Mensa I: Keine Schließung, aber…

Germar MolterTermine, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 6 Kommentare »


Die gute Nachricht zuerst: Die Mensa I soll nicht geschlossen werden. Das verkündete die Geschäftsführerin des Studentenwerk Berlins, Frau Petra Mai-Hartung, gestern in der Sitzung des Verwaltungsrats des Studentenwerk Berlins.

Allerdings wird es Einschränkungen geben bei den Sitzplätzen und dem Essensangebot: Zukünftig soll nur noch das Erdgeschoss betrieben werden. Es wird ein subventioniertes (also zu den bisherigen Studierendenpreisen) warmes vegetarisches Essen geben. Die Öffnungszeiten sollen bis 18 Uhr erweitertet werden.

Jenny Simon, studentische Vertreterin im Verwaltungsrat, trug die Bedenken der Studierenden vor: Die Kapazitäten des Erdgeschosses reichten nicht aus, die Mensa II sei zu weit weg, um zwischen zwei Seminaren dort zu Mittag zu essen. Seitens der Geschäftsführung zeigte man Verständnis, doch sei aus betriebswirtschaftlichen Gründen eine Fortsetzung des bisherigen Betriebs unsinnig. Außerdem sei eine (dringend notwendige) Sanierung des Gebäudes Angelegenheit der Hochschulen, sprich: Die FU ist zuständig. Dort konzentriere man sich aber auf andere Bauprojekte, sagte Frau Mai-Hartung aus. Sie werde aber bei der FU-Leitung den von Frau Plato eingebrachten Vorschlag vorbringen, eine Mittagspause einzuführen, in der keine Seminare und Vorlesungen stattfinden, damit jede/r die Gelegenheit habe, in der Mensa II essen zu gehen.

Am 2. März um 9 Uhr soll es ein Treffen der Geschäftsführung des Studentenwerks, des FU-Kanzlers, der FU-Vizepräsidentin, dem Leiter der FU-Technik, den Fachbereichen Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und Studierenden geben. Der Ort blieb unbekannt.

Insgesamt war zu begrüßen, dass dem Thema viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde (etwa zwei Stunden). Das Schlimmste scheint nicht einzutreten: Eine Schließung der Mensa I. Bedenklich ist aber die Einschränkung des Betriebs: Dass das Erdgeschoss die Kapazität der beiden oberen Geschosse (und im Sommer der Terrasse) aufnimmt, ist angesichts der Sitzplatzzahlen ausgeschlossen. Wohl oder übel müssten Gäste auf die Mensa II ausweichen. Damit dies jedem/r möglich ist, müsste eine Mittagspause eingeführt werden. Ob die kommen wird, ist offen. Außerdem wird das Essensangebot eingeschränkt werden (zukünftig ein warmes vegetarisches Essen zum Studi-Preis). Dafür werden die Öffnungszeiten deutlich erweitert. Wenn die Nachfrage wieder anziehen sollte, werde das Studentenwerk darauf reagieren, versprach Frau Mai-Hartung.

Aus Sicht der Studierenden sicherlich keine befriedigende Lösung, auch, wenn es betriebswirtschaftlich Sinn macht.

Mensa I-Schließung: Morgen, 14 Uhr, Hardenbergstraße 34, Infopoint: Verwaltungsrat-Sitzung

Germar MolterTermine, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Wie bereits angekündigt, soll bei der morgigen Sitzung des Verwaltungsrats des Studentenwerks Berlin über die drohende Schließung der Mensa I gesprochen werden und zwei studentische Vertreter werden die gesammelten 1.202 Unterschriften für den Erhalt der Mensa I überreichen.

Wenn viele Studis dort sind, macht das sicherlich Eindruck. Also kommt vorbei!

Stupa-Sitzung: same procedure as every year

Germar MolterAStA, StuPa, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Vergangenen Donnerstag tagte erstmals das neu gewählte Studierendenparlament im Hörsaal 2 in der Silberlaube.

 Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) brachte eine Reihe vernünftiger Anträge ein, die leider auf die nächste Sitzung verschoben wurden. Insbesondere die angestrebte Änderung der Wahl von Sitzungsleitung und Ausschüssen kann ich nur begrüßen. Ziel ist, dass auch oppositionelle Stupa-Mitglieder – entsprechend ihrer Stimmenzahl – in diesen Gremien repräsentiert werden. Dies gebieten Demokratie und Respekt des Willens der Wähler/innen.

