Großbaustelle usw. Diesmal: Die U3. (plus Update: Streik)

Thomas E.BVG, FU, Allgemeines 6 Kommentare »

UPDATE: Der Streik ist nun sicher und wird am 5. März beginnen. Während der Tagesspiegel ihn als unbefristet bezeichnet, spricht der SPIEGEL von einem befristeten Ausstand bis zum 14. März. Gleichzeitig drohen neue Streiks auch bei der Deutschen Bahn, und also auch bei der Berliner S-Bahn.

Gestern Abend las ich am Heidelberger Platz eine Ankündigung der BVG über anstehende Bauarbeiten auf der U-Bahnlinie 3. Ab 3. März (und bis zum 30. März) wird der Verkehr zwischen Fehrbelliner Platz und Breitenbachplatz unterbrochen. Es fahren zwar Ersatzbusse, aber wer noch zur Uni muss, weil etwa immer noch Klausuren anstehen, sollte zumindest einplanen, dass man entsprechend mehr Zeit für die Strecke braucht.

Bitte beachtet auch, dass heute die Urabstimmung der BVG über unbefristete Streiks im Nahverkehr endet. Ab nächster Woche wären bei einem positiven Votum also auch dadurch weitere Einschränkungen zu erwarten. Dann blieben zwei Alternativen für den Weg zur FU:

1.) Das Fahrrad. Über Bundesallee und Südwestkorso braucht man, je nach Geschwindigkeit, etwa 20 bis 30 Minuten vom Zoo aus.

2.) Die S-Bahn. Vom Botanischen Garten oder von Lichterfelde-Süd läuft man jeweils etwa 10 bis 15 Minuten. Vorher auf der Karte schauen, was näher am jeweiligen Fachbereich liegt.

Besser wär’s natürlich, wenn trotzdem U-Bahnen und Busse fahren.

2. Sitzung des FSR Wirtschaftswissenschaft am 26.2.2008

Thomas E.Lehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, FU, LHG 1 Kommentar »

Am gestrigen Abend traf sich der FSR Wirtschaftswissenschaft im “Lentz” zur zweiten Sitzung der laufenden Periode - und trotz der Klausurzeit waren die Plätze um den Tisch bis auf den letzten gefüllt. Die Lokalität war schon vom Geräuschpegel her deutlich angenehmer. Auch ein bisschen, aber nicht allein deshalb zeigte die Sitzung, dass die Arbeitsatmosphäre ungebrochen gut ist.

Inhaltlich ging es um viele Dinge, die zuletzt bereits hier im Blog angesprochen wurden. So wurde auch der Tuberkulose-Fall noch einmal erwähnt und klar gestellt, dass es sich bei der Untersuchung um eine freiwillige Maßnahme handelt, sofern man nicht angeschrieben worden sei. Auch die Umbaumaßnahmen am Fachbereich, die unter anderem Einfluss auf den Zugang zur Bibliothek haben, wurden thematisiert. Lars Kubina (von der Studi-Initiative) und Philipp (von uns) erzählten begeistert von den architektonischen Entwürfen, die ihnen gezeigt worden waren.

Ungeachtet dessen diskutierte der Fachschaftsrat in diesem Zusammenhang auch die Zugangsbeschränkungen in der Philologischen Bibliothek. Die Anwesenden versuchten, zu analysieren, was eigentlich der Grund ist, dass Wirtschaftswissenschaftler lieber in der PhiBi lernen als am eigenen Fachbereich. Daraus entstand nachher eine lange Liste auch an leicht umsetzbaren Vorschlägen, die nun aufbereitet und an die verantwortlichen Stellen weitergeleitet werden soll. Einige Probleme scheinen jedoch sehr komplex und nur schwer änderbar. So muss man einfach sehen, dass die Architektur der Bibliothek eine ruhige Atmosphäre nicht begünstigt und Verbesserungen somit auch Grenzen gesetzt sind. Da eine Klimaanlage auf absehbare Zeit wohl weiter Wunschtraum bleiben wird, trotz im Sommer tropischen Temperaturen am Fachbereich, bleibt auch das Problem der schlechten Luftqualität bestehen.

Eine Portion Selbstkritik gehört jedoch dazu: Letztlich sind es die Studenten, die für den Geräuschpegel sorgen. Wir müssen uns also auch selbst dazu anhalten, die gebotene Ruhe einzuhalten. Der Fachschaftsrat möchte hierzu auch eine Informationskampagne lancieren, um das Bewusstsein der Studenten in dieser Hinsicht zu stärken.

