Ersemester-Einführungstage am OSI

Hannes VogelAStA, Allgemeines, FSIs, Hochschulpolitik, StuPa Kommentar schreiben

Vom 7.-9.10. fanden in diesem Jahr die Erstsemester-Einführungstage am OSI statt. Neben viel organisatorischer Information seitens der Institutsleitung gab es auch diesmal wieder die Neuaufführung eines altbekannten Schauspiels zu bewundern: die politische Initiation der frisch immatrikulierten Studierendenschaft durch die Vertreter des AStA. Angetreten waren sie laut Plan zur Erläuterung der studentischen Gremien an der FU. Herausgekommen ist dabei wie immer eine tendenziöse Darstellung der Hochschulpolitik im Allgemeinen sowie der politischen Positionen und des Sendungsbewusstseins der AStA-Koalition im Besonderen. Informativ war am diesjährigen Vortrag, dass die Konterfeis des FU-Präsidenten und seiner Stellvertreter gezeigt wurden sowie einige elementare Begriffe wie „Statusgruppen“ und „Hochschulautonomie“ relativ neutral erläutert wurden. Die Erklärung der studentischen Gremien, die ja laut Tagesordnung den Inhalt des Vortrags darstellen sollten, wurde aber nur gestreift. Vielmehr nahm die Erläuterung der Arbeit des AStA sowie der politischen Ziele der gegenwärtigen AStA-Koalition (also Eigenwerbung) naturgemäß den größten Raum ein. Im Wesentlichen wurde den Campus-Frischlingen erläutert, warum und wann in der Vergangenheit gestreikt wurde und warum man das auch in der Zukunft tun sollte. Obwohl sie gerade zur ersten Mal einen Hörsaal von innen gesehen hatten, wurde Ihnen klar gemacht, warum sie sich doch am besten gleich wieder auf die Straße stellen sollten, um zu protestieren. Getreu der alten AStA-Losung: Hallo, worum geht’s? – Ich bin dagegen! Auch sonst gab es meist alten Wein in neuen Schläuchen zu genießen. Wie in jedem Jahr wurde versucht, den Fachschaftsrat vollständig zu unterschlagen, um bei den Neustudierenden den Eindruck zu erwecken, die Fachschaftsinitativen – also den AStA tragende pol. Listen – seien die einzig legitime Vertretung der Studierenden am Fachbereich. Gnädigerweise wurde mir diesmal ein wenig Redezeit zugestanden um zu erläutern, welche Funktion der Fachschaftsrat laut Satzung eigentlich hat. Kritischen Nachfragen wurde von den AStA-Vertretern daraufhin mit den üblichen Ammenmärchen von demokratischer Selbstorganisation und angeblicher politischer Machtlosigkeit des Gremiums begegnet. Diese wurden vom Erstsemester-Publikum aber spürbar verständnislos aufgenommen. Schließlich ist ja auch schwer zu vermitteln, warum sich die Mehrheit eines politischen Gremiums einzig und allein zu dem Zweck wählen lässt, sich nach der Wahl sofort selbst aufzulösen. Niemand braucht eine Vorlesung in politischer Ideengeschichte um zu begreifen, dass das mit Demokratie wenig zu tun hat. Für die AStA-Vertreter ist das selbstverständlich nur ein stinknormaler Vorgang der basisautokratischen Meinungsbildung an der Freien Universität, die darauf zielt die schweigende Mehrheit der Studierenden kollektiv zu entmündigen. Vielen Erstsemestern fiel es aber schwer, diese Logik nachzuvollziehen. So wurden vielfach kritische Fragen zum System AStA gestellt – „Was macht ihr eigentlich mit der halben Million Euro?“ – „Von wie viel Leuten seid Ihr eigentlich gewählt?“ – „Wie hoch liegt denn die Wahlbeteiligung bei den StuPa-Wahlen?“ Darauf reagierten die AStA-Vertreter mit den üblichen wolkigen Ausschweifungen über Beratungs- und Kulturangebote, das allgemeinpolitische Mandat, studentischer Interessenvertretung und internationaler Solidarität – freilich ohne dabei zu erwähnen, dass damit schon mal die Entsendung von studentischen Vertretern in den Irak (!) oder € 150.000 für die Vergütung freier Mitarbeiter gemeint sein können, von denen weder Namen noch vergütungspflichtige Leistungen bekannt sind (übrigens der größte Posten im gesamten AStA-Budget). Naja, wenigstens erwähnte diesmal niemand Che Guevara, die Weltrevolution und den Chavez-Chauvinismus, um die unmöglichen Zustände an der FU zu rechtfertigen. Wollen wir außerdem hoffen, dass dieselben Erstsemester sich bei den nächsten Wahlen mit solchen Antworten nicht mehr zufrieden geben werden.  