 Wieweit es mit dem Verständnis von demokratischer Kontrolle im Stupa steht, zeigte sich später bei der Wahl der Sitzungsleitung und des Haushaltsausschusses.

 Zur Wahl der Sitzungsleitung treten laut Satzung der Studierendenschaft nur Listen an. Da sich die Asta-tragenden Listen auf einen Wahlvorschlag verständigten, auf dem kein einziges Mitglied der Opposition stand, war schon bei der Aufstellung der Oppositionsliste klar, dass erneut ein Drittel der Wählerinnen und Wähler noch nicht einmal in der Sitzungsleitung vertreten sein wird.

 Die Wahl des Haushaltsausschusses verlief in einem anderen Modus: Hier wurden einzelne Personen gewählt. Doch die Mehrheit des Stupas befand, dass die Opposition nicht an der Kontrolle des Asta-Haushalts beteiligt werden soll. Sicherlich wird das seinen Grund haben…

 Erfreulich war hingegen die einstimmige (!) Annahme der Resolution zur drohenden Schließung der Mensa I in der Van’t-Hoff-Straße. Die Unterschriftensammlung – maßgeblich von Gabriel Babel (Grüne Hochschulgruppe) initiiert – gegen die Schließung brachte bis zur Stupa-Sitzung 1.202 Stimmen ein und damit sogar 98 mehr als beim Treffen der Unterschriftensammler/innen vom 09.02.2009. Dieser beeindruckende Beleg für die Bedeutung der Mensa I für die Essensversorgung am Campus Dahlem soll auf der morgigen Sitzung des Verwaltungsrats des Studentenwerk Berlins (wie berichtet) vorgelegt werden. Jenny Simon, die als studentische Vertreterin in diesem Gremium sitzt, kündigte an, das Thema Mensa I-Schließung auf die Tagesordnung zu setzen. Dies kann ich nur begrüßen. Das Stilllegen der Mensa I wäre ein tiefer Einschnitt für die Studierenden am Campus Dahlem, da die nächstgelegene Mensa in der Otto-von-Simson-Straße erstens zu weit weg ist für eine Mahlzeit zwischen zwei aufeinander folgenden Seminaren und zweitens diese gar nicht die Kapazitäten hat, um den Ausfall der Mensa I auszugleichen.

 Wer dieses Anliegen unterstützen möchte, kann morgen um 14 Uhr zur Sitzung des Verwaltungsrats in die Hardenbergstraße 34 (TU-Campus) kommen.

 Bemerkenswert war auch die Verschiebung der Entlastung des amtierenden Astas und der Neuwahl der Asta-Referentinnen und -Referenten mit der Begründung, es brauche noch Zeit, sich auf einen neuen Asta zu verständigen. Anscheinend kam der Wahlsieg der Asta-unterstützenden Listen doch überraschend daher.

Bericht über die konstitutierende Sitzung des neuen FBR Politik- und Sozialwissenschaftem vom 11.02.2009

Michael KochAkademische Gremien, Hochschulpolitik, FU 4 Kommentare »

Wem es die eigene Zeitplanung und der individuelle Biorhytmus zuließ, konnte gestern um 9.oo Uhr im Hörsaal B des OSI ein feines Schauspiel akademischen Parlamentarismus erleben. Der nach den Wahlen vom Januar zu großen Teilen neu besetzte Fachbereichsrat (FBR) der Politik- und Sozialwissenschaften hielt seine konstituierende Sitzung ab. Vorausgegangen war der Sitzung noch ein, bösartige Zungen würden es Kräftemessen nennen, zwischen dem alten Dekanat und einer Mehrheit des neuen FBR. Nachdem Fr. Prof. Riedmüller die Konstituierung eigentlich verschieben wollte, mussten erst 11 Mitglieder des neuen FBR schriftlich die Abhaltung der geplanten Sitzung und die darin einberaumte Wahl einfordern, damit diese dann auch tatsächlich angesetzt wurde.

