Mensaessen aus fünf Jahrzehnten…

Wolf DermannFU, Allgemeines 0 Kommentare »

“… und eine musikalische Zeitreise mit dem Swing Dance Orchestra um Andrej Hermlin” bilden das Rahmenprogramm zur ganztägigen Wiedereröffnungsfeier des renovierten Henry-Ford-Baus am Montag des Vorlesungsbeginns, den 16. April.

Wie aus der Einladung (siehe unten) hervorgeht, soll das Auditorium [maximum?] nach Max Kade benannt werden, einem 1904 in die USA ausgewanderten Pharmaunternehmer aus Schwäbisch Hall, Gründer der Max-Kade-Stiftung.

Die zur Dauerausstellung werdende FU-Geschichtsausstellung “Zukunft von Anfang an“, die schon einmal im Henry-Ford-Bau aufgebaut war, befindet sich zukünftig in der “Otto H. Hess“-Galerie, der von der Bibliothek freigemachten Zwischenebene in Richtung Unibibliothek. Hess war Gründungsstudent der FU und gehörte dem SDS an.

Ob im Rahmen der Veranstaltung, wie von Ralf Hoffrogge auf die Tagesordnung gebracht, auch über den geschichtlichen Kontext der Benennung des Baus nach Henry Ford, bzw. Henry Ford jr. gesprochen wird, bleibt abzuwarten.

Laut Einladungskartentext sind “die interessierte Öffentlichkeit sowie alle Mitglieder der Freien Universität” zu diesem “Tag der offenen Tür” eingeladen, durstige Kommilitoninnen und Kommilitonen seien insbesonders auf den Sektempfang nach der Enthüllung der Auditoriums-Gedenktafel hingewiesen ;-)

Damit auch jeder weiß, wann das und Anderes in etwa stattfindet, haben wir das Programm ins Netz gestellt:

Einladung zur Eröffnung des Henry-Ford-Baus

Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus
am 16. April 2007

11 Uhr Offizielle Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus

Begrüßung und Einführung Prof. Dr. Dieter Lenzen
Präsident der Freien Universität Berlin

Grußwort John M. Koenig
Gesandter der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland

Grußwort Lya Friedrich Pfeifer
Präsidentin der Max-Kade-Foundation

Festrede Prof. Dr. E.Jürgen Zöllner
Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin

Musikalische Begleitung
Vor dem Auditorium: Enthüllung der Gedenktafel „Max-Kade-Auditorium”
im Anschluss: Sektempfang

13-17 Uhr Architekturfuhrungen zu jeder vollen Stunde

13-18 Uhr Architektenpräsentation
Architektonische Bauwerke der Berliner Nachkriegsarchitektur am Beispiel von Franz Heinrich Sobotka & Gustav Müller

14 Uhr Architekturvortrag
„Der Henry-Ford-Bau im Kontext der Nachkriegsmoderne” Gerwin Zohlen, Architekturkritiker

14-16 Uhr Programmkino im Max-Kade-Auditorium: Alma Mater
Buch: Dieter Meichsner und Rolf Hädrich, Regie: Rolf Hädrich (1969) In Kooperation mit dem NDR

15-16 Uhr Eröffnung der Dauerausstellung „Zukunft von Anfang an”
Eröffnung der Ausstellung durch Prof. Dr. Dieter Lenzen Präsident der Freien Universität Berlin
Taufe der Galerie in „Otto-H.-Hess-Galerie”

16-18 Uhr Programmkino im Max-Kade-Auditorium: Quiller Memorandum
Regie: Michael Anderson (1966)

16.30-18 Uhr Zeitzeugengespräch
Interessantes und Wissenswertes über die bewegte Geschichte der Freien Universität Berlin: die Gründungsjahre, ihre Rolle bei den Studentenunruhen 1968, die Folgen des Mauerfalls 1989 sowie künftige Pläne für den Wissenschaftsstandort Dahlem

Sowie Mensaessen aus fünf Jahrzehnten
und eine musikalische Zeitreise mit dem Swing Dance Orchestra um Andrej Hermlin

Einblicke in den renovierten Henry-Ford-Bau

Wolf DermannFU, Allgemeines 3 Kommentare »

Da die Sitzung des Erweiterten Akademischen Senats heute erstmals wieder im Sitzungssaal des Akademischen Senats im Henry-Ford-Bau stattfand, habe ich die Gelegenheit genutzt, hinter praktisch alle Türen des fast fertig renovierten Gebäudes zu schauen. Mit der nicht so hochwertigen Kamera meines Mobiltelefons habe ich eine kleine Fotoserie geschossen, die ihr euch hier anschauen könnt.