16 Reaktionen zu “Ersemester-Einführungstage am OSI”

  1. krass

    ihr dreht ja gleich wieder voll auf… ist ja krass.

  2. blub

    Du machst noch nicht lange hochschulpolitik, hannes, oder?
    sonst hättest du institutsratsvertreter, fachbereichsratsvertreterin und astavertreter auseinander halten können. drei verschiedene leute für drei verschiedene institutionen, die sie auch jeweils vorgestellt haben. hättest du mitbekommen können. das war nicht alles der asta, hannes, dementsprechend hättest du deinen beitrag schon mal differenzieren können. der astavertreter war auf einladung da.
    “gnädigerweise” wurde dir redezeit zugestanden? du warst überhaupt nicht angemeldet und konntest trotzdem vorne am podium sitzen und deine themenfremden unsachlichkeiten loslassen, ohne dass jemand auch nur in erwägung gezogen hätte, dich daran zu hindern. ist das deine unterdrückung von meinungen, die du in deinem beitrag darstelltest? findest du das nicht selbst etwas peinlich?
    die lhg hat im studierendenparlament übrigens FÜR die finanzierung der fahrt in den irak gestimmt. es gab eine enthaltung der lhg, wenn ich mich recht entsinne. bei der fahrt wurde eine spende von mehreren tausend büchern überreicht sowie workshops durchgeführt zum aufbau der studentischen selbstverwaltung an irakischen hochschulen. Die Leute, die das organisiert und durchgeführt haben, gehören ausgezeichnet und nicht kritisiert. Was genau stört Dich daran?
    und schließlich: der AStA kann nicht erwirken, dass fachschaftsräte nicht einberufen werden. deine kritik geht vollkommen ins leere. das machen die gewählten vertreter_innen des fachschaftrats. und zwar mit gutem grund, wie bei der ersti-einführung vom institutsratsvertreter dargelegt wurde: der fachschaftsrat wurde auf druck des präsidiums eingeführt; er hat keine entscheidungsbefugnis sondern lediglich beratende funktion; er ist hierarchisch strukturiert; er darf sich nicht allgemeinpolitisch äußern; er ist mithin ledigliche pöstchenbeschaffung für den lebenslauf: der fachschaftsrat kann nichts und nützt nichts. Inis hingegen sind eine für alle offene plattform, bei der studis auf gleicher augenhöhe ihre ideen einbringen können. inis sind in allen gremien vertreten und sie dürfen auch mal sagen “die iltisstraße, an der fu-gebäude liegen, ist ein kolonialistisches relikt, mit dem rassistische morde geehrt werden, die straße gehört sofort umbenannt.” ein fachschaftsrat dürfte das nicht sagen: es ist nämlich nicht hochschulpolitisch. wer sich selbst einen solchen maulkorb umbindet, entmündigt sich selbst.

  3. Wolf Dermann

    Um hier über die Irakfahrt keine falschen Gerüchte aufkommen zu lassen: Die LHG hat sich im StuPa eindeutig gegen die Irak-Fahrt ausgesprochen und einmal gegen die Finanzierung gestimmt und ich habe mich enthalten, aus Hemmungen von Veysi in der Folge 2000 Euro aus seinem Privatgeld fordern zu müssen – schließlich wurde der Finanzierungsantrag trotz unzähliger Aufrufe mal wieder erst nach der Fahrt gestellt.
    Und ja, Hannes hat zwei mal im Text AStA geschrieben an stellen an denen er AStA-Koalition hätte schreiben müssen. Auf welchen (Tarn-)Listen die gemeinten Vertreter dieses mal für das StuPa kandidieren werden lässt sich ja wie üblich nicht vorhersagen, daher ist AStA-Koalition statt FSI im Text schon angebracht ;-)