Nachdem sich der FBR offiziell konstituiert hatte, begann die Aussprache über die bevorstehende Wahl des Dekans und der zwei Prodekane. Hr. Prof. Gerhards schlug Hr. Prof. Beck als neuen Dekan des Fachbereichs vor, Fr. Prof. Harders und Fr. Prof. Schreurs, welche in ihrem Statement die schlechte Stimmung am Fachbereich und der FU im Allgemeinen ansprach, wurden als Prodekane vorgeschlagen. In seiner Stellungnahme beklagte Hr. Prof. Beck die Ineffizienz des FBR in den letzten Jahren, da er vornehmlich als erweiterter Insitutsrat des OSI’s fungierte und als Arena für Binnenkonflikte der Politikwissenschaften herhalten musste. Dies wolle er zugunsten eines kooperativeren Stils und mehr Subsidiarität im Fachbereich ändern. Immerhin besteht der FB nicht nur aus dem politikwissenschaftlichen, sondern auch noch aus drei weiteren Instituten.

In der folgenden Aussprache wurde der Eindruck des ‘OSI-Zentrismus’ von weiteren Professoren, wie Hr. Prof. Gerhards (”Schluss mit dem OSI!”) und Prof. Segbers geteilt. Viel Schelte erhielt das letzte Dekanat. Angesprochen wurden dabei u.a. die Ressourcenkonzentration auf den Bereich der Internationalen Beziehungen (Hr. Prof. Bolle), die peinliche Lagerbildung und Küngelei (Hr. Prof. Gerhards), der Politikstil des alten Dekanats (Fr. Prof. Braig) und die instransparente Geheimpolitik (Hr. Dr. Mez). Viel Lob hingegegen erhielt Fr. Dr. von Oppeln für ihre Arbeit als Studiendekanin von mehreren Mitgliedern, u.a. Fr. Rossa-Dubray vom Studienbüro, die sich sehr für ihre Wiederwahl einsetzten, darunter Dekanskandidat Hr. Prof. Beck. Als dann schließlich auch die Meinungen über die Notwendigkeit von Kontinuität oder Wandel ausgetauscht waren, schritt man schließlich zu den Wahlgängen, welche wie folgt ausfielen:

Hr. Prof. Beck wurde mit 17:1 Stimmen (eine Stimme wurde als ungültig gewertet) zum neuen Dekan gewählt.
Erste Prodekanin wurde Fr. Prof. Schreurs, welche bei dieser Wahl einzige Kandidatin war, mit 16:3 Stimmen.
Bei der Wahl zur Zweiten Prodekanin unterlag schließlich Fr. Dr. von Oppeln Fr. Prof. Harders mit 8:11 Stimmen.

Die Niederlage Fr. Dr. von Oppelns, welche nach Aussage Prof. Massings die beste Studiendekanin seiner Zeit am OSI, was immerhin 30 Jahre sind, war, fiel angesichts des vielen Lobes, welches sie erhielt, doch überraschend deutlich aus.Die Arbeitsteilung im neuen Dekanat wird intern geklärt. Jedoch haben Fr. Prof. Schreurs für den Posten der Forschungs- und Fr. Prof. Harders für den Posten der Studiendekanin bereits ihre Präferenzen offengelegt. Der Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften hat somit ein komplett neu besetztes Dekanat. Die drei Gewählten bedankten sich bei den Mitgliedern des FBR und versprachen einen kooperativen und vertrauensfördernden Arbeitsstil und viel harte Arbeit. Es wird sich zeigen, wie sich das neue Dekanat bezüglich drängender Fragen am Fachbereich, wie bspw. des OSI-Diploms oder der Bibliotheksstruktur, positionieren wird.

Bericht aus der Sitzung des FBR Wiwiss

Hilmar v. OertzenBefragung, Akademische Gremien, Lehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 1 Kommentar »

Vorab zur Info: zum Erhalt der Mensa I gab es heute Morgen von Seiten des Dekans keine Neuigkeiten. Auch die möglicherweise bald kommenden einheitlichen Prüfungsregelungen wurden lediglich kurz angesprochen und man war sich im FBR einig, dass man für den Erhalt der bisher am Fachbereich geltenden Regelung kämpfen wolle.

Problemforum Wiwiss: Die Initiative des Problemforum Wiwiss fand im FBR abermals große Zustimmung und Anerkennung. Prof. Kleinaltenkamp erörterte noch einmal die Ergebnisse en detail und man befand, dass eine Taskforce, bestehend aus Professoren und Studierenden, baldmöglichst die Vorschläge im Einzelnen erörtern solle, um anschließend die angestrebten Verbesserungen herbei zu führen.

