Präsidentenwahl

Wolf DermannHochschulpolitik, FU, Allgemeines 2 Kommentare »

Die Freie Universität hat einen neugewählten Präsidenten, der der Alte ist. Dieter Lenzen wurde mit 79% der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt. Wirklich neu ist die Erste Vizepräsidentin. Ursula Lehmkuhl wird die Nachfolge von Klaus Hempfer antreten. Sie erhielt bei der Wahl am heutigen Aschermittwoch die Unterstützung von 81% der abstimmenden Mitglieder des Erweiterten Akademischen Senats. Bevor die Neugewählten ihr Amt im Juni antreten, werden im März noch drei weitere Vizepräsidenten gewählt.

Vor Beginn der Wahlen ging es erst einmal darum, ob eine erneute Kandidatenbefragung stattfinden sollte. Sitzungsleiter Leo Brunnberg schlug von sich aus schon vor, darauf zu verzichten, wogegen sich aber sofort Protest von Hajo Funke erhob. Nach kurzer Diskussion beschloss der Erweiterte Akademische Senat mit deutlicher Mehrheit gegen die Stimmen wohl aller Studenten und einiger Anderer, auf eine solche Diskussion zu verzichten.

Lenzen beantwortete dann trotzdem noch die in der Diskussion aufgekommene Frage nach der künftigen Ressortverteilung der noch zu wählenden Vizepräsidenten, die ich hier kurz aufführen will:

  • Christine Keitel-Kreidt wird zuständig für den Bereich Studium und Lehre. Sie soll den Vorsitz über die KfL übernehmen und die Betreuung der Fachbereiche Politik- und Sozialwissenschaften, Erziehungswissenschaft/ Psychologie, sowie Wirtschaft.
  • Monika Schäfer-Korting soll den Bereich Medizin (Charité) und Forschung übernehmen, die Foschungskommission leiten und den Fachbereich Biologie/Chemie/Pharmazie betreuen.
  • Jochen Schiller will im Bereich der Forschung das Aufgabenfeld der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft übernehmen (was auch immer das genau sein soll). Er soll außerdem die restlichen Naturwissenschaftlichen Fachbereiche betreuen.

Lenzen wurde bei der anschließenden Wahl im ersten Wahlgang wiedergewählt. Er erhielt 42 Ja- und 11 Neinstimmen. Lehmkuhl bekam ebenfalls im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von mehr als 31 Stimmen. Auf sie entfielen 43 Stimmen und 10 Neinstimmen.

Kritisch ist hierbei die schlechte Anwesenheit insbesonders der Studierenden zu sehen. Von 10 Stimmberechtigten waren lediglich 6 Anwesend. Von den Listen FSis/Offene Liste, DEFO, Grünen und Jusos fehlte jeweils ein Vertreter.

Auch abgestimmt wurde im Erweiterten AS, ob sich dieser den Vorschlägen von “president-elect” Lenzen für die weiteren drei Vizepräsidenten anschließt. Nach einer kurzen Vorstellung aller drei Kandidaten und wenigen Nachfragen hierzu, stimmte der Erweiterte Akademische Senat den Nominierungen zu:
Monika Schäfer-Korting: 36 Ja-, 6 Enthaltungen, 9 Neinstimmen
Christine Keitel-Kreidt: 43 Ja-, 2 Enthaltungen, 6 Neinstimmen
Jochen Schiller: 42 Ja-, 5 Enthaltungen, 4 Neinstimmen.

Damit endete die Sitzung des Erweiterten Akademischen Senats. Der Akademische Senat tagte nach fünfminütiger Pause in seiner regulären (kleinen) Zusammensetzung jedoch weiter. Einiger öffentlicher Tagesordnungspunkt war auch dort die Nominierung der weiteren Vizepräsidenten.

Auf Antrag von Gerd Hoff hat sich der reguläre Akademische Senat in offener Abstimmung einstimmig den Nominierungen der drei weiteren Vizepräsidenten durch den Erweiterten Akademischen Senat angeschlossen. Nach einer nicht-öffentlichen einminütigen Abstimmung über eine Honorarprofessur endete damit auch kurz nach 18 Uhr die Sitzung des Akademischen Senats.

Nicht nur wir (und auch Stephan Manske im DEFO-Blog) waren mit unserer Berichterstattung schnell im Netz. Auch das vorläufige Wahlergebnis und die Pressemitteilung zur Wahl fanden sich gegen Ende der AS-Sitzung schon online wieder.

