Samstagnacht im Hörsaal

Uwe KirmseLehre, FU Veranstaltungen, Allgemeine Veranstaltungen, FU, Allgemeines Kommentar schreiben


Für alle, die es bis jetzt noch nicht wussten. An der FU werden auch Nachtseminare veranstaltet und es handelt sich dabei wirklich um die gesamte Nacht und nicht bloß um einen etwas längeren Abend, wie man ihn von der langen Nacht der Wissenschaft kennt.

 

Dazu gezwungen hat uns das tolle System des Campusmanagements. Ein Pflichtseminar der Theaterwissenschaftler war mit 65 Studenten völlig überbucht und da in den folgenden Wochen noch einige Nachzügler dazu kamen waren wir knappe 80 Seminarteilnehmer. In dem von allen Seiten für die Forschung hoch bezuschussten Forschungsinstitut ließ sich auch kein weiterer Dozent finden, um eine zweites Seminar anzubieten. Daher hat sich die riesige Gruppe geteilt und hat pro Woche lediglich ein halbes Seminar besucht. Der Dozent hat also zwei Mal hintereinander das gleiche erzählt, wofür wir ihm auch alle sehr dankbar sind. Nun mussten die restlichen Stunden in einer Nacht nachgeholt werden. Warum dies nicht tagsüber geschehen konnte ist mir auch nicht so ganz klar. Möglicher Weise war der Hörsaal wieder durch eine sehr schlecht besuchte Tagung belegt und es ließ sich keine anderer Raum finden.

 

Von Sonnabend um 20 Uhr bis zum folgenden Sonntag um 6 Uhr waren wir also im Hörsaal des theaterwissenschaftlichen Instituts. In einer lockeren Atmosphäre wurden Themen diskutiert und Ausschnitte aus Filmen und Inszenierungen gezeigt. Wie man sich vorstellen kann, lässt spätesten ab 2 Uhr die Konzentration nach und die Hälfte der Anwesenden nutzte die Vorführungszeit im dunklen Saal für ein Schläfchen oder besser gesagt, es fielen uns einfach die Augen zu. Dem entsprechend kratzten die Inhalte und Diskussionen nur noch an der Oberfläche und die Mitschriften wurden immer spärlicher.

Den praktische Nutzen dieses Nachtseminars muss man also weniger von der Seite der Lehrinhalte betrachten. Vielmehr sind wir alle glücklich, die für den Bachelor so wichtige Zeit angerechnet zu bekommen.

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