Gedanken zur Sitzung des FBR-Polsoz vom 23.1.

Michael KochLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU Kommentar schreiben

Wenn ich mir so Gedanken mache, darüber sinniere, an welchen Orten man wohl am leichtesten, schnellsten, gründlichsten seinen Idealismus verlieren kann, hätte ich mich bis gesternMorgen wohl nicht recht entscheiden können. Als ich aber dann ca.  11:oo Uhr den Hörsaal B im OSI verließ, stand meine Wahl fest: es ist ganz eindeutig die Uni! Wenn es die Lerninhalte und manche Mitstudierende noch nicht geschafft haben, dann schafft mit Sicherheit eine Sitzung des FBR PolSoz, wie die von heute morgen. Was war passiert?

Wichtigster Tagesordnungspunkt gestern waren die Pläne des Präsidiums zu einer Neuordnung der sozialwissenschaftlichen Bibliotheksstruktur und deren Bestände. Und zu diesem Anlass ließ sich sogar FU-Vize-Präsidentin Lehmkuhl das Erscheinen nicht nehmen, in der Absicht, einige Konfusion am Fachbereich zu beseitigen. Denn jene ist groß, unter Lehrenden, Studierenden und natürlich auch unter den Bibliotheks-Angestellten. Für Aufregung sorgen vor allem Zahlen, nach denen im Zuge der geplanten Integration der FB-Bibliotheken in die UB mehrere Hunderttausend Bücher (von bis zu 500.000 Exemplaren ist die Rede) aussortiert und an eine litauische Universität gespendet werden sollen.

Laut Fr. Lehmkuhl sehen die Pläne des Präsidiums wie folgt aus: die Bibliotheken des FB PolSoz sollen in zwei Schritten neu geordnet werden. In einem ersten Schritt, sollen die Bestände der verschiedenen Fachrichtungen in den bestehenden Räumlichkeiten integriert werden. Zu diesem Zweck sollen im OEI wenig genutzte Exemplare aussortiert werden, um Platz zu schaffen für die Bestände der Publizistik, deren Bibliothek von Lankwitz nach Dahlem zieht. Die ausgesonderten OEI-Exemplare sollen dann in Lankwitz eingelagert werden. Durch diese Neuordnung soll in Dahlem eine auf aktuelle und viel frequentierte Literatur spezialisierte Lehr- und Forschungsbibliothek entstehen, in Lankwitz soll der Bestand vor allem für Forschungszwecke zur Verfügung stehen. In einem zweiten Schritt sollen dann die konzentrierten Dahlemer Bestände in eine für ca. 15 Mio. Euro ausgebaute UB integriert werden. Konkrete Planungen gebe es allerdings für die zweite Stufe nicht, nur Ideen, die jetzt mit den Beteiligten diskutiert werden sollten.

Fr. Zehrer, ihres Zeichens Bibliotheks-Verantwortliche am FB fügte hinzu, dass aufgrund von Platz- und Geldmangel schon seit Jahren die Bestände reduziert werden mussten. Zudem sei die Aufregung aufgrund dessen, dass es ja schließlich ein verstärktes Angebot an Online-Ressourcen und schließlich in Berlin noch eine Unzahl weiterer Bibliotheken gäbe, übertrieben. In den Kellern der Magazine würden die Bücher sowieso teilweise verschimmeln, aufgrund des in die Räumlichkeiten eintretenden Wassers.

Das, was man nur mit einer gehörigen Portion Kulanz noch als Debatte bezeichnen kann, drehte sich nun um zwei Punkte:

a)       Wie viele Bestände werden denn aussortiert?

b)       Welche Konsequenzen hat dieser Prozess für die Lehre und die “Identität der Bibliotheken”?

Hinsichtlich Punkt a) sind ist die Informationslage, seien wir wohlwollend, chaotisch. Fr. Lehmkuhl sprach nach Schätzungen, nach denen es ca. 100.000 sein sollen. Anwesende Studierende wiesen sie darauf hin, dass sie selbst von Zahlen zwischen 350.000 und 500.000 Exemplaren sprach. Fr. Lehmkuhl fühlte sich missverstanden, falsch zitiert, sie kenne die Quelle dieser Zahlen nicht. Wie könne es schließlich auch konkrete Zahlen geben? Man befinde sich ja noch am Anfang der Planungsphase.

Und Punkt b)? Dieser wurde zwar immer wieder angesprochen, aber richtig diskutiert? Wohl kaum.

Obwohl, richtig diskutiert wurde bei dieser Veranstaltung ohnehin nicht. Neben einer bemühten, aber zeitweise recht hilflos wirkenden Fr. Lehmkuhl saß eine Dekanin Fr. Riethmüller, die sich einerseits penibel an ihre Redeliste halten wollte, sich selbst jedoch ständig das Wort erteilte. Zwischendurch schrien sich die Protagonisten der Veranstaltung auch an, polemisierten, ja beschimpften sich fast. Wer glaubte, Universitäten seien ein Ort, an dem sachlich, niveau- und respektvoll miteinander diskutiert werde um gemeinsame Probleme zu lösen, hätte Hörsaal B heute mit Depressionen verlassen. Gott sei Dank hat mich der letzte Wahlkampf schon auf das Schlimmste vorbereitet.