Lehrangebot SoSe 2009: In einigen Kursen ist es leider immer noch so, dass nur noch 3 (statt bisher 4) Bonuspunkte erworben werden können. Da jedoch fast alle anderen Kurse an unserem Fachbereich eine gerade Punktzahl bringen, hat man bei einem 3 Punkte Kurs – ohne entsprechenden Komplementärkurs – entweder einen Punkt zuviel oder einen zuwenig. Letzteres bedeutet, dass man im Zweifelsfall noch mal einen kompletten Kurs zusätzlich belegen muss, obwohl der alte Kurs nicht – oder nicht wesentlich – an Arbeitsintensität verloren hat. Zur Begründung führte Prof. Ruhnke (bietet im SoSe 2009 Einzelfragen der Bilanzierung mit 3 BP an) an, seine Veranstaltung sei eigentlich eine Masterveranstaltung, die nur (netterweise) auch für Diplomer geöffnet würde und die Alternative wäre, den Kurs für Diplomer gänzlich zu schließen. Außerdem biete er einen komplementären Kurs mit 3 Punkten an, damit man danach insgesamt 6 Punkte habe. Blöd nur für die Leute, denen insgesamt nur noch 4 Punkte in seinem Block fehlen. Die müssen dann wohl oder übel noch 2 Kurse belegen. Das gleiche Problem ergibt sich bei Prof. Konrads Kurs „Internationale Finanzpolitik“. Dieser Kurs war im WS 07/08 auch schon für Masterstudierende geöffnet, allerdings brachte er damals noch 4 Bonuspunkte für Diplomer und jetzt soll er plötzlich nur noch 3 Punkte bringen. Ob diese Praxis noch von anderen LS übernommen wird, will ich nicht hoffen. Jedenfalls sollten wir darauf gefasst sein und bereits jetzt überlegen, wie man das Problem alternativ lösen könnte. Denn grundsätzlich ist es ja gut, wenn MA-Veranstaltungen auch von Diplomstudierenden besucht werden können, aber die „3 Punkte Regel“ sollte nur im Fußball gelten.

Berufungsverfahren: Die Nachfolge Professuren für den Lehrstuhl Krell (Personalwirtschaft), wie auch den LS Kruschwitz (Finanzierung) sollen Mitte März endlich feststehen. Außerdem soll es sehr kurzfristig auch eine Vertretung für Prof. Berger (Volkswirtschaftspolitik) geben, da dieser ja ebenso kurzfristig zum IMF nach Washington berufen wurde. Die Verwaltung sicherte hier bereits ein möglichst unbürokratisches und zügigeres Verfahren zu.

Zugangsbeschränkung Phil-Bib: Alle Jahre wieder in der Klausurenphase werden die fachfremden Studierenden aus der Philologischen Bibliothek ausgesperrt. Auch dieses Jahr heißt es also wieder, möglichst früh dorthin zu kommen, damit man einer der 50 Ersten – und damit Auserwählten – ist, welche auch von anderen FBs in das „Brain“ dürfen. Der oder die 51. muss leider draußen bleiben. Das kann doch auch nicht der Weißheit letzter Schluss sein, oder?! Studis aus einer Bib auszusperren? Das Problem sind doch vor allem diejenigen, die morgens kommen, sich einen Platz reservieren (wie im Urlaub mit dem Handtuch) um dann im Laufe des Tages ab und zu mal dort vorbei zu kommen und zu lernen. Damit werden dann natürlich die Plätze für alle blockiert. Denn mal ehrlich, wer sitzt denn effektiv von morgens bis abends durchgehend an seinem Platz und lernt?! Wie dem auch sei, ich finde die Lösung nicht optimal und falls Ihr da eine bessere Lösung im Angebot habt, immer her damit. Ach so übrigens, für alle die nicht zu den ersten 50 jeden Morgen gehören: eine Alternative zur eigenen Bib ist sonst noch der UB-Lesesaal. Der ist auch ganz schön und dort wird (bisher) niemand ausgesperrt! ;-)

Was dran ist an der Initiative bezüglich Nachholklausuren.

