Protest gegen Einstellung des OSI-Diploms

Wolf DermannAkademische Gremien, Termine, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Wie auf den von uns verteilten Flyern angekündigt, protestieren wir morgen vor und auf der Sitzung des Akademischen Senats gegen die Einstellung des Diplomstudiengangs Politikwissenschaft.

Wir treffen uns dazu um 14:15 Uhr (am Mittwoch, dem 28. Mai)
im Foyer des Henry-Ford-Baus.

Ihr seid alle aufgefordert zu kommen und euren Ärger über die angekündigte Herabsetzung der Zulassungszahl für den Diplomstudiengang auf “0″ für das nächste Studienjahr mit uns gemeinsam zu artikulieren. Die von uns organisierten Protestmaterialien werden keine Hinweise auf unsere Gruppe oder auf sonstige Forderungen von uns enthalten. Wenn ihr das Protestziel teilt, solltet ihr also keine Gründe haben, euch am Protest nicht zu beteiligen!

Update: Nach einem studentischen Veto auf der Sitzung des AS am 28. Mai, haben sich die Fachbereichs- und Universitätsleitungen mit ihrer Linie auf der Sitzung am 25. Juni durchgesetzt. Zum Wintersemester 2008/2009 wird damit erstmals seit Eingliederung der Deutschen Hochschule für Politik in die FU in einem Jahr kein neuer Diplomanden-Jahrgang zugelassen.

An unserer Aktion am 28. Mai hat sich übrigens nur FU-Präsident Lenzen vorbeigeschlichen, die meisten anderen Teilnehmer konnten wir auf unsere Sache aufmerksam machen.

Aktion 0 Diplom = 0 Zukunft

Neuwahl des Autonomen Schwulen-Referats

Michael KochAStA, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, FU 7 Kommentare »

Wie am Beginn eines jeden Semesters finden auch im SoSe 2008 wieder die schwulen Orientierungstage statt. Deren Beginn markierte heute eine Vollversammlung im Garten der AStA-Villa, auf der die Referenten des Autonomen Schwulenreferats entlastet und neue Referenten bestimmt werden sollten. Circa 20 junge Männer hatten sich zu diesem Anlass zusammengefunden. Bei Sekt, Saft, Kaffee und diversen gesunden und ungesunden Süßigkeiten (die von der Unabhängigen Schwulen Liste, USL, spendiert wurden) informierten die aktuellen Referenten über ihre Arbeit im Referat und im AStA und stellten sich anschließend den Fragen der Anwesenden, welche sich insbesondere für das Finanzgebaren des Autonomen Referats interessierten und für die Entlastung teilweise offensiv Rechenschaft verlangten. Auf Antrag (und nach kontroverser Diskussion) wurde die Entlastungsabstimmung anschließend geheim durchgeführt. Von den 19 anwesenden Wahlberechtigten sprachen sich 14 für und einer gegen die Entlastung aus. 4 Anwesende Enthielten sich.

Zweiter TOP war schließlich die Wahl der neuen Referenten. 4 Personen bewarben sich auf die maximal 3 zu vergebenden Posten. Nachdem sich die Bewerber kurz vorgestellt hatten, wurde (wieder) zur geheimen Abstimmung geschritten. Das Ergebnis fiel wie folgt aus:

  • Thomas Bernstein (USL): 15
  • Oliver Danger (USL): 14
  • Germar Molter (LHG): 6
  • Dennis Schlizio (USL): 14

Damit konnten Oliver Danger, Dennis Schlizio (beide waren bereits in der vergangenen Wahlperiode Referenten) und Thomas Bernstein die Wahl für sich entscheiden und sollen für das kommende Jahr die Interessen der Schwulen im AStA vertreten. Alle drei wünschen sich nach eigener Aussage einen explizit linken AStA (die USL ist Teil der AStA-tragenden Koalition im StuPa) und damit auch ein explizit linkes Autonomes Schwulenreferat. Der leider unterlegene Germar beglückwünschte die Wahlsieger zu ihrem Erfolg.

Ein paar nette Plaudereien, Kekse und Sektbecher später fielen dann erste Tropfen vom Himmel und die Vollversammlung begann sich langsam aufzulösen. Ihr Ergebnis ist ein größtenteils altes neues Schwulenreferat, das seine bisherige Arbeit im Prinzip so fortführen möchte. Bis zur nächsten regulären Vollversammlung.

