Bericht: Akademischer Senat

Florian SchatzAkademische Gremien, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Zusätzlich zu den Tagesordnungspunkten der Kommission für Lehre (siehe unten) stellte der Präsident im Akademischen Senat gestern noch das Konzept der FU zur Exzellenzinitiative vor. Darin werden die bereits begonnenen Veränderungen fortgeführt, welche sich vor allem an den Begriffen Exzellenz-Cluster und International Network University zusammenfassen lassen.

Zu diesem wichtigen Punkt, welcher die Zukunft unserer Universität betrifft, entbrannte auch im Senat eine Debatte. Vor allem die Tendenz, weitere Beiräte einzurichten und den Einfluss des Akademischen Senats zurückzufahren, wurde kritisiert. Auch die Auswirkungen der Exzellenzinitiative auf schwächere Fächer und auf das Verhältnis von Forschung und Lehre wurden debattiert. Letztlich jedoch wurde das Zukunftskonzept mit überwältigender Mehrheit begrüßt, wobei die Begeisterung auf Seiten der Studierenden und sonstigen Mitarbeiter weitaus geringer war.

Abgesehen von inhaltlicher und genereller Kritik an dem Konzept war vor allem auch problematisch, dass ein so weitreichendes Vorhaben nur kurzfristig als Tischvorlage (!) im Akademischen Senat diskutiert wurde. Das Konzept wird diese Universität verändern, eine offene Diskussion an der ganzen Uni wäre richtig und wichtig.

Bericht: Kommission für Lehre

Florian SchatzBefragung, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU, LHG, Allgemeines 3 Kommentare »

Das Programm der Kommission für Lehre war diese Woche umfangreich: Neben der neuen Zulassungsordnung und einigen kleineren Dingen standen 15 neue Masterstudiengänge auf der Tagesordnung. Fast unmöglich, sich durch sämtliche Modulbeschreibungen innerhalb des Wochenendes durchzuarbeiten - diesmal hieß es, das Präsidium hätte die Vorlagen auch erst vor einer Woche von den Fachbereichen erhalten. Die Praxis, umfangreiche Unterlagen erst eine Woche vor der Sitzung zu verschicken und nur zwei Tage vor dem Akademischen Senat zu behandelt, bleibt allerdings weiterhin kritikwürdig, auch wenn dies in Einzelfällen andere Gründe haben mag.

Um nicht auf jeden einzelnen Studiengang eingehen zu müssen, hier einige generelle Kritiken zu den neuen Masterstudiengängen:
- die Tendenz, immer mehr 15 LP-Module einzurichten
- wenig bis keine Wahlmöglichkeiten
- oft Teilnahmepflicht
Darüber hinaus wurde in über der Hälfte der Studiengänge vergessen, Gender-Aspekte zu berücksichtigen. Glücklicherweise war dies laut Aussage der Frauenbeauftragte wohl fast immer nur eine Vergesslichkeit, die bis zur engültigen Beschlussfassung in den Fachbereichen noch behoben werden wird.

Trotz einiger weiterer kleiner Monita kam die Kommission zu dem Schluss, die Studiengäng einzurichten, da sie sonst nicht rechtzeitig bis zum Wintersemester vorhanden sein würden und zahlreiche Bachelor-Absolventen nicht mehr weiter machen könnten. Evaluation und Nachbesserung bleibt weiterhin die Prämisse.

