Vizepräsidentenwahl

Wolf DermannHochschulpolitik, FU, Allgemeines Kommentar schreiben

Nach der Wahl des Präsidenten und der ersten Vizepräsidentin am 21. Februar, der Kanzlerwahl am Montag, standen heute die restlichen drei Vizepräsidentenposten zur Wahl, mit denen das FU-Präsidium für die nächsten vier Jahre komplettiert wird. Die Sitzung im schon fertiggestellten Senatssitzungssaal im Henry-Ford-Bau begann zwei Minuten zu früh um 17:13, nachdem die vorangegangene Sitzung des regulären AS unerwartet etwa eine Stude früher geendet hatte.

Komplett ohne Vorgeplänkel ging es direkt zur Wahl. Nachdem vor genau einem Monat auch genau drei Kandidatinnen für diese drei Posten nominiert wurden, konnte heute auf einem einzigen Stimmzettel über alle Drei abgestimmt werden.

Auf Monika Schäfer-Korting (VP2 - Bereich Forschung, Medizin) entfielen 36 Ja- und 9 Neinstimmen, 2 Stimmen waren ungültig.

Christine Keitel-Kreidt (VP3 - Bereich Lehre) erhielt 40 Ja- und 7 Neinstimmen.

Für Jochen Schiller (VP4 - Bereich Verbindung Wissenschaft-Wirtschaft) stimmenten 39 mit Ja und 8 mit Nein.
(Wahlbeteiligung: 47 von 61 Mitgliedern - 77%)

Es waren nur drei von zehn Studenten da, Martina von den Grünen, Stephan vom DEFO und ich. Jusos fehlten erneut, genauso wie diesmal alle drei gewählen Vertreter der AStA-Koalitions-Liste “FSIs/Offene Liste”. Schon bei der Wahl des Präsidenten im Februar fehlten 40% der Studentenvertreter.

4 Reaktionen zu “Vizepräsidentenwahl”

  1. DEFO-Blog - Demokratisches Forum an der FU e.V.

    Vizepräsidenten gewählt - Präsidium komplett…

    Die Präsidiumswahlen fanden nach der Wahl von Präsident und VP1 heute mit der Wahl der restlichen Vizepräsidenten ihren Abschluß:

    Zur Wahl standen die bereits nominierten Kandidaten, hier in aller Kürze ihr Ergebnis (JA-Nein-Enthaltung):
    Prof….

  2. Ronny Patz

    Die FSIs begründen auf ihrem Blog (fachschaftsinitiativen.wordpress.com/2007/03/22/vizeprasi-wahl-ohne-fsi-vertreterinnen/) ihre Abwesenheit mit der Tatsache, dass man ja doch nichts beeinflussen könne, die Mehrheiten schon feststünden und sie durch ihr Fehlen ihren Protest gegen diess Faktum deutlich machen wollen.

    Diese Haltung ist relativ symptomatisch und wiewohl eine gewisse Logik dahinter stecken mag, halte ich sie für falsch. Wegzubleiben und zu hoffen, dass dies als Systemkritik ausgelegt wird ist in meinen Augen eine deutlich schwächere Kritik als geschlossen gegen Wahlvorschläge zu stimmen oder meinetwegen auch für alle sichtbar den Wahlzettel zu zerreißen. Man wird von den Studierenden nicht gewählt, um am Ende wegzubleiben, insbesondere wenn das Fehlen als Desinteresse gewertet werden kann. Es ist einigermaßen fatal, wenn sich studentische Positionen nicht materiell widerspiegeln sondern luftnummernartig verpuffen. Aber den FSIs steht es natürlich frei, dies zu handhaben wie sie es für richtig halten.

    Ich würde niemals wegbleiben, wenn im StuPa mal wieder eine neue Sitzungsleitung oder ein Haushalts(kontroll)ausschuss gewählt wird und vorneweg klar ist, dass die AStA-Mehrheit aus Wahlrechtsgründen alle Sitze erhalten wird, schon um vor aller Augen deutlich machen zu können, dass ich dagegen bin und dafür auch einstehe.

    PS.: Ich hätte diesen Kommentar gerne im FSI-Blog geschrieben, aber leider lassen diese keine Kommentare zu. Politische Meinungsäußerung als Einbahnstraßenkommunikation finde ich persönlich langweilig und widerspricht wie so vieles den Ansprüchen der FSIs an ihre (politische) Umgebung…

  3. Wolf Dermann

    … darüberhinaus ist es sehr offensichtlich, dass die Behauptung der FSIs, man sei aus Protest ferngeblieben, nur nachgeschoben ist. Bis zum Blogeintrag von Ralf am Tag nach der Wahl war keine einzige Verlautbarung von Boykott bekannt gemacht worden, wohl weil er eigentlich gar nicht geplant war. Für alle Professoren und Mitarbeiter im Erweiterten Senat sah es deshalb (mal wieder) lediglich nach Desinteresse der Studis aus - und das stärkt unsere studentische Position natürlich gar nicht.

    Dabei ist aber festzuhalten, dass das äußerst schlechte Abschneiden der Studis bei der Anwesenheit nicht allein auf die “ex-post-boykottierenden” FSI/Offene LinkeListe zurückzuführen ist. Dann wären ja immer noch sieben von zehn Studenten da gewesen. Vier zusätzliche EAS-Mitglieder der anderen Listen konnten auch nicht zur Teilnahme bewegt werden, was dann zu der verbleibenden Teilnehmerzahl von drei geführt hat.

  4. FSI Geschichte mit eigenem Blog « FUwatch

    […] Einen ersten Schlagabtausch lieferte sich das FSI Geschichte Blog mit dem LHG Blog. In der LHG “kritisierte” man das Fernbleiben der “AStA-Koalitions-Liste FSIs/Offene Liste” bei der Vizepräsidentenwahl im Akademischen Senat. Genau genommen, hielt man das Fehlen der entsprechenden Studierendenvertreter einfach nur fest, die FSIs verstanden das aber als Wink mit dem Zaunpfahl und lieferten prompt eine Antwort. Sowohl im Gemeinschaftsblog der Fachschaftsinitiativen, als auch im FSI Geschichte Blog wird in einem wortgleichen Eintrag darauf bezug genommen. Die Begründung der FSIs für ihr Fernbleiben ist Protest, da das Wahlprozedere nur Show sei und eine inhaltliche Auseinandersetzung unterbunden werde. In den Kommentaren bei der LHG weist man dies als nachgeschobenes Argument zurück. […]

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