Neue Teaching Assistants am Fachbereich geplant. Sitzung des FBR Wiwiss (21.05.08)

Hilmar von OertzenAkademische Gremien, Lehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

Am Mittwoch den 21.05.08 fand die 557. Sitzung des Fachbereichsrates Wirtschaftswissenschaft in der Boltzmannstraße 20 statt.

Im Rahmen der Lehrinitiative an unserem Fachbereich kam seitens des Dekanats der Vorschlag auf, die hier bereits angekündigten Teaching Assistants (TA) für die großen Veranstaltungen in den ersten Semestern (also die BA-Grundlagenveranstaltungen: Management, Marketing, BWL und VWL) zur Unterstützung einzustellen. Die TA sollen vornehmlich aus Masterstudierenden bestehen, welche sich damit gleichzeitig Leistungsnachweise erarbeiten könnten. Der Vorschlag wartet allerdings noch auf weitere Konkretisierung, d.h. die genauen Aufgabengebiete der TA sind noch nicht determiniert.

In Sachen Bachelor/Master gibt es Folgendes zu berichten. Im Rahmen der Beschlussfassung über die Satzung des neuen Masterstudiengangs Management und Marketing wurde darauf hingewiesen, dass dieser ein vor allem auf die Forschung ausgerichteter Studiengang sei. Das heißt hier wird insbesondere auf die Fähigkeit des wissenschaftlichen Arbeitens wert gelegt und insofern sollte diese bereits vor Antritt des Masterstudienganges vorhanden sein. Literaturrecherche und –analyse machen bei vielen Modulen offensichtlich einen großen Teil des Arbeitsaufwands aus.

Die vom 14. bis 17. Mai 2008 an unserem Fachbereich ausgerichtete internationale Tagung des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) war laut Dekanat ein voller Erfolg. Lediglich der Umstand, dass einige Lehrveranstaltungen aus organisatorischen Gründen ausfallen oder verlegt werden mussten, führte zu einem Diskurs innerhalb des FBR. Ausdrücklicher Dank ging auch noch mal an die Organisatoren sowie an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer.

In Sachen Bibliothekenumstrukturierungen gibt es am FB Wiwiss bisher keine wesentlichen Neuigkeiten. Der FBR setzt sich weiterhin voll dafür ein, die Ausstattung unserer Bibliothek so gut wie möglich zu erhalten und zu sichern.

The conscience of a meaningless

RonnyAllgemeines 2 Kommentare »

In einer akademisch und politisch belanglosen, wenig exzellenten Gastvorlesung der Graduiertenschule Nordamerikastudien war heute Abend US-Ökonom, Autor und Demokratenbefürworter Paul Krugman (bitte selbst googlen) im Audimax zu Gast.

Ziel der Veranstaltung war es, sein neues Buch “The conscience of a liberal” zu verkaufen, weshalb die Veranstaltung auch so hieß. Tenor seiner Vorlesung war, dass die Zeit der Konservativen in den USA vorbei ist. Vielmehr ist nicht zu sagen, der Rest waren ein paar Details zur Frage, wie diese Konservativen den Diskurs in den USA dominieren konnten.

(Die Meinung des Autors dieses Beitrags muss nicht zwingend der Meinung anderer Teilnehmer der Veranstaltung entsprechen.)

Fortsetzung: OSI-Diplom läuft aus

RonnyLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, Allgemeines 2 Kommentare »

Nach Auskunft der Politik- und Sozialwissenschaft-Dekanin Riedmüller soll das OSI-Diplom für ein Semester (= 1 Jahr) “ausgesetzt” werden. Es werden also im Wintersemester 08/09 tatsächlich keine Studierenden zugelassen.

Das im vorherigen Bericht erwähnte Urteil des Verwaltungsgerichts bezieht sich auf Kapazitäten: Da die Kapazitäten für BA, MA und Diplom getrennt berechnet werden, hat der Wechsel von (netto) ca. 20 Studierende vom BA in das Diplom dazu geführt,dass im BA-Studiengang auf dem Papier Kapazitäten frei geworden sind, die nun aufgefüllt werden sollen.

