Lob der Diktatur: Der Tagesspiegel über Lenzen

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In einem morgen erscheinenden Artikel widmet sich der Tagesspiegel den Leistungen unseres Präsidenten. Der Managerpräsident, der durch die Entmachtung der Gremien endlich dafür sorgt, dass die Uni reibungslos läuft und Kritiker nicht mehr zu Wort kommen, darf hier endlich einmal positiv dastehen.

Zu hinterfragen, ob Exzellenz und Effizient auf Kosten von demokratischer Beteiligung wünschenswert sind, liegt dem Artikel natürlich fern. Einerseits die Konkurrenz der Professor/inn/en zu beanstanden und andererseits die Kooperation zwischen allen Beteiligten in sachlich-politischen Fragen auszuschalten, erscheint außerdem als widerspruchsfrei. Es ist das Übliche.

Natürlich ist es leicht, Ansehen und Exzellenz gegen scheinbar störende Beteiligung auszuspielen (an anderer Stelle auch gerne einmal andersherum). Die Wahrhaft ernste Frage, nämlich ob nicht beides möglich ist, exzellente Forschung und Lehre bei gleichzeitiger ordentlicher Beteiligung der Gremien, wird aus Zeitgründen ausgeblendet. Das gilt für den Präsidenten wie für die Presse.

Denn: Wenn alle Gruppen ernsthaft angehört und beteiligt werden, könnten in der Eile der Exzellenzierung auftretende Probleme schon gelöst sein, bevor sie auftreten. Wenn man aber durch sein Auftreten, gekennzeichnet durch Ignoranz und Top-Down-Denken, stetig Öl in das Feuer der erneuerungsresistenten, radikaleren Kräfte gießt, braucht man sich auch nicht wundern, wenn exzellente kooperative Lösungen da wo es nötig ist nicht entstehen.

Wenn jetzt am OSI hoffentlich in naher Zukunft ein Mentorenprogramm für Erstsemester entsteht, ist das nicht das Ergebnis von Geld, oder Top-Down-Ideen, sondern das Resultat eines kooperativen Institutstages, auf dem Probleme und Lösungsvorschläge gemeinsam erarbeitet und danach am Leben erhalten wurden.

Wenn die zeitgesteuerten Maluspunkte jetzt wieder abgeschafft werden, ist das eine zwei Jahre dauernde Erkenntnis der Nicht-Umsetzbarkeit, die in Gremien von Anfang an angemahnt wurde.

Wenn die Campusmanagement-Einführung eine mittlere Katastrophe war, dann, weil nicht auf Bedenken von allen Seiten gehört sondern erst einmal so schnell wie möglich eingeführt wurde.

Reden kann unser Präsident, aber ein Talent zum Zuhören hat er nicht. Ersteres nutzt er ausführlich zur Vermarktung nach außen. Nach innen bleibt leider bloß noch zweiteres übrig…

Studien(gebühren)finanzierung: Kredite durch die KfW

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So ein Studium will finanziert sein, besonders da, wo seit neuestem Studiengebühren verlangt werden. Die Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet nun die Finanzierung von 100-650 Euro monatlich über maximal 10-14 Semester per Kredit an.

Finanziert wird zu maximal 5,1% Zinsen (zu zahlen monatlich, so nicht Stundung beantragt!), eltern- und einkommensunabhängig.

Ob die Bedingungen ansonsten aber 100%ig ansprechend sind, möchte ich mal bezweifeln. Das beginnt schon mit einer Kostenpauschale von 232 Euro: das sind bei 10 Semestern ca. 4 Euro Kosten pro Monat, die den Zins verdeckt erhöhen. Weiter geht es damit, dass nur für das Erststudium (Bachelor + konsekutiven (!) Master) Kredite vergeben werden. Außerdem gibt es das Geld nur für Studierende, die zum Zeitpunkt der Beantragung Vollzeit studieren. Ausgenommen sind auch Promovierende und Studierende, die älter als 30 Jahre alt sind.

