Infos: Wahlzeitung und Studierendenstatistik

Thomas E.Lehre, Hochschulpolitik, FU Kommentar schreiben

Nächste Woche (13. und 14. Januar) sind Wahlen an der FU, für die studentischen und für die akademischen Gremien. Heißt natürlich: Wählen gehen! Für alle Unentschlossenen gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Wahlzeitung. Die zu veröffentlichen hatte der Studentische Wahlvorstand heute (Stand 8.1.) noch nicht geschafft, aber es gibt sie bereits im Internet, nämlich hier als pdf-Datei.

Auf der selben Webseite findet man auch ein zweites Dokument, nämlich die aktuelle FU-Studierendenstatistik.  Das sind sehr interessante Zahlen, denn sie offenbaren detailliert und Fach für Fach, auf welche Studiengänge sich die Studierenden verteilen. Das beinhaltet auch die Aufteilung in Bachelor/ Master und Diplom/ Lehramt/ Magister etc. Das Ergebnis ist im Grunde gar nicht so überraschend, aber wir verdrängen das in unserer täglichen Arbeit schnell, und deshalb geben wir das gerne wieder: Noch immer studiert die Mehrheit der Studierenden an der FU im alten System.

In der Betriebswirtschaftslehre beispielsweise reden wir von immer noch knapp 70%, wovon wiederum noch mehr als die Hälfte innerhalb der Regelstudienzeit studieren. Insgesamt erreicht die FU 2008 den Punkt, wo beide Gruppen in etwa gleich groß sind. Offensichtlich wird aber in jedem Fall, dass ein großer Teil der Studierenden im alten System noch keine Langzeitstudierenden sind. Ein Eindruck, der sonst schnell, vielleicht unbewusst und unintendiert, aber mitunter durchaus deutlich erweckt wird - in Verbindung damit, ihnen per se Faulheit zu unterstellen.

Bedeutet im Grunde eins: Wer sich für die alten Studiengänge einsetzt, kämpft sicherlich nicht für das schöne Leben von Kommilitonen, die, mit welcher Begründung auch immer, zu langsam studieren, sondern für die berechtigten Interessen ganz gewöhnlicher Studierender. Bedeutet noch eins: Im Zuge der Umstellung haben wir jetzt lange darüber diskutiert, wie die neuen Studiengänge aussehen müssen (bzw. wie nicht). Wir müssen uns künftig und sehr schnell wahrscheinlich mehr Gedanken darüber machen, wie wir den Studierenden im alten System einen geregelten Studienabschluss ermöglichen, wie er ihnen zusteht. An einigen Fachbereichen fehlt es dafür leider noch an Bewusstsein, das zu wecken bald geschehen muss, ehe es dann zu spät ist, noch einzugreifen.

Eine Reaktion zu “Infos: Wahlzeitung und Studierendenstatistik”

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