Der einjährige Aussetzungsbeschluss ist dabei offenbar eine Verzögerungstaktik gegenüber der Senatsverwaltung, die wohl erneut (zum vierten Mal) das Auslaufen des Diploms gefordert hat. Man wolle, so Riedmüller und der OSI-Institutsdirektor Massing, in der Zwischenzeit “empirische Daten sammeln”, um bessere Begründungen zu haben. Warum diese Daten nicht schon bis jetzt gesammelt wurden, ist unklar. Und ob diese Taktik tatsächlich zu Erhaltung des Diploms führt, ist ebenso fraglich: Bislang bedeutet bei allen alten Studiengängen eine Heruntersetzung der Zulassungszahlen auf 0 das Auslaufen des Studiengangs.

Der Fachbereichsrat beschloss bei den Gegenstimmen der (vollständig anwesenden) Studierenden und einer Enthaltung, sich der Taktik des Dekanats anzuschließen.

Als Ersatzleistung wolle man durch besondere Anreize Studierende dazu bringen, vom Diplom in den Master zu wechseln - was aber mit der aktuellen Lage aber nur bedingt zu tun hat. Hierzu wird es in zwei Wochen eine Informationsveranstaltung geben.

OSI-Diplom läuft aus

RonnyLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 3 Kommentare »

Wie jetzt in der KfL bekannt wurde, werden ab dem kommenden Semester keine neuen Studierenden für das Diplom Politikwissenschaft zugelassen. Die entsprechende Ordnung wird nächste Woche im Akademischen Senat beschlossen. Hintergrund ist wohl ein Urteil des Verwaltungsgerichts, auf dessen Grundlage das Dekanat Politik- und Sozialwissenschaft nach Hinweis durch das Präsidium eine Zulassungszahl von 0 (null) Studierenden für das Wintersemester 08/09 beschlossen hat.

Studenten und Rechtsextremismus

RonnyAStA, Presse, Hochschulpolitik, Allgemeines 4 Kommentare »

Eigentlich ist ja an unserer Uni das sogenannte “Kommunikationsreferat” im AStA für Antifaschismus und Antirassismus zuständig, aber da die sich nur sehr selten offen zu Wort melden und die Arbeit gegen rechtsextremes Gedankengut (und Handeln) für alle Studierende eine Daueraufgabe sein sollte, sei von unserer Stelle mal auf einen ausführlichen Artikel aus dem Tagesspiegel hingewiesen:

Die netten Nazis” beschäftigt sich unter anderem auch mit Studenten, die außerhalb des Studiums rechtsextremen Aktivitäten nachgehen, aber auch mit der Frage, in welchem Ausmaß rassistischen Vorurteile in der Studierendenschaft zu finden sind. Außerdem gibt es Informationen zur “intellektuellen” Arbeit der NPD und ihrer Jugend.

Für Eingeweihte nicht unbedingt viel Neues, aber schlimm genug, dass es trotzdem viel Altes zu berichten gibt!

Ausblick KfL am Dienstag: 14 neue Masterstudiengänge

Wolf DermannAkademische Gremien, Lehre, Termine, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 6 Kommentare »

Zum Wintersemester werden massenweise neue Masterstudiengänge an der FU eingeführt. So soll auch auf der nächsten Sitzung der Kommission für Lehrangelegenheiten (KfL) zu 14 neuen Studiengängen eine Einrichtungsempfehlung beraten werden.

Schon auf der letzten Sitzung der Kommission für Lehrangelegenheiten standen zehn Masterstudiengänge auf der Tagesordnung. Anstatt wie unter dem Vorsitz von Vizepräsident Väth alle Ordnungen durchzugehen, wollte man schon letztes mal auf eine Detailberatung verzichten. Als Kompromiss gab man mir wenigstens die Möglichkeit meine Monita in schiftlicher Form - es wurden dann fünf Seiten zu den Studiengängen am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften - an den Senat und die Fächer einzureichen. Zumindest die Religionswissenschaftler nahmen das Geprächsangebot an und ließen sich auch zum Teil überzeugen.

