Die Blogwelt rund um die FU Berlin lacht heute vor kritisch-revolutionärem Geist und über allem thront das F der Freiheit!
So berichtet Niklas in FUWatch über den Bericht von Martin in der taz, der die Aktionswoche am OSI vom 7. bis 11. Mai 2007 zur G8 zum Thema hat.
Daneben freut sich der AStA-Blog über die Absage von FU-Präsident Dieter Lenzen von einer Bildungs-Veranstaltung, auf der er einen Vortrag hätte halten sollen. Grund wären, so der AStA-Blog, einige diskutierende Studierende gewesen (die sicher einen einschlägigen Tipp erhalten hatten), denen der Präsident lieber aus dem Weg gehen wollte. Wir vermuten, dass er vielleicht doch lieber seine Wiederwahl am 21. Februar vorbereitet hat, schließlich gab es da gestern Abend einen Kompromiss zu vermelden.
Aber wer sich freut, muss sich auch beschweren: Die Landesastenkonferenz (LAK) - deren Aktivitäten mir bisher im Dunkeln geblieben sind - “rügt” (vermittelt durch den Blog des AStAs der FU) eine Verschickungsaktion des RCDS-AStAs der TU als Geldverschwendung und Falschbehauptungen enthaltend. Leider wird der Inhalt des Schreibens nicht reproduziert, so dass man sich seine Meinung nicht bilden kann. Da ich nicht weiß, ob die “Rüge” der LAK gerechtfertigt ist, möchte ich mir nur wünschen, dass in Zukunft jede (!) Geldverschwendung auch von anderen ASten auf Schärfste verurteilt wird. Auch jede Form von unberechtigter direkter oder indirekter Wahlwerbung mit Mitteln der Studierenden der amtierenden ASten für sich selbst muss von der LAK ohne Rücksicht auf politische Freundschaften so öffentlichkeitswirksam wie möglich angeprangert werden!
Ach ja: Und über allen thront - wie eingangs erwähnt - das F wie Freiheit. Die FU beteiligt sich am “ABC der Menschheit” im Rahmen des Jahres der Geisteswissenschaften. Deshalb prangt an der Vorderseite der Silberlaube (wenn es sowas gibt) seit heute ein 7 m hohes F, das die Freiheit der Freien Universität symbolisieren soll. In der Pressemitteilungen hierzu stehen ein paar schöne Worte über die Freiheit von Lehre, Forschung und Denken.
Als liberale Hochschulgruppe kann man sich über solche Worte nur freuen! Ich hege jedoch - vermutlich berechtigte - Zweifel, dass es sich um mehr als nur Worte handelt. In diesem Sinne seien alle kritischen (ja selbst revolutionären) Geister aufgerufen, sich in Politik und Wissenschaft von niemandem den Mund oder das Denken verbieten zu lassen - und selbiges auch nicht mit anderen kritischen Geistern zu tun!