Exzellenzbewerbung der FU nützt auch den Studierenden
Wolf DermannHochschulpolitik, FU, LHG, Allgemeines Kommentar schreibenDie Liberale Hochschulgruppe hat heute ihre Flyerkampagne für die Bewerbung der FU im Exzellenzwettbewerb gestartet. Unter dem abschließenden Slogan “Ich will Chancen für die FU” gibt es vier Flyer, die jeweils andere Aspekte der Exzellenzanträge der FU und ihren Nutzen für die FU-Studis aufzeigen.
Als einen Bruch mit ihrem - in diesem Blog deutlich sichtbaren - sehr kritischen Umgang mit der Leitung der FU will die LHG die Aktion nicht verstanden wissen. Wichtig ist aber aufzuzeigen, dass die beantragten Millionenzuschüsse die Situation an der FU allgemein verbessern würden und dass dabei natürlich auch etwas für die Studierenden und die Studienbedingungen bei abfällt.
Die LHG wendet sich mit der Aktion vielmehr gegen die Kampagne der Aktivisten im AStA-Umfeld, denen ein logischer Begründungszusammenhang für ihre Aktionen gegen die Begehung der FU durch die Gutachter in diesen Tagen fehlt. Schließlich ist nachdem seit November schon Gelder im Rahmen des Programms an die Gewinner der ersten Runde ausgezahlt werden, eine etwaige Verhinderungskampange gegen die Exzellenzinitiative selbst unsinnig. Und eine Kampagne mit dem Ziel “Nehmt andere Unis, nicht uns” könnte nur begründet sein, wenn der Gewinn an der FU für uns Studis negative Auswirkungen hätte. Das das Gegenteil eher der Fall ist, zeigen wir in unseren Flyern:
Ich will … viel mehr Lehrveranstaltungen
Gewinnt die FU Zuschläge im Exzellenzwettbewerb, dann werden etliche neue Stellen für Wissenschaftler eingerichtet. Da alle zusätzlichen Wissenschaftler ein Lehrdeputat von 4-9 Stunden pro Semester haben, springen für uns automatisch mehr Lehrveranstaltungen raus.
Das bedeutet mehr Auswahl an Seminaren mit unterschiedlichen Schwerpunkten und auch softere NCs für Studierwillige.
Ich will … ganz viele Promotionsstudiengänge
Im Gegensatz zu fast allen anderen Hochschulen im Exzellenzwettbewerb hat die FU im Hauptantrag nicht nur Forschungsprojekte im Aufgebot. Mit der Dahlem Graduate School will die FU gleich einige Millionen Wettberwerbsgelder in Promotionsstudiengänge in allen Fächern stecken.
Mit Förderanträgen für zwei weitere Graduiertenschulen in Literatur- und Islamwissenschaft will die FU auch vor Ort für bessere Promotionsbedingungen sorgen. Am John-F.-Kennedy Institut, das in der ersten Runde erfolgreich war, führte der Wettbewerbserfolg sogar dazu, dass das Institut wegen zusätzlicher Stellen nun doch einen Bachelorstudiengang einführen konnte.
Ich will … neue Chancen für kleine Fächer
Im Gegensatz zur Bewerbung der HU sind bei uns nicht die kleinen Fächer in Gefahr, wenn die FU erfolgreich sein sollte. Im Gegenteil: Die FU geht ausgerechnet mit den kleinen Fächern, wie den Regionalwissenschaften oder den Altertumswissenschaften in den Wettbewerb.
Ich will … geförderte Geisteswissenschaften
Fällt was beim Wettbewerb für die FU ab, dann trifft es auch die Richtigen. Denn in der ersten Runde wurden fast nur Natur- und Ingenieurswissenschaften unterstützt. Die FU ist ausschließlich mit Geistes- und Sozialwissenschaften am Start, die eindeutig mehr Förderung benötigen!
Für die Autonomen und FSI-Aktivisten im AStA steht trotzdem fest: „Wenn die FU zur Elite-Uni wird, werden wir uns nach der Scheiße zurücksehnen, die wir jetzt schon haben.“
Die Begehung durch die Exzellenzgutachter soll daher gestört werden, im Protestaufruf heißt es weiter: „Kreativ-Kram wie altes Gemüse, Farben, Hundescheiße, Kostüme, usw. sind sinnig, Hauptsache die Elite-Leute haben hinterher keine Lust mehr auf die FU.“ Wollt ihr das? Wir nicht!
Ich will … Chancen für die FU!
19. Juni 2007 at 10:55
[…] Während einige hochschulpolitische Gruppen an unserer Hochschule inzwischen ihren Frieden mit den chaotischen und studierendenunfreundlichen Zuständen an der FU gemacht haben, werden einige Fachschaftsinitiativen aktiv: Sie haben die erste studentische Umfrage zur Studierbarkeit an der FU gestartet und zwar unabhängig und in Eigenregie. […]
20. Juni 2007 at 4:25
[…] Die LHG wendet sich mit der Aktion vielmehr gegen die Kampagne der Aktivisten im AStA-Umfeld, denen ein logischer Begründungszusammenhang für ihre Aktionen gegen die Begehung der FU durch die Gutachter in diesen Tagen fehlt.” (Exzellenzbewerbung der FU nützt auch den Studierenden, LHG Blog, 18.06.07) […]