Information: Mögliche Schließung der FU Mensa I (Campus Süd) im Juli 2009.

Thomas E.FU, Allgemeines 10 Kommentare »

UPDATE, 17.12.: Noch vor dem gestrigen Treffen hatte ich selbst auch eine E-Mail an das Studentenwerk geschrieben und nachgefragt, was der Wahrheitsgehalt an diesen Gerüchten sei. Heute früh erhielt ich eine Antwort von Herrn Gabriel. Er schreibt: “Auflagen der Aufsichtsbehörde für Gesundheit sind für das Studentenwerk Berlin immer schwieriger zu erfüllen.” Insofern ergibt sich hier ein dritter und offenbar auslösender Akteur im Spiel, der in den anstehenden Diskussionen nicht vernachlässigt werden darf. Die Mitarbeiter der Mensa übrigens auch nicht. Weiter schreibt Herr Gabriel: “Nach Abstimmung mit der Hochschulleitung der FU wird der Mensabetrieb voraussichtlich ab WS 2009/10 zunächst auf den unteren Bereich beschränkt.” Dementsprechend  müssen zumindest einzelne Personen in der FU-Verwaltung von diesen Maßnahmen bereits gewusst haben. Dementsprechend soll es aber auch weiter einen Mensabetrieb geben und ich sehe hier einen klaren Unterschied zwischen Cafeteria und Mensa.

Gerüchten zufolge plant das Studentenwerk Berlin die Schließung der Mensa I in der Van’t-Hoff-Straße zum 20. Juli 2007. Unbestätigt sind Spekulationen eines Informanten im Studentenwerk, die Schließung könnte noch früher erfolgen. In einem telefonischen Gespräch mit dem Vorsitzenden des FSR Jura, Gabriel Babel, äußerte sich der zuständige Mitarbeiter des Studentenwerks (Herr Gabriel) allerdings dahingehend eindeutig, dass zum 20. Juli 2007 die Mensa I zunächst für zwei Jahre wegen dringend anstehender Sanierungsarbeiten geschlossen und nach Abschluss der Sanierungsarbeiten durch die FU einer anderen Nutzung zugeführt würde. Erhalten bliebe am Ort nur die Caféteria im Erdgeschoss, ein Essensangebot zu Studentenpreisen sei aber nicht mehr vorgesehen. Eine schlüssige Begründung für die endgültige Schließung blieb Herr Gabriel schuldig und verwies wohl auf die seit den 90er Jahren stark gesunkene Nachfrage. Dass die 64.000 FU-Studierenden von damals keinesfalls der erstrebenswerte Normalzustand waren und die Mensa auch bei halb so viel Studierenden heute zur Stoßzeit häufig überfüllt ist, wird dabei leider nur allzuleicht übersehen.

Im Zuge dessen hatte der FSR Jura zu seiner Sitzung heute Vertreter der betroffenen Fachbereiche eingeladen, um weitere Informationen zusammenzutragen und sich auf ein gemeinsames Vorgehen zu verständigen. Anwesend waren daher Studierende der Biochemie, der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und Angehörige diverser Hochschulgruppen sowie auch ein Vertreter des AStAs der FU. Die Politik- und Sozialwissenschaftler fehlten, weil ein FSR mangels Existenz nicht kontaktiert werden konnte und die fsi osi auf die kurzfristige Einladung offenbar nicht rechtzeitig reagieren konnte.

Lars Kubina, Vorsitzender des FSR WiWiss, berichtete von einem versuchten Telefonat mit dem Kanzler der FU. Zwar sei der Kanzler wegen Krankheit nicht im Haus gewesen, aber die Sekretärin habe gesagt, sie habe davon noch nie gehört und ein solcher Vorgang hätte auch über ihren Tisch laufen müssen. Zwar stellt sich die Frage, inwieweit sie auskunftsberechtigt wäre, wüsste sie etwas. Sie hätte dann aber wohl zumindest die Auskunft ganz verweigert. Dennoch fürchteten einige der etwa 30 anwesenden Studierenden, die Aussage von Herrn Gabriel, nach Abschluss der Renovierung würde das Gebäude DURCH DIE FU einer neuen Nutzung zugeführt, spräche ebenso für Kenntnis von der Sachlage wie überhaupt die erfolgte Freigabe der Mittel.