Thomas E.Lehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU 1 Kommentar »

Vor zwei Tagen berichteten wir erstmals über eine mutmaßliche Initiative des Präsidiums der FU, die Regelungen zu Wiederholungsklausuren zu vereinheitlichen, und sprachen dort auch die beiden Modelle an, die den Fachbereichen zur Auswahl vorgelegt wurden. Weiterführende Recherchen von Mathias Bartelt haben das Vorhaben, das bisher nur aus Indizien rekonstruiert werden konnte, bestätigt. Ursprung ist allerdings nicht direkt das Präsidium, sondern die Studienabteilung der FU.

Auch die Annahme, es gehe darum, potentielle Schlupflöcher an manchen Fachbereichen zu schließen, konnte nachvollzogen werden. Genau das ist der Hintergrund dieses Vorgehens. Für die Studierenden dieser Fachbereiche bedeutet die Umsetzung der Vorschläge dann naturgemäß eine Verschlechterung der derzeitigen Situation. Von Fachbereichen, deren System bereits jetzt sehr ähnlich zu den neuen Vorschlägen konstruiert ist, erfährt man dagegen, dass die Zwangsexmatrikulation durchaus nicht nur in Einzelfällen erfolgt, sondern wiederholt Studierende aufgrund zu vieler Wiederholungsversuche im Studium scheitern.

Nach bisherigen Informationen sollen entsprechende Regelungen nur für die neuen Studiengänge eingeführt werden. Die Regelungen zu Nachholklausuren enthalten mitunter aber, und das seit vielen Jahren, die gleichen Schlupflöcher. Diese werden also offenbar vorerst fortbestehen, sofern die Fachbereiche nicht auf eigene Initiative hin Änderungen vornehmen wollen.

So mag der Hintergedanke einer Vereinheitlichung ja noch ganz nett sein. Er wird das schon weniger, wenn das für viele Studierende zu einer plötzlichen Verschlechterung der derzeitigen Situation führt. Er führt aber auch dazu, dass wir uns fragen dürfen, warum nicht auch die positiven Aspekte von solchen Nachholregelungen vereinheitlicht werden? So dauert es an manchen Fachbereichen immer noch ein halbes Jahr, um die Wiederholungsklausur schreiben zu können, statt (wie bundesweit weit überwiegend und auch an der FU durchaus häufig praktiziert) die Nachholprüfungen gegen Ende der Semesterferien/ Anfang des Folgesemesters durchzuführen.

1.104 Stimmen für die Mensa I

Germar MolterTermine, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 4 Kommentare »

1.104 Unterschriften für den Erhalt der Mensa I wurden beim gestrigen Treffen gezählt. Diese werden dann von uns Studierenden dem Verwaltungsrat des Studentenwerks Berlin vorgelegt. Dieser tagt am Freitag, den 20.02. ab 14 Uhr in der Hardenbergstraße 34 (TU-Gebäude). Dort soll das Thema Mensa I-Schließung besprochen werden und auch zwei studentische Vertreter werden unsere Auffassung dazu kund tun. Auf dem Treffen wurde deutlich, dass aus Sicht der betroffenen Studierenden eine nahe gelegene Versorgung mit warmem Mensa-Essen zu den bisherigen Preisen weiterhin angeboten werden muss.

Initiative des Präsidiums zu Durchfallregelungen?

Thomas E.Lehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU 6 Kommentare »

Anfang dieser Woche wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass der Fachbereichsrat Chemie angeblich demnächst neue Durchfallregelungen für den Bachelor-Studiengang beschließen würde. Hintergrund sei der Wunsch des Präsidiums, die Durchfallregelungen an den unterschiedlichen Fachbereichen zu vereinheitlichen. Also bemühten wir uns, herauszufinden, was an diesem Gerücht dran sei. Wir können das nicht gesichert bestätigen, aber die Indizien weisen daraufhin, dass die Annahme korrekt ist. Zwischenzeitlich wissen wir immerhin von zwei anderen Fachbereichen (PhilGeist und Physik), an denen die gleichen Regelungen wortgleich dem Fachbereichsrat für die Sitzungen in der kommenden Woche zur Entscheidung vorgelegt wurden.

Im Kern enthält besagtes Dokument zwei Modelle, zwischen denen sich die Fachbereiche offenbar entscheiden sollen. Ein Modell ist zunächst ziemlich simpel: Fällt ein Student zum dritten Mal durch eine beliebige Prüfung, ist sein Studium beendet. Diese auf den ersten Anschein sehr harte Regelung wird dann durch einzelne Ausnahmen abgefedert. Das zweite Modell gibt dem Studierenden ein Konto von Punkten, das durch das (schon erstmalige) Durchfallen durch Prüfungen aufgebraucht wird.