Inzwischen finden sich auch schon die ersten Pressemeldungen online. Ähnlich wie dieser Blogeintrag berichtet auch der Tagesspiegel von der Veranstaltung. Der taz reicht für die Donnerstagsausgabe ein Dreizeiler, nach Martin Kauls gestriger Vorwegnahme des Ergebnisses in einem - selbst für die taz sehr tendenziösen - Artikel.

Mit einer Woche Verzögerung hat nun auch Ralf Hoffrogge einen sehr lesenswerten Bericht über die Wahlsitzung verfasst, inbesonders in Hinblick auf die Aussagen der nominierten weiteren drei Vizepräsidentschaftskandidat/inn/en. Ralfs Bericht nahmen auch der AStA- und FSI-Blog am selben Abend zum Anlass, von Lenzens Wiederwahl zu berichten.

KVV verfügbar

RonnyFU, Allgemeines 0 Kommentare »

Alle, die nicht warten können, finden unter

www.fu-berlin.de/vorlesungsverzeichnis/ss07/

bereits das Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemester 2007.

Fachbereichsratssitzung der Wiwiss am 14.02.07

Hilmar von OertzenHochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »
Mittwoch war es endlich soweit. Die erste Sitzung des neuen Fachbereichsrats Wirtschaftswissenschaften und ich war als einer der neu gewählten Studentenvertreter mit dabei.
Um 9:00 Uhr wurde die Sitzung eröffnet. Auf der Tagesordnung standen die Wahl des Dekans und des Prodekans Wiwiss.
So weit so kurz, denn nachdem ein Nachfolger als Dekan für Prof. Dr. Michael Kleinaltenkamp vorgeschlagen wurde, in diesem Fall Prof. Dr. Jörg Sydow, wurde Dieser sogleich per Handzeichen ohne Gegenstimmen gewählt. Genau so simpel wie schnell wurde auch der neue Prodekan Prof. Dr. Helge Berger gewählt, quasi durchgewunken.
Aber so ist das eben bei Wirtschaftswissenschaftlern, mit dem Ziel stets vor Augen wird der effizienteste Weg gesucht und in diesem Fall auch gefunden.
Da es keine Themen für den Punkt Verschiedenes gab, bedankte sich der Fachbereichsrat bei seinem alten Dekan Kleinaltenkamp und die Sitzung wurde geschlossen.
Die ganze Geschichte dauerte etwa 10 Minuten. Wenn das nicht effizient ist…

Langweilig

RonnyHochschulpolitik, FU, LHG, Allgemeines 1 Kommentar »

Eigentlich wollte ich ja nur berichten, dass der Tagesspiegel mal wieder über Lenzen schreibt, und die beiden Artikel so langweilig und nichtssagend sind, dass ihr sie euch nicht antun müsst (deswegen verlinke ich sie auch nicht).

Aber da hab ich doch gerade im Semtix-Blog ein kleines Schmankerl entdeckt, dass ich euch nicht vorenthalten möchte, schließlich geht es ja gegen uns:

Wollt ihr selbst aktiv werden gegen Studiengebühren und den Umbau der Hochschulen auf unsere Kosten, dann empfehlen wir von SEMTIX euch beim Berliner Bündnis für Freie Bildung zu informieren. Eine andere Anlaufstelle sind die Fachschaftsinis an der FU, hier könnt ihr euch zusammen mit anderen engagierten Studis direkt an eurem Fachbereich oder Institut einbringen. Ihr braucht dafür nirgendwo Mitglied werden und auch keinen Wahlkampf bestreiten. Wir von SEMTIX unterstützen die Fachschaftsinitiativen, weil sie basisdemokratisch, ohne “Häuptlinge” organisiert sind und deshalb was ins Rollen bringen. Von Besserwisserei und Möchtegerns die Bundestag spielen wollen halten wir degegen nichts.