Für die Sitzung am 20. Mai soll es nun um folgende Studiengänge gehen:

  • Masterstudiengang Biodiversität, Evolution und Ökologie / Biodiversity, Evolution and Ecology
  • Masterstudiengang Chinastudien
  • Masterstudiengang Finance, Accounting and Taxation
  • Masterstudiengang Geschichte und Kulturen Altvorderasiens mit den Schwerpunkten Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie
  • Masterstudiengang Kunstgeschichte im globalen Kontext
  • Masterstudiengang Management & Marketing
  • Masterstudiengang Medien und Politische Kommunikation
  • Masterstudiengang Meteorologie
  • Masterstudiengang Molekular- und Zellbiologie / Molecular and Cell Biolology
  • Masterstudiengang Neurobiologie und Verhalten / Neurobiology and Behaviour
  • Masterstudiengang Prähistorische Archäologie
  • Masterstudiengang Sozial- und Kulturanthropologie
  • Masterstudiengang Turkologie
  • Masterstudiengang Visual and Media Anthropology (weiterbildend)

Wenn ihr die Studien- und Prüfungsordnungen zu diesen Fächern aus anderen Zusammenhängen schon kennen solltet und hierzu Kritik anzusetzen habt, dann schickt mir gerne eine E-Mail an LHG-FUB@gmx.de. Ihr könnt mir auch schreiben, wenn ich euch einzelne Ordnungen weiterleiten soll, sobald ich sie selbst in digitaler Form erhalte.

4. Sitzung des FSR Wirtschaftswissenschaft am 13.5.2008

Thomas EichentopfFSIs, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, LHG 0 Kommentare »

Erwartet wurde am vergangenen Dienstag eine recht ruhige Sitzung, nachdem der FSR zuletzt in Sachen Nachholklausuren einen Schritt weiter gekommen war und die aktuelle Lage wenig an gefährlicher Brisanz zu enthalten schien.

So begann die Sitzung entsprechend zügig. Relativ schnell einigte sich der FSR darauf, in Bezug auf die Nachholklausuren noch einen Schritt weiter zu gehen und den Zeitabstand von jetzt einem halben Jahr stärker zu verkürzen. Wir unterstützen das, weil wir denken, dass ein Prüfungszeitraum von fünf Wochen, wie er derzeit vorgesehen ist, untragbar ist.

Anschließend kam das Gespräch, nach einer positiven Auswertung der Party, auf die neue FSR-Webseite zu sprechen. Das vorherrschende Lob hat mich sehr gefreut, dennoch sehe ich hier viel ungenutztes Potential. So fehlen etwa noch die Sitzungsprotokolle, die allerdings demnächst ergänzt werden sollen, und die FAQ-Rubrik wirkt noch sehr vernachlässigt, was ebenfalls nicht im Sinne des Erfinders ist. Hier ist noch eine gemeinsame Anstrengung nötig, um neben dem laufenden Blog die Qualität der Inhalte zu erhöhen.

Kritischer sind jedoch die Einwände von Patrick von der fsi wiwiss, über die anschließend mehr als eine halbe Stunde diskutiert wurde. Zu einem großen Teil waren diese gegenseitig durch persönliche Befindlichkeiten genährt und sollen daher nicht ins Detail erläutert werden. Ich hoffe allerdings, dass Patrick durch die Investition an Zeit zu diesen Punkten Gewahr wurde, dass seine Gedanken anerkannt werden. Immerhin beschäftigte sich der FSR fast die halbe Sitzung damit. Vor allem mahnte Patrick eine stärkere Vernetzung mit den Studierenden in den Gremien an, was durchaus auch im Interesse des FSR liegt.

Thematisiert wurde noch ein Vorschlag, unter den Diplom-Studierenden eine Umfrage zu starten, wie viele Wahlpflicht- und Wahlpunkte sie noch benötigen, um dadurch eine verlässliche Informationsbasis zu haben. Die sollte als Argument genutzt werden, wenn erneut, wie in diesem Semester zunächst in der VWL-Politik, Engpässe in der Lehre beobachtet werden. Allerdings brachten einige Mitglieder auch wichtige Gegenargumente ins Spiel. Obwohl das Projekt also angegangen wird, muss auf diese unbedingt Rücksicht genommen werden. Dazu gehört zum Beispiel die Frage, inwiefern die Informationen eventuell eine schnellere Abwicklung der Diplom-Studiengänge zufolge hätten, frei nach dem Motto: Hier habt ihr eure x Punkte, dann reicht das aber auch.

