OSI-StudentInnen versuchen Weggang Prof. Dr. Sven Chojnackis zu verhindern

Therese AndersLehre, FU, Allgemeines Kommentar schreiben

Die Buschtrommeln am OSI sind in Bewegung: seit der Nachricht, dass der Juniorprofessor Sven Chojnacki bereits im Dezember 2007 einen Ruf auf die W2-Professur für Internationale Politik und Internationale Gesellschaft am Institut für Sozialwissenschaften der Philosophischen Fakultät der Uni Kiel erhalten hat, sind die StudentInnen am OSI in Aufregung.

Am Freitag kursierte bereits ein Brief mit angeschlossener Unterschriftenliste, in dem das Präsidium der FU und der Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften dazu aufgerufen wird, Chojnacki ein angemessenes Gegenangebot zu unterbreiten, um ihn als jungen und engagierten Professor am Otto-Suhr-Institut zu halten. In diesem Brief heißt es unter anderem: “Prof. Sven Chojnacki versteht es wie kaum ein anderer, StudentInnen zu motivieren und für wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern. Besonders hervorzuheben ist die Einführungsveranstaltung für Erstsemester, in der nicht nur die Einzeldisziplinen unseres Studienfachs vorgestellt werden, sondern auf sehr vielseitige Weise Einblicke in den Alltag am Otto-Suhr-Institut gewährt werden.”

Die Studierenden sind nicht die Einzigen, die Chojnacki als Juniorprofessor und Mensch schätzen. So schreibt die Kommunikations- und Informationsstelle der FU in einer Tagesspiegel-Beilage aus dem Jahr 2005 über Chojnacki “Studierende sind von seiner Lehre begeistert“. Im Jahr 2004 erhielt Sven Chojnacki den vom OSI-Club vergebenen “LorBär” für Lehre. In der Begründung wird seine “kreative, unkonventionelle Art der Wissensvermittlung” gelobt; StudentInnen bescheinigem ihm und seinen Lehrveranstaltungen nicht nur ein “leistungsfördernde[s] Klima” und “gute theoretische Anleitung”, sondern auch eine “super Dikussionsführung” - ein Lob, das leider nicht alle Dozenten am OSI verdienen.

Wenn sich die Freie Universität nicht dazu durchringen kann, Professor Sven Chojnacki ein, der Berufung nach Kiel äquivalentes, Angebot zu unterbreiten, wäre sein Weggang nach Norden in die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins nachvollziehbar. Dies wäre jedoch mit einem herben Verlust des Otto-Suhr-Insituts verbunden, das künftig nicht nur auf einen engagierten und studentennahen Professor, sondern auch auf den Schirmherren des Krisenspiels und der Einführungsvorlesung in die Politikwissenschaft verzichten müsste.

Eine Reaktion zu “OSI-StudentInnen versuchen Weggang Prof. Dr. Sven Chojnackis zu verhindern”

  1. Laßt Sven gehen! « FUwatch

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