Das einzige, was von allen Beteiligten begrüßt wurde, war die Idee eines ‘Runden Tisches’, die Fr. Lehmkuhl mitgebracht hatte. An diesen sollten sich die Beteiligten setzen  und miteinander den besten Weg beraten können. Klingt gut, wäre da nicht ein kleiner Schönheitsfehler: studentische Vertreter sollten direkt gar nicht an diesem beteiligt sein. Man kenne die Interessen der Studierenden schließlich (Fr. Lehmkuhl: “Ich habe auch mal studiert.”) und Fr. Riethmüller versuchte durch den Zusatz, die Studierenden seien ja über das Dekanat quasi mitvertreten, diesem Argument wenigstens den Anschein einer argumentativen Unterfütterung zu geben. Sie könne ja aber auch jemanden mitnehmen, als Gasthörer. Muss ich es jetzt ausführen, warum  sich jene, die von diesem Prozess mit am meisten betroffen sind, nämlich die Studierenden, irgendwie verkohlt vorkommen  müssen, wenn sie auf die Erlangung von Informationen, auf die sie Anspruch haben, auf die Gnade der Dekanin angewiesen sind? Es ist ja schön und gut, dass das Präsidialamt zu versuchen scheint, seine verfehlte Informationspolitik in dieser Angelegenheit zu korrigieren. Aber ob das so funktioniert? Ich sehe da schwarz!

Und was ist mit konkreten Ergebnissen? Auf studentischen Antrag hin wurde beschlossen, die bestehende Bibliothekskommission am Fachbereich durch Vertreter aller betroffenen Gruppen zu erweitern. Jenes Gremium solle die aktuelle Situation erheben, Probleme identifizieren und Lösungsvorschläge erarbeiten. Bis dahin solle der FBR PolSoz die Diskussion ergebnisoffen halten und keine irreversiblen Fakten schaffen. In diesem Gremium sollen auch Studierende vertreten sein. Fragt sich nur eines: Welche? Meiner Meinung nach sieht die Gremienstruktur deutscher Unis für so etwas Fachschaftsräte vor. Moment, da war doch was! Wurden die nicht erst gewählt? Ständig hörte man heute von demokratischen Prozessen, die doch bitte eingehalten bzw. installiert werden sollen. Warum kein Zeichen setzen, und auf Seite der Studierenden damit anfangen? Was daneben bleibt sind Konfusion und viel böses Blut zwischen Präsidium, Dekanat, Studierenden und Bibliotheks-Angestellten in allerlei Kombinationen.

Ich persönlich frage mich, ob man die für den UB-Ausbau eingeplanten Millionen nicht so einsetzen könnte, dass die Bibliotheksstruktur am Fachbereich verbessert, die Bestände möglichst erhalten werden? Oder womöglich ist eine sozialwissenschaftliche Super-Bibliothek wirklich das Beste für alle Beteiligten unter den gegebenen Umständen. Ganz ehrlich, ich weiß es einfach nicht. In einer angemessenen Manier sollte dies jedoch herauszufinden sein, und zwar von allen Betroffenen, und das sind ja in erster Linie die Studierenden, die mit den Beständen arbeiten sollen, müssen und vor allem wollen. Ich denke, Bibliotheken sollten nicht auf das reduziert werden, was unmittelbar gebraucht wird, was anscheinend einen Nutzen bringt. Sie sind das akademische Gedächtnis einer Universität, und sollten nicht unüberlegt durch eine wegen (zweifelsohne durchaus vorhandenen) Sachzwängen verordnete Diät in die Anorexie getrieben werden. Darunter würden nicht nur die ohnehin schon oftmals zu beweinende Lehre, sondern auch die Forschung und der Ruf der gesamten Universität leiden. Und das kann doch, ebenso wenig wie die Transformation mancher Studierender in weltverachtende Zyniker durch die Zerstörung ihres Idealismus in akademischen Gremien (ein Weg, auf dem ich mich mittlerweile befinde), in  niemandes Interesse sein.

 

19 Reaktionen zu “Gedanken zur Sitzung des FBR-Polsoz vom 23.1.”

  1. waldo

    besserer Artikel hier: fsiosi.blogsport.de
    Schade, dass sich der Autor nicht positionieren kann, nicht eindeutig sagen kann, das da doch etwas sehr falsch gelaufen ist und wuch weiterhin nichts Gutes herauszukommen scheint. Stattdessen: ich weiß nicht, alles ambivalent, ich weiß nicht, ach wie kompliziert! Aber die LHG ist ja immer mäßig gewesen und dadurch auch nie wirklich ernstzunehmen, nur in der Liebe zur Gremienarbeit scheint Ehrlichkeit durch. Ansonsten: Bloß keine Meinung! Tja, nicht aus Zufall wird im Artikel nicht erwähnt, dass die Studierenden, die sich in der Sitzung geäußert haben, fast ausschließlich dem FSI-Spektrum angehören. Denn dann müsste sich ja der Autor fragen, ob die verlorene Wahl nicht eigentlich ganz richtig gelaufen ist, dass eben die gewählt wurden, die auch mal sagen, was gesagt werden muss.
    Aber lassen wir das sein. Mir ists übrigens egal, ob der Autor zynisch wird oder nicht - es wäre einfach schön, würde er eines Tages mal eine klare Meinung haben, bevor er veraltet umkippt.