PolSoz-VV: 6 von 22 wollen OSI besetzen

Wolf DermannHochschulpolitik, FU, Allgemeines 2 Kommentare »

Auch am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften setzte sich heute der Trend von “Vollversammlungen” mit Teilnehmerzahlen im Promillebereich fort. Gerade einmal 22 der rund 4500 Studentinnen und Studenten am Fachbereich kamen um 12 Uhr im Hörsaal B des Henry-Ford-Baus zusammen.

Die fast nonexitente Resonanz auf die Protestbestrebungen Einzelner reichte jedoch nicht als Zeichen aus, eine kleine Teilgruppe von sechs Leuten von ihrer Idee abzubringen, entweder am morgigen Donnerstag oder am Montag das OSI zu besetzen. Eine Legitimation bräuchte man dafür auch nicht, meinte ein anderer Kommilitone. Unklar blieb am Ende des kleinen Treffens, was man unter Besetzung genau verstehe - während eine Meinung dahin ging, lediglich Stellwände im OSI zu dekorieren, verstand ein anderer darunter durchaus eine Verbarrikadierung des Instituts.

[Wer sich eine Institutsbesetzung durch eine solche kleine selbsternannte Elite nicht gefallen lassen will, möge gerne Kontakt zu uns aufnehmen!]

Auch ein Flyer mit Forderungen soll in einer Arbeitsgruppe aus “Vollversammlungs”-Teilnehmern noch erstellt werden. Mal sehen, ob sich die wenigen Personen die sich da zusammenfinden als suggestiv großes Aktionsplenum, oder ehrlich als “Fünf OSI-Studis” unter den Flyer setzen.

Angefangen hatte die kleine Versammlung noch mit einer kurzen Auflistung derzeitiger Aktivitäten, wie dem Campus Camp, Infotischen oder unterschiedlicher Plena, gefolgt von einem kurzen Rundumschlag über angeblich bildungszwangsprivatisierende EU-Verordnungen, knapper Zulassungszahlen zum Polwiss-Master, Bedrohungen des Polwiss-Diploms, Bedrohung der Professur für Ideengeschichte durch eine Professur für Chojnackis und allgemeiner Gremienkritik durch Sara. Die aufs OSI beschränkte Themenauswahl passte scheinbar zur Zuhörermenge, war ich doch wohl (fast?) der einzige Student eines anderen Instituts des Fachbereichs.

Eine angerissene Diskussion über eine bessere Koordination der Prostestwilligen durch das Internet führte nur dazu, dass sich Webaktivistin Anna in ihren Aktivitäten angegriffen fühlte und nach zwei genervten Gegenreden die VV verließ. Spontanaktionsvorschläge, wie der Zug über den Campus mit einem “Soundsystem”, dem Anschluss ans Aktionscamp oder dem bemalen von Tafeln in den Hörsäälen mit Forderungen und Aufrufen fanden jeweils kaum Resonanz unter den anwesenden 22.

Am Rande war erstens zu erfahren, dass das Proseminar “Materialistische Staatstheorie” für die VV extra ausfiel, von allen bis auf einen wohl aber nur zum Sonnenbaden genutzt wurde und  zweitens, dass auf dem Aktionsplenum in der letzten Woche die Entscheidung über ein ein- oder zweiwöchiges Camp ohne richtige Abstimmung gefällt wurde, nachdem sich nur 15 Leute für zwei Wochen Zeltlager bereiterklärt hatten. Die Zulassungszahl für den Politikwissenschaften-Master soll übrigens bei 60 Studis liegen, für den Bachelor (weiterhin mit Wechselmöglichkeit ins Diplom) bei 135.

Institutsvollversammlung am FMI – nur ein laues Lüftchen anstatt eines tosenden Orkans

Thomas EichentopfAStA, FSIs, Lehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, LHG 5 Kommentare »

Der folgende Beitrag stammt vom LHG-Mitglied Björn Stephan. 