Im Zusammenhang mit den Diskussionen darum, dass es im Sommersemester keine ABWL-III-Vorlesung geben wird, wurde auch die Ausweitung der Nachschreibeklausur besprochen. Man war sich einig, dass das Erreichte nur ein vorläufiger Schritt sein kann. Hilmars Kritik über die Modalitäten dieser Klausuren wird vom Fachschaftsrat geteilt. In Bezug auf ABWL III suchen wir nach Studierende, die so stark davon betroffen sind, dass sich ihr Studienende unvermeidbar verschiebt. Problematisch ist sicherlich auch die Situation in der VWL, wo im zweiten Semester in Folge das Angebot von Wahlpflichtkursen für VWL-Politik sehr eingeschränkt ist. So gibt es zwar viele Seminare, aber daneben nur zwei Vorlesungen und eine Übung, die Wahlpflichtpunkte bringen. Eine Vorlesung ist konsekutiv zu einer Vorlesung im Vorsemester. Die zweite (englischsprachige) Vorlesung darf nur besucht werden, wenn die äquivalente deutschsprachige Veranstaltung nicht bereits besucht wurde. Gerade auf diese wichen viele Studenten aber in diesem Semester schon aus. Wir wollen hier erreichen, dass das Angebot sich kurzfristig noch verbessert oder dass wenigstens Wahlveranstaltungen und Importveranstaltungen großzügiger behandelt und künftig als Wahlpflichtpunkte angerechnet werden, wie das etwa in der BWL am Lehrstuhl Bresser und am Lehrstuhl Mellewigt offenbar möglich ist.

Der Fachschaftsrat positionierte sich auch deutlich gegen die scheinbar geplante Ausweitung des Prüfungszeitraums von 3 auf mindestens 5 Wochen nach Semesterende. Das wurde als unvereinbar gesehen mit dem Anspruch, studienbegleitende Praktika zu absolvieren. Probleme sehen wir auch in Verbindung mit den ERASMUS-Zeiten. Wird es in Berlin auf absehbare Zeit auch weiter bei den klassischen Semesterzeiten bleiben, überschneiden sich die letzten Prüfungen dann leicht mit den ersten Veranstaltungen im Ausland. Da sich hieraus eine inakzeptable Planungsunsicherheit ergibt, stellt sich der FSR auch dagegen, nach Ankündigung des Prüfungsamts noch länger auf die einzelnen Klausurtermine warten zu müssen: Nämlich sechs bis acht Wochen.

Schließlich wurden auch die Fortschritte in den Fokusgruppen angesprochen. So wird es zu Beginn des Sommersemesters nun definitiv erstmals eine Wiwiss-Party geben. Auch entwickelt die Fokusgruppe Kommunikation nun ein Konzept, wie Lars’ Informationen über StudiVZ so auf eine andere Plattform übertragen werden können, dass man ähnlich viele Studierende erreicht. Für das Sommersemester wird auch eine Qualitätsuntersuchung angestoßen, die in qualitativer Form durchgeführt werden soll. Und es wird auch zu einer Neuauflage von “Meet your Prof” kommen. Zugesagt hat Prof. Bresser. Ort und Zeit folgen in einer separaten Ankündigung.

Nach reichlich zwei Stunden war dann Schluss. Was uns gefallen hat, war der produktive Charakter der Sitzung. Die Lippenbekenntnisse der ersten Sitzung wurden so durch alle Anwesenden auch in die Tat umgesetzt und es entsteht das Gefühl, dass wir wirklich im Interesse derselben Studierenden am gleichen Strang ziehen. Was das weitere Vorgehen betrifft, so ist uns klar, dass der Fachschaftsrat allein eben nur ein Forum ist, in dem die Projekte zusammen getragen und koordiniert werden, und selbst nur über wenig Macht verfügt, Dinge zu verändern. Viele oben genannte Punkte sollen daher über die Vertreter in den Institutsräten (Kathi von der FSI in VWL, Philipp von uns in BWL) vorangebracht werden. Es bleibt viel zu tun, aber wir bleiben dran.

Großbaustelle: Update - Bibliotheksumbau bei den Wiwis

Thomas E.Lehre, FU 2 Kommentare »

Die Mitarbeiter des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften erhielten heute eine E-Mail, die sie über Umbaumaßnahmen in der Fachbereichsbibliothek informierte. Wir wollen euch die Informationen gerne weiterreichen, weil sie sicherlich auch für Studierende relevant sind, die in den Semesterferien etwa eine Seminar- oder Diplomarbeit schreiben wollen.

