Heute haben wir unseren Wahlkampf angefangen. Ein Medium sind Flyer, auf denen wir informieren, welche Listen den aktuellen, linksradikalen AStA unterstützen würden, und warum wir diesen AStA kritisieren. Während des Wahlkampfes habe ich heute gemerkt, dass das auch zu Missverständnissen führt, die ich auflösen möchte.
Zuvorderst möchte ich betonen, dass wir nicht per se Wahlkampf gegen Links betreiben. Wir informieren, welche Listen den AStA unterstützen, der unter anderem seine komplette Haushaltspolitik intransparent gegenüber der Opposition im Studierendenparlament und damit gegenüber allen Studierenden betreibt. Das ist keine prinzipiell politische Kritik am “Linkssein” sondern die ernst gemeinte Beschwerde, dass minimale demokratische Standards von Seiten des AStAs und seiner Unterstützer-Fraktionen nicht eingehalten werden. Ganz besonders, da diese Standards von eben diesen Fraktionen immer wieder von anderen gefordert werden. Linke Gruppen an der FU, die demokratisch agieren, kritisieren wir deshalb nicht.
Ein anderes Medium, das wir verwenden, sind Plakate. Ich habe heute von diesen persönlich 5 in der Silberaube aufgehängt. Dort wurden sie innerhalb von 30 bis 90 Minuten von politischen Gegnern abgenommen. Wahlkampf an der FU geschieht, und das sind auch Erfahrungen der vergangenen Jahren nicht auf gleicher Augenhöhe, sondern Teile der AStA-Fraktion zeigen, dass sie jede Opposition am liebsten komplett mundtot hätten, damit auf Dauer Intransparenz und radikale Protesthaltung studentische Interessenvertretung repräsentieren können.