Die Befürworter von Studiengebühren, die meist mit tollen Ideen zur Finanzierung daherkommen, die die Selektion bestimmter Gruppen ja verhindern sollen, müssen sich hier ernsthaft die Frage gefallen lassen, wo unter solchen Finanzierungsbedingungen nicht selektiert wird. Zwar ist es “nett”, denen, die bisher keine Möglichkeit mehr hatten, zu studieren, überhaupt eine Möglickeit zu geben, ein Studium zu finanzieren. Wer aber die Konditionen liest, dem wird klar, dass nur für eine bestimmte Gruppe diese scheinbare Chancengleichheit überhaupt hergestellt wird. Geschweige denn, dass den Start ins Arbeitsleben mit Schulden beginnt, wer nicht von zu Hause aus genügend Unterstützung erhält…

LHG - Hilfeseiten: Wieder komplett zugänglich

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Nach einer Weiterleitungspanne sind unsere Hilfeseiten nun wieder komplett zugänglich. In den nächsten Wochen werden wir an diesen natürlich noch weiter feilen, um Euch auf dem neuesten Stand zu halten und so viele Orientierunghilfen wie möglich zu bieten. Ein Besuch lohnt sich also auch weiterhin.

Und: für Anregungen, Kritik oder Kommentare (Kontaktformular) zu diesen Seiten und natürlich auch zu allem, was wir sonst so tun, sind wir natürlich dankbar!

Rückmeldegebühren: Verfassungswidrig?

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Das Oberverwaltungsgericht hat heute zwei Verfahren bezüglich der Rückmeldegebühren ausgesetzt und dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt, weil es die Gebühren in der jetzigen Höhe - das ca. 4,5-fache der Kostendeckung - für verfassungswidrig hält.

Diese Entscheidung ist insofern begrüßenswert, als dass bei einer Bestätigung durch das BVerfG verdeckten Studiengebühren ein Riegel vorgeschoben würde.

1. StuPa-Sitzung: Bericht

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Die negativen Sachen zuerst: Der Bürgerblock pöbelt weiterhin sinnlos und destruktiv herum, in der Sitzungsleitung sitzen weiterhin mehrheitlich AStA-Menschen, von mir eingebrachte Satzungs- und Ordnungsänderungsanträge wurden als “nicht dringend” angesehen und damit etwas mehr Demokratie vertagt und eine Neuwahl des Haushaltsausschusses wurde als nicht sofort notwendig angesehen - Haushaltskontrolle darf natürlich gerne hinten anstehen.

Das dazu, und zu diesen Themen sind im Verlauf dieses Semesters hier in diesem Blog auch schon einige Dinge gesagt worden. Aber ich möchte doch anmerken, dass mir die Stimmung heute im StuPa etwas besser gefallen hat als manch anderes Mal. Ein paar neuere Mitglieder beschwerten sich zwar über die sofort sichtbare “Frontenbildung”, aber ich habe die Fronten schon deutlich verminter gesehen als heute. Und wenn keine Unterschiede mehr sind, wird es ja auch langweilig… ;-)

Die StuPa-Sitzung wurde gut genutzt, um mal ein paar koordinative Sachen zu regeln: Was läuft gerade wo an dieser Uni, wer ist da involviert, wie kann man sich besser vernetzen, wie studentische Positionen besser einbringen. Ich hoffe, dass wir das über die Zeit besser hinbekommen, dass wir trotz politischer Unterschiede irgendwie dahin kommen, an den Stellen wenigstens koordiniert zu arbeiten, wo studentische Positionen von Nöten sind.

Wenn es der AStA dazu noch schafft, selbst etwas transparenter, demokratischer und pro-aktiver zu werden, dann wären wir schon ein gutes Stück weiter. Und wenn sich dann noch ein paar mehr an dieser Uni für das interessieren, was um sie herum passiert und sich mehr auch persönlich einbringen, ja dann… Aber ich möchte an dieser Stelle nicht zu optimistisch werden!