Blick in den HFB

Vizepräsidentenwahl

Wolf DermannHochschulpolitik, FU, Allgemeines 4 Kommentare »

Nach der Wahl des Präsidenten und der ersten Vizepräsidentin am 21. Februar, der Kanzlerwahl am Montag, standen heute die restlichen drei Vizepräsidentenposten zur Wahl, mit denen das FU-Präsidium für die nächsten vier Jahre komplettiert wird. Die Sitzung im schon fertiggestellten Senatssitzungssaal im Henry-Ford-Bau begann zwei Minuten zu früh um 17:13, nachdem die vorangegangene Sitzung des regulären AS unerwartet etwa eine Stude früher geendet hatte.

Komplett ohne Vorgeplänkel ging es direkt zur Wahl. Nachdem vor genau einem Monat auch genau drei Kandidatinnen für diese drei Posten nominiert wurden, konnte heute auf einem einzigen Stimmzettel über alle Drei abgestimmt werden.

Auf Monika Schäfer-Korting (VP2 - Bereich Forschung, Medizin) entfielen 36 Ja- und 9 Neinstimmen, 2 Stimmen waren ungültig.

Christine Keitel-Kreidt (VP3 - Bereich Lehre) erhielt 40 Ja- und 7 Neinstimmen.

Für Jochen Schiller (VP4 - Bereich Verbindung Wissenschaft-Wirtschaft) stimmenten 39 mit Ja und 8 mit Nein.
(Wahlbeteiligung: 47 von 61 Mitgliedern - 77%)

Es waren nur drei von zehn Studenten da, Martina von den Grünen, Stephan vom DEFO und ich. Jusos fehlten erneut, genauso wie diesmal alle drei gewählen Vertreter der AStA-Koalitions-Liste “FSIs/Offene Liste”. Schon bei der Wahl des Präsidenten im Februar fehlten 40% der Studentenvertreter.

Zum ersten Mal: Bericht aus dem Kuratorium

RonnyAkademische Gremien, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 1 Kommentar »

Vor kurzem wurde ich von den Studierenden das Akademischen Senats als Nachfolger (besser: Nachrücker) von Katja Hill als Vertreter der Studierenden in das (neue) Kuratorium der FU gewählt. Meine Amtszeit endet Ende November, wenn das Kuratorium neu gewählt wird, so dass es erst einmal nur eine relativ kurze Zeit sein wird, die ich dort sitzen werde. Ich möchte aber versuchen, in dieser Zeit so viel Öffentlichkeit und Transparenz wie möglich zu schaffen, denn bisher tagte dieses Gremieum eher unbeachtet, insbesondere von der studentischen Öffentlichkeit.

Was ist das (neue) Kuratorium? Ganz einfach gesagt ist es die Schnittstelle zwischen politischem Senat und dem Akademischen Senat. Hier werden die strategischen Entscheidungen getroffen und die Arbeit der Universität (der Fachbereiche, des Präsidiums, der Verwaltung etc.) überwacht. In ihm sitzen je ein Vertreter der vier Statusgruppen der FU, der Senator/Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, sowie fünf Externe: Herr Erichsen (der Vorsitzende des Kuratoriums, Professor in Münster, früherer Vorsitzender der Hochschulrektorenkonferenz, früherer Vorsitzender des nationalen Akkreditierungsrats u.v.m.), Frau Birthler von der Stasiaktenbehörde, Frau Diggelmann (Professorin aus der Schweiz), Herr Sattelberger (aus dem Personalvorstand von Continental) sowie Herr Hoffmann (Professor an der TU München). Anwesend waren aber auch das Präsidium, der Kanzler, die Frauenbeauftragte, sowie die Personalratsbeauftragten.

Im Vorhinein der heutigen Sitzung hatte ich ein 30-minütiges Gespräch mit Herrn Erichsen, der mir einführend ein wenig die Arbeit des Kuratoriums und seine Vorstellungen von dessen Tätigkeitsbereicht erklärte und mir außerdem ein paar Fragen zur praktischen Arbeit beantworten konnte.