Im letzten Satz sind im Originaltext über “Besserwisserei und Möchtegerns” freundlichweise wir verlinkt, und da wollte ich es mir doch nicht nehmen lassen darauf hinzuweisen, dass Semtix zur AStA-Mehrheit gehört, die im StuPa Bundestag spielt und zusammen mit den hochgelobten FSIs Minderheitenmeinungen und -rechte niederstimmt, um Mitarbeit und Kontrolle durch die ungeliebte Opposition zu verhindern. Opposition ist nämlich nur gut, wenn sie sich basisdemokratisch nennt und wenn man selbst daran beteiligt ist. Sobald man regiert, gewinnt der Machtgeifer, und jede Kontrolle, die entdecken könnte, dass das eigene Handeln inkorrekt ist, wird autokratisch unterdrückt.

Semtix hat natürlich Recht, wenn sie davon sprechen, dass man in FSIs keine Mitgliedschaft angeben muss. Das hat den Vorteil, dass wenn die FSIs mal was Schlechtes tun, nachher niemand dafür verantwortlich gemacht werden kann, weil ja niemand dort Mitglied ist und alles basisdemokratisch von selbst läuft. HäuptlingInne gibt es dort auch keine gewählten, sonst könnte man ja merken, dass in Wirklichkeit nur ganz bestimmte Personen das Heft in der Hand halten. Achja, und Nicht-Mitglied kann natürlich jeder werden, aber sich beteiligen darf nur der, der schon so denkt wie die, die vorher schon da sind. Die entscheiden dann, welche Menschen Nicht-Mitglied sein dürfen und welche nicht. Die, die draußen bleiben müssen, sind dann Nicht-Nicht-Mitglied…

Sorry Semtix, wenn ich euch mit Besserwisserei langweile. Ich würd ja auch gerne hin und wieder richtig mit euch diskutieren und mich sogar überzeugen lassen, wenn ich Unrecht hätte. Nur leider bekomme ich keinerlei Argumente, schon gar keine neuen. Manchmal komme ich mir selbst richtig langweilig vor, wenn ich hier Sachen zum hundersten Mal wiederhole. Aber euch wird es ja auch nicht langweilig, bestimmte Sachen zu wiederholen… ;-)

Dass ich das hier im Blog tue, hat übrigens damit zu tun, dass man bis heute (hab’s gerade nochmal gecheckt) bei euch im SEMTIX-Blog keinerlei Kommentare hinterlassen kann, wenn man nicht angemeldet ist - und anmelden kann man sich nicht. Das ist wie bei den FSIs: Jeder darf basisdemokratisch mitreden, aber nur wenn man angemeldet ist.

Warum ich Präsident Lenzen, Semtix und die FSIs in einen Artikel zusammenpacke? Nun, bei dem einen ist es die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und bei den anderen ist es der AStA: Im Hintergrund stecken handfeste Interessen, Geld, Klüngelei und sinnleere Rechtfertigungen, an deren Ende nicht die Demokratie - schon garnicht die von der Basis - sondern vor allem die Machtbasis der Beteiligten profitiert. Man lässt sich natürlich vorher immernoch genüsslich wählen, um danach aus der erreichten Position mit ausreichend Legitimation arbeiten zu können.

Mich kotzt sowas an, nur dass ich deshalb nicht rumbrülle, sondern still meine Blog-Beiträge schreibe. Aber das ist vermutlich genauso langweilig wie ein Artikel im Tagesspiegel über Lenzen oder eine Lobhudelei über FSI-Basisautokratie im Semtix-Blog. Was soll’s?!

In diesem Sinne allen Leserinnen und Lesern eine geruhsame Nacht und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßet

Häuptling Langeweile

PS.: Ich will an dieser Stelle nur einmal sagen, dass in den FSIs eine ganze Menge Menschen Nicht-Mitglied sind, die mir menschlich sehr sympathisch sind und die zu den wenigen gehören, die Gott sei Dank an dieser Uni und in der Gesellschaft ihre Klappe aufreißen und auch bereit sind, einiges an Zeit und Kraft in dieses Engagement zu stecken. Dass ich so oft gegen sie wettere hat also weniger mit persönlichen Aversionen oder mit dem Ablehnen ihres Tuns im Allgemeinen als mit dem Ärger über Doppelstandards zu tun. Wenn sympathische FSI-Nicht-Mitglieder mit tollen Idealen diese sofort über Bord werfen, wenn es um die Durchsetzung der eigenen Interessen geht, dann bleibt halt bei mir nur Unverständnis zurück. Man könnte diese Universität vermutlich viel stärker im Sinne der Studierenden gestalten - mit und gegen den Präsidenten - wenn dies anders wäre… Dies nur als Randnotiz.