  2. Ronny

    Genau! Die Stärke der FSI-Menschen war es schon immer, sich eine eindeutige und festgefahrene Meinung zu bilden, die dann mit aller Macht vertreten wird. Zwischentöne sind nicht erlaubt. Schwarz oder weiß, richtig oder falsch, gut oder böse.

    Aber da wir gerade bei einer Stärken-Schwächen-Analyse sind: Die Menschen bei der LHG trauen sich zumindest, ihre Positionen, selbst wenn sie noch etwas diffus oder auch noch nicht endgültig in Stein gemeißelt sind, auch unter ihrem eigenen Namen zu vertreten. Wer bei der FSI für welche Positionen steht, und wer wann was “im Namen der Studierenden” vertreten hat, bleibt nämlich fast immer im Dunkel.

  3. Thomas Eichentopf

    Hm. Wenn ich mich nicht täusche, scheint die Kritik, die von den FSIs in Bezug auf die Bibliotheken angebracht wird, doch auch in Michaels Beitrag durch.

    Die FSIs fordern aber eine ergebnisoffene Debatte und ist nicht Michael eigentlich der einzige, der das bislang auch öffentlich umsetzt, weil alle (!) anderen trotz Bekenntnis zur Ergebnisoffenheit eigentlich eine sehr genaue Vorstellung vom Ergebnis haben?

  4. Ronny

    Wenn ich dann noch meine ganz private Meinung zu dieser ganzen Sache äußern darf: Problematisch an der ganzen Sache sehe ich eigentlich nur zwei Dinge, nämlich die Entscheidungsfindung selbst, die wie üblich erst zentralistisch und dann chaotisch erfolgt, und die Aussortierung von mehreren 100.000 Büchern, bei der mir nicht wirklich klar ist, nach welchen tatsächlichen Kriterien hier eine Auswahl getroffen werden soll, und wer diese Auswahl vornimmt. Wobei ich durchaus nachvollziehen kann, dass man bei beschränktem Platz darüber nachdenkt, ob man nicht Mehrfahrexemplare von Büchern, die seit Jahrzehnten niemand mehr gelesen hat, auch aussortieren kann. Ob man da allerdings auf die kursierenden Zahlen kommt, wage ich zu bezweifeln.

    Wo ist aber das (tatsächliche) Problem, wenn die OSI-Bibliothek in eine ausgebaute UB umgelegt wird? Wenn dadurch gleichzeitig längere Öffnungszeiten der Bibliothek und zusätzliche Lehrräume in der Ihne 21 geschaffen werden können, kann das in meinen Augen nur dazu beitragen, dass a) die Lehre sinnvoller organisiert werden kann (so müssen zum Beispiel momentan die Publizisten noch für einen Teil der Seminare nach Lankwitz rausfahren) und b) Studierende deutlich flexibler auf Ausleihe und Präsenzbestände der Bibliothek(en) zugreifen könnten.

    Menschen, die unter der Woche neben dem Studium arbeiten müssen, Kinder oder Familienangehörige betreuen oder einfach am Abend oder am Wochenende besser oder ruhiger arbeiten können, würden von verbesserten Öffnungszeiten deutlich profitieren. Und wenn sowieso Gelder in die Hand genommen werden müssten, um die Ihne21-Bibliothek zu modernisieren - warum nicht überlegen, ob man die Organisation auch anders, der Lebensrealität vieler Studierender angepasst, gestalten könnte? Es muss ja nicht gleich 24h 7 Tage die Woche sein. Zudem rennt man heute auch für drei unterschiedliche Bücher zum gleichen Themenbereich trotzdem zu drei verschieden Bibliotheken. Kann man haben, muss man aber nicht.

    Und weil an anderer Stelle im Zusammenhang mit einer Bemerkung der Dekanin Riedmüllers kritisch über digitale Ressourcen gesprochen wurde: Die Auswahl an wissenschaftlichen Zeitschriften, auf die man als FU-Student/in digital (auch von zuhause) zugreifen kann, ist riesig. Vielleicht bin ich da ja noch eine Ausnahme, aber den Großteil der wissenschaftlichen Lektüre, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, habe ich auf diesem Wege erhalten, egal ob das soziologische Artikel vom Anfang des letzten Jahrhunderts oder politikwissenschaftliche Beiträge aus den vergangenen Monaten waren, unabhängig, ob es sich um wissenschaftlichen “Mainstream” oder um eher ungewöhnliche Beiträge handelt. Und das Ganze ging, ohne es auszudrucken, ganz bequem am eigenen Rechner. Selbst im Auslandssemester problemlos erreichbar.

  5. Michael Koch

    Waldo, ich glaube, wir verfolgen eine recht unterschiedliche Diskussionskultur:

    Wenn mir die Informationen fehlen, um mir eine Meinung bilden zu können, dann habe ich kein Problem damit, das auch zuzugeben. Du und wohl auch der Großteil der FSI formuliert eine Meinung so: Wir nehmen Lenzens Meinung, negieren sie, und schon haben wir unsere eigene und die ist dann natürlich richtig. Im Allgemeinen definiert man ein solches Verhalten wohl als Arroganz. Gleichzeitig ist es jedoch auch ein wenig bemitleidenswert, wenn man sich nur über Abgrenzung zu anderen definieren kann. Euch geht es nicht um Verbesserung für die Studierenden, sondern um Selbstprofilierung in Gegnerschaft zu Präsidium. Und um mir diese Meinung zu bilden, dafür habe ich benötigten Informationen schon eine ganze Weile.