Ab dem 10. März wird der gewöhnliche Eingangsbereich der Bibliothek für 6 bis 8 Wochen, also die gesamte vorlesungsfreie Zeit, geschlossen. Der Zutritt zur Bibliothek erfolgt dann durch die Glasfront zwischen dem alten Eingang und dem Treppenaufgang. Die Leihstelle zieht für die Zeit der Umbaumaßnahmen in den Zeitschriftenlesesaal. Bitte beachtet also, dass ihr dann eure Sachen auch einschließen müsst, selbst wenn ihr nur ein an der Leihstelle Buch zurückgeben wollt.

Da die Baumaßnahmen nur den Bereich der Leihstelle betreffen, bleibt der normale Bibliotheksbetrieb sonst ohne Einschränkungen bestehen: So bleibt der Lesesaal selbstverständlich geöffnet und eine temporäre Verlagerung von Buchbeständen ins Außenmagazin scheint im Moment auch nicht nötig (und ist wohl auch nicht geplant).

1. StuPa-Sitzung am 15.2.2008 - Nachlese

Thomas E.StuPa, AStA, FSIs, Akademische Gremien, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, LHG 1 Kommentar »

Schon am Freitag, dem 15.2.2008, trafen sich die (meisten) gewählten Mitglieder des StuPa zur konstituierenden Sitzung. Auf der Tagesordnung standen im Wesentlichen die Wahl der neuen Sitzungsleitung und der Mitglieder des Haushaltsausschusses sowie die buchhalterische Entlastung des noch amtierenden AStAs in Bezug auf den Haushaltsplan. Die inhaltliche Entlastung sowie die Neuwahl des AStAs wurde auf die nächste Sitzung verschoben.

Die Sitzung begann zunächst jedoch mit einer Panne. Das Problem lag wohl bei denjenigen, die seitens der Verwaltung für die Raumvergabe zuständig sind, denn der Sitzungssaal des StuPas war gleichzeitig durch eine Lehrveranstaltung blockiert. Immerhin fanden wir eine vorübergehende Bleibe in einem anderen Hörsaal, die jedoch auch nach einiger Zeit wieder aufgegeben werden musste. Der neuerliche Raumwechsel inklusive viertelstündiger Wartezeit ist sicherlich sehr unglücklich gewesen.

Die anstehenden Wahlen wurden schließlich zur üblichen Machtdemonstration der AStA-Koalition. Wie im Vorjahr wird es weder im Haushaltsausschuss noch in der Sitzungsleitung einen Vertreter der Opposition geben. (Ein Mitglied des letzten Haushaltsausschusses erklärte auf Nachfrage, im letzten Jahr hätte dieser nicht getagt, kein Mitglied hätte das wohl für nötig befunden. Soviel dann zum Gebot präventiver Kontrolle.) Beachtenswert ist jedoch, dass die Listen bzw. Kandidaten der vier nicht AStA-tragenden Gruppen (LHG, DeFo, Jusos, Linke.SDS) in beiden Abstimmungen bis zu fünf Stimmen mehr erhielten, als sie selbst zur Verfügung hatten. Da die Wahl geheim war, kennen wir die entsprechenden StuPa-Mitglieder nicht, freuen uns jedoch sehr darüber, zumindest bei einigen StuPa-Mitgliedern Verständnis für unsere Positionen wecken zu können.

Die allgemeine Tendenz bleibt jedoch ungebrochen: Gute und sinnvolle demokratische Gepflogenheiten werden vom AStA missachtet. In Zeiten, in denen wir schon in der Grundeinstellung deutlich mehr als heute auf Aggression gepolt waren, hatten wir zumindest einen Vertreter in der Sitzungsleitung. Heute, da wir uns bei aller Härte um mehr Sachlichkeit bemühen, wird uns nicht einmal mehr das gewährt. Das ist eigentlich nicht die Lehre, die wir daraus ziehen wollen.

Die buchhalterische Entlastung des AStAs war mehr oder weniger eine Formsache, Deckungsvermerk sei Dank. Die auch insgesamt spärlichen Nachfragen wurden nur zum Teil zufriedenstellend beantwortet, was auch an allgemeinem Unverständnis des vorgelegten Rechenwerks zu liegen schien. Interessant ist der Aspekt, dass der AStA in 2008 über ein ungewöhnlich hohes Budget von etwa 800.000 € verfügen kann, weil zusätzlich zu den Einnahmen aus den Beiträgen auch Rücklagen aufgelöst werden.