Am 08.Mai fand die zweite Vollversammlung am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften statt. Die äußerst geringe Beteiligung von nur 24 Teilnehmern bei der letzten Instituts-VV Ende April verringerte sich nochmals um die Hälfte, sodass nur 12 Studis im Friedrich-Meinecke-Institut zusammenkamen. Darunter waren sogar nur zwei Mitglieder der FSI-Geschichte und keines der FSI Kunstgeschichte anwesend – ein Armutszeugnis, wenn man bedenkt, dass gerade sie es waren, die zu der VV im Rahmen des so genannten „Protestsemesters“ aufgerufen hatten.

Ähnlich spärlich fiel dann auch die inhaltliche Diskussion aus, auch wenn ein klarer Fortschritt im Vergleich zur letzten Sitzung zu konstatieren war: So reichte die Spannbreite der diskutierten Themen bei der vorangegangen Sitzung noch von zweifellos kritikwürdigen Aspekten (dem wachsenden Druck des FU-Präsidiums, zunehmenden Beschneidungen des Haushalts sowie Kürzungen der Bibliotheksbestände) aber auch bis hin zu unrealistisch-abstrus anheimelnden Dingen (wie der Mobilisierung Linksradikaler aus dem Ausland, dem „Dahlemer-Bonzen-Bashing“ und nicht zuletzt dem Umsturz des kapitalistischen „Schweinesystems“). Dieses Mal jedoch waren jegliche Anflüge von ideologischer Verblendung passé und ein im FMI selten gesehener Pragmatismus wurde sichtbar. So konnten am Institut existierende Missstände ganz konkret benannt werden. Erklärtes Ziel war es, einen Katalog von Forderungen zu sammeln, der dem Institutsrat vorgelegt beziehungsweise auf der nächsten Institutsversammlung vorgestellt werden soll. Die wesentlichen Vorschläge die hier gemacht wurden, waren: die jederzeit mögliche Abmeldung von Modulen, die Einführung von vorlesungbegleitenden Tutorien, sowie die Beibehaltung der unbeschränkten Wiederholung von Nachschreibeklausuren. Die vom LHG-Vertreter formulierte Forderung, die Prüfungsordnung, wie am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaft zu gestalten und somit nur eine Prüfung pro Modul absolvieren zu müssen, traf auf geteilte Resonanz. Mit dem Verweis auf die dadurch steigenden Prüfungsanforderungen und die daraus resultierende Mehrbelastung der Studenten, die auch für nachfolgende Semester unzumutbar wäre, wird diese Forderung wohl keine Aufnahme in den Katalog finden. Veröffentlicht werden soll die Zusammenstellung aller Vorschläge auf dem FSI-Geschichte Blog.

Obwohl aufgrund der geringen Beteiligung nur einige wenige Vorschläge zusammen getragen wurden und es der VV zuweilen spürbar an inhaltlicher Tiefe fehlte, bleibt doch ein positiv zu bewertender Ansatz zum konstruktiven Dialog erkennbar. Das offene Diskussionsklima machte einen unvoreingenommenen Gedankenaustausch aller anwesenden Studenten möglich - fernab jedweder Engstirnigkeiten und Zugehörigkeiten zu den verschiedenen Hochschulgruppen. Ob dies allerdings mit der numerischen Minderheit der ansonsten quantitativ dominierenden FSI zu begründen ist, sei dahingestellt. Deutlich wurde jedoch eines: Das FMI wird mit Sicherheit nicht das Auge des vom 19.-23.05 „tosenden“ Aktionsorkans sein - maximal wird es zu einem lauen Lüftchen gereichen. Denn auf Nachfrage konnten nicht mehr als zwei Veranstaltungen für diesen Zeitraum genannt werden, darunter sowohl eine Vorlesung Prof. Dr. Wippermanns zur kritischen Auseinandersetzung mit der FU-Geschichte als auch ein Rundgang an die historischen Stätten der FU. Folglich setzen die Hauptakteure und -initiatoren der Aktionswoche am FMI alles auf das letzte Pferd im Stall, nämlich das der spontanen Aktionen. Doch wie sollen diesem Gaul die Sporen gegeben werden, wenn es gerade einmal gelingt 12 von 4000 Studenten im Fachbereich zu einer Institutsvollversammlung zu mobilisieren?

