Studierende der Romanischen Philologie für Dr. Catalanis
Germar MolterAllgemeines, Lehre Kommentar schreibenDie Studierenden am Institut für Romanische Philologie haben einen
offenen Brief an den Institutsdirektor geschrieben und protestieren damit gegen den drohenden Verlust eines kompetenten und angesehenen Dozenten.
Ich finde, gute Lehre sollte honoriert werden, daher im Folgenden der offene Brief an den Institutsdirektor:
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Küpper,
mit Bestürzung nahmen wir zur Kenntnis, dass eine Verlängerung der Stelle Herrn PD Dr. Catalanis durch das Institut für Romanische Philologie der Freien Universität im Fach Sprachwissenschaften zum Wintersemester 2008/2009 womöglich nicht erfolgen wird. Diese Maßnahme wäre zum Schaden aller Studierenden, die Herrn PD Dr. Catalani als herausragenden Dozenten kennen gelernt haben.
Seine umfangreiche fachliche Kompetenz, seine Motivation und Begeisterung für sein Fach, seine Fähigkeit, diese Begeisterung auch in den Studierenden zu wecken: All dies trägt dazu bei, dass sich Herr PD Dr. Catalani deutlich und auf sehr positive Weise hervorhebt. Es entzieht sich unserem Verständnis, wie es sich begründen lässt, dass hochqualifizierte Lehrkräfte wie Herr PD Dr. Catalani oder – um ein aktuelles Beispiel aus dem letzten Semester anzuführen – Herr PD Dr. Karimi vom Institut abgewiesen und zurück in eine unsichere Lage entlassen werden können. Auf wie viele herausragende Lehrende müssen das Institut und die Studierenden verzichten?
Es ist fatal, den Rotstift bei den Lehrkräften anzusetzen. Durch derartige Maßnahmen zerstört das Institut die eigene Programmvielfalt. Damit einhergehend beseitigt es die eigene Individualität, in anderen Worten die Persönlichkeit, durch die es sich von vergleichbaren Instituten anderer Universitäten abhebt. Gebieten Sie der zunehmenden Mittelmäßigkeit Einhalt!
Die Stelle Herrn PD Dr. Catalanis zu verlängern, bedeutet eine gesicherte Bereicherung der Studierenden des Instituts für Romanische Philologie und einen abgewendeten entschiedenen Qualitätsverlust der durch das Institut vermittelten Bildung.
Mit freundlichen Grüßen,
die Studierenden am Institut für Romanische Philologie der Freien Universität.
3. August 2008 at 21:18
Zu begrüßen wäre, auch die beiden anzunehmenden bzw. augenscheinlichen und frei verfügbaren Quellen dieses Beitrages einschließlich der Kommentare zu nennen:
http://fachschaftsinitiativen.wordpress.com/2008/07/17/offener-brief-der-studierenden-am-institut-fur-romanische-philologie/
http://fuwatch.wordpress.com/2008/07/18/romanistinnen-wehren-sich-mit-offenem-brief-gegen-stellenkurzung/
Über besagte Kürzungen für die LEHRE, begründet mit Defiziten in der LEHRE, wären im Übrigen auch die Mitglieder der Kommission für Studium und LEHRE auskunfts- bzw. informationsberechtigt – wenn sie denn auch nur von einem Minimum ihrer Rechte Gebrauch machten.
Bei Interesse siehe in diesem Zusammenhang auch der Hochschulvertrag des Landes Berlin mit der FU Berlin, dessen einzelne Formulierungen genau gelesen werden sollten: http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-wissenschaft/rechtsvorschriften/hochschulvertraege/vertrag_fu_06_09.pdf.
Dem Fachbereich PhilGeist sind nach meinem derzeitigen Stand zur Zeit weit gehend die Hände gebunden, es gibt eine nahezu umfassende Stellen(wieder)besetzungs- bzw. verlängerungssperre. Für bestimmte Stellenarten mindestens 6 Monate lang, “bis sich die Haushaltslage bessert”.
Mehr Gesichertes dazu demnächst – bis 1.10.08, in der Praxis zum Teil noch davor, werden durch das Dekanat mit allen Instituten (d.h. den Institutsleitungen) des Fachbereichs Zielvereinbarungsgespräche geführt. Die Ergebnisse werden dann öffentlich gemacht.
Die Studierenden der einzelnen Institute sollten dringend(!) ihre Institutsleitungen in die Verantwortung nehmen, bevor die jeweiligen Zielvereinbarungen unterschrieben sind (was sie in der Philosophie gegenwärtig noch nicht sind).
So weit schöne Grüße
Mathias Bartelt
stud. Vertreter
IR Philosophie
4. August 2008 at 22:22
Hier hat aber niemand eine zitierte Quelle nicht benannt. Quelle des Briefs waren bei uns wie bei den von dir genannten Quellen die RomanistInnen selbst. Wir hatten mit der Publikation nur ein wenig gewartet, damit die Berichte aus StuPa und KfL ebenfalls wahrgenommen wurden.