Im Gespräch sind diesbezüglich 3 bis 4 Millionen Euro. Über Für und Wider einer Sanierung mag man streiten. Unbestritten ist immerhin, dass die Fachbereiche Jura und WiWiss sowie der Henry-Ford-Bau unlängst ebenfalls saniert wurden. Die Gebäude stammen aus der gleichen Zeit und es ist mithin nicht unwahrscheinlich, dass tatsächlich ein Sanierungsbedarf gegeben ist. Allerdings kann es dafür, wie andiskutiert wurde, alternative Vorgehensweisen geben, um während dieser Zeit den regulären Versorgungsbetrieb aufrecht zu erhalten, wie auch an den genannten Gebäuden der Lehrbetrieb eingeschränkt weiterlief (und laufen musste).

Einig waren sich alle Anwesenden, dass eine dauerhafte Schließung der Mensa I eine unzumutbare Belastung für den südlichen Campus darstellt und unbedingt verhindert werden muss. Es kann auch nicht im Interesse der FU liegen, etwa ein Drittel der eigenen Studierendenschaft der einzigen sinnvollen Versorgungsmöglichkeit zu berauben. Zwar gibt es die Cafeterien bei den Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern und im OSI, doch taugen die ebenso wenig dazu, ein hinreichendes Mittagsangebot anzubieten, wie das Rote Café, der Imbiss vorm OSI und der Bäcker und der Asia-Imbiss in der Garystraße. Keine Option ist auch der Fußweg zur Mensa II, der allein so viel Zeit in Anspruch nimmt, dass er von den meisten Studierenden, die eben nur eine halbe Stunde Zeit haben, nicht zwischen zwei Vorlesungen bewältigt werden kann.

Entscheidend ist nun erst einmal das Bewusstsein in der studentischen Öffentlichkeit, weshalb alle Leser dieses Blogs aufgefordert sind, ihre betroffenen Kommilitonen zu informieren. Weitere Informationen werden über dieses und/ oder über andere Blogs der beteiligten Hochschulgruppen beizeiten veröffentlicht werden. Mit neuen Nachrichten ist spätestens im neuen Jahr zu rechnen. So kurz vor Weihnachten erscheinen schnelle Reaktionen daher leider unwahrscheinlich. In der heute diskutierenden Gruppe wurde damit gerechnet, dass ein Zeitfenster bis höchstens Ende Februar besteht, um die Situation noch beeinflussen zu können. Schnellstmöglich sollen deshalb gesicherte und offizielle Informationen beschafft werde.

Sitzung des FBR-Wiwiss am 10.12.08

Hilmar v. OertzenHochschulpolitische Veranstaltungen, Akademische Gremien, Lehre, FU Veranstaltungen, Allgemeine Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

In der letzten Fachbereichsratssitzung in diesem Jahr brachte ich noch einmal das Thema „Podiumsdiskussion zur Finanzkrise“ auf die Tagesordnung und versuchte insbesondere die Volkswirte für eine solche Veranstaltung zu gewinnen. Prof. Berger erwiderte, er spreche das Thema bereits in seinen Vorlesungen an, werde jedoch noch einmal prüfen, inwiefern eine Podiumsdiskussion – bspw. mit Prof. Corneo – evtl. auch in Kooperation mit dem JFK-Institut, welches offenbar auch plane, eine Veranstaltung zu organisieren, realisierbar sei.

Auch drängte ich noch mal darauf, der Fachbereichsrat möge sich darum bemühen, dass der Klausurenplan zu Beginn des Semesters – oder wenigstens zeitnaher als jetzt – feststünde. Leider hat dieses Semester eine angespannte Personalsituation im Prüfungsbüro offenbar zu einer zusätzlichen Verzögerung geführt (siehe Hinweis).