  6. fsiosi

    Michael,
    dein Bericht in allen Ehren, mensch kann ihn sicherlich als Ergänzung oder meinetwegen als Kontrapunkt zu unserem sehen. Du schreibst in einem Kommentar, dir würden teilweise Informationen fehlen, um dir eine Meinung bilden zu können. Etwas überspitzt formuliert bleibt da allerdings zu sagen: uns nicht! Wir tragen nun seit Wochen intensiv Informationen zusammen, haben mittlerweile auch einen guten Draht zur Belegschaft der Bibliotheken aufgebaut (die den Plänen, im Gegensatz zu ihrer Chefin Fr. Zehrer, ebenfalls ablehnend gegenübersteht), haben uns mit anderen FSIn (v.a. der von der Ethnologie) vernetzt, haben mit studentischen MitarbeiterInnen in den Bibliotheken geredet, haben in der I-Ratssitzungen von letzter Woche Prof. Funkes Zitate aus einem Strategiepapier des Präsidiums verfolgt und und und. All das ist anstrengend, wir hätten genauso wie alle anderen auch besseres zu tun und ausserdem betrifft uns ein Plan “UB 2020″ sowieso nicht - so lange studieren selbst wir Linken nicht ;-) Uns dann noch zu unterstellen, dass es uns nur um “Selbstprofilierung in Gegnerschaft zum Präsidium” ginge, ist schon ziemlich dreist. Sollte es dir noch nicht aufgefallen sein, wir sind auch nicht der DLFC - selbstverständlich sind wir nicht glücklich mit unserem Präsidium, halten aber auch relativ wenig von personalisierten Debatten. Würde bei der LHG öfter Marx gelesen werden, würde euch der Begriff “Charaktermaske” vielleicht etwas sagen…?
    @Thomas: Es ist gut, wichtig und richtig, dass wir die Kritik sowohl an der Entscheidungsfindung als auch an dem Vorhaben an sich grundsätzlich teilen. “Ergebnisoffen” muss aber trotzdem nicht heißen, dass wir mit allen möglichen Ergebnissen einverstanden sind. Dass wir eine Auflösung der FB-Bibliotheken und die Vernichtung von 100 000, 200 000 oder gar 400 000 Büchern ablehnen, können wir auch bei aller Ergebnisoffenheit deutlich machen.
    @Ronny: Du sprichst es an, eines der grundsätzlichen Probleme an der ganzen Sache war/ist die Entscheidungsfindung. Hier geht es nämlich, das sollte nicht übersehen werden, in erster Linie um die Zukunft der UB und nicht um die Zukunft “unserer” Bibliotheken. Der UB droht - als von keinem Fachbereich mitgetragene Einrichtung - seit Jahren die Schließung; die Pläne zu einem Ausbau der UB wurden gefasst, BEVOR klar war, was denn eigentlich nach dem Ausbau passieren sollte. Der Versuch, zuerst die WiWiss- und Jura-Bibliothek dort unterzubringen, sagt ja wohl schon einiges über die “Fachbezogenheit” dieser Entscheidung aus. Im Klartext: anstatt einer kompetenten, in der Beschaffung sozialwissenschaftlicher Literatur erfahrenen Belegschaft von sechs bis acht Leuten sollen sich in einer kombinierten “UB/PolSoz-Bibliothek” ein bis zwei Leute “mit besonderer Qualifikation” um die Beschaffung der sozialwissenschaftlichen Bücher kümmern (so zumindest das von Prof. Funke zitierte Strategiepapier des Präsidiums). Dass darunter zwangsläufig Aktualität und Qualität der Literaturauswahl leiden dürften, liegt auf der Hand. Um noch ein anderes Argument, dessen Diskussionsebene wir als FSI allerdings nicht einnehmen wollen, zu nennen: wie Prof. Massing bemerkt hat, stellt die Institutsbibliothek des OSI ein nennenswertes “Alleinstellungsmerkmal” unseres Instituts dar - dies bezieht sich auf die auch in Michaels Beitrag angeschnittene Identitätsfrage. Gerade in den allfälligen Rankings und anderen Konkurrenzwettkämpfen unter den Hochschulen hat das OSI dadurch einen Vorteil - vielleicht überzeugt dich das ja, auch wenn wir uns als FSI (s. oben) dieses Argument sicher nicht zu eigen machen werden. Was die digitalen Medien angeht: vermutlich hat jedeR Studierende schon viel mit digitalen Ausgaben von Zeitschriften usw. gearbeitet. Ich habe dennoch keine Lust, mir (für Geld!) Artikel auszudrucken, wenn ich vielleicht mal ohne PC arbeiten will/muss, und erst recht keine Lust, ein Buch von mehreren hundert Seiten am Bildschirm zu lesen. Das digitale Angebot ist eine wunderbare Ergänzung zum gedruckten, aber kein Ersatz dafür.