Die Sitzung (Dauer: 15:00 Uhr bis 18:15 Uhr) war geprägt von Präsentation und Information, mit relativ wenigen Diskussionselementen und die meisten Inhalte sind eher verwaltungstechnischer Natur, was vielleicht auch die geringe Sichtbarkeit des Kuratoriums begründet. Auf der Tagesordnung standen der Bericht des Kuratoriums-Vorsitzenden und des FU-Präsidenten, die Wahl des Kanzlers (des Verwaltungschefs der Universität) sowie die Darstellung der Finanzspielräume der Fachbereiche, des Mitarbeiter-Gesundheits-Projekts der FU sowie des FU-Bibliothekssystems.

Aus dem mündlichen Bericht des Präsidenten (ich hab auch noch die ausführliche Version auf Papier, falls es jemanden interessiert) ist festzuhalten, dass FU und HU ein gemeinsames Büro in Brüssel einrichten möchten, um rechtzeitig auf Entscheidungsprozesse (etwa die Programmentwicklung) einwirken und auch die relevanten Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten erhalten können.
Unzufrieden ist man etwas über die Akkreditierungen, die jeweiligen Agenturen sind wohl nicht so ganz zielgerichtet wie erwartet. Außerdem soll für die Zukunft eher in Richtung einer Systemakkreditierung (weg von einer Einzel-Studiengang-Akkreditierung) gearbeitet werden, wiewohl dies nicht auf Kosten der Qualität(ssicherung) gehen darf, wie der Staatssekretär Husum betonte.
Gearbeitet wird (seitens der KMK) wohl auch an einer Exzellenzinitiative im Bereich der Lehre, wiewohl es da noch keine genauen Ansätze gibt, wie man eine solche Bewertung genau vornehmen soll.

Zur Kanzlerwahl: Der alte Kanzler Lange ist auch der neue Kanzler Lange.

Im Bereich der finanziellen Spielräume der Fachbereiche wurde neben den allgemeinen Steuerungsinstrumenten insbesondere auch über bestehende Personalüberhänge gesprochen (das heißt Stellen, die über dem im Strukturplan festgelegten Soll liegen). Mögliche Maßnahmen um die Kosten in diesem Bereich klein zu halten seien die Nutzung von Überhangstellen für die Gewinnung von Drittmitteln, die Weiterbildung von Mitarbeitern statt Neueinstellung, die Auflösung von Rücklagen der Fachbereiche zur Finanzierung des Überhangs und die effektivere Einsetzung von Mitarbeitern, die auf Posten im Überhang arbeiten. Insbesondere sei aber eine “steigende Produktivität” über die vergangenen Jahre festgestellt wurden, welche durch ein in deutschen Universitäten “einzigartiges Steuerungssystem” ermöglicht würde. Auf meine Frage, ob diese Produktivitätssteigerung auch durch unbezahlte Lehraufträge erreicht worden sei, bekam ich ein klares “Nein”, solche Aufträge seien eher ab als aufgebaut worden.

Zur Gesundheitssituation an der FU wurde festgestellt, dass es den Leuten überdurchschnittlich gut ginge, es aber Zeichen von “Resignation” (insbesondere bei den technischen Mitarbeitern) zu beobachten gäbe. Die gute Krankenstandsbilanz wird allerdings insbesondere durch den Mittelbau getragen (der es sich nicht so recht leisten kann, krank zu machen…).

Die abschließende Präsentation des FU-Bibliothekssystem war dann relativ knapp. Tenor ist: Gute Ausstattung, gute Leistung, insbesondere im Vergleich mit anderen Bibliotheken. Einen neuen Ausdruck habe ich auch gelernt: “Dezentralisierung auf mittler Ebene” (d.h. weder eine zentrale UB noch eine Unmenge an Kleinstbibliotheken).

