Heute, am Montag, hat der “Streik” begonnen. Mit ein wenig Aufwand hat die kleine Schar von Aktivisten versucht, vergeblich die Universität zu überzeugen, dass man sich im Streik befinde. In der Silberlaube, aber auch überall sonst war von dieser Begeisterung wenig zu spüren, auch wenn die Vollversammlung etwas lebhafter gewesen sein soll, wie man dem ein oder anderen Verteiler entnehmen kann. Aber auch dort haben sich die Reihen gegen Ende wohl deutlich gelehrt, weswegen man die Fortsetzung am Donnerstag beschloss.
Weil Obwohl die Begeisterung für den Minderheitenstreik jedoch relativ gering ist, hingen heute rund um das OSI bereits Plakte mit der Frage “OSI besetzen?”. Auf der morgigen VV des Instituts soll vermutlich über diese Lächerlichkeit abgestimmt werden. Denn: Nur so könnten die Aktivisten ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen überhaupt zwingen dazu bewegen zu streiken.
Allein dass über solche Mittel nachgedacht wird, ist für uns als LHG und auch für mich persönlich völlig abwegig. Wir als Liberale Hochschulgruppen stehen für eine Hochschule der gegenseitigen Toleranz, des konstruktiven Miteinanders, der Selbstbestimmung und der demokratischen Prozesse. Ein aufgezwungener Streik mit Besetzungen, beschlossen von fragwürdigen Minderheiten im Namen aller, ist aber das genaue Gegenteil von alledem.