FU-Vollversammlung: kaum Interesse am Protestsemester

Wolf DermannHochschulpolitik, FU, Allgemeines 5 Kommentare »

Trotz großer Vorankündigung über Wochen mit farbigen Plakaten und Fachbereichs-Vollversammlungen zur Einstimmung kamen heute am großen Tag der Uni-VV lediglich 210 Studis (Zählung zur Hochzeit um 15 Uhr) im Hörsaal 1a zusammen. 99,4% der Studierenden hatten scheinbar besseres zu tun, als mit der Vollversammlung ein großes Protestsemester einzuläuten.

Auch die Diskussion auf der Vollversammlung drehte sich hauptsächlich darum, wie man denn mehr Studentinnen und Studenten mobilisieren könne. Öfter wurde gefordert, mit konkreten Zielen statt allein der Aussicht auf Proteste zu mobilisieren. Das Problem zeigte sich schon bei den Eingangsvorträgen. Da ging es um die Bibliothekszusammenlegung, bei der die Aufzählung der Gegenargumente - neuere Räumlichkeiten, moderene IT-Ausstattung, längere Öffnungszeiten - eher nach hinten losging. Da wurden die Probleme der schon seit drei Jahren modularisierten Studiengänge angeführt, genau wie der seit Jahrzehnten gleichbleibend schlechte Einfluß der Studierenden in den Gremien. Alles keine Themen also, die einen aktuellen Leidensdruck bei den Studenten hervorzurufen vermögen, so scheint es.

Die Organisationsgruppe machte allerdings nicht den Eindruck, als wenn sie sich von der schlechten Resonanz sowohl auf die Fachbereich-VVs als auch die Uni-VV von ihren umfangreichen und für die Studierendenschaft sicherlich recht teuren Planungen für eine Campwoche und eine Aktionswoche mit gedruckten KVVs, Konzerten, Aktionscamps etc. abbringen lassen wollte. Der AStA, trotz allem wohl von der Sinnhaftigkeit solcher Proteste zum jetzigen Zeitpunkt überzeugt, wird solche Finanzanträge offenbar durchwinken. Eine Kommilitonin schlug gar einen Studentenstreik mit den wenigen Leuten unter dem Motto “klein, aber gemein” vor.

Zumindest fand aber auch mein Vorschlag, sich erst einmal vor Ort an den Fachbereichen für Verbesserungen einzusetzen, also öfter mal bei den Professoren mit Forderungen am Institut auf der Schwelle zu stehen, einige Zustimmung. Schließlich stehen u.a. große Überarbeitungen der Studienordnungen der Bachelorstudiengänge an, die man einfordern muss und die sehr zeitaufwendig sein können. Das ist zwar weniger öffentlichkeitswirksam, birgt aber wohl deutlich mehr Chancen für positive Veränderungen, als übers Knie gebrochene Proteste weniger Leute.

Ein Hauch von Elite?

Thomas EichentopfSuper-Uni, Lehre, Lenzen, Exzellenzinitiative, Bundespolitik, FU, Presse, Befragung, Allgemeines 2 Kommentare »

Viele Menschen an der FU werden die Ergebnisse des aktualisierten CHE-Hochschulrankings heute interessiert aufgenommen haben - und während eine Seite lacht, weint die andere und setzt zum Konter an.

Kurzer Überblick über die Ergebnisse. In einer Pressemitteilung freut sich das Präsidium der FU, dass in allen neu bewerteten Fächern eine Aufwärtstendenz in Richtug Spitze festzustellen ist. Den mächtigsten Sprung nach vorne machen die Wirtschaftswissenschaftler, die sich in der BWL nun in die absolute Topgruppe der staatlichen Universitäten aufschwingen. Genüsslicher noch wird der Erfolg durch das schleche Abschneiden der Humboldt-Universität, die damit in der öffentlichen Wahrnehmung weiter an Boden verliert.

Bestätigt das Ranking damit die Ernennung zur Elite-Initiative vom letzten Herbst?