    Ach ja, um zum Ende zu kommen: wer glaubt, dass in irgendeinem Gremium auf irgendeiner Ebene (egal ob das im Betriebsrat, im Gemeinderat, im Land- oder Bundestag oder in den universitären Gremien ist) die Diskussionen “gesitteter” und auf sachlicher Ebene ablaufen, ist leider recht naiv. Es wäre wünschenswert, aber solange in diesen Gremien Menschen mit Emotionen und eigenen Anliegen sitzen, wird das wohl nie eintreten.

  7. Stefan

    Es ist wirklich so: Das einzige, was die LHG bisher zu dem Thema macht, ist zugespitzt das Kritisieren von anderen Mitstudierenden, die sich gerade sehr intensiv mit der Sache beschäftigen, inkl. wenig Schlaf und “Vernachlässigung” des Studiums. (siehe Beitrag 6)
    Die Bibliotheksschließungen sind nach meiner bisherigen Erfahrung ein Thema, das wie kein anderes eine Resonanz von den Studierenden erfährt - also wichtig. Wo sind denn dann eure Flugblätter, Infostände und Bemühungen zu sehen und zu finden? Man kann nicht immer kritisieren, dass “eine Minderheit die Meinung der Studierenden vertreten will”, und selbst nichts machen. Das kann auch als schweigende große Enthaltung ausgelegt werden.

  8. Thomas Eichentopf

    Liebe FSI,

    herzlichen Dank für den konstruktiven Beitrag. Herzlichen Dank auch für euren Einsatz. Ich glaube, dass euch von der FSI Osi unsererseits in der Bibliotheksaffäre niemand pure Anti-Präsidiums-Positionierung unterstellt. Ich persönlich freue mich, aber das nur am Rande, auch über den Nebensatz zum DLFC.

    Eine Frage habe ich: Wenn da zwei Mitarbeiter sein würden, die sich ganz spezialisiert um die Beschaffung sozialwissenschaftlicher Literatur kümmern, statt sechs bis acht, die nebenbei noch allerlei Verwaltungskram machen, könnten die zwei Mitarbeiter in der Beschaffung nicht ähnlich effektiv sein wie die sechs bis acht? (Unter der Voraussetzung, das ist mir bewusst, dass für die Spezialisten die anderen Aufgaben entsprechend reduziert wären.) Motivation der Frage ist hier tatsächlich fachliches Unwissen.

    Du hast auch Recht: Ergebnisoffenheit verbietet nicht, andere Vorschläge zu kritisieren. Was es aber verbietet, ist es, sich gegenseitig auf der eigenen Position zu verbarrikadieren und nicht gegebenenfalls bereit zu sein, sich in Richtung eines Kompromisses zu bewegen. Das werfe ich euch bitte nicht vor. Der Satz diene uns allen als Mahnung für den Fortlauf der Debatte.

    Vielleicht habt ihr Recht mit eurer pessimistischen Einschätzung der allgemeinen Arbeitsweise in (egal welchen) Gremien. Ich habe ähnliche Erfahrungen selbst gemacht. Ich habe aber auch erlebt, wie befruchtend es war, dem einen Gegenpol zu setzen. In jeder heißen Sauna gibt’s auch mal ‘nen Aufguss.

    Soweit mal.

    Lieber Stefan,

    unsere Motivation ist es in diesem Fall nicht, unsere Kommilitonen zu diskreditieren. Bitte noch einmal: Auch wir sind mit dem Verfahren, wie es vom Präsidium her kommt, nicht einverstanden. Auch bitte ich zu berücksichtigen, dass wir selbst die Vorgänge ebenfalls beobachten. Der letzte Bericht von Therese aus dem Institutsrat wurde von Niklas auf FUWatch auch entsprechend kommentiert. Was aber bringt es, wenn wir auch Flugblätter werfen? Wir wollen die Atmosphäre nicht weiter anheizen, noch durch einen Konkurrenzkampf unter den Studierenden, wer sich da am besten politisch profiliert.

    Liebe FSI, noch einmal, vielleicht lehne ich mich jetzt weit aus dem Fenster, da es hierzu in der Gruppe keine Absprache gibt, ich denke das aber nicht: Ich halte es für sinnvoll, würdet ihr euch mit unseren Mitgliedern vom OSI treffen und austauschen, um eventuell auch Möglichkeiten zu finden, wie man das Vorgehen dort in der Sache auch abstimmen könnte. Ein Rahmen wäre dafür sicherlich der FSR, der ja ohnehin schnell einberufen werden könnte. Bei den Wiwis tagen wir bereits in sechs Tagen.

  9. Michael Koch

    Liebe FSI,

    für meinen Vorwurf von heute morgen, euch ginge es lediglich um Selbstprofilierung, möchte ich mich entschuldigen. Zumindest im Hinblick auf die FSI-Mitglieder, die ich kenne, war er ungerechtfertigt.