Des weiteren gab es einen außerordentlichen Tagesordnungspunkt, in dem zwei Studierende einer Fachschaftsinitiative ihr Projekt vorstellte, eine Umfrage unter den Studierenden ähnlich der HU-Umfrage durchzuführen. Um möglichst viele Studierende für die Umfrage zu gewinnen, wurde die Möglichkeit erfragt, eine Email an alle Zedat-Accounts zu versenden. Das Problem: Die Fragen der Umfrage hatten oft einen suggestiven Charakter, genauso der Klappentext, der bereits vom “Experiment Studienreform” sprach. Nicht glücklich gewählt war außerdem der Verweis auf die bisherige FU-Bachelor-Umfrage, der die Repräsentativität abgesprochen wurde. Ob eine Umfrage, die bei FSIs ausliegt und derart formuliert wurde repräsentativer sein kann, sei dahingestellt.
Leider wurde die Umfrage in dieser Form auch schon beim AStA (!) gedruckt, so dass nichts mehr zu ändern ist. Möglicherweise jedoch kann der Text für die Online-Umfrage noch geändert werden, so dass ein Versand über die Zedat-Accounts möglich bleibt. In dieser Form jedoch gab Vizepräsident Väth zu verstehen, dass das Präsidium dies ablehnen würde.

Schade, dass die im Prinzip sehr wünschenswerte und sinnvolle Initiative einer Studierenden-Umfrage von Studierenden nun in dieser Form geplant wurde, anstatt neutrale Formulierungen zu wählen. Die Idee war gut, die Ausführung kritisch.

Sitzung des Fachbereichsrates Wiwiss

Hilmar von OertzenHochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

Am Mittwoch (23.05.07) fand um 9:00h im Kaminzimmer der Boltzmannstraße 20 die 548. Sitzung des FBR-Wiwiss statt.
Nach der Feststellung der Tagesordnung und der Streichung einiger TOPs wurden die Studienordnung, Prüfungsordnung sowie Zulassungsordnung des „Master of Science in Economics“ angenommen. Allerdings bisher nur unter Vorbehalt, da diese Ordnungen noch nicht vom Rechtsamt genehmigt wurden.
Danach wurde über die Haushaltplanung für 2007 gesprochen um evtl. aufgekommene Unklarheiten zu beseitigen. Einiges wird dennoch bei folgenden Sitzungen zu diskutieren sein.
Des Weiteren besprach man die Satzung zur Regelung der Vergabe von Studienplätzen in den Bachelorstudiengängen unseres Fachbereiches. Jedoch kann auch hier noch kein endgültiges Ergebnis bekannt gegeben werden, da die Satzung der FU bisher nicht 100%ig konform mit dem Berliner-Hochschulgesetz ist. Hier wird wohl in folgenden Sitzungen auch noch das ein oder andere zu erörtern sein.

Unter dem TOP Verschiedenes wurde über neue Evaluationsbögen gesprochen, wobei hier Anregungen zur Änderung sehr willkommen seien.
Ferner gab es die Ankündigung, dass der hintere Bereich der Wiwi-Bib zu einem speziellen Forschungsbereich umfunktioniert werden soll. Dabei wird angeblich eine zusätzliche Wand gezogen und so ein besonders ruhiger Bereich ohne Bücher zur besseren Forschungsarbeit geschaffen. Näheres wird noch bekannt gegeben.

Zum Schluss wurde über den von Prof. Hundsdoerfer vorgeschlagenen kommissarischen Bachelorsprecher für die BWL-Bachelorstudenten gesprochen. Er solle zukünftig als Ansprechpartner für die BWL-Bachelorstudierenden fungieren. In diesem Zusammenhang stellte sich der Fachschaftsratsvorsitzende Lars Kubina vor (siehe dazu auch Bericht von Anne zum FSR Wiwiss vom 13.05.2007) und erklärte seine Gesprächsbereitschaft mit dem „Bacherlorsprecher“. Dazu kündige Lars an, ihn zu kommenden Fachschaftsratssitzungen einzuladen, verwies aber darauf, dass die Studentenschaft in Form des Fachschaftsrates bereits ein geeignetes – und vor allem demokratisch einwandfrei gewähltes – Sprachrohr für die Studierenden anbietet.

Über weitere Entwicklung in dieser Thematik halten wir Euch hier auf dem Laufenden.