PS.: Wenn Ihr Fragen zum StuPa, zur LHG, zur Uni, zu mir oder wozu auch immer habt: FRAGT!

25. StuPa: 1. Sitzung

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Morgen um 12 Uhr findet im Gebäude der Wirtschaftswissenschaften (Garystraße 21, Saal 103) die 1. Sitzung des neu gewählten StuPas statt. Die Sitzung ist wie immer öffentlich, also schaut es euch einfach an. Auf der Tagesordnung steht zwar die Wahl eines neuen AStAs, aber die Erfahrung hat gezeigt (und Andeutungen von jetzigen AStA-Mitgliedern deuten das auch an), dass dies wohl erst auf der zweiten Sitzung der Fall sein wird.

Einfachere Blog-Adresse

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Seit heute hat unser Blog eine vereinfachte Adresse, mit der es jetzt noch leichter ist, immer auf dem aktuellsten Stand in Sachen Hochschule und Hochschulpolitik zu bleiben:

blog.lhg-fu.de

Reinschauen und aktuell bleiben! Nur hier gibt es in einem Semester mehr Neuigkeiten als vom AStA in zwei Jahren.

Datenschutz: Ade

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[updated]

Heute sind Mails an die Studierenden der FU herausgegangen, in denen über das Nahen der Rückmeldefrist informiert wird.

Die zentrale Studienverwaltung hat dabei aber die Mails nicht vollständig als Blindkopie versandt, sondern jeweil alle Adressen eines Intervalls von drei Anfangsbuchstaben (h,i,j; p,q,r; etc.) für alle Empfänger sichtbar verschickt - bei mir waren das knapp 1000.

Selbst wenn dies durch Unachtsamkeit geschehen ist ist dies ein grober Verstoß gegen den Datenschutz, der inakzeptabel ist. Eine Gruppe von neun Studierenden mit verschiedenen Anfangsbuchstaben in ihrer Zedat-Emailadresse könnte so den gesamten Adressbestand (ich bin nicht sicher ob Uni- oder Fachbereichsweit) zusammenstellen und verwenden…

Nachtrag (10. Februar 2006):

Ich habe mit der Datenschutzbeauftragten (per Mail) gesprochen, die mir versichert hat, dass das Problem intern behandelt und sich auch dafür entschuldigt wurde. Es seien außerdem “geeignete organisatorische Maßnahmen” getroffen worden, damit sich so etwas nicht wiederholt. Zurückzuführen sei das Problem in der sonst auf Datenschutz bedachten Verwaltung auf einen Fehler, der im Arbeitalltag passieren könne, wenn auch dieser große Konsequenten nach sich gezogen hätte.

KVV draußen

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Für alle, die es noch nicht gesehen haben: Das neue KVV ist online.

Sitzung der Kommission für Lehrangelegenheiten

Florian SchatzHochschulpolitik, FU, Allgemeines 3 Kommentare »

In der heutigen Sitzung der Kommission für Lehrangelegenheiten wurde u.a. noch einmal ausgiebig über die Regelungen für An- und Abmeldefristen sowie die Flexibilisierung der Fristen zur Noteneingabe diskutiert.
Dabei stellte sich verblüffenderweise heraus, dass die vom Akademischen Senat beschlossene Neufassung der Satzung für Allgemeine Prüfungsangelegenheiten, welche erstmals genaue Fristen regelt, von Wissenschaftssenator Flierl abgelehnt worden und damit im Augenblick nicht in Kraft ist. Bei dem Schreiben des Präsidiums an die Dekanate aller Fachbereiche vom 30. Januar (mit den Abgabeterminen für Prüfungsleistungen bzw. für Modulbescheinigungen 01.04.2006 bzw. 15.06.2006) handelt es sich somit aufgrund der fehlenden Rechtsgrundlage nur um eine Empfehlung, da in der gültigen (älteren) Satzung noch keine konkreten Termine genannt sind. Zumindest in diesem Semester scheint also die tatsächliche zeitliche Ausgestaltung in Wahrheit in der Verantwortung der Fachbereiche zu liegen. Obwohl der Generalforderung von Seiten der Studierenden, höchstens zentralisierte „Rahmenfristen“ zu verabschieden und die Entscheidung ansonsten dezentral den Fachbereichen zu überlassen, generell nicht stattgegeben wurde, scheint sich folglich gerade diese Möglichkeit im laufenden Semester aufgrund einer „Rechtslücke“ zu bieten.

