FBR Wiwiss Sitzung – Der Mühe verdienter Lohn
Hilmar von OertzenAkademische Gremien, Lehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines Kommentar schreibenEine vernünftige Regelung der Nachschreibeklausuren für Diplomstudierende zu erreichen, das war unser erklärtes Ziel und heute Morgen wurde es endlich erreicht! Der Vorsitzende des Prüfungsausschuss (Prof. Kruschwitz) und sein Stellvertreter (Prof. Hundsdoerfer) stellten in der heutigen Fachbereichsratssitzung die Vorlage zur neuen Regelung von Wiederholungsprüfungen für die auslaufenden Studiengänge (Diplom, Magister, Wahlfach) vor. Ab diesem Sommersemester wird die Regelung für eine Testphase von 3 Semestern gelten. Ende des WS08/09 wird dann über das Fortbestehen der Regelung entschieden.
Die Entscheidende Änderung an dieser Version, im Vergleich zu der Vorherigen ist, dass nun SÄMTLICHE STUDIERENDE an der Wiederholungsprüfung teilnehmen dürfen, egal ob sie beim ersten Mal angemeldet waren, nicht bestanden haben oder aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnten!!! Damit haben die Professoren unserem Wunsch tatsächlich voll entsprochen! Natürlich muss man sich – wie üblich – über die Anmeldelisten bei den Lehrstühlen auch zu den Wiederholungsprüfungen anmelden, damit man mitschreiben kann, aber das ist ja eh klar. ![]()
Außerdem will das Prüfungsbüro den Klausurenzeitraum so kurz wie möglich halten – was hoffentlich weniger als 5 Wochen bedeutet – aber das wird die Praxis zeigen.
Auf unsere Anregung, zuerst die regulären Klausuren anzusetzen und die Wiederholungsprüfungen danach schreiben zu lassen entgegnete man, dass sich dann Studierende darüber beschweren würden, dass sie womöglich zu viele Klausuren innerhalb einer Woche hätten. Durch die Wiederholungsprüfungen hingegen würde ein „gesunder Mix“ entstehen. Na ja, kann man so oder so sehen, es hat wohl beides seine Vor- und Nachteile.
Der Prüfungsausschuss hat sich ferner verpflichtet die Studierenden bzw. die Studierendenvertreter (Fachschaftsrat, studentische Studienberater) in geeigneter Form über diese Regelung zu informieren. Außerdem sorgt der Studiendekan dafür, dass jeder Lehrstuhl 14 Tage vor Semesterbeginn eine Dreisemesterübersicht im Netz veröffentlicht, sodass die Planungssicherheit der Studierenden enorm gesteigert wird.
Also ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich find’s genial. ![]()
Das zeigt mal wieder, was ein paar engagierte Studis alles leisten können, wenn sie sich nur vernünftig organisieren. So ging in diesem Fall der Löwenanteil der Leistung vom Fachschaftsrat Wiwiss aus, in Verbindung mit studentischen Vertretern in den Gremien. Da soll noch einer sagen, ein gewählter und sich konstituierender Fachschaftsrat würde keinen Sinn machen…! Bei uns macht er Sinn, aber vor allem auch seine Arbeit für die Kommilitoninnen und Kommilitonen am Fachbereich. Gleichzeitig wird er von den Professoren als offizielle studentische Vertretung gut akzeptiert, was seine Argumentation mitunter sehr unterstützt. Auch ich als studentischer Vertreter im Fachbereichsrat habe das Gefühl gut von den Professoren angehört zu werden und dass auf meine Argumentationen eingegangen wird ohne mich „von oben herab“ zu behandeln. Daher meine Empfehlung, wenn Ihr was bewegen wollt, wendet Euch an Eure studentischen Vertreter (im FBR, FSR etc.) oder lasst Euch selbst mal darauf ein Eure Kommilitoninnen und Kommilitonen in einem universitären Gremium zu vertreten. Ist zwar mit einiger Arbeit verbunden, aber es lohnt sich! (und das meine ich nicht finanziell, auch wenn ich Wirtschaftswissenschaftler bin!) ![]()
23. April 2008 at 14:37
Victory!!!
vielen Dank für Euren Einsatz
23. April 2008 at 22:41
“Auf unsere Anregung, zuerst die regulären Klausuren anzusetzen und die Wiederholungsprüfungen danach schreiben zu lassen entgegnete man, dass sich dann Studierende darüber beschweren würden, dass sie womöglich zu viele Klausuren innerhalb einer Woche hätten. Durch die Wiederholungsprüfungen hingegen würde ein „gesunder Mix“ entstehen. Na ja, kann man so oder so sehen, es hat wohl beides seine Vor- und Nachteile.”