    Ich teile eure Bewertung der Relevanz dieses Themas und halte von einer Haltung ‘Nach uns die Sintflut’ natürlich ebenso wenig. Ich persönlich würde es sehr begrüßen, würde die Informations- Vernetzungsarbeit, die ihr leistet und die ich richtig und wichtig finde, ausgehen von dem dafür vorgesehen Organ, nämlich dem Fachschaftsrat. Es wäre dem studentischen Vorgehen in dieser Sache sicherlich nicht abträglich, ganz im Gegenteil, würde es von dem von der Gegenseite als repräsentative Vertretung der Studierenden des FB getragenen Organ ausgehen, und nicht ‘nur’ den FSIs. Ich persönlich würde eine Zusammenarbeit mit euch in dieser Frage sehr begrüßen. Für die miese Diskussionskultur in der Sitzung trägt m.M.n. maßgeblich die Studiendekanin die Verantwortung, trotzdem gehören zu einem solchen Vorgang immer zwei Seiten. Dass es anderswo nicht besser zugeht, macht die Sache nicht weniger schlimm. Ganz im Gegenteil. Ich persönlich war sehr angetan von Hajo Funke, der sich sehr ruhig und pragmatisch und dennoch ehrlich in seiner Überzeugung zeigte.

    Stefan,
    wenn du den Beitrag richtig liest, wirst du feststellen, dass ich am wenigsten meine Kommilitonen und Kommilitoninnen kritisiert habe, sondern hauptsächlich das Verhalten des Präsidiums und des Dekanats.

  10. waldo

    Ich als Person, die keine Lust hat, jede Woche auf ein FSI-Treffen zu gehen oder sich in den FSR wählen zu lassen, ist es sehr wichtig, dass Flyer gedruckt werden und, dass wenn ich irgendwo hingehe, sei es im Institutsrat oder sonstwo, einfach als Person wahrgenommen werde und nicht danach bemessen werde, ob ich nun in den FSR gewählt wurde oder nicht. Das verstehe ich unter Basisdemokratie, dass ich mich gleichberechtigt fühlen kann, mindestens im formalen Sinn (informationshierarchien, usw. bleiben freilich, da kann ich aber selbst was dran ändern).
    Dann noch etwas: ich denke, es ist ganz gut, dass sich die FSI und die LHG getrennt treffen, da die einen (glücklicherweise) zu dem Entschluss gekommen sind, Gegenstrategien zu besprechen, mit denen nicht gewartet werden darf (der Zug fährt bald ab), während die andere Gruppe ewige Studi-interne Debatten über Gremienanträge, Vertretungsansprüche, etc. führen möchte, sodass dann alle viel Energie verschwendet würden und dabei wahrscheinlich kein Flugblatt herausgekommen würde, welches eine Öffentlichkeit ermöglicht.
    Es ist tatsächlich traurig: ich habe von der LHG noch nie eine Kampagne gegen die Universitätsleitung erlebt, immer nur Genörgel an denen, die es versuchen. Könnt ihr nicht mal studieren und Karriere machen?

  11. Thomas Eichentopf

    Erst mal: Die FSIler studieren doch auch, nehme ich an. Wie sie sind wir in der Hochschulpolitik aber nicht aktiv, um damit Karriere zu machen.

    Zweitens: Welcher OSI-Student hat’s denn noch nicht gehört, dass dieses Problem existiert? Ehrliche Frage, denn in meinem Wiwi-Umfeld ist es schon bei einer ganzen Reihe von Kommilitonen angekommen. Wir haben unsere Kanäle genutzt, die wir uns auch finanziell leisten können, haben seit Anbeginn der Diskussionen hier im Blog berichtet, Ronny sogar noch, ehe es bei der FSI zum Thema wurde. Die FSI hat ihre Kanäle genutzt. Klar sind in diesem Zusammenhang öffentliche Informationen wichtig gewesen. Gerade wir fordern ja ständig Transparenz. Klar ist es wichtig, weiter darüber zu informieren. Aus dem gleichen Grund. Aber das löst man nicht mit einem einzelnen Flugblatt. SO löst auch die FSI nicht das Problem.

    Ob du nun eine langfristig angelegte Kampagne der LHG erlebt hast oder nicht: Was du bei Aufmerksamkeit erlebt haben solltest, ist eine der Universitätsleitung durchaus kritisch eingestellte LHG, nur dass Kritik für uns nicht in jedem Fall Kampf bedeutet.

    Weiter haben wir keine Lust darauf, die Debatte um Offenheit, Transparenz und Wahrung der demokratischen Rechte von letztendlich auch gewählten Minderheiten innerhalb der Studierendenschaft so endlos lang zu führen. Ehrlich. Am liebsten würden wir sie wohl heute noch beenden. Die Situation ändert sich aber nicht. Dies eine verhindert das andere.

  12. fsiosi

    Natürlich löst ein einzelnes Flugblatt keine Probleme. Deshalb machen wir ja auch die ganzen anderen angesprochenen Dinge - Gremienarbeit, Vernetzung mit der Belegschaft, Proteste… Dennoch ist Information wichtig, da die meisten Studis sonst von den ersten beiden Dingen nichts mitkriegen und sich bei Protesten fragen “was soll das denn schon wieder?”, anstatt vielleicht mitzumachen.