Schließlich wurde noch ein Antrag der FSI Archäologie auf Reisekostenunterstützung gewährt. (Es geht um ein Vernetzungstreffen von archäologischen Studentenvertretungen.) Die Jusos lobten zu recht, dass im Gegensatz zu früheren Anträgen die entsprechenden Informationen diesmal rechtzeitig verfügbar und der Antrag vor allem auch vor der Reise gestellt worden sei.

Nach zweieinhalb Stunden, die es dann doch gedauert hatte, war das Spielchen zu Ende. Die Sitzungsleitung versprach übrigens, die Protokolle der StuPa-Sitzung in diesem Jahr auch online zur Verfügung zu stellen. Wir werden den Link hier zur Verfügung stellen, sobald er eingerichtet ist.

Großbaustelle FU

Thomas E.FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Die FU ist eine Großbaustelle. Neben den Prestigeprojekten (Tagungshotel, Philologische Bibliothek, Renovierung des Henry-Ford-Baus und der Universitätsbibliothek) laufen jedoch auch kleinere Bauvorhaben. Im letzten halben Jahr bedeutete das für viele Wiwis, Geduld zu zeigen. Der klassische Eingang wurde zur Baurampe, die Hälfte der PC-Pools wegen Umbau geschlossen und zuletzt auch die Hälfte der Vorlesungssäle gesperrt sowie die Informationsbretter der Lehrstühle abgehangen. Noch aus steht die teilweise Renovierung der Bibliothek und dort insbesondere des Eingangsbereichs.

Man kann sich nun fragen, wie zweckmäßig ein solcher Umbau bei laufendem Betrieb wohl gewesen ist. Seitens der Fachbereichsleitung intendiert war er jedenfalls nicht, so sagte es uns Prof. Sydow neulich in einem Gespräch. Eigentlich hatte ein Großteil der Arbeiten in den letzten Semesterferien durchgeführt werden sollen, als jedoch stattdessen am Denkmal direkt vor dem Fachbereich gebaut wurde. Ironie der Geschichte: Pünktlich mit Beginn der nächsten Semesterferien werden die ersten Bauarbeiten nun abgeschlossen und die neuen PC-Pools heute wieder freigegeben. Hier ein Foto, das auf der Wiwiss-Webseite gezeigt wird:

PC Pool 2

Schon ein Blick auf die nagelneue Ausrüstung offenbart, was für ein Fortschritt das für den Fachbereich ist. Für das nächste Mal wünschen wir uns also eine planvollere Freigabe der Gelder - hier soll es wohl im Präsidium zu Verzögerungen gekommen sein. Indessen freuen wir uns auch über die Verbesserungen, die uns erwarten. Prof. Sydow versprach uns übrigens, die Renovierung der Hörsäle werde architektonisch bewusst vorgenommen und der Charakter der 50er Jahre aufgegriffen werden - so füge sich der Innenausbau wieder in seine historische Umgebung ein, werde aber gleichzeitig heutigen Anforderungen gerecht.

Und noch ein Wunsch: Ein bisschen mehr Denkmalsbewusstsein seitens Präsidium und Land sollte auch den historischen Gebäuden gewidmet werden. Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft war politisch zwar vielleicht bedenklich, jedoch ist dies kein Argument, die noch durch die FU genutzten Gebäude verfallen zu lassen. Schimmel und Wasserschäden setzen aber etwa dem ehemaligen Physikalischen Institut in der Boltzmannstraße (heute Fachbereich Wirtschaftswissenschaften) erheblich zu.

TBC-Vorfall am Fachbereich Wiwiss

Hilmar v. OertzenFU, Allgemeines 1 Kommentar »

Vielleicht habt Ihr auch schon die roten Plakate an verschiedenen Stellen unseres Fachbereichs gesehen, welche zu einem freiwilligen Tuberkulintest aufrufen.
Tatsächlich gab es einen Tuberkulose-Fall in einer Vorlesung. Laut meinen Informationen ist es die Veranstaltung Grundlagen der Makroökonomie bei Baßeler. an welcher eine an TBC erkrankte Person teilnahm. Die Personen, die an diesem Kurs teilgenommen haben, werden deshalb noch extra angeschrieben, damit sie Bescheid wissen und sich testen lassen.
Für alle Anderen gibt es am 15.4.2008 von 11-14h in der Garystr. 21, HS 107a und HS 108 einen kostenlosen Test. Wer also sicher gehen und nicht erst seinen Hausarzt konsultieren will, kann sich dort ggf. testen lassen. Am 18.4.2008 (selber Ort) wird dann die Ablesung des Tests stattfinden.
Demnächst soll diese Information auch auf den Seiten unseres Fachbereichs zur Verfügung stehen.