Semesterticket-Preis wird steigen

RonnySemesterticket, FU, Allgemeines 2 Kommentare »

Wie der Tagesspiegel heute berichtet, steht nun das Angebot der VBB für einen neuen - erhöhten - Semesterticketpreis: 154 Euro, das sind 3% mehr als bislang. Darin enthalten sind weiterhin die Zonen ABC in Berlin; über ein Extra-Angebot für den Bereich Brandenburg wird noch diskutiert. (Die Informationen decken sich mit dem Bericht und den Andeutungen des Semesterticketbeauftragten im letzten StuPa.)

Entscheidend wird sein, dass sich wenigstens 10% der Studierenden an der FU bei einer Urabstimmung im Juni für das Ticket aussprechen. Der AStA hat noch nicht mitgeteilt, wann genau er die Abstimmung durchgeführt sehen möchte, aber ich hoffe doch, dass diese Information bald mitgeteilt werden wird, damit wir anfangen können, die Studierenden zu mobilisieren!

Über die Rolle von Kuratorien

RonnyAkademische Gremien, Presse, Hochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

Im Tagesspiegel schreibt Ex-Wissenschaftssenator Turner unter dem Titel “Kuratorien können entfremden” sehr konfus aber kritisch über die Rolle universitärer Kuratorien (also den faktischen Aufsichtsräten der “modernen” Universität). Was er genau damit sagen will, bleibt völlig unklar, so richtig befassen mag er sich auch nicht mit dem Sinn oder Unsinn von Kuratorien und der möglichen oder unmöglichen Abgrenzung von Rektorat/Präsidium und Akademischen Senat.

Letztlich ein völlig inhaltsleerer und argumentationsfreier Artikel, der sich schnell von seinem Thema entfernt und in dem keine Aussage steckt außer dass die fehlende Abgrenzung von Kompetenzen zu Problemen führen. Aber schön, dass wir seine Konfusionen mit Herrn Turner teilen durften…

FSR Wirtschaftswissenschaft

Anne SchichlerHochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

Am Freitag war es nun endlich soweit. Der FSR am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft wurde einberufen.Wie erwartet wurde Lars Kubina von der Studi - Initiative zum Vorsitzenden gewählt (mit einer Mehrheit von vier Stimmen). Stellvertretender Vorsitzender wurde Alexej Bugaev, ebenfalls von der Studi - Initiative. Es kam also zu keiner großen Überraschung.

Lars hat in einer kurzen Antrittsrede dargelegt, wie er sich die zukünfitige Arbeit des Fachschaftsrates vorstellt. Wichtig ist es ihm heraus zu finden, womit die Studenten am unzufriedensten sind. Dazu plant er eine Art Umfrage unter den Studenten. Dann lässt sich am ehesten erkennen, wo Missstände vorliegen und der FSR aktiv werden sollte.

Wie sich die Zusammenarbeit mit der FSI gestalten wird, bleibt abzuwarten. Ihrer Meinung nach scheint der FSR nicht das geeignete Gremium zu sein, um Probleme am Fachbereich anzugehen.

Wir sind so verblieben, dass Lars zum nächsten treffen per Email einladen wird.

Gute Erziehung ist reine Psychologie: Bericht aus dem FB-Rat

RonnyAkademische Gremien, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 2 Kommentare »

Ich habe heute meine tour de fachbereichsrat am FB Erziehungswissenschaften und Psychologie fortgesetzt. Von den 2 3/4 Stunden Sitzungszeit waren über 60 Minuten nicht-öffentlich, für die ich mir Gott sei dank ein spannendes Lehrbuch mitgenommen hatte…

Naja, als ich dann schließlich auch teilnehmen durfte, gab’s dann doch noch 2-3 interessante Fakten zu erfahren:

1. Auswahlverfahren für den BA Psychologie

Nachdem vor einer Weile bereits berichtet wurde, dass für den BA Psychologie ein eigenes Auswahlverfahren entwickelt wurde, konnte man heute im FBR etwas zu den praktischen Auswirkungen hören:

Der Tag des Auswahlverfahrens wird der 28. Juli 2007 sein. Weil nicht klar ist, ob nun einige hundert oder sogar 3.000 Bewerber kommen werden - und die Bewerbungsfrist der 15. Juli ist-, sind für diesen Tag alle großen Hörsäle der Universität reserviert. Jeder/Jede der Bewerber/innen muss 25 Euro für den Test zahlen (der insgesamt wohl 50 Euro kostet). Den Rest übernimmt die Universität aus dem zentralen Budget, weil der Berliner Senat beschlossen hat, dass so ein Test eben nicht mehr als 25 Euro bezahlen darf. Die Kosten für die Logistik des Auswahlverfahrens muss der Fachbereich tragen. Für Ende Juli herrscht wegen des Verfahrens außerdem komplette Urlaubssperre für alle Mitarbeiter/innen!

2. Beschluss der Satzungen über die Vergabe von Studienplätzen

Anders als am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften, wo man gestern diese Satzungen noch nicht beschließen konnte, wurden alle bis auf die Sondersatzung für den BA Psychologie bei Enthaltung der studentischen Mitglieder verabschiedet.

3. Umbenennung des Fachbereichs

Als ich diesen Punkt auf der Tagesordnung las, war ich schon etwas überrascht. In der Sitzung wurde dann schnell klar, dass es zu einer Umbenennung nicht kommen wird. Das Vorhaben der Fachbereichsleitung, diesen mit einem Personen-Namen, nämlich Kurt Lewin, zu versehen, wurde im Präsidialamt von vorneherein als rechtlich nicht möglich abgelehnt, so dass es dazu heute keinerlei Diskussion mehr gab. Nur Institute dürften Namen tragen (und die Fern-Uni Hagen hat sich bereits “ihr” Kurt-Lewin-Institut registrieren lassen).

4. Preis für herausragende Lehre

In kurzer Diskussion wurde festgestellt, dass ein solcher Preis zwar gewünscht sei - insbesondere für Nachwuchswissenschaftler/innen, die davon in ihrer Karriere profitieren könnten -, aber man sich nicht im Klaren sei, wie ein/e Gewinner/in festzustellen wäre. Das Ganze wurde zur weiteren Prüfung vertagt.

Offensichtlich sollen bereits alle bis auf zwei Fachbereiche einen solche Preis eingeführt und das Präsidium Richtlinien für diese Preise herausgegeben haben. Beides ist war mir bis dato noch nicht bekannt. Aber man lernt ja dieser Tage nicht aus…

Gegen 17:45 Uhr war dann Schluss.

Geschichte und Kultur: Bericht aus dem FBR

RonnyAkademische Gremien, Termine, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 3 Kommentare »

Gestern Nachmittag tagte der Fachbereichsrat (FBR) Geschichts- und Kulturwissenschaften.

Zu Beginn hielt der neue Dekan, Prof. Dr. Dominik Bonatz, für das Dekanat die Antrittsrede, voll gespickt mit hochschuladministrativem Neu-Sprech. Eine interessante Nachricht gab es immerhin (wie wohl diese nicht unerwartet ist): Es gibt noch etliche verwaltungstechnische Probleme bei der Einführung der BA-Studiengänge.

Danach durfte ich als Gast erst einmal 45 Minuten den Saal verlassen, weil im nicht-öffentlichen Teil eine Reihe von Kommissionen (neu- oder nach-) besetzt werden mussten: Berufungskommission Altamerikanistik/Kulturanthropologie, Berufungskommission Zeitprofessur Geschichte Nordamerikas (als Vertretung für die in das Präsidium wechselnde Frau Lehmkuhl) sowie alle Kommissionen und Ausschüsse des Fachbereichs.

Als nächstes ging es die Zulassungszahlen für wirtschaftswissenschaftliche 30 LP - Angebote. Hier gibt es jetzt eine Vereinbarung der beiden Fachbereiche, nach der je fünf Studierende der Fächer Ostasien/China, Ostasien/Korea, Ostasien/Japan, Vorderer Orient und Altertumswissenschaften aus drei verschiedenen 30 LP-Angeboten bei den Wirtschaftswissenschaften wählen können (wenn ich es richtig verstanden habe BWL, VWL und Statistik).