  13. waldo

    Ich würde mal meinen, Herr Eichentopf ist doch ein ziemlicher Sturkopp. Im vorhergegangenen Kommentar wird das deutlich: Erst wenn der AStA und die FSIen so transparent, offen und demokratisch sind, wie sich das Herr E. vorstellt, wird etwas anderes getan als studi-intern zu nörgeln und ansonsten indifferent pseudo-neutral Unipolitik via Blog gemacht. Das klingt ein wenig sendungsbewusst-narzistisch.
    Eindeutige Prioritätensetzung würd ich das mal nennen, schade, hoffentlich gibts in der LHG noch ein paar progessivere Leute. An jene, sind sie denn vorhanden, soll sich der Kommentar auch vornehmlich richten.

  14. Thomas Eichentopf

    Liebe FSI, das Informationen wichtig sind, habe ich ja auch nicht bestritten. Im Gegenteil das ausdrücklich bestätigt.

    Waldo, ich erlaube dir durchaus wie jedem anderen Blognutzer, meinen Vornamen zu nutzen, wie das unter Studierenden allgemein so üblich ist.

    Du versteifst dich allerdings sehr stark auf einen bequemen Vorwurf. Diese Debatte, die du als Nörgeln bezeichnest, ist doch nicht das einzige, was wir tun, und wird in 2008 auch weiterhin nur Teil unserer Gesamtaktivitäten sein.

    Was nun die Debatte betrifft: Ich kann auch damit leben, wenn mal nicht alles offen und demokratisch läuft, wenn’s im Groben und Ganzen aber trotzdem funktioniert. Aus Sicht der LHG funktioniert das aber nicht, sondern gibt es gravierende Mängel. Deswegen lassen wir da nicht locker. Das sind wir auch denen schuldig, die uns gewählt haben.

    Wenn es andere Themen gibt, wie jetzt die Bibliotheksschließung, dann werden die aufgenommen, aber das ist doch kein Grund, unerledigte Dinge zu vergessen. Man schiebt sie allenfalls auf. Wir als LHG haben das Thema auch nicht in die jetzige Debatte eingebracht.

    Einen Kommentar zu meinem Charakter spare ich mir, denn man sollte sich nicht selbst beurteilen. Man sollte es aber genauso unterlassen, charakterliche Urteile über andere zu treffen, so man dafür keine qualifizierte Grundlage hat.

  15. Ronny

    Vorneweg: Ich halte diese Debatte hier, abgesehen von Kleinigkeiten, für sehr sinnvoll und konstruktiv. Hier ist auch jeder basisdemokratisch gleichberechtigt, seine Meinung offen zu äußern, und wir verbinden Meinungsäußerungen und Informationsweitergabe so, dass beides für jede/n Interessierte/n nachvollziehbar wird. Wenn mehr Diskussionen innerhalb der Universität so geführt würden, könnte das nur von Vorteil für die allgemeine demokratische Kultur sein.

    Dann vier kleine Repliken bzw. Ergänzungen zu verschieden Punkten der Vorbeiträge:

    1. Ich halte eine Institutsbibliothek weiterhin nicht für ein besonderes oder gar notwendiges “Alleinstellungsmerkmal”, zumindest nicht, wenn sie wie bei uns hauptsächlich eine Magazinbibliothek ist und die Universitätsbibliothek nur 100m von ihr entfernt liegt. Das bleibt aber weiterhin meine Privatmeinung, und ist auch noch lange kein Argument für eine Schließung; wie ich dazu denke, habe ich oben schon geschrieben.

    2. Weil es an anderen Stellen in diesem Blog schon mehrfach geschrieben ist, hier nur zur Erinnerung: Die Kampagnenfähigkeit der LHG ist aus finanzieller Sicht beschränkt, weil wir nicht wie die politischen FSI(s) auf die Ressourcen und Strukturen des AStAs zurückgreifen können. Einfach mal schnell eine (sichbare) Flyer-Aktion an einem Fachbereich machen, heißt, in unsere privaten Taschen zu greifen, was teuer werden kann, auch, weil wir zudem fachbereichsübergreifend aktiv sind. Aber es stimmt schon, wir müssen mit unseren Vorstellungen auch noch mehr in die Uni gehen, auch wenn uns die Mitwirkung in einigen Fachschaftsräten verwehrt wird.

    3. Der Fachschaftsrat wäre eine Möglichkeit, wie man vor Ort gemeinsam über die Verwendung von Fachschafts-Mitteln entscheiden könnte, Mittel, die dann nicht nur die FSIs oder die LHG sondern auch anderen Studierenden zur Verfügung stehen könnten, die auch Sachen machen möchten, und dafür ebenfalls in ihren eigenen Geldbeutel greifen müssten. Solche Fälle wie jetzt bei der Bibliothek wären eine gute Gelegenheit, übergreifend zu arbeiten. Man könnte ja über Lösungen nachdenken, wie man das Modell des Fachschaftsrats, wie er “vorgeschrieben” ist, konstruktiv auslegt, so, dass er nicht aus- sondern einschließend ist. Momentan bleibt Menschen, die am Fachbereich oder am Institut außerhalb der politisch klar positionierten FSIs aktiv werden wollen, nur der Gang über den AStA, der zentralistisch und hinter verschlossenen Türen über die Mittelvergabe beschließt - ein Modell das mit Basisdemokratie nichts zu tun hat, und nicht dazu einlädt, dass sich mehr Studis mit eigenen Ideen einbringen. Auch gemeinsame, gruppenunabhängige Kampagnen wären so viel leichter möglich.