StuPa: AStA verstößt erneut gegen demokratische Prinzipien

Florian SchatzFU, LHG, Allgemeines 5 Kommentare »

Auch bei der gestrigen konstituierenden Sitzung des StuPas hat es die AStA-Koalition erneut nicht geschafft, zentrale demokratische Prinzipien (wie Sicherung von Oppositionsrechten, Transparenz, parlamentarische Kontrolle) zu befolgen. Im Gegenteil: Zu einem Haushaltausschuss, der wieder nur mit Mitgliedern der AStA-Koalition besetzt ist kommt nun auch noch eine Sitzungsleitung, in der ebenfalls kein einziges Mitglied der Opposition vertreten ist.

In den letzten Jahren hatte der AStA der Opposition aus Kulanz zumindest zugestanden, mindestens ein Mitglied der Sitzungsleitung zu stellen. Um nicht von dieser Kulanz abhängig zu sein, hat die LHG bereits im letzten Jahr beantragt, vom Listenwahlverfahren zu D’Hondt überzugehen - dies wurde damals mit dem Argument abgelehnt, man würde die Opposition doch immer in der Sitzungsleitung berücksichtigen. So wenig kann man sich also auf das Wort des AStAs verlassen…
Trotz mehrmaligem Plädoyer und direkter Ansprache an die fünf AStA-Kandidaten für die Sitzungsleitung, Platz für einen Kandidaten der Opposition (von der Linke.FU) zu machen, sperrte sich der AStA leider vehement. So sah sich die versammelte Opposition gezwungen, eine eigene Liste für die Sitzungsleitung aufzustellen (Grüne, Jusos, Linke.Fu, LHG, Hexenkellerliste), um zumindest ein Zeichen zu setzten. Diese vereinte Oppositionsliste wurde natürlich von der AStA-Mehrheit abgelehnt.

Bei der Wahl zum Haushaltsausschuss lief die Sache ähnlich. Die AStA-Koalition präsentierte uns erneut fünf Kandidaten, woraufhin Rima von den Grünen für die Opposition kandidierte. Obwohl ich geheime Wahl durchsetzten konnte, konnte Rima trotzdem nur 17 Stimmen auf sich vereinen und hatte damit keine Chance. Die fünf AStA-Kandidaten wurden ohne Probleme gewählt, und das, obwohl einer der Kandidaten nicht einmal anwesend war und seine Kandidatur nur schriftlich bekanntgegeben hatte. Damit haben wir wieder mal einen Haushaltausschuss, der nur von Mitgliedern der “Regierungskoaltition” besetzt ist. Und der AStA hat bewiesen: Selbst bei geheimer Wahl ist das Gewissen für demokratische Prinzipien in seinen Reihen mehr als nur unterentwickelt.

Neben diesen überaus frustrierenden Wahlen gab es gestern noch einen längeren Bericht des Semesterticketbeauftragten und eine anschließende Debatte. Dem Semesterticketbeauftragten zufolge ist in den nächsten Semestern leider mit einer im Durchschnitt etwa 3%igen Erhöhung des Semesterticketpreises zu rechnen, der Verhandlungsspielraum scheint relativ eingeschränkt. Es bleibt zu hoffen, dass dennoch zu einer akzeptablem Lösung gefunden wird und ein Chaos wie 2004 vermieden werden kann, als die FU aufgrund der mangelhaften Verhandlungsführung des AStAs als einzige Uni Berlins ohne Ticket da stand.

In der aktuellen Viertelstunde einigte sich das StuPa außerdem auf eine Kritik an der unzureichenden BaföG-Novellierung, die Unterstützung der studentischen Initiativen für eine G8-Themenwoche am Otto-Suhr-Insitut für Politikwissenschaft und eine Kritik an der Raumvergabe für studentische Veranstaltungen seitens des Uni-Präsidiums.

Neben diesen durchaus sinnvollen Beschlüssen unterstützte das StuPa gestern allerdings auch mehrheitlich einen Antrag auf Finanzierung eines Projekts des AusländerInnenReferats und Internationalen Referats. Dieses Projekt sieht unter anderem vor, zwei AStA-Referenten auf Kosten der FU-Studierendenschaft (etwa 1500€) in den Irak fliegen zu lassen um sich mit dortigen Studierenden zu vernetzen und beim Aufbau einer studentischen Selbstverwaltung zu unterstützen. Dass dies nicht Aufgabe des FU-AStAs sein kann, zumal auf Kosten aller Studierenden, ist für die LHG eine Selbstverständlichkeit.