Nicht klar ist, warum diese Initiative gestartet wurde. Das Gerücht, das uns zugetragen wurde, beinhaltet auch die Aussage, Hintergrund seien Schlupflöcher in den aktuellen Regelungen, die es bei hinreichend breiter Angebotsvielfalt in den Modulen möglich machten, quasi durch beliebig viele Klausuren durchzufallen. Das begründet aber nicht, warum FU-weit eine einheitliche Regel eingeführt wird.

Fakt ist aber, dass diese sehr brisante und folgenreiche Entscheidung über eine Änderung der Prüfungsordnungen ziemlich kurzfristig auf die Agenda kommt. Den betroffenen Fachbereichsratsmitgliedern bleibt somit nur wenig Vorbereitungszeit,  sich adäquat in die Thematik einzuarbeiten. Schließlich müsste evaluiert werden, welches der beiden Modelle nun vorzuziehen ist und welche Vor- und Nachteile es insbesondere jeweils gegenüber dem bestehenden Modell hat. Dass die Fachbereiche also damit mehr oder weniger überfahren werden, provoziert deutliche Kritik an diesem Vorgehen. Es wäre daher schön, wenn sich in der Aktuellen Stunde in der nächsten Woche auch das StuPa mit der Thematik befassen würde.

Nächstes Treffen zum Erhalt der Mensa I am Montag

Hilmar v. OertzenTermine, Allgemeine Veranstaltungen, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Hier noch mal eine kurze Erinnerung an das nächste Treffen für alle interessierten und engagierten Studierenden bezüglich der drohenden Mensa I-Schließung.

Wann: Montag, den 09.02.09 um 16 Uhr

Wo: Boltzmannstraße 3, Raum 1122

Ergebnisse auch von der Umfrage OpenBP

Thomas E.Lehre, Befragung, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, FU 1 Kommentar »

Neben dem Problemforum, über das ich bereits vorgestern schrieb, fand am Fachbereich WiWiss zuletzt auch eine Umfrage statt, die versuchte, den verbleibenden Lehrbedarf in den auslaufenden Studiengängen zu erfassen. 281 von 1467 Studierenden nahmen an dieser Umfrage teil. Weil Mund-zu-Mund-Propaganda hierbei sehr wichtig war und diese ihren Ausgangspunkt bei Studierenden mit der Vertiefung Marketing hatte, dürften vermehrt Studierende mit diesem Schwerpunkt und nur eine unterdurchschnittliche Zahl von VWLern teilgenommen haben. Grundsätzlich hat das nur einen geringen Einfluss auf die fachbezogenen Ergebnisse, während fachbereichsbezogen dadurch einzelne Trends etwas stärker erscheinen dürften.

Ungeachtet dessen: Das große Problem ist das Angebot von Seminar- und Diplomarbeiten. Im Schnitt wollen die Studierenden innerhalb der nächsten vier Semester abschließen.  Nur ein Viertel schätzt, länger zu benötigen. Gleichzeitig brauchen die Studierenden im Schnitt noch 1,43 Seminararbeiten - mithin insgesamt ein Stau von 2.101 Seminararbeiten, rechnet man von den teilnehmenden Studierenden auf die Gesamtzahl hoch. Oder: 1.254 Diplomarbeiten, jeweils verteilt auf 14 Prüfungsfächer. Wir haben einen Betreuungsindex berechnet, der zeigt, wie viele Arbeiten dann pro Semester und Betreuer (Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter etc.) korrigiert werden müssten. Der Durchschnittswert von etwa 7 Arbeiten liegt in einem vertretbaren Bereich (allerdings muss die nicht quantifizierte, aber nun einsetzende Belastung durch Bachelor-Arbeiten aber ebenfalls berücksichtigt werden), wird durch einzelne Fächer aber stark in die Höhe getrieben. In Bezug auf die Erweiterung von Betreuungskapazitäten können wir diese Schwerpunkte aufzeigen.