Insgesamt eine sehr technische Sitzung ohne besondere Höhepunkte. Hier kann man vermutlich, wenn man sich länger beteiligt, eine ganze Menge über die Arbeiten und Geschehnisse im Hintergrund erfahren, insbesondere was die strategische Ausrichtung der FU angeht. Für eine spannende Diskussion hat es in dieser Sitzung allerdings nicht gereicht…

Zum Abschluss noch einige Randdetails, die ich aus der Sitzung mitgenommen und euch noch mitteilen möchte:

- Die Umstellung des akademischen Kalenders auf die internationalen Zeiten, wie es die Uni Mannheim vor kurzem bereits getan hat, wird auch in Berlin angestrebt, allerdings nicht so hau-ruck wie im Südwesten, wo es wohl zu einigen Problemen gekommen ist. Anvisiert ist der Zeitraum 2007/2008.

- Der Umzug der Philosophischen Bibliothek (die FSIs berichten begründet sich wohl unter anderem auch dadurch, dass mit den frei werdenden Stellen eine Sonntagsöffnung ermöglicht werden soll.

- der Stuhl des AStAs, der mit Antrags- und Rederecht auch zur Sitzung eingeladen ist, blieb leer.

- Und als Abschluss das als Spaß gemeinte Zitat des UB-Leiters Prof. Dr. Ulrich Naumann, mit dem er trotz vergleichsweise guter Ausstattung mehr Mittel, Platz und Stellen für die Bibliotheken forderte: “Wir haben heute ein nicht mehr so intelligentes studentisches Publikum wie vor 20 Jahren.” Ich bitte euch, das bei eurem nächsten Bibliotheks-Besuch zu beachten.

Die nächste Sitzung des Kuratoriums findet am 31. Mai 2007, 10 Uhr, statt. Diese Sitzungen sind öffentlich.

Kommission für Lehre prüft Psychologie-Bachelor-Entwurf

RonnyAllgemeines 1 Kommentar »

Auf der heutigen Sitzung der Kommission für Lehre* standen nur zwei inhaltliche Punkte auf der Tagesordnung: Die Zulassungszahlen für die weiterbildenden und ergänzenden Master sowie die Beschlussvorlage für die Bachelorstudien- und -prüfungsordnung des Faches Psychologie.

 Während der erste Punkt sehr schnell abgearbeitet war, haben wir uns dann doch eine ganze Weile am BA Psychologie aufgehalten. Die Psychologie ist das vorerst letzte Fach, in dem das Studium auf die “neuen” Studiengänge umgestellt wird. Hintergrund für die Verzögerung, so ließ sich erfahren, war insbesondere die skeptische Haltung der Bundesvereinigung der Psychologen und die Schwierigkeit, einen BA zu konzipieren, der den Anforderungen des Faches und des Berufes gerecht wird. Der Studiengang musste wohl unter anderem so gestaltet werden, dass der letztendliche Abschluss auch anerkannt wird und zur Ausübung einer praktischen Tätigkeit befähigt. Vermutlich wohl auch aus diesem Grund wird der Studiengang der erste sein, für den man einen Zulassungstest bestehen muss, der auch von der Bundesvereinigung der Psychologen entwickelt wurde (Anmerkung: Es handelt sich hierbei nicht um einen sogenannten “Studierfähigkeitstest”, wie er für andere Fächer im Gespräch ist sondern um eine Eigenkreation der Psychologie-Zunft.).

Die Studien- und Prüfungsordnung wurde dann eines kritischen Blickes unterzogen und es stellte sich heraus, dass bis zur Behandlung im Akademischen Senat an diesem Mittwoch wohl noch die ein oder andere Klärung von Nöten ist, insbesondere was die Verteilung des Work-Loads, die möglichen Prüfungsformen, die (deutlichere) Einbeziehung von Gender-Themen und die Ausgestaltung des Bereiches der Allgemeinen Berufsvorbereitung angeht.

Nach etwa einstündiger Diskussion war die Sitzung dann auch schon zuende. Und, während die BA-Ordnungen mit der Psychologie nun wohl abgeschlossen sind, kommen auf die KfL (sowie auf die Fachbereiche und den Akademischen Senat) demnächst wohl die Prüfung einer ganzen Reihe von Master-Studiengängen zu, die dann in naher Zukunft eingeführt werden.

* die Kommission für Lehre (kurz: KfL) ist eine beratende Kommission des Akademischen Senates, die sich mit allen Fragen der Lehre beschäftigt. In ihr sitzen 6 studentische und 6 lehrende Mitglieder. Geleitet wird die Kommission i.d.R. von dem/der für Lehre zuständigen Vizepräsident-en/-in, momentan noch Prof. Dr. Väth.