Die Sitzung gestern hat wieder einmal gezeigt, dass Demokratie für den AStA größtenteils ein Fremdwort ist. Das Parlament ist für diesen AStA lediglich eine lästige Nebensache, die allein dazu dient, sich eine mehr als zweifelhafte Legitimität zu verleihen - von parlamentarischer Kontrolle und Transparenz hält der AStA hingegen nichts.

Lenzen rief an

Wolf DermannHochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Im Rahmen der Zielsetzung unserer Hochschulgruppe, sich für Transparenz einzusetzen, möchte ich euch hiermit den sofortigen Blick hinter die Kulissen der Präsidentenwahl bieten (Auch damit keiner sagt, wir hätten da irgendwas gemauschelt):

Heute erhielt ich, als Mitglied des Erweiterten Akademischen Senats, der am nächsten Mittwoch den FU-Präsidenten und Ersten Vizepräsidenten wählt, einen Anruf von Präsident Lenzen bei mir Zuhause.

Seine einzige Frage an mich war, ob ich noch Fragen vor der Wahl an ihn hätte. Nachdem ich ihm klargestellt hatte, das ich ihn und Frau Lehmkuhl wohl ausreichend kennen würde, fiel mir nur eine Nachfrage ein, nämlich ob die Auflistung der weiteren Vizepräsidenten im Tagesspiegel so stimmen würde (wir berichteten).

Er bestätigte mir, dass er selbst die Presseinformation mit diesen Namen herausgegeben hatte, nachdem er ein schnelles Dreiergespräch mit Vertretern der beiden anderen Professorenlisten geführt hatte. Lenzen ging davon aus, dass es auch keine anderen Vorschläge für diese weiteren drei Vizepräsidenten am nächten Mittwoch geben würde.

Dann war für uns das Gespräch auch schon vorbei.

Wie ihr seht, ist es zumindest dieses Jahr hinter den Kulissen wenigstens für uns Studenten nicht sonderlich spannend, oder ich habe einfach nicht die richtigen Fragen gestellt. Eine Gelegenheit zum Mauscheln wäre das Gespräch möglicherweise gewesen (auch wenn es auf studentische Stimmen bei der Wahl wohl nicht ankommt). Als solche Nutzen wollten wir sie aber wohl beide nicht.

Vielleicht berichten auch die anderen studentischen Mitglieder des Erweiterten Akademischen Senats, ob sie auch angerufen wurden und ob vielleicht bei denen was gemauschelt wurde. Im einfachsten Fall über die Kommentarfunktion.

Gleichstellung: Ausschreibung von 15 neuen Stellen für Professorinnen

RonnyHochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Die FU bemüht sich weiterhin um eine stärke Gleichstellung und fördert den weiblichen Nachwuchs durch die gezielte Ausschreibung von Professorinnen-Stellen. 15 werden es 2007 sein, davon 7 sofort und 8 weitere im Verlauf des Jahres.

Bei den jetzt ausgeschriebenen Stellen handelt es sich laut der Pressemitteilung der FU, in der die Frauenbeauftragte Koreuber als Ansprechpartnerin genannt wird, um W2-Professuren (früher C2) für:

*Ältere deutsche Literatur und Sprache
*Philosophie mit Schwerpunkt Philosophiegeschichte
*Angewandte Mathematik
*Geo-Materialwissenschaften
*Philosophie, unter besonderer Beruecksichtigung der Ethik und der interdisziplinaeren Geschlechterforschung
*Theaterwissenschaft mit dem Schwerpunkt Visual Culture and Theatre
*Molekulare Biophysik

Damit will die FU versuchen, ihren Status als Universität mit der höchsten Frauenquote bei den Professuren in Berlin zu halten.

Lobenswert, aber natürlich auch nicht ganz uneigennützig, schließlich werden ab 2008 30% der Mittel der Universitäten durch leistungsbezogene Mittelvergabe zugewiesen. Davon beziehen sich immerhin 3% auf den Anteil der Professorinnen an den Professuren sowie auf die Neueinstellung von Professorinnen (=0,9% des Gesamtbudgets). Insgesamt dürfte es sich nach meinen groben Schätzungen um einen Betrag von um die 2,4 Mio/Jahr handeln (wobei genaue Zahlen nicht online zu finden waren).