FBR-Wiwiss-Sitzung – Eine gute Nachricht mit Wermutstropfen

Hilmar v. OertzenHochschulpolitische Veranstaltungen, Akademische Gremien, Lehre, FU Veranstaltungen, Allgemeine Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 4 Kommentare »

Ohne weite Ausschweifungen über die Sitzung komme ich gleich zu den - für uns Studis – wesentlichen Punkten der heutigen FBR-Sitzung.
Es ging nämlich einmal mehr um die Einführung von Wiederholungsklausuren für die Diplomstudierenden, für Vorlesungen, die nicht jedes Semester angeboten werden. Dabei gibt es jedoch eine gute und eine schlechte Nachricht, sowie weiteren Klärungsbedarf in einigen Dingen.
Kommen wir zuerst zu der guten Nachricht: ja, es wird weitere Wiederholungsprüfungen geben und dafür wurde heute ein erster Beschluss gefasst. Soweit so gut. Der Wehrmutstropfen dabei ist allerdings, dass man in jedem Fall die Klausur im Vorhinein einmal nicht bestanden haben muss, um sie im folgenden Semester wiederholen zu können. Trotz eingehender Diskussion lies man sich auf Professorenseite leider nicht davon überzeugen, dass diese Regelung unnötig sei, da ja durch Einführung der BA/MA Studiengänge, die Diplomer ohnehin einen verstärkten Anreiz hätten, zügig mit ihrem Studium fertig zu werden, da sie sich andernfalls mit einer immer kleiner werdenden Kursauswahl auseinandersetzen müssen.
Eine weitere Hürde besteht laut dieser ersten Regelung darin, dass man selbst im Krankheitsfall beim regulären Termin, nicht die Nachschreibeklausur mitschreiben darf und das „um einer drohenden Attestflut vorzubeugen“.
Tja, zu blöd also für denjenigen, der im Bett liegt, um seine Grippe zu kurieren. Er hat Pech gehabt, während seine Kommilitonin einfach zur Klausur geht, sie kurz unterschreibt, um dann den Wiederholungstermin wahrnehmen zu können.
Aber sehen wir’s positiv, so brauchen wir nicht erst zum Arzt unseres Vertrauens zu laufen, um ihn um einen Attest zu bitten, weil wir uns in diesem Semester einfach noch nicht bereit fühlen mitzuschreiben, aber schon wissen, dass wir auf jeden Fall den Wiederholungstermin (ohne Vorlesung wohlgemerkt!) wahrnehmen wollen…!
Na ja, ihr seht…alles nicht so einfach. Aber so ist das in Organisationen, manchmal muss man hartnäckig genug bleiben, dann kann man auch Veränderungen zu seinen Gunsten beeinflussen. So können wir nun immerhin, überhaupt schon mal die Vorzüge von Nachschreibeklausuren wahrnehmen, was in den vergangen Semestern niemand zu träumen gewagt hat.
Außerdem ließ Dekan Sydow – welcher sich im Übrigen sehr gesprächsbereit und offen uns gegenüber zeigte – dennoch die Tür für weitere Veränderungen an der jetzigen Regelung offen. Dies sei schließlich nur der Anfang und könne durchaus in kommenden Semestern zu unseren Gunsten erweitert werden.
Und da die Hoffnung bekanntlich als allerletzte ins Gras beißt, werden wir uns weiter für Euch engagieren und weiter unsere Argumente vorbringen. Wir sind auch gerne für Vorschläge Eurerseits offen, also falls Ihr was haben solltet, immer her damit!
Ach ja, auch sei es noch zu klären, inwieweit einzelne Lehrstühle zu unseren Gunsten, bereits jetzt schon von der Regelung abweichen und Nachschreibeklausuren, ohne die erfolglose Teilnahme zum regulären Termin, anbieten könnten. So wie das der LS Schreyögg ja dieses Semester schon praktizierte.

