… and the prize goes to

Wolf DermannAllgemeine Veranstaltungen, Allgemeines, FU, FU Veranstaltungen, Termine Kommentar schreiben

Die Freie Universität mag zwar viele Preise und Auszeichnungen zweifelhaften Wertes verteilen, zumindest aber die Auszeichnung für Frauen- und Geschlechterstudien kann als durchaus renomiert angesehen werden. Auch wenn die Webseiten noch nicht die Gewinnerin des Margherita-von-Brentano-Preises preisgeben, ist in der verschickten Einladung die Katze schon aus dem Sack gelassen: Die Auszeichnung geht dieses Jahr an Hanna Beate Schöpp-Schilling, die 20 Jahre lang, von 1989 bis Ende 2008 als Sachverständige im “Vertragsausschuss der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeglicher Form von Diskriminierung der Frau” (CEDAW) für Gleichstellung gekämpft hatte.

Schöpp-Schilling war in den 60er Jahre Studentin und Promovendin am John-F.-Kennedy-Institut und blieb in den 70er Jahren dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin. In der Kohl-Regierung war sie von 1987 bis 1992 Leiterin der Abteilung Frauenpolitik im Familienministerium, bevor sie bis 2002 in die Leitung der Jugendaustauschorganisation AFS wechselte.

Die Verleihung des Brentano-Preises findet statt am Mittwoch, den 28. Januar ab 18 Uhr im “Theatersaal” (Hörsaal A) des Henry-Ford-Baus. Im letzten Jahr hatte ich den Eindruck der einzige männliche Student bei der Preisverleihung gewesen zu sein. Vielleicht gibt es dieses Jahr ein paar mehr Studenten, die für Frauenförderung Interesse und Flagge zeigen wollen!

Eine Reaktion zu “… and the prize goes to”

  1. Wladimir Wladimirowitsch

    Ein schöner Unsinn aus der Steinzeit des Feminismus. Als wäre(n) “die Frau(en)” ein einheitliches Subjekt. Was wäre hier das einende Moment? Eine kollektive Identität von Weiblichkeit – und somit auch von Männlichkeit – arbeitet dem vermeintlich noblen Anliegen von Hanna Beate Schöpp-Schilling gerade entgegen. Durch die Manifestierung der “Geschlechterunterschiede” wird Unterdrückung von “Frauen” erst denkbar.

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