Wie gesagt, dieses Programm ist lobenswert und richtig; wichtig ist aber letztendlich, das kompetente Bewerberinnen gefunden werden, die dazu beitragen, dass Forschung und Lehre an der FU sich verbessern.

Konstituierende Sitzung des StuPas nächsten Donnerstag

Florian SchatzHochschulpolitik, FU, LHG, Allgemeines 3 Kommentare »

Am Samstag in meinem Briefkasten, hat der AStA gerade noch innerhalb der Versendungsfrist zur konstituierenden Sitzung des neuen StuPas am 15.02.07 um 14 Uhr c.t. in Raum J 27/14 eingeladen.

Als Tagesordnungspunkte sind vor allem die Wahl der Sitzungsleitung, ein Bericht des Semesterticketbeauftragten und Entlastung bzw. Neuwahl des AStAs vorgesehen - wobei die Wahlen nach unseren Erfahrungen der letzten Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht stattfinden werden, sondern auf die erste Sitzung im neuen Semester verschoben werden. Denn solange braucht die AStA-Koalition üblicherweise, um ihre Kandidaten auszuklüngeln.

Alle hochschulpolitisch Interessierten sind herzlich eingeladen, dem Auftakt des diesjährigen Trauerspiels beizuwohnen die Farce zu beobachten, aus der der AStA seine zweifelhafte demokratische Legitimation bezieht.

G8. G-weg. G-mein. (und F-reiheit.)

RonnyHochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Die Blogwelt rund um die FU Berlin lacht heute vor kritisch-revolutionärem Geist und über allem thront das F der Freiheit!

So berichtet Niklas in FUWatch über den Bericht von Martin in der taz, der die Aktionswoche am OSI vom 7. bis 11. Mai 2007 zur G8 zum Thema hat.

Daneben freut sich der AStA-Blog über die Absage von FU-Präsident Dieter Lenzen von einer Bildungs-Veranstaltung, auf der er einen Vortrag hätte halten sollen. Grund wären, so der AStA-Blog, einige diskutierende Studierende gewesen (die sicher einen einschlägigen Tipp erhalten hatten), denen der Präsident lieber aus dem Weg gehen wollte. Wir vermuten, dass er vielleicht doch lieber seine Wiederwahl am 21. Februar vorbereitet hat, schließlich gab es da gestern Abend einen Kompromiss zu vermelden.

Aber wer sich freut, muss sich auch beschweren: Die Landesastenkonferenz (LAK) - deren Aktivitäten mir bisher im Dunkeln geblieben sind - “rügt” (vermittelt durch den Blog des AStAs der FU) eine Verschickungsaktion des RCDS-AStAs der TU als Geldverschwendung und Falschbehauptungen enthaltend. Leider wird der Inhalt des Schreibens nicht reproduziert, so dass man sich seine Meinung nicht bilden kann. Da ich nicht weiß, ob die “Rüge” der LAK gerechtfertigt ist, möchte ich mir nur wünschen, dass in Zukunft jede (!) Geldverschwendung auch von anderen ASten auf Schärfste verurteilt wird. Auch jede Form von unberechtigter direkter oder indirekter Wahlwerbung mit Mitteln der Studierenden der amtierenden ASten für sich selbst muss von der LAK ohne Rücksicht auf politische Freundschaften so öffentlichkeitswirksam wie möglich angeprangert werden!

Ach ja: Und über allen thront - wie eingangs erwähnt - das F wie Freiheit. Die FU beteiligt sich am “ABC der Menschheit” im Rahmen des Jahres der Geisteswissenschaften. Deshalb prangt an der Vorderseite der Silberlaube (wenn es sowas gibt) seit heute ein 7 m hohes F, das die Freiheit der Freien Universität symbolisieren soll. In der Pressemitteilungen hierzu stehen ein paar schöne Worte über die Freiheit von Lehre, Forschung und Denken.

Als liberale Hochschulgruppe kann man sich über solche Worte nur freuen! Ich hege jedoch - vermutlich berechtigte - Zweifel, dass es sich um mehr als nur Worte handelt. In diesem Sinne seien alle kritischen (ja selbst revolutionären) Geister aufgerufen, sich in Politik und Wissenschaft von niemandem den Mund oder das Denken verbieten zu lassen - und selbiges auch nicht mit anderen kritischen Geistern zu tun!