Die weiteren Themen waren unter Anderem, dass wir Wiwiss offenbar, in der heißen Lernphase, mal wieder für ein paar Tage aus der Phil.Bib ausgesperrt werden. Also nicht wundern, wenn es da mal wieder Ausweiskontrollen wegen Überfüllung gibt. Soll sich wie gesagt auch nur um ein paar Tage handeln. Aber dass es bei uns in der Zeit auch immer ordentlich voll wird, scheint die Verantwortlichen wenig zu interessieren. Dies kritisierte unser Dekan im Übrigen auch.

Ich hab dann auch noch mal darauf hingewiesen, dass man im neuen Vorlesungsverzeichnis leider nicht ersehen kann, ob es sich bei den angegebenen Kursen um Wahl- oder Pflichtveranstaltungen handelte. Dies werde umgehend behoben. Wahrscheinlich in dem man an den betreffenden Stellen einen Link auf die jeweilige LS-Homepage setzt, wo dann der entsprechende Hinweis zu finden ist.

OK, das war so das Wichtigste im Überblick. ;-) Viel Erfolg noch bei den anstehenden Klausuren!

Ausbildungsoffensivchen

Thomas E.Super-Uni, Lehre, Exzellenzinitiative, Bundespolitik, Hochschulpolitik, Presse, FU 1 Kommentar »

Um die Exzellenzinitiative der Lehre, die im Oktober gefordert wurde, ist es schon seit längerer Zeit sehr still geworden. Zuletzt hörte man von ein paar Millionen Euro, die bundesweit (!) zusätzlich für die Lehre investiert werden sollten. Bildungssenator Zöllner wäre ja damit ein Pionier par excellence, stellt er allein doch seinen Berliner Universitäten und Fachhochschulen zusätzliche 35 Millionen Euro zur Verfügung.

Leider trügt der Schein, dass dies ein Durchbruch sei. Der verlinkte Artikel im Tagesspiegel legt die Verteilung recht detailliert dar. So bleibt nur ein Drittel für die 3 Universitäten über. Zudem entsteht der Eindruck, dass die Lehrinitiative zum Teil eine verkappte Forschungsförderung ist:

Um den Fachhochschulprofessoren mehr Zeit für die angewandte Forschung zu geben, soll die Lehrverpflichtung einzelner von jetzt 18 Semesterwochenstunden um sechs Stunden reduziert werden. Die so entstehende Lücke wird dann mit aus dem Masterplan finanzierten Lehraufträgen geschlossen.

Hier kommt es dann also am Ende zu einem Nulleffekt, der bei den Studenten nur dadurch sichtbar wird, dass die Fluktuation des Lehrpersonals zunimmt. Für die drei großen Unis (die UDK wird schon mal gar nicht erwähnt) bleibt dann auch nicht mehr viel über.

Die drei großen Universitäten sollen über die Laufzeit des Masterplans hinweg jeweils insgesamt etwa 4,3 Millionen Euro bekommen, um ihre Lehre zu verbessern. Dieses Geld werden die drei Universitäten voraussichtlich ganz ähnlich einsetzen, denn sie sind an die Programmlinien des Senats gebunden: […] Ein größerer Posten der Summe wird pro Uni auf etwa acht bis neun vorgezogene Berufungen von Frauen in Fächern mit geringem Professorinnenanteil entfallen. Ein weiterer größerer Anteil wird für „Seniorprofessuren“ ausgegeben werden, von denen sich jede Uni ebenfalls acht bis neun wird leisten können. Bestimmte Hochschullehrer können nach ihrer Pension noch weiterlehren, während ihre Stelle bereits neu besetzt ist. Die Unis sollen eine neue W2-Professur für Lehre mit einer Lehrverpflichtung von 14 Semesterwochenstunden schaffen können. Diese wird auf Zeit zusammen mit einer Forschungsprofessur eingerichtet, deren Lehrverpflichtung bei sechs Semesterwochenstunden liegt.

Heißt im Klartext: Wenn es gut läuft, bekommt überhaupt jeder Fachbereich an der FU wenigstens eine Professoren oder eine/n Seniorprofessor. Aber letztendlich werden nicht mal zusätzliche Stellen geschaffen, sondern nur bestehende Stellen länger und neue Stellen früher besetzt. Na ja, und natürlich eine einzige tatsächlich zusätzliche Professur für zwölf Fachbereiche und ein paar Tutorenstellen mehr (laut Tagesspiegel fünfzehn pro Universität).

Unterm Strich bleibt also nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Wenn es dabei bleibt, muss Zöllners Einsatz für die Lehre als gescheitert gelten. Dann ist es nicht mehr als ein politisches Almosen. Ein Bewusstseinswandel sieht anders aus. Danke dennoch für die wenigen Professuren. Aber, Herr Zöllner, es reicht nicht. Gerade nicht, wenn wegen der Visionen des Herrn Senators die guten Professoren auch noch abzuwandern bereit scheinen.