Eine neue Satzung soll jedoch in der Sitzung des Akademischen Senats am 15. März verabschiedet werden, womit diese (unter Annahme einer Bestätigung durch den Wissenschaftssenator) pünktlich zum Sommersemester in Kraft treten könnte.
Was die An- und Abmeldefristen für Module angeht, scheint auch der Kompromiss (Anmeldung bis zum Ende der zweiten, Abmeldung bis zum Ende der dritten Vorlesungswoche) entgegen früheren Verlautbarungen von Wissenschaftssenator Flierl ablehnt worden zu sein. Tatsächlich wurde gerade aus diesem Grund die gesamte Neufassung der Satzung abgelehnt, da Senator Flierl befürchtete, mit 2 Wochen Anmeldespielraum käme die Universität in Konflikt mit der Anwesenheitspflicht von 85%, da diese dann bereits ausgeschöpft wäre und somit nicht sinnvoll übergeprüft werden könnte. Ob man nun die Anwesenheitspflicht herunterschraubt oder andere Wege geht, wird in naher Zukunft zu entscheiden sein. Der Vorschlag der Studierenden, auch hier nur „Rahmenfristen“ festzusetzen und die Terminsetzung ansonsten in die Hände der Fachbereiche zu legen, um eventuell auch Abmeldungen bis kurz vor Ende des Semesters zu ermöglichen (gerade für Erstsemester, die den workload unterschätzt haben), stieß auch hier nicht auf die gewünschte Akzeptanz.

Weit besser jedoch die Nachricht, dass zeitgesteuerte Maluspunkte endgültig abgeschafft werden. Wer in Verzug gerät, soll nun nicht mehr in einem Automatismus mit Maluspunkten bestraft werden, sondern eine Einladung zu einem umfassenden Beratungsgespräch erhalten.

Zuletzt wurde den Kommissionsmitgliedern noch mitgeteilt, dass bei der geplanten Ersetzung der Immatrikulation Promotionsstudierender durch Registrierung offensichtlich die sozialen Folgen nicht ausreichend berücksichtigt worden seien, weswegen das ganze Vorhaben noch einmal grundlegend überdacht werden würde.
Nach diesem letzten Punkt vertagte sich die Kommission auf den 20.02.2006, um u.a. den Entwurf eines Rahmenkonzepts für Masterstudiengänge und für die Neufassung der Satzung für Allgemeine Prüfungsangelegenheiten zu behandeln.

CM: Fristenregelungen

RonnyHochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Heute wurde eine Einigung bei der Festlegung der Fristen für An- und Abmeldung zu Campus-Management gefunden: Nachdem Wissenschaftssenator Flierl den Passus “Bis zwei Wochen nach Beginn der Vorlesungszeit kann man sich für Veranstaltungen an- und bis vier Wochen wieder abmelden” abgelehnt und beide Fristen gleich (auf zwei Wochen) setzen wollte, wurde sich jetzt in der Mitte geeinigt, d.h. anmelden kann man sich bis zum Ende der zweiten, wieder abmelden bis zum Ende der dritten Vorlesungswoche.

[update]

Naja, scheint doch nicht ganz so sicher zu sein, wie das zuerst berichtet wurde. Aber es wird dran gearbeitet.