  4. blub

    gut, geschenkt: einmal dagegen, einmal enthalten. und die anderen zwei sitze, die ihr hattet? die waren dann wohl dafür oder sind gar nicht erst erschienen. nach wie vor: die fahrt war absolut unterstützenswürdig. womit hetzt Ihr eigentlich einen neuling wie hannes auf, der bei der sitzung überhaupt nicht zugegen war und offenbar nicht viel weiß?
    und wenn du asta-koalition dermaßen weitfasst, dass alle subsumiert werden, die den asta nicht ideologisch ablehnen, dann macht das wohl 90% der hochschulpolitisch aktiven aus. der asta ist ein breites bündnis mit 75% der stupa-sitze – das ist dir doch wohl bekannt. die fdp, tschuldigung: lhg, hat an der fu nichts und darüber hinaus sehr wenig zu melden. und das ist auch gut so.
    die einzig lesenswerten beiträge kommen von ronny, der sich nun rausgezogen hat, und dir, wolf, der du ja auch bald fertig wirst. alle anderen der lhg versuchen sich durch dumpfe pöbeleien den anstrich aufrechter widerborstigkeit zu geben, der a) unnütz b) sinnfrei und c) inhaltsleer ist. hauptsache bigott und konservativ. nunja, ende der debatte, hab besseres zu tun, als hier im blog zu lungern.

  5. Wolf Dermann

    Wir hatten damals nur drei Sitze und einer konnte irgendwie kurzfristig nicht.
    Der Punkt ist der: Wir sagen schon allen Neulingen, dass sie sich nicht über die AStA-Gruppen und ihr tun so sehr echauffieren sollen und sich statt dessen auf die wichtigere Arbeit in den akademischen Gremien und für die Studis direkt (z.B. Ersti-Infos) konzentrieren sollen. Trotzdem geht das Maß an mit den Füßen getretener Demokratie an denen nicht so einfach vorbei. Allein die Tausenden Euros an Studierendenschaftsgeldern an denen sich die Koalitionsgruppen für diesen Oktober selbst bedient haben – von denen wir nie den genauen Betrag noch die Verteilung erfahren werden – geht schon wieder auf keine Kuhhaut!
    Und feige Koalitions-Fuzzies, die so peinlich wenig Selbstbewusstsein haben, dass sie Blog-Attacken nur anonym verfassen, nerven dann zusätzlich noch!

  6. blub

    ok, letzter satz: was soll mit studierenschaftsgeldern denn besseres gemacht werden, als ersti-hefte zu drucken, orientierungstage für die erstis zu organisieren, informationsbroschüren zum studium zu verteilen, etc, was sich bei Dir liest als: “Allein die Tausenden Euros an Studierendenschaftsgeldern an denen sich die Koalitionsgruppen für diesen Oktober selbst bedient haben”, mach mal vorschläge, wolf oder irgendwer sonst von der fdp, ich bin gespannt, wofür soll das geld stattdessen ausgegeben werden, ich bin hochgespannt und bitte um eine liste.

  7. Wolf Dermann

    Wenn Du was von der FDP wissen willst, dann bist Du hier falsch. Frag’ die FDP unter fdp-berlin@fdp.de.

  8. Wolf Dermann

    Mein Kommentar zu blubs letztem Post:
    Wenn Du die Infos hier postest, welche AStA Gruppe welche “ersti-hefte” und “informationsbroschüren” zu welchem Kostenpunkt (die Druckerei errechnet ja immer einen Kostenpunkt für jeden Auftrag) gedruckt bekommen hat, welche Kosten sie für ihre eigene “orientierungstage” erstattet bekommen haben und welche AStA-Gruppen sich für sonst was anderes Kostenerstattungen in welcher Höhe selbst (also AStA Gruppen unter sich im AStA) genehmigt haben, dann reden wir drüber. Keine Informationen über die Lage herauszugeben, dann aber darüber diskutieren zu wollen, geht nicht.

  9. Wolf Dermann

    Mein Kommentar zu blubs letztem Post:
    Wenn Du die Infos hier postest, welche AStA Gruppe welche “ersti-hefte” und “informationsbroschüren” zu welchem Kostenpunkt (die Druckerei errechnet ja immer einen Kostenpunkt für jeden Auftrag) gedruckt bekommen hat, welche Kosten sie für ihre eigene “orientierungstage” erstattet bekommen haben und welche AStA-Gruppen sich für sonst was anderes Kostenerstattungen in welcher Höhe selbst (also AStA Gruppen unter sich im AStA) genehmigt haben, dann reden wir drüber. Keine Informationen über die Lage herauszugeben, dann aber darüber diskutieren zu wollen, geht nicht.