Vorlesungsverzeichnis für’s Sommersemester online

Wolf DermannLehre, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Auch wenn über die FU-Website unter “Vorlesungsverzeichnis” noch das vom laufenden Wintersemester verlinkt ist, könnt ihr über diesen Direktlink schon auf das Verzeichnis vom Sommersemester zugreifen!

(Anm.: Es ist nicht auszuschießen, dass zum jetzigen Zeitpunkt im Ausnahmefall noch einzelne Veranstaltungen fehlen könnten.)

UPDATE: Inzwischen verlinkt auch die FU das Vorlesungsverzeichnis (VV) vom Sommersemester von den üblichen Zugangsseiten.

Da nun das VV offiziell - wenn auch weiterhin nur vorläufig - ist, möchte ich euch nun aufrufen, Probleme mit dem Lehrangebot in euren Fächern an uns zu melden, damit wir uns für eine Verbesserung des Lehrangebots frühzeitig einsetzen können. Schreibt bei Problemen mit dem Lehrangebot, seien es fehlende Veranstaltungen, problematische Überschneidungen, unangemessene Zugangsbeschränkungen oder bei anderen schmerzhaften Fällen eine kurze Email an: LHG-FUB@gmx.de und wir nutzen unsere Mittel und Kontakte um die Probleme vor Semesterbeginn aus dem Weg zu räumen!

1. Sitzung des FSR Wirtschaftswissenschaft am 31.1.2008

Thomas E.StuPa, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, FU 2 Kommentare »

Drei Wochen nach den Wahlen trafen sich heute die gewählten FSR-Vertreter sowie einige ihrer Stellvertreter in der Luise, um die Wahlperiode 2008 zu eröffnen. Lars Kubina von der Studi-Initiative wurde mit sechs von sieben Stimmen als Vorsitzender bestätigt. Sein Stellvertreter wurde unser LHG-Vertreter Philipp Karstädt mit fünf von sieben Stimmen bei (s)einer Enthaltung.

Die Wahlen waren aber nur Teil eines größeren Programms. Nach einem Rückblick auf das Jahr 2007 wurden einige Gedanken zusammengetragen, in welcher Richtung sich der FSR im kommenden Jahr orientieren wird. Verstärkt möchte der FSR dann in Form von Fokusgruppen arbeiten. Diese werden thematisch in einzelnen Bereichen im Auftrag des FSR arbeiten. Durch diesen werden die Aktivitäten der Gruppen auch koordiniert.

Das große Anliegen des FSRs ist es, vor allem auch die Kommunikation mit den Studierenden zu stärken. Dass immer noch viele Ergebnisse des FSRs nicht bei den Studierenden ankommen, hielten alle Anwesenden für einen nicht länger tragbaren Zustand. Eine Fokusgruppe soll sich daher gezielt damit auseinandersetzen, wie die Studenten erreicht und aktiviert werden können, sich an einem Dialog zu beteiligen.

Eine weitere Fokusgruppe wird sich mit Prüfungsangelegenheiten beschäftigen. Im Zuge der Umstellung der Studiengänge verläuft auch am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften nicht alles reibungslos. Ziel des FSR ist es, Studierende in den Bachelor- und Diplom-Studiengängen gleichermaßen gute Studienbedingungen zu gewährleisten. Ganz oben auf der Agenda stehen weiterhin Nachschreibeklausuren. Ein Auge hat der FSR auch darauf, dass die verschiedenen anstehenden Berufungsverfahren endlich vorankommen.

Weitergeführt wird auch die “Meet your Prof”-Reihe. Eine Fokusgruppe soll Vorschläge entwickeln, welche weiteren universitätsnahen Veranstaltungen den Campus offener gestalten können. Der FSR möchte zudem weiterhin Partys veranstalten, um den Campus zu beleben und die universitas, die universitäre Gemeinschaft aus Studierenden und Professoren, zu stärken.

Eine weitere Fokusgruppe widmet sich der allgemeinen Qualitätsverbesserung am Fachbereich. Mögliche Schwachstellen am Fachbereich sollen identifiziert sowie die empfundene Studienzufriedenheit ermittelt werden.