23. April 2008 at 22:43
Wiederholungsklausuren nach den Klausuren - wie sonst? was heißt “danach”? wie wird das genau ablaufen?
23. April 2008 at 22:50
Hallo Sunny!
Gemeint waren von Hilmar die Wiederholungsprüfungen zu den Veranstaltungen aus dem vorigen Semester. Unser Wunsch wäre gewesen, dass du erst die regulären Klausuren des Semesters schreibst und im Anschluss die Wiederholungsprüfungen zu den Kursen des Vorsemesters. Dem hat der Fachbereichsrat nicht entsprochen.
Viele Grüße,
Thomas.
25. April 2008 at 10:39
Habt ihr gemerkt, dass das nur das, was bisher praktiziert wurde ist, was jetzt in verbindliche Regeln übersetzt wurde?
- Für die auslaufenden Studiengänge wurde das schon immer so gehandhabt. Schließlich will man die Studierenden im Studium nicht unnötig ausbremsen.
-Die 3-Semester-Übersicht steht in den Studienordnungen.
-Klar versucht man den Prüfungszeitraum kurz zu halten. Wir wollen ja schließlich alle irgendwann mal in den Urlaub fahren.
-Dass die Beratungsstelen von Änderungen informiert werden versteht sich eigentlich auch von selbst. Und wurde auch in der Vergangenheit so gemacht (sonst hat’s auch keinen Sinn).
-> Vernünftige Sachen. Klar. Aber alles in allem nichts Neues. Ein Bisschen weniger flexibel, und sicherlich entgegenkommend gemeint - aber nichts neues dabei, was nicht sowieso schon so gehandhabt wurde…
26. April 2008 at 18:14
Na ja, Wiederholungsprüfungen gab’s bisher in den auslaufenden Studiengängen bisher noch nicht - nur im Grundstudium. Das ist ja grad der Witz an der Sache, weshalb die Studi-Initiative darüber ihren Wahlkampf bestritten hat und die fsi sich dagegen ausgesprochen hat, weil sie fürchtet, dass das Lehrangebot dadurch ausgedünnt wird.
Ansonsten hast du wohl Recht, ja. In Bezug auf die 3-Semester-Übersichten fehlte es zuletzt zwar an der Umsetzung durch die Lehrstühle. Die garantiert auch das neue Papier nicht zu 100%. Klar. Dennoch haben wir dann hier ein Bekenntnis der Professoren zur Studienfreundlichkeit - und das zeigt Willen, das jetzt auch umzusetzen, und das schafft ein Klima des Vertrauens.
29. April 2008 at 15:40
wieso können wiederholungsprüfungen nicht gleich paar wochen später, am anfang vom semester stattfinden und nicht erst im darauffolgenden sem? das erst würde doch die studiendauer erheblich verkürzen.
30. April 2008 at 17:54
Das könnte man vermuten, aber das muss nicht so sein. Dadurch, dass wir bei den Wiwis die ersten Prüfungen schon in der vorlesungsfreien Zeit schreiben, wäre der Abstand zu den Nachholprüfungen so gering, dass nicht in jedem Fall gewährleistet wäre, dass überhaupt rechtzeitig die Noten bekannt wären, um sich mit hinreichend Vorlauf zur Wiederholung anzumelden. Das ist das wesentliche Hindernis auf diesem Weg.
Für uns Studierende gibt’s da ggf. neben den Vorteilen, die du ansprichst und die ich auch sehe, auch mindestens einen Nachteil. Wir hätten dann eine Doppelbelastung mit den ersten Kursen, in denen wir schon wieder Leistung erbringen müssen, während wir gleichzeitig noch bei Kursen aus dem letzten Semester sind. Wir hätten weniger Zeit, uns noch einmal gezielt auf die Prüfung einzurichten, und würden die Wiederholung mit nicht viel verändertem Wissensstand beginnen.
Das ist nachher also eine schwierige Frage, welcher Wiederholungsmodus für uns der günstigere ist - und liegt bestimmt auch beim einzelnen Studenten. Unstrittig ist, dass Nachholklausuren uns voranbringen - egal in welcher Form.
15. Mai 2008 at 6:19
[…] wurde am vergangenen Dienstag eine recht ruhige Sitzung, nachdem der FSR zuletzt in Sachen Nachholklausuren einen Schritt weiter gekommen war und die aktuelle Lage wenig an gefährlicher Brisanz zu enthalten […]