    4. Wenn die FSI gute Arbeit leistet, wie es in diesem Fall nach dem Verlauf der Diskussionen und nach dem Berichts weiter oben zu sein scheint, dann ist das ohne jede Doppeldeutigkeit anzuerkennen. Offensichtlich glaubt ja auch die deutliche Mehrheit der wählenden Studis, dass das so ist.
    Anzuerkennen bleibt aber trotzdem, dass die FSI dazu neigt, nur eine studentische Position zu vertreten, nicht die Vielfalt. Wir sind wie die FSI ein kleiner Teil dieser Vielfalt, und auch das wird nicht nur bei Wahlen anerkannt. Nur wenn (wie wir das tun und es viel mehr getan werden müsste) auch gegenteilige oder differenzierte Positionen offen vertreten werden, finden wir dann die übergreifenden Gemeinsamkeiten, bei denen wir dann ganz praktisch zusammenarbeiten können.

    Die Debatte hier und der menschlich vernünftige Umgang, den wir in der Regel an den Fachbereichen miteinander pflegen, machen mich da auch zuversichtlich. Das ist unter Umständen noch nicht progressiv, aber wenigstens mal nicht degressiv. :-D

  16. Wolf Dermann

    Schön, dass ihr OSI-Studis und Thomas das ganze aus der bisher nur berichteten OSI-Sicht diskutiert. Es geht aber um die Bibliotheken und die Räumlichkeiten des ganzen Fachbereichs. Und das Sorgenkind ist hier nicht das OSI, dass in den letzten Jahrzehnten ungeändert in den eigenen Räumlichkeiten bleiben konnte, sondern die anderen Institute am FB, die alle eigene Bibliotheken und Gebäude hatten und in den letzten Jahren umgezogen sind.
    Schon die Soziologen mussten sich mit dem Osteuropa-Institut zusammenquetschen, sowohl was Räume als auch Bibliotheksraum anging. In die Garystraße 55 ist nur jetzt auch die Publizistik gezogen. Die PuK-Biblithekare sehen es nicht für möglich die Publizistik-Literatur vollständig auch noch in die OEI-Bib. rüberzuziehen und dem Publizistik-Institut fehlen Räume, insbesonders Lehrveranstaltungsräume. Unsere studentische Forderungen können also gar nicht darauf hinauslaufen, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Fakt ist: wir brauchen zusätzlichen Bibliotheksraum in Dahlem und wir brauchen mehr Räumlichkeiten für Lehrveranstaltungen.
    Natürlich kann man da einen Bibliotheksneubau nur für die Publizistik - vielleicht in einer Kombination eines Lehrveranstaltungsgebäudes fordern, ein Neubau für alle Fachbereichsbibliotheken und die Umwandlung der bisherigen Bibliotheksräume in Lehrräume würde die Raumnotprobleme jedoch auch lösen. Was ich glaube, was eine Lösung wäre, wäre wenn die OSI-Bib. erhalten bleibt, insbesonders wegen des beliebten Arbeitsraumes und die anderen Institutsbibliotheken aus der bisherigen OEI-Bib. in ein neues Gebäude umziehen - und man in der Folge die ohnehin unattraktiven OEI-Bib-Räume zu Lehrräumen umbaut.
    Wie gesagt, eins geht nicht: die Situation so zu Debattieren, als wenn es die Publizistik mit ihren Raumnöten nicht geben würde und am gesamten FB kein Handlungsbedarf bestünde!

  17. fsiosi

    @Wolf, ist ja schön dass du uns darauf hinweist, diese Debatte führt aber auch niemand. Im Gegenteil, wir haben die Zusammenlegungen und Raumstreichungen am GESAMTEN Fachbereich immer kritisiert.

  18. Wolf Dermann

    Das ist unsere Dauerkritik an euch: Ihr kommt euch für’s dauernde, rein destruktive kritisieren ganz toll vor, seid aber nie bereit eine einzige Lösungsvariante zu unterbreiten und mitzutragen. Irgendeine Lösung der Raumproblematik muss her und ich habe gerade eine Alternative zu der von der Uni-Leitung unterbreiteten vorgelegt. Ihr sagt hingegen nur: das von der Uni-Leitung vorgeschlagene wollen wir nicht und die sind alle Scheiße. Das reicht nicht.
    Also, wie iss’? Tragt ihr den Vorschlag, OSI-Bib erhalten, Neubau für alles was in der OEI-Bib ist, Umbau der OEI-Bib zu Lehrveranstaltungsräumen mit, oder verweigert ihr euch weiter einer Debatte um die Problemlösung?

  19. Stefan

    Das ist doch Quatsch jetzt. Wir beschließen ne studentische Position hier im LHG-Blog oder wie? Und was soll denn diese verlogene Rhetorik von wegen “verweigert ihr euch der Debatte?” oder so.
    Hör doch mal den Beiträgen zu, ich glaube alle findens so wie es jetzt ist schlecht. Also werden auch alle für Lösungen offen sein.

    Reserviert euch doch mal nen Raum, macht ein paar Zettel und ladet einfach alle zur Diskussion ein. Wenn dann niemand kommt, könnt ihr immer noch meckern. Also, wie iss´?

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