“FU einigt sich auf neues Präsidium” (Tagesspiegel)

RonnyHochschulpolitik, FU, Allgemeines 3 Kommentare »

Das große Kungeln ist vorüber, Einigkeit hergestellt und die Presse weiß es zuerst. Der Tagesspiegel schreibt in seiner morgigen Ausgabe (bereits heute auf der Webseite; Hervorhebungen durch mich):

Die Freie Universität Berlin hat ihre Diskussion um ihr zukünftiges Führungsteam beendet und sich auf die Kandidaten für die Ämter der Vizepräsidenten geeinigt. Dabei wurde ein Kompromiss gefunden, der auch die kleinen Professoren-Gruppen im Akademischen Senat berücksichtigt. Der linke „Dienstagskreis“ wird Christine Keitel-Kreidt, Professorin für Grundschulpädagogik, für die Wahl im März aufstellen. Der bisherige Wunschkandidat des „Dienstagskreises“, der jetzige Vizepräsident Werner Väth, wird im neuen Team der Vizepräsidenten nicht mehr vertreten sein.

Die konservative „Liberale Aktion“ will Monika Schäfer-Korting, Professorin für Pharmakologie, aufstellen, nachdem die Wunschkandidaten der Gruppe, der Romanist Joachim Küpper oder der Historiker Paul Nolte, nicht durchsetzbar waren. Die „Vereinte Mitte“, die im Akademischen Senat der Freien Universität die Mehrheit bei den Professoren hat und der auch Präsident Dieter Lenzen angehört, stellt außerdem Jochen Schiller, Professor für Informatik, auf.

Tagesspiegel: FU protestiert gegen neues Lehrerstudium

RonnyHochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Bei Florian gab es am Montag Bauchschmerzen in der Kommission für Lehrangelegenheiten (KfL) und nicht nur dort grummelt der Magen laut… Der Tagesspiegel berichtet vom leisen, gen Politikhimmel gesandten Protest aus Akademischem Senat und Präsidium. Man beschwert sich, dass man in einem “kleinen” (zweisemesterigen) Lehramtsmaster keine rechten fachlichen Kenntnisse mehr erwerben kann. Überraschung!!

Gott sei dank beschwert man sich am lautesten immer erst dann, wenn es zu spät und die Studienordnung schon beschlossen werden muss. Und dann hofft man geduldig auf eine weise Entscheidung der KMK… und hofft … und hofft.

Tagesspiegel: “Opposition an der FU grummelt”

RonnyHochschulpolitik, FU, Allgemeines 2 Kommentare »

In einem Artikel vom Freitag berichtet der Tagesspiegel von den Spielchen rund um die Präsidiumsneuwahlen an der FU Berlin.

Einiges davon konnte man schon durch Stephans Bericht aus dem Akademischen Senat und Wolfs Hinweis auf die Kandidatur von Frau Lehmkuhl entnehmen. Noch nicht berichtet wurde allerdings über die Infragestellung von Vizepräsident Väth, der in der Vergangenheit (wie im Artikel angedeutet) als vergleichsweise studierendenfreundlich aufgefallen ist - eine Qualifikation, die für den für Lehre zuständigen Vizepräsidenten nicht ganz unangenehm ist…

Bezeichnend ist im Übrigen, wie konsequent die Ansichten der Vertreter der anderen Statusgruppen im Akademischen Senat ignoriert werden. Der Präsident und seine Vizes werden entlang der Mehrheitsverhältnisse innerhalb der Professor/inn/enschaft ausgemacht, der Rest ist Makulatur.

CeDiS-Fortschritte nur mit Didaktik

RonnyFU, Allgemeines 5 Kommentare »

Niklas verfolgt und kritisiert auf FUWatch die Erweiterung und Zusammenführung der Online-Angebote der FU. Ich kann einen Teil seiner Kritik teilen, bin aber nicht sicher, ob nicht doch immer erst ein System eingeführt werden muss, damit die Leute überhaupt die technischen Möglichkeiten nutzen?!