Meine Anregung, eine ähnliche Veranstaltung wie den sog. Open-Space für Bachelor, auch für Diplomstudierende zu organisieren, fand leider keine Zustimmung. Stattdessen garantierte mir allerdings unser Dekan Prof. Sydow, dass alle Diplomstudierende des Fachbereichs, die Probleme haben, ihre Punkte zusammen zu bekommen und bereits erfolglos bei dem betreffenden Prof. vorgesprochen haben, zu ihm (Sydow) kommen sollen, um die Angelegenheit zu lösen.

Was die Nachfolgeprofessuren (v.a. Krell und Kruschwitz) und neue Juniorprofessuren anbelangt, so gibt es hier leider keine nennenswerten Neuigkeiten, außer dass die Verfahren laufen und der Fachbereich sich um baldige Einstellungen bemüht.

Die unabhängige Alternative: Das neue studentische Campus-Magazin „FURIOS“ ist da.

Bjoern StephanAllgemeines 5 Kommentare »

„Verrückt ist, wie altbacken die Asta-Fritzen aus Dahlem immer noch sind. Sie haben nichts zu sagen - außer die Vergangenheit anzubeten. Wo die sind, ist hinten. […] Das ist die große Leerstelle der Freien Universität. Wann setzt sich endlich eine Studierendenschaft als politische Kraft an der Uni durch, die wieder etwas zu sagen hat? Die das akademische Leben spannender macht, die interessante Zeitungen herausgibt und nicht bloß rechts (Landowsky, Diepgen) oder links ist (ehemals Rabehl etc.)?“

Das schreibt die taz unter dem Titel „Berlin profitiert von der Elite“ in einem Kommentar vom 04.12., pünktlich zum FU-Jubiläum. Nur wusste der nichts ahnende Autor zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon, dass sein Wunsch nur 4 Tage später schon in Erfüllung gehen würde: Denn an diesem Montag (8.12.) ist die „FURIOS“, das neue studentische Campusmagazin an der FU erschienen und füllt endlich das oben beschriebene Vakuum. Ohne Unterstützung vom AStA oder dem FU-Präsidium ist die „FURIOS“ völlig unabhängig und finanziert sich einzig durch Spenden und Werbung. Dennoch schafft sie es in ihrer ersten Ausgabe nahezu ohne Reklame auszukommen. Fernab jeglicher politischer Engstirnigkeit gibt es nun ein journalistisch-objektives Blatt an der FU, von dem man nur hoffen kann, dass es sich etablieren wird.

Bisher nämlich wird die studentische Medienlandschaft von allzu einseitigen Asta-Publikationen dominiert. Vergleicht man die „FURIOS“ etwa mit der Asta-Publikation „fu60 gegendarstellungen“ so sieht man zwei gänzlich verschiedene Welten: Einerseits ein sowohl optisch als auch  journalistisch überzeugendes Studentenmagazin, andererseits die ideologisch verbrämten Betrachtungen Ewig-Gestriger, für die sich der Durchschnitts-Student schlichtweg nicht interessiert.

Erschreckend nur, dass es an der FU immer noch Menschen gibt die das Gebot der Pressefreiheit noch nicht so ganz verinnerlicht haben und allen Ernstes anzweifeln, ob dieses Projekt überhaupt sinnvoll sei. Liest man beispielsweise noch einmal die Diskussion auf „FUwatch“ nach, die sich um die Notwendigkeit einer weiteren Publikation neben „Out of Dahlem“ (vom AStA circa alle eineinhalb Jahre herausgegeben) drehte, bleibt nichts anderes übrig als Kopfschütteln. Es ist unverständlich, wie man sich so vehement gegen Meinungs- und Pressevielfalt ereifern kann. Auch einige „FURIOS“-Verteiler konnten sich bereits selbst von dieser Ignoranz überzeugen. So wurde insbesondere der Artikel „Der AStA der Anderen“ mit den Worten „Lügen und Unverschämtheit“ tituliert. Andere drohten: „Das gibt Konsequenzen.“ So reagiert man wohl nur dann, wenn man sein Meinungsmonopol bedroht sieht.