  10. Phil K.

    Ja, “blub”, anonymer Verbreiter von immer gleichen Allgemeinplätzen über die AStA-Koalition (denn das wichtige ist ja die Nachricht, nicht der Überbringer, i know), was besseres gemacht werden soll mit AStA-Geldern als Ersti-”Info”-Heftchen der FSIs?

    Nun, zum Beispiel, wie wär’s mal mit nützlichen Ersti-Infos, wo anstatt selbstbeweihräuchernden Artikeln zu “spontanen, uniweiten” Protestaktionen mit den ewig gleichen 300 Leuten von der FU-”Voll”versammlung von vor 9, 8, 7 Jahren auch Sachen drinstehen, die eine Erstsemestlerin tatsächlich gebrauchen könnte um sich an der FU und in Berlin zurechzufinden? Was denkst du, würde der AStA vielleicht _unser_ Heftchen nächstes mal auch gleich mitdrucken?

    Würde mich freuen wenn du dich trotz deines gefüllten Terminkalenders herablassen würdest, dieses Blog noch einmal mit ein paar Worten zu beglücken.

  11. fsiosi

    ich stelle mal zum vergleich:
    studierendenschaftsbeitrag pro semester: 7,50€, gehen an den AStA.
    “verwaltungsgebühr” der FU pro semester: 50 €, gehen an die FU.
    ihr kritisiert mit immer den gleichen argumenten und immer der selben (gespielten?) empörung, dass kein studi weiß was mit den 7,50 € passiert. dass das nicht stimmt, ist die eine sache, aber wo bleibt die kritik an der deutlich (mehr als dreimal) höheren “verwaltungsgebühr”? kein mensch weiß, was damit gemacht wird, vermutlich ist sie sogar rechtswidrig, aber von der lhg kommt dazu kein ton. also tut nicht so, als würde es euch auf das kostbare geld der studierenden oder auf transparenz ankommen.
    und fakt ist nunmal, dass ihr ausser zu wahlkämpfen an der uni kaum etwas macht. kein vergleich mit der zeitaufreibenden und teilweise anstrengenden basisarbeit, die die inis und diversen cafés leisten. ihr habt es ja, trotz unserer nachfrage, in diesem semester nicht mal hingekriegt euch am campusrundgang rund um’s OSI zu beteiligen. aber hauptsache erstmal zu riedmüller rennen und sich über die unterstützung des instituts (welche eigentlich? an den planungen waren wir jedenfalls nicht beteiligt) für die ini beschweren – DAS ist demokratischer stil!

    übrigens unterschlägt der artikel völlig, dass die studierendenschaft der erstis beim thema FSR durchaus gespalten war. während die eine hälfte hannes’ ausführungen anscheinend etwas abgewinnen konnte, brachte die andere ihre ablehnung zum ausdruck. auch das verschweigen derartiger “details” spricht nicht gerade für die demokratische gesinnung eines verfassers…
    P.S.: hannes, hast du im OSI-foyer hinterher noch von “basisdemokratischer diktatur” geredet? falls ja, solltest du dieses semester dringend zu demirovic gehen: “theorien zu radikaler demokratie” an der TU, immer montag nachmittags (steht auch im KVV). ;-)
    P.P.S.: wie finanziert eigentlich die LHG ihr ersti-heft? ihr wollt doch hoffentlich keinem erzählen, dass die drei kleinen anzeigen da drin gereicht haben?!? und parties oder ähnliche “fundraiser” macht ihr ja auch nicht…

  12. Wolf Dermann

    Erstens: Die Anzeigen in unseren Ersti-Heften reichen bis auf 100 Euro, für die wir mit unserem eigenen Geld (und der genannten Ehemaligen-Spende) aufkommen. Auch die Fahrt in die Jugendherberge für über 400 Euro für 10 Personen hat jeder selbst bezahlt. Wie sieht eure Gruppenfinanzierung aus? Staatsgeheimnis, nehme ich an! Allein das Werbung-Eintreiben ist dabei eine Schweinearbeit, die wir uns machen und ihr ihr euch spart, um uns dann gleichzeitig vorzuwerfen, wir täten doch fast nix.
    Und da wir schon beim Gruppenfinanzierungsthema waren: Wenn Transparenz für euch kein Problem ist, dann postet hier die Höhe der finanziellen Zuwendungen (und der geldwerten Druckleistungen), die sich die AStA-Gruppen selbst genehmigen. Dann diskutieren wir, wie schonmal geschrieben miteinander. Ansonsten bleibt es bei dem Vorwurf, dass ihr die Finanzen verschleiert um euch immense Vorteile bei der Außendarstellung zu sichern, auf deren Grundlage ihr bei den Wahlen so erfolgreich abschneidet. Kleptokratische Diktatur, heisst das glaube ich in der Fachsprache.

