Nachdem ich gestern spät abends davon erfahren hatte, dass das Präsidium der FU zur G8-Woche eine Zusage für Räume in der Silberlaube kurzfristig zurückgezogen habe, und auch die Presse informiert worden sei (taz, Tagesspiegel, Junge Welt, FU Watch, Hauptstadtblog), war ich heute früh um 9 Uhr persönlich bei Herrn Nissen in der Abteilung für zentrale Aufgaben im Präsidialamt, der für die Vergabe von Räumen zuständig ist.
Dieser teilte mit, dass er auf die Anfrage für die Räume zur G8-Woche mit Herrn Brose, Verwaltungsleiter des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften, gesprochen und festgestellt habe, dass dort am Fachbereich noch Potenzial für Räume gab, das genutzt werden können. Dies sei den Verantwortlichen vom Organisations-Komitee gestern telefonisch so mitgeteilt worden: Herr Brose habe eine Reihe von Räumen freigeplant bzw. über freie Kapazitäten sondiert. Intention des Präsidialamtes sei es letztendlich nur gewesen, größere Menschenbewegungen während des Lehrbetriebes nicht in die Silberlaube zu verlagern sondern im Umkreis des OSI zu konzentrieren. Dies sei keine politische sondern eine organisatorische – und schon gar keine inhaltlich behindernde – Entscheidung gewesen.
Des Weiteren teilte er mir mit, dass für den Henry-Ford-Bau (HFB) zwar eine allgemeine Anfrage vorliege, aber noch keine Zusage erfolgt sei, weil diese Anfrage nach seiner Kenntnis noch nicht konkretisiert wurde. “Natürlich” könnten die Räumlichkeiten des HFB für Veranstaltungen mit (Zitat) “hochklassigen” Personen wie Oskar Lafontaine oder Claudia Roth dort stattfinden, wenn es die Raumlage zulässt.
Auch meine Nachfrage, ob bei möglichen Raumproblemen rund um das OSI noch 2-3 freie Räume in der Silberlaube genutzt werden könnten, wurde von ihm bestätigt.
Wenn ich das richtig sehe, ist das ganze zwar blöd gelaufen, weil es typische Kommunikationsprobleme unabsichtlicher oder absichtlicher Art gab, “dem” Präsidium aber eine politische Absicht zu unterstellen, halte ich nach dem heutigen Gespräch für falsch; aus meiner Sicht sollte die G8-Woche vernünftig stattfinden können.
PS.: Mit zwei Verantwortlichen vom Organisations-Komitee habe heute morgen gleich telefoniert und ihnen diese Lage mitgeteilt.
4. May 2007 at 23:19
[...] LHG FU Berlin: “Raumfragen in der G8-Woche” [...]
6. May 2007 at 12:05
Lieber Autor R.,
Deinen Einsatz in Ehren, aber von einer wirklichen Hilfe von Seiten des Präsidiums kann auch jetzt nur eingeschränkt die Rede sein. Bis Freitagabend war die Raumplanung immer noch höchst unsicher, gerade was die kleinen Veranstaltungen angeht. Letztendlich wurde einfach alles bis auf den HFB ans OSI delegiert, jetzt muss eine Veranstaltung sogar in der Cafeteria stattfinden.
Ein wirkliches Entgegenkommen wäre gewesen, uns die konkret beantragten Räume einfach zu bewilligen.
Außerdem spricht der Ablauf des Vorfalls nach wie vor gegen ein bloßes Missverständnis. Wir haben von der Nichtbewilligung der Räume erst durch Zufall am Mittwoch erfahren, obwohl die ersten Gespräche mit der Zentralverwaltung schon vor über zwei Wochen geführt wurden.
Darüber hinaus gibt es seriöse Quellen am Institut, die bestätigt haben, dass das Präsidium die ganze G8-Woche an sich nicht begrüßt und deswegen schon vor längere Zeit Kontakt mit der Insitutsleitung hatte und diese auch zu einer Rechtfertigung aufgefordert hat.
Meiner Meinung sollten wir also mit einem Urteil über den Gehalt des Vorfalls warten und ihn ggf. nach der Woche diskutieren.
6. May 2007 at 17:49
Den letzten Satz finde ich fair.
Ich will nur darauf hinweisen, dass ich das Gefühl hatte, dass zumindest in der Raumfrage nur die Verwaltung des Präsidialamtes und nicht das (politische) Präsidium beteiligt war, was die Bewertung der Gründe für die Ablehnung/Umlegung aus meiner Sicht verändert.
6. May 2007 at 23:52
Dass das Präsidium die G8-Woche nicht gut findet, ist legitim und verständlich. Sicher aber kein Grund, das Präsidium zu beschimpfen.
Dass die Raumdiskussion genutzt wurde und wird, um ein bisschen Aufmerksamkeit auf das von so unglaublich vielen Studenten organisierte Projekt zu bringen, das ist ebenfalls legitim und verständlich. Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass viele Dozenten und natürlich auch Studenten das Thema und die Themenwoche nicht nur nicht interessiert, sondern sie es schlicht nicht mitbekommen haben. Dies wurde ja im Vorfeld von den Organisatoren lautstark bedauert – da kam ein solches (gewolltes?) Missverständnis gerade recht.
13. May 2007 at 2:26
[...] Die These es habe sich nur um ein “Missverständnis” oder ein “Kommunikationsproblem” gehandelt, wie sie etwa Ronny von der LHG vertritt, erscheint daher nicht schlüssig (siehe “FU-Raumverbot – Alles nur ein Missverständnis?”). [...]
14. January 2011 at 14:43
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