Nun, auf den ersten Blick bestimmt. Ein zweiter Blick sollte differenzierter sein. So basieren die jüngst aufschwingenden Spitzenwerte der FU in den meisten Fällen auf Einschätzungen der Lehrbedingungen durch die Studierenden. Das ist gleich doppelt interessant: Einerseits ergibt sich daraus eben keine direkte Bestätigung der Exzellenz, die ja auf Forschung fokussiert war. Andererseits ergibt sich offenbar eine eklatant unterschiedliche Wahrnehmung der Studienbedingungen zwischen den Studierenden andererseits und ihren gewählten Vertretern andererseits.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass in die Befragung keine Studierenden der auslaufenden Studiengänge mehr einbezogen wurden. So positiv dann das Urteil ist, weil es uns zeigt, dass wir in der Lehre immerhin auf dem richtigen Weg sind, so ist dies doch auch der große methodische Mangel: Die Gefahr besteht, dass Probleme, die in Diplom, Lehramt, Staatsexamen und Magister auftreten, dadurch nicht mehr repräsentiert werden. Noch machen sie aber einen großen Teil der Studierenden aus. Ein Indikator für sie sin, noch, die Einschätzungen durch die Absolventen, die dann auch gleich schlechter ausfallen.

Das Hochschulranking war auch die erste Publikation dieser Art seit der zweiten Eliterunde im November. Für die gekürten Universitäten ging es also auch darum, sich hier der Ernennung als würdig zu erweisen. Die Financial Times Deutschland beurteilt das als Fehlschlag. Gleichsam:  Ist die positiviere Einschätzung durch die Studierenden eventuell auch darauf zurückzuführen, dass das Wissen, an einer guten Hochschule zu studieren, auch dazu führt, diese besser zu bewerten? Wer zu Aldi geht, erwartet nicht viel und wird nicht viel finden, was er lobt. Wer Rolls Royce fährt, ist darauf eingestellt, den Wagen positiv einzuschätzen. Die positive Einschätzung macht die Uni noch attraktiver, zieht Studenten und Professoren an: Wie in einer selbstverstärkenden Spirale geht der Weg aufwärts, nachdem das Vehikel FU erst einmal angestoßen wurde.

Zwar lehrt uns die Physik, dass das Vehikel irgendwann nicht mehr weiterrollt, wenn man es nicht weiter antreibt, indessen zeigt sich dann doch, dass die Furcht um eine Aufspaltung der Universitätslandschaft in zwei Klassen letztlich nicht völlig unbegründet ist.

Das Ranking ist also sicherlich ein Erfolg für die FU. Für diejenigen, die jetzt lächeln, bedeutet es aber, weiter arbeiten zu müssen, um das Vehikel anzutreiben. Es bedeutet, sich nicht auszuruhen, denn es weckt Erwartungen. Es bedeutet für andere, Erfolge auch anzuerkennen. Und bei aller Freude darf nie vergessen, dass die Aussagekraft solcher Rankings generell problematisch ist und jeder Schein, sollte er entstehen, irgendwann offenbar wird.

Zwei Terminankündigungen

Thomas EichentopfBlog, Hochschulpolitische Veranstaltungen, LHG Veranstaltungen, LHG, Allgemeines 4 Kommentare »

Liebe Kommilitonin, lieber Kommilitone,

wir in der LHG engagieren uns seit mehreren Jahren aktiv an der Universität - im Studentenparlament und teilweise bei euch am Fachbereich (derzeit: Wirtschaftswissenschaft, Politik- und Sozialwissenschaften, Geschichts- und Kulturwissenschaften). Da du grad unseren Blog liest, hast du davon offenbar schon etwas mitbekommen.

Vielleicht kommst du selbst aus einem der Fachbereiche. Vielleicht nicht und du vermisst ein LHG-Engagement dort. Vielleicht schlägt dein Herz für die ganze Universität. Wenn du also die Köpfe hinter der LHg mal näher kennen lernen willst, um auszuloten, ob du’s dir mit uns vorstellen könntest, bist du herzlich zu unserem nächsten Gruppentreffen eingeladen:

Am Mittwoch, den 7. Mai, um 18:00 Uhr im Biergarten Luise am U-Bahnhof Dahlem-Dorf, bei gutem Wetter vermutlich im Außenbereich.

Außerdem hat auch der Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaft seine nächste Sitzung angekündigt. Diese finden grundsätzlich öffentlich statt. Treffpunkt ist am Dienstag, den 13. Mai, um 21:00 Uhr das Alcatraz, das Ende ist für etwa 23 Uhr geplant.