Was man sich von der CeDiS wünschen würde, wäre ihre technischen Angebote mit didaktischen Ideen zu verbinden, also Vorschlägen mitzugeben, wie die Technik sinnvoll zur Ergänzung der Lehre verwendet werden kann. Dazu bräuchte es wohl aber Unterstützung durch Didaktiker… Ich glaube nämlich, ein guter Teil des Lehrpersonals und möglicherweise ein nicht minder großer Teil von uns Studierenden ist sich nicht so recht bewusst, welche Vorteile man durch Nutzung dieser System erhält. Eine didaktische Einführung in diese Systeme wäre zudem interessanter zu lesen als eine technische Beschreibung der Funktionen, die sich letztendlich doch niemand (kaum jemand) antut. Vielleicht reichte es ja auch schon, ein paar gut funktionierende Beispiele ordentlich aufzuarbeiten, um den ein oder anderen Hinweis darauf zu geben, was man wie tun könnte.

Interessant wäre es aber tatsächlich, mal etwas über die Kosten zu erfahren…

Ronny bloggt nun aus dem Kuratorium

Wolf DermannHochschulpolitik, FU, LHG, Allgemeines 1 Kommentar »

Auf der gestrigen Sitzung des Akademischen Senats wurde unser Ronny Patz als studentischer Vertreter in das neue Kuratorium nachgewählt. Er folgt der zurückgetretenen Katja Hill von der UL im Amt. Schon auf der letzten Sitzung des AS sollte nachgewählt werden, dies musste jedoch verschoben werden, da es keine Kandidaten gab. Auch auf dieser Sitzung hatte sich niemand außer uns um einen Kandidaten bemüht, so dass Ronny bei Enthaltung des FSI-Vertreters von den studentischen AS-Mitgliedern problemlos gewählt wurde.

Ronny wird hier nun ausführlich von den Kuratoriumssitzungen bloggen und damit endlich mehr Transparenz in die Arbeit dieses Gremiums bringen. Seine ausführlichen Schilderungen der Sitzungen der Kommission für Lehrangelegenheiten werden den Lesern unseres Blogs ja sicherlich noch in guter Erinnerung sein!

Das neue Kuratorium ist das Ergebnis der in Erprobung befindlichen Teilgrundordnung der FU. Es ist deutlich kleiner als das alte Kuratorium, das nur noch tagt um die Teilgrundordnung zu überprüfen. Ansonsten übernimmt das neue Kuratorium die Aufgaben des Alten, wie u.a. die Festlegung des Haushaltsplans, den Erlaß von Gebührenordnungen oder die Veränderung der Fachbereiche.

Lehmkuhl soll Erste Vizepräsidentin werden

Wolf DermannHochschulpolitik, FU, Allgemeines 2 Kommentare »

Auf der Sitzung des Akademischen Senats am Mittwoch wurden die Kandidaten für das Amt des Präsidenten und des ersten Vizepräsidenten der FU nominiert. Wie das Kuratorium am Vormittag, nominierte auch der Akademische Senat den einzigen Bewerber, noch-FU-Prädident Dieter Lenzen erneut für das Amt, mit 17 Ja-, 4 Neinstimmen und 3 Enthaltungen.

Da Klaus Hempfer nicht erneut für das Amt des Ersten Vizepräsidenten kandidiert, musste ein neuer Kandidat gefunden werden. Die Wahl fiel dabei auf Ursula Lehmkuhl, Professorin für Geschichte Nordamerikas am JFK. Am Institut galt sie Gegnerin des inzwischen doch eingeführten Bachelor-Studiengangs, mit der Begründung, sich so voll auf den Master-Studiengang und die Graduiertenschule konzentrieren zu können. In dieser Zeit ging auch ihr Institutsratsvorsitz am JFK an den Bachelor-Befürworter Harald Wenzel über. Über die Vorstellung der Kandidatin im AS berichtet Stephan im DEFO-Blog.

Zwei Andeutungen im Laufe der Sitzung zufolge, sollen wohl insgesamt drei Professorinnen dem neuen Präsidium angehören. Das letzte Präsidium war eine reine Männerveranstaltung.

Die Wahl zum Präsidenten und Ersten Vizepräsidenten findet am 21. Februar durch den vor zwei Jahren gewählten Erweiterten Akademischen Senat statt, der auf der Sitzung am Mittwoch schon den Rechenschaftsbericht des Präsidiums nach längerer Aussprache entgegengenommen hatte.