  13. Wolf Dermann

    Übrigens: Wohin die 50 Euro Verwaltungsgebühr hinfließen wissen und beanstanden wir alle: Durch Gegenkürzungen der Hochschulzuschüsse nämlich quasi direkt in den Berliner Landeshaushalt!

    Die dortige Kontrolle der Mittelverwendung ist im Gegensatz zum Studierendenschaftsbeitrag jedoch recht Vorbildlich: Anders als im Haushaltsausschuss des Studierendenparlaments gehören dem Haushaltsausschuss des Abgeordnetenhauses (Hauptausschuss) nämlich auch Parlamentarier der Opposition an und werden von der Koalition nicht wie im StuPa von einer Beteiligung abgehalten.
    Die Intransparenz der AStA-Finanzen dient schon lange hauptsächlich dem Zweck, das Ausmaß der Selbstbedienung der AStA-Gruppen zu verschleiern und ihnen so uneinholbare finanzielle Vorteile zu sichern!

  14. Germar Molter

    Auch wenn der Eintrag von “blub” schon etwas her ist, will ich noch etwas anmerken zu den Fachschaftsräten, deren Einberufung interessierte Kreise blockieren:
    Wenn man eine Institution für wirkungslos oder scheindemokratisch hält, tritt man eben nicht zur Wahl dieses Gremiums an. Doch die Einstellung, wir treten zur FSR-Wahl an und verhindern danach mit unserer Mehrheit den Zusammentritt eines demokratisch gewählten Gremiums, ist in sich nicht stimmig, sondern offenbart das Verständnis von “Basisdemokratie” dieser Gruppen: Hier darf jede/r ihre/seine Meinung sagen, solange es meine ist.

  15. dieter l.

    wieder ein standpunkt, der offenbart, wie wenig die lhg verstanden hat: die fachschaftsräte sollte es nach meinung der inis nicht geben. wenn die inis nicht antreten, werden die fachschaftsräte einberufen und das gremium existiert. wenn die inis antreten und mit ihren argumenten – wie jedes jahr – die studierenden überzeugen, gibt es die fachschaftsräte nicht, weil die inis sie nicht einberufen. so wie es sein soll.
    für wie unmündig hält die lhg, haltet Ihr, die studierenden, wenn Ihr meint, sie wüssten nicht, was bei fsr-wahlen passiert, wenn sie inis wählen? Die Studis wissen das. Und darum wählen sie in guter tradition die Inis, die die fachschaftsräte nicht einberufen. und zwar: um basisdemokratie zu ermöglichen! fachschaftsräte verhindern basisdemokratie. so schwer ist das eigentlich nicht zu verstehen.

  16. Wolf Dermann

    für wie unmündig hält die lhg, haltet Ihr, die studierenden, wenn Ihr meint, sie wüssten nicht, was bei fsr-wahlen passiert, wenn sie inis wählen? Die Studis wissen das.

    Inzwischen wissen es einige Studis an diesem Fachbereich, weil es mal in der Debatte war. Allen anderen darf man unterstellen, dass sie auf das FSI-Emblem (das mit Calvin) gucken und dort Lesen: “Basisdemokratisch – aktiv – allgemeinpolitisch; An allen Fachbereichen! Im StuPa, AStA und im FSR”. Also “aktiv” “im FSR” ist dann doch eher Wählertäuschung, in der Hoffnung das sie’s nicht merken!
    Außer an diesem Fachbereich gibt es von den Inis übrigens kaum ein Stebenswörtchen über den FSR, die kandidieren einfach – und wenn jemand kandidiert heisst das schon “by default”, dass man im Gremium mitarbeiten will. Wenn die FSIs zum Nein zum FSR stehen wollen, dann sollten sie das in ihren Listennahmen mit aufnehmen z.B. “FSI OSI – Nein zum Fachschaftsrat” oder so, dann können sie auch gerne behaupten, dass sie ein Blockade-Mandat bekommen haben. Übrigens: Feige anonyme sau!

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