Dies sind im Wesentlichen die Ergebnisse nur der ersten Sitzung! Weitere Ideen befinden sich bereits in der Pipeline, sind jedoch noch nicht spruchreif. Der FSR Wiwiss setzt damit ein nachdrückliches Beispiel, was für eine belebende Atmosphäre von einem pluralistisch besetzten Fachschaftsrat ausgehen kann. Sicherlich wollen die Ideen erst einmal umgesetzt werden, aber das letzte Jahr hat hierfür bereits gute Grundlagen gelegt. Wichtig ist vor allem, dass die eingesetzten Fokusgruppen von allen drei Gruppen getragen werden, die im FSR vertreten sind.

Mit der Einsetzung von Fokusgruppen, die nicht nur aus FSR-Mitgliedern bestehen werden, zeigen auch gerade die Wirtschaftswissenschaftler, dass die akademischen Gremien und tatsächliche Basisdemokratie kein Widerspruch sind. Im Gegensatz zu einer Situation, in der eine einzelne Gruppe für sich einen Alleinvertretungsanspruch proklamiert, muss sich hier niemand unvertreten fühlen.

Es wird in den nächsten Wochen viel zu berichten bleiben, wie sich die Arbeit entwickelt. Für jetzt können wir festhalten, dass im FSR ein sehr konstruktives Klima herrscht - trotz vorhandener Meinungsverschiedenheiten. Alle Gruppen teilen das Anliegen, die Situation der Studierenden zu verbessern und den FSR nicht als politische Bühne zu nutzen. Das ist die Basis, auf der erfolgreiche Fachschaftsarbeit funktionieren soll, kann und (so hoffen wir) wird. Wir haben den Abend sehr positiv erlebt und freuen uns auf die nächsten Monate. Ehrlich hoffen wir, dass andere Fachbereiche animiert werden, die Strukturen der Fachschaftsräte ebenfalls zu reaktivieren.

Der unsinnige Donnerstag: Eine Anekdote vom Aktionstag.

Thomas E.AStA, FSIs, Satire, Lenzen, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 7 Kommentare »

Am Donnerstag gegen 17:20 im Kurs “Organisation” von Prof. Schreyögg. Es geht um Unternehmenskultur und die Vielfalt kultureller Phänomene erklärt er am Beispiel des bevorsteheden Karnevals. Im Hintergrund entsteht nun ein leises Vibrieren, wie wenn schwere Fahrzeuge auffahren würden, und irgendwie hat man den Eindruck, Stimmen zu hören. Klar, die Demonstration rückt an. Als das Blaulicht ins Sichtfeld des Professors gerät, folgt nachstehender O-Ton: “Was ist denn jetzt los? Ist schon Karneval?”

Etwas später betritt ein mitdemonstrierender Kommilitone die Veranstaltung und bittet darum, eine Ansage machen zu dürfen. Es entwickelt sich in etwa folgender Dialog:

Prof. Schreyögg: Was wollen Sie denn ansagen?
Student: Ja, heute ist ja Aktionstag…
Prof. Schreyögg: Aktionstag, ah ja, was ist denn das?
Student: Na ja, da ist ja Demo. [An die Studenten.] Ihr seht ja, die Demo ist jetzt angekommen und wir fordern euch auf, jetzt mit rauszukommen und euch uns anzuschließen.
Prof. Schreyögg: Demo, na ja, aber heute ist doch unsinniger Donnerstag!

Sprach’s und wusste er nicht um die Brisanz dieser Aussage.

Im Neuen Deutschland zeigen sich die Veranstalter mit dem AStA sehr zufrieden. Für mich jedoch blieb der Aktionstag bis auf die obige Begebenheit nahezu vollständig verborgen. Ich sah ein paar verstreute Luftballons im Henry-Ford-Bau, hörte vom Dieter-Lenzen-Fanclub in der Mensa I und sah die Einsatzfahrzeuge der Polizei schon mittags vor der Silberlaube warten. Angesichts des betriebenen materiellen und zeitlichen Aufwands muss das Ziel, die Studenten zu politisieren, als verfehlt gelten. Nach unseren Informationen litten viele der dezentralen Aktionen am Vormittag unter geringer Resonanz.

Gespannt darf man also darauf warten, was dann unter den größeren Protesten zu verstehen ist, die Dennis Lantzberg im zitierten Artikel ankündigt.

Der “unsinnige Donnerstag” ist übrigens eine südbayrische Tradition. Im Stile eines Volksfestes ziehen, so erzählte es zuvor in der Veranstaltung der Professor, die Schellenrührer durch den Ort und treiben “allerlei Schabernack”.