Schwerpunkte können wir auch für die allgemeine Lehre aufzeigen. Hier gibt es einzelne Fächer, in denen einerseits die hohe durchschnittliche Fachsemesterzahl bereits auf länger anhaltende Schwierigkeiten hinweist, in denen andererseits viele Studierende noch überdurchschnittlich viele Punkte bis zum Abschluss des Studiums benötigen. Als Grund muss dort ein repetetives oder durch vakante Professuren stark ausgedünntes Angebot gesehen werden. Das zeigt, dass die langsame Berufungspraxis auch am Fachbereich WiWiss den Studienfortschritt empfindlich stört.

Insgesamt stellt sich die Situation so dar, dass mit ein wenig guten Willen einige Maßnahmen umsetzbar wären, die für viele Studierende die Situation ziemlich entspannen könnten. Dazu würde etwa gehören, das Lehrangebot in einzelnen, kaum ausgelasteten Fächern zu erhöhen, um den Andrang auf stark belastete Fächer umzuleiten. Wir haben deshalb auch eine Übersicht, welche Prüfungsfachkombinationen studiert werden, erstellt. Als Initiatoren der Umfrage haben wir überdies begonnen, ein solches Lösungskonzept zu entwerfen, und setzen hierbei auf die Unterstützung des Fachschaftsrats WiWiss.

Stupa-Sitzung am Donnerstag, den 12.02. um 16 Uhr

Germar MolterAkademische Gremien, StuPa, Termine, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Die erste Sitzung des neu gewählten Studierendenparlaments findet statt am Donnerstag, den 12.02. ab 16 Uhr im Hörsaal 2 in der Silberlaube. Interessierte sind herzlich willkommen, sich das Geschehen anzuschauen.

Erste Ergebnisse vom Problemforum WiWiss

Thomas E.FSIs, Lehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, FU 0 Kommentare »

Ich hatte versprochen, mich so schell wie möglich mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse vom Problemforum zu melden, das letzten Dienstag am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften stattfand. Leider stand das Protokoll erst Freitagabend zur Verfügung und kollidierte mit einem Kurzurlaub, so dass ich erst jetzt dazu schreibe. Das Problemforum konnte etwa 200 Studierende versammeln (von 1.467)  und diente der systematischen Erfassung studienrelevanter Probleme, um aufbauend hierauf in einen Dialog mit den Professoren am Fachbereich zu treten.

Wir haben zahlreiche Punkte aufnehmen können, wobei ein Großteil der Punkte fachbereichsspezifische Probleme sind. Insgesamt sind wir hoffnungsvoll, dass wir sehr viele Dinge anpacken können, ohne dass es größeren Aufwand erfordert, sondern allenfalls ein bisschen Bereitschaft allerseits, mehr miteinander zu kommunizieren.

Informationsmängel machen wir als das drängendste aller Probleme aus, denn aus diesen Defiziten leiten sich zahlreiche andere Missstände ab. So gibt es verbreitet Unklarheiten über den Stand laufender Berufungsverfahren, die sich zum Teil bereits anderthalb Jahre hinziehen. Auch eine Vorschau auf das Lehrangebot der kommenden drei Semester, die Diplom-Studierenden durch die Studienordnung zugesicht wird, erstellen nur die wenigsten der Lehrstühle.

Wiederholt wurde auch die Frage der Nachschreibeklausuren angesprochen. Zum letzten Sommersemester wurden überhaupt am Fachbereich erstmals Wiederholungsprüfungen durchgeführt, die allerdings mit einem halben Jahr Verzug stattfinden. Im Herbst reagierte die fsi wiwiss auf einen Vorschlag des Prüfungsausschusses mit einer Umfrage,  die feststellte, dass knapp 90% der Studierenden am Fachbereich diese Nachschreibeklausuren lieber am Ende der gleichen Semesterferien oder zu Beginn der nächsten Vorlesungszeit schreiben würden - also deutlich früher. Das Protokoll verzeichnet, dass der wirtschaftswissenschaftliche Dekan diese Vorschläge nicht grundsätzlich ablehnen wollte.

Abgelehnt wurde dagegen zunächst erneut die Öffnung von Masterkursen, um die angespannte Lehrsituation in den knappen Diplom-Lehrveranstaltungen zu entspannen. Bachelor-Kurse sollen zwar verstärkt geöffnet werden, die didaktischen Konzepte des Masters stünden dem aber entgegen. Diese Argumentation klingt allerdings wenig einleuchtend, es sei denn, dass sie behaupten soll, dass Diplom-Studierenden nur veraltete didaktische Konzepte zustehen. Relativ sicher ist, dass es sich daher nur um vorgