Was unser AStA von anderen lernen könnte

RonnyAllgemeines, FU, Hochschulpolitik Kommentar schreiben

Nicht erst seit gestern beklagen wir das intransparente Handeln des AStAs der FU Berlin. Das beginnt damit, dass man auf der Homepage unseres AStAs weder Namen und Fotos noch aktuelle Aktivitätsberichte findet. Das setzt sich fort in der Art und Weise, wie mit Budget von über einer halben Million Euro umgegangen wird (siehe letzter StuPa-Bericht und viele Berichte zuvor), etwa wenn es um die Genehmigung von einzelnen Projekten und die Veröffentlichung der Leistungsempfänger geht.

Ein gutes Beispiel ist z.B. der AStA der Europa-Universität Viadriana in Frankfurt/Oder. Auf deren Homepage findet jede/r Interessierte seine AStA-Referenten mit ihren Aufgabenbereichen, inklusive Foto. Außerdem gibt es von allen AStA-Sitzung öffentliche Protokolle, die nachvollziehbar machen, womit sich die studentische Vertretung beschäftigt. Dazu gehört auch die Offenlegung von Projektmittel-Empfängern. In einem Protokoll von diesem Jahr heißt es da z.B.:

“2.1 [Name entfernt; R.P.]: Namen in AStA-Protokollen

[Name entfernt, R.P.] hatte beklagt, dass sein Name und seine
Kontaktdaten in AStA-Protokollen veröffentlicht worden seien.
Er schlug daher vor, die Protokolle mit einem Passwort zu
sichern oder sie nach spätestens fünf Jahren zu löschen. Diese
Vorschläge werden einhellig abgelehnt: Johannes weist auf
den Mangel der Transparenz hin. Wer zum AStA komme, um
Gelder aus den Mitteln der Studierendenschaft zu
beantragen, müsse hinnehmen, dass sein Name im
entsprechenden Protokoll auftauche. Nur so lasse sich ein
Finanzchaos wie in den letzten Jahren vermeiden. Auch die
Wahlleiterin, Vivien Pawloff, meint, dass ohnehin nur wenige
Studierende wissen, was in den Gremien der verfassten
Studierendenschaft vor sich gehe. Diesen Mangel an
Transparenz dürfe man nicht noch unterstützen. “

Zudem könnte der AStA seinen Blog dazu verwenden, über aktuelle Entwicklungen in den Gremien der FU zu berichten, damit auch diejenigen Studierenden, die nicht täglich mit FU-Hochschulpolitik in Kontakt kommen, die Möglichkeit erhalten, die Entwicklungen an unserer Hochschule zu verfolgen.

Eine Reaktion zu “Was unser AStA von anderen lernen könnte”

  1. DEFO-Blog

    > Zudem könnte der AStA seinen Blog dazu verwenden, über aktuelle Entwicklungen in den Gremien der FU zu berichten,

    Nun, der AStA könnte auch sein Blog in den http://fu-blogs.de.vu/ aufnehmen lassen und vor allem auf diese Blog-Übersichtsseite verlinken … ;-)

    Aber letztenendes sind alle solche Aufrufe vergebene Liebesmüh, wenn man was am Verhalten des AStAs ändern will, dann muß man den AStA ändern, sprich auswechseln!

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