Vizepräsidentin fordert 15 Mio. für Lehre

Wolf DermannSuper-Uni, Lehre, Exzellenzinitiative, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines Kommentar schreiben

In ihrer Eröffnungsrede für die Graduiertenschule des John-F.-Kennedy-Instituts am gestrigen Montag forderte FU-Vizepräsidentin Lehmkuhl 15 Millionen Euro für die Lehre vom Berliner Senat. Die Summe, die nach den Planungen von Senator Zöllner in Zukunft in die “bessere Sichtbarkeit der Hochschulen” fließen sollte, würde da nichts bringen und sei in der Lehre besser investiert, so Lehmkuhl.

Eine solche Forderung eines Präsidiumsmitglieds der Freien Universität kommt überraschend, wird dem Gremium doch von Kritikern vorgehalten, sich lediglich für die Außendarstellung der Universität zu interessieren und nicht für die Lehre. Von den 15 Millionen Euro würden bei gleichmäßiger Aufteilung etwa 3-4 Millionen Euro pro Jahr an die Freie Universität fließen.

In ihrer Rede hob Lehmkuhl auch das didaktische Modul der Graduiertenschule hervor. Hierbei würden den Promovenden gute didaktische Fähigkeiten vermittelt, die sie in Seminaren während der Promotionszeit ausprobieren sollen. Nur durch eine gute didaktische Ausbildung zukünftiger Dozenten sei eine gute Hochschullehre in der Zukunft möglich, ergänzte Lehmkuhl.

Lehmkuhl konterte mit ihren Äußerungen auch ein dort verteiltes Flugblatt der Fachschaftsinitative des John-F.-Kennedy-Instituts, in dem die Studierenden neben mangelnder Demokratie an der Hochschule auch die Vernachlässigung der Lehre anprangerten. Über das in den letzten Wochen stark kritisierte Berufungsverfahren für die Juniorprofessur Politik verlor Lehmkuhl hingegen wie erwartet kein Wort.

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