Der Tagesordnungspunkt zur “Satzung zur Regelung der Vergabe von Studienplätzen in den B.A.-Studiengängen” wurde vertagt, weil die Gespräche mit dem Rechtsamt noch andauerten.

Interessant wurde es dann beim Tagesordnungspunkt Mitteilung:

1. Große Aufregung gab es, weil das Präsidium das Verfahren zur Neubesetzung der Professur für Neuere Geschichte gestoppt hatte. Die angeführten Gründe, die das Präsidium in einem Brief mitgeteilt hatte, wurden dabei als fadenscheinig, beleidigend und ungerechtfertigt angesehen: Dort sei die Rede von einer benötigten “Internationalen Sichtbarkeit” der berufenen Person, obwohl die drei Kandidaten (nach Aussage von FBR-Mitgliedern) auf der Vorschlagsliste von höchster Qualifizierung gewesen seien. Man konnte bei diesem Thema sehen, wie der gesamte Fachbereichsrat relativ aufgewühlt war und diese Absage so nicht auf sich sitzen lassen wollte. Interessant ist das auch im Kontext der morgendlichen Sitzung des FBR Politik- und Sozialwissenschaften, wo es auch relativ große Aufregung über das Stoppen des Verfahrens für die Juniorprofessur “Politik Nordamerikas” durch das Präsidium gab.
Ich habe mich gestern schon gewundert, wie intensiv das Präsidium sich in solche Berufungen einmischt und selbst gegen die Haltungen der Berufungskommissionen, der Fachbereichsräte und der Dekanate solche Entscheidungen trifft, die die Lehre für uns Studierende auf Jahre hinweg verschlechtert. Nicht zu sprechen für die Kosten für die Neuausschreibung und die benötigten Arbeitsstunden der Kommissionsmitglieder und externen Gutachter…

Unter dem unscheinbaren Punkt “Mitteilungen” blieb es dann auch interessant: Mitgeteilt wurde, dass die Einführung des BA-Studiengangs Ethik ohne Anführung von Gründen um ein Jahr verschoben wird. Von Interesse ist das insofern, als dass wir diesen Studiengang eigentlich vor zwei Wochen auf der Tagesordnung der Kommission für Lehre und des Akademischen Senats hatten, dieser aber kurzfristig von Tagesordnung gestrichen wurde. Im FBR hieß es, man habe lange intensiv an der Entwicklung des Studiengangs gearbeitet und er sei so kurzfristig von der Tagesordnung genommen wurden, dass nun kein Beschluss mehr gefasst werden könnte, der eine Einrichtung noch zum Winter ermöglicht hätte. Schuld sei auch hier das Präsidialamt. Auch uns als Kommissionsmitgliedern wurde weder formell noch informell mitgeteilt, wieso der Studiengang nicht behandelt wurde. Ein weiterer Baustein in einer relativ miesen Informationspolitik des Präsidalamtes, welche extrem beteiligungshemmend und frustationsfördernd ist. Achja, dazu kommt auch, dass laut FBR die mündlich zugesagte Einrichtung der Master-Studiengänge “Religionswissenschaften” und “Christlich-Jüdische Beziehungen” seitens des Präsidiums wieder zurückgenommen sei.

Zum Abschluss wurde dann noch der Haushalt beschlossen und festgelegt, dass W1/W2-Stellen 8.000 Euro Ausstattung im ersten Jahr und ab dem zweiten Jahr erhöht um die leistungsbezogenen Mittel erhalten sollen.