 

P.S.: Der Verfasser dieser Zeilen ist ebenfalls redaktioneller Mitarbeiter der „FURIOS“.

Reden ist Gold, Schweigen ist Silber - Die FU wird 60. Und das Präsidium bleibt stumm.

Bjoern StephanFU Veranstaltungen 1 Kommentar »

Ist es nicht seltsam? Da wird die FU 60  und keiner feiert. Nichts ist zu spüren auf dem Campus von dem Jubiläum: Keine Plakate, keine Reden, keine Fest-Gala. Wer noch zu Beginn des Semesters trotz anders lautender Aussagen des FU-Pressesprechers glaubte, da wird schon nach was kommen, sieht sich getäuscht. Zwar weht in der Tagespresse ein feierlicher Hauch von Geburtstag und auch der rbb sendet eine Dokumentation zum Thema, das FU-Präsidium aber hält sich bedeckt. Einzig ein Internet-Werbefilm versucht die Kontinuitätslinie von der Gründung 1948 bis zur Exzellenzinitiative 2007 nach zu zeichnen: 60 Jahre Geschichte in 11 Minuten und 4 Sekunden. Und das war’s? Na ja fast. Vergangenen Freitag gab es passend zu der derzeit den HFB zierenden Geschichtsausstellung eine Festveranstaltung zu Ehren des ehemaligen polnischen Außenministers  Bartoszewski. Er wurde mit dem Freiheitspreis der FU ausgezeichnet. Da die Veranstaltung am 4. Dezember, also dem 60. Jahrestag stattfand, wäre zumindest diese Veranstaltung eine willkommene Gelegenheit für einige wenige Worte zum Jubiläum gewesen. Aber auch dort nichts dergleichen. Allein Geschichtsprofessor Paul Nolte machte in seiner Laudatio aufmerksam auf die historische Bedeutung dieses Tages. Allerdings hätte er sich dafür gern „einen größeren Rahmen“ gewünscht, wie er im Vorfeld einer am 05. Dezember stattfindenden Vorlesung erklärte. Im gleichen Zusammenhang ging Nolte dann kurz auf die Frage ein, warum es denn keine öffentlichen Feierlichkeiten gäbe und vermutete: „Die Uni traut sich wohl nicht in die kritische (studentische?) Öffentlichkeit zu gehen.“ Um dann das Thema mit einem Lächeln auf den Lippen vorzeitig zu beenden: „Mehr aber nicht dazu, ich möchte ja kein Disziplinarverfahren bekommen.“

Bleibt also die Frage zu beantworten: Warum gibt es keine offiziellen Feierlichkeiten zum Jubiläum? Warum wird zu einer Immatrikulationsfeier der Bundespräsident eingeladen aber der 60. Jahrestag einfach so übergangen? Hält es das Präsidium schlichtweg nicht für notwendig? Oder ist es letztlich doch die Furcht vor Kritik?

Didaktik für Geschichte

Uwe KirmseLehre, Allgemeines 0 Kommentare »

Prof. Dr. Michele Barricelli hat einen Ruf an die Uni Hannover auf eine W3-Professur für Didaktik der Geschichte angenommen.

Quelle: Forschung und Lehre (Ausgabe 12/08)

Neue Campus-Zeitung von und für Studierende der Freien Universität!

Hilmar v. OertzenFU, Allgemeines 1 Kommentar »

Vielleicht haben einige von Euch schon gehört oder gelesen, dass
derzeit daran gearbeitet wird, eine unabhängige und fachbereichsübergreifende Studentenzeitung an der FU aufzubauen. Wer mitmachen will kann sich unter www.silberlaube.de/fuz/ in den Email-Verteiler eintragen lassen und sich über die regelmäßigen Treffen informieren.