeauftragte uns geantwortet und unserer Beschwerde beigepflichtet. Sie habe die Universitätsleitung auf die Rechtslage hingewiesen. Nun mu�Ÿ das Bewerbungsfoto aus den Zulassungsordnungen gestrichen werden.
Wir hoffen so, da�Ÿ bei der (Vor-)Auswahl von Studentinnen und Studenten allein auf die tatsächliche Qualifikation geachtet wird und keine Sympathiewerte aufgrund des �„u�Ÿeren in die Entscheidung einflie�Ÿen.
Dieser Streit ist aus unserer Sicht nur ein Auftakt auf viele Debatten darüber, wie universitätseigene Bewerbungs- und Auswahlverfahren gestaltet werden, wenn ab nächstem Jahr die Universitäten bis zu 50% der Studierenden nach eigenen Kriterien selbst auswählen dürfen. An der Charité werde ich mich ab nächster Woche an einer Arbeitsgruppe hierzu beteiligen, an der FU werden wir versuchen die Entwicklung dieser Kriterien nicht allein der Verwaltung und den Professoren im Präsidium un den Dekanaten zu überlassen, sondern in den Gremien mit studentischer Beteiligung offen zu debattieren.
Wolf Dermann
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* Name der Professoren-Hochschulgruppe inhaltlich berichtigt