Insgesamt hat es sich gezeigt, wie lohnenswert die Verfolgung verschiedener hochschulpolitischer Gremien ist, weil man nur so die vielen kleinen Puzzleteile entdeckt, die zusammen ein Bild ergeben, mit welchem man die tatsächlichen Vorgänge an dieser Uni besser versteht. Ich hatte gehofft, dass sich der AStA mal dafür einsetzt, ein solches Bild zu malen, aber das wurde bei der AStA-Wahl leider abgelehnt - eine solche Koordinierung sei ja Ausdruck von “Konsum-Haltung”…

Neues aus dem Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften

RonnyAkademische Gremien, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 1 Kommentar »

Heute morgen tagte der FB-Rat Politik- und Sozialwissenschaften, aus dem es ein paar interessante Neuigkeiten zu vermelden gibt:

A. Berufungsverfahren

- Publizistik: Auf die Juniorprofessur “Journalismus” wurde Dr. Thorsten Quandt berufen

- Nordamerikastudien: Das Präsidium hat die von der Berufungskommission für die Juniorprofessur “Politik Nordamerikas” vorgeschlagenen Kandidaten abgelehnt, wohl unter anderem auch mit der Begründung, diese seien zu alt. Wenn das zutrifft, wäre das ein Fall von Altersdiskriminierung. Die Dekanin des Fachbereichs, Frau Riedmüller, hat dem allerdings bereits zugestimmt, so dass es zu einer Neuausschreibung kommen wird.

B. Personen

- Frau Prof. Dr. Ute Luig (die letzte Dekanin) wurde einstimmig zur Ethikbeauftragten/Vertrauensperson gewählt (und ist damit z.B. für Plagiatsfälle zuständig).

C. Studienordnungen

- Bachelor Frankreichstudien

Das Präsidium will den Fachbereich zwingen, am umgewandelten (umzuwandelnden) Diplomstudiengang “Frankreichstudien” (dann: BA) mitzuwirken, obwohl es einen eindeutigen Fachbereichs-Beschluss gibt, Regionalstudien aus organisatorischen und inhaltlichen Gründen erst als Master anzubieten (für den BA Nordamerikastudien wurde trotz Bedenken wegen der Exzellenzinitiative eine Ausnahme gemacht). Der Fachbereichsrat beschloss einstimmig bei einer Enthaltung, der Initiative des Präsidiums unter Mithilfe des Dekanats entgegenzuwirken.

D. Weiteres

Im nicht-öffentlichen Teil, bei dem ich nicht mehr anwesend sein konnte, ging es des weiteren um die Berufung der Professur “Soziologie mit Schwerpunkt Lateinamerika” und die Besetzung der Berufungskommission für die erneut auszuschreibende Professur für “Politische Philosophie”.

Hierzu gab es gestern ein informelles Treffen von knapp 10 Studis (studentische Vertreter/innen aus dem Institutsrat sowie interessierte Studis (darunter ich)), um die studentischen Mitglieder auszuwählen. Da die Beteiligung als recht gering angesehen wurde, wurden von vier interessierten erst einmal zwei gelost (Jan und Lisa), falls es der Zeitplan zulässt soll aber nächsten Dienstag um 13 Uhr ein erneutes Treffen dazu stattfinden, zu dem etwas breiter eingeladen werden müsste, um etwas mehr Transparenz herzustellen.

Mehr Service in der Bibliothek von OSI und Ethnologie gewünscht?

RonnyBefragung, Allgemeines 0 Kommentare »

Auf ihrem Blog bittet die Bibliothek in der Ihnestraße 21 (Otto-Suhr-Institut/Ethnologie) um Kommentare und Hinweise darauf, welche (zusätzlichen) Serviceleistungen von (uns) Studierenden gewünscht sind.

Termine der Woche 7.-11. Mai 2007

RonnyTermine, Allgemeines 0 Kommentare »

Montag-Freitag: G8-Woche am Otto-Suhr-Institut mit offenen Veranstaltungen für alle Interessierten. Termine und Räume hier.

Mittwoch

9 Uhr s.t.: Fachbereichsrat Politik- und Sozialwissenschaften (Ihne 22/B)
14 Uhr c.t.: Erweiterter Fachbereichsrat Geschichts- und Kulurwissenschaften (Koserstr. 20/ A.163)
16 Uhr: Vollversammlung schwuler Studierender an der FU Berlin mit Wahl des autonomen Schwulenreferats (Garten des AStA-Hauses)

Donnerstag

15 Uhr s.t.: Fachbereichsrat Erziehungswissenschaften/Psychologie (Silberlaubel L 24/27)

Termine ohne Gewähr; falls euch Änderungen oder weitere Termine bekannt sind, einfach in den Kommentar schreiben

ergänzt am 8. Mai um 9:55 Uhr

AStA gibt Blockade des Fachschaftsrats Wirtschaftswissenschaften auf

Florian SchatzHochschulpolitik, FU, LHG, Allgemeines 0 Kommentare »

Nach monatelangem Ringen ist es einer Koalition aus Studi-Initiative und LHG endlich gelungen, den Fachschaftsrat (FSR) Wirtschaftswissenschaften einberufen zu lassen. Wie üblich hatte sich der AStA zunächst dagegen gesperrt, musste letztlich jedoch den rechtlichen Vorgaben genügen und die Blockade aufgeben. Damit besteht am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften seit vielen Jahren erstmals wieder die Möglichkeit, eine tatsächlich demokratisch legitimierte Interessenvertretung der Studierenden zu etablieren.

Raumfragen in der G8-Woche

RonnyPresse, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 5 Kommentare »

Nachdem ich gestern spät abends davon erfahren hatte, dass das Präsidium der FU zur G8-Woche eine Zusage für Räume in der Silberlaube kurzfristig zurückgezogen habe, und auch die Presse informiert worden sei (taz, Tagesspiegel, Junge Welt, FU Watch, Hauptstadtblog), war ich heute früh um 9 Uhr persönlich bei Herrn Nissen in der Abteilung für zentrale Aufgaben im Präsidialamt, der für die Vergabe von Räumen zuständig ist.

Dieser teilte mit, dass er auf die Anfrage für die Räume zur G8-Woche mit Herrn Brose, Verwaltungsleiter des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften, gesprochen und festgestellt habe, dass dort am Fachbereich noch Potenzial für Räume gab, das genutzt werden können. Dies sei den Verantwortlichen vom Organisations-Komitee gestern telefonisch so mitgeteilt worden: Herr Brose habe eine Reihe von Räumen freigeplant bzw. über freie Kapazitäten sondiert. Intention des Präsidialamtes sei es letztendlich nur gewesen, größere Menschenbewegungen während des Lehrbetriebes nicht in die Silberlaube zu verlagern sondern im Umkreis des OSI zu konzentrieren. Dies sei keine politische sondern eine organisatorische - und schon gar keine inhaltlich behindernde - Entscheidung gewesen.

Des Weiteren teilte er mir mit, dass für den Henry-Ford-Bau (HFB) zwar eine allgemeine Anfrage vorliege, aber noch keine Zusage erfolgt sei, weil diese Anfrage nach seiner Kenntnis noch nicht konkretisiert wurde. “Natürlich” könnten die Räumlichkeiten des HFB für Veranstaltungen mit (Zitat) “hochklassigen” Personen wie Oskar Lafontaine oder Claudia Roth dort stattfinden, wenn es die Raumlage zulässt.

Auch meine Nachfrage, ob bei möglichen Raumproblemen rund um das OSI noch 2-3 freie Räume in der Silberlaube genutzt werden könnten, wurde von ihm bestätigt.

Wenn ich das richtig sehe, ist das ganze zwar blöd gelaufen, weil es typische Kommunikationsprobleme unabsichtlicher oder absichtlicher Art gab, “dem” Präsidium aber eine politische Absicht zu unterstellen, halte ich nach dem heutigen Gespräch für falsch; aus meiner Sicht sollte die G8-Woche vernünftig stattfinden können.

PS.: Mit zwei Verantwortlichen vom Organisations-Komitee habe heute morgen gleich telefoniert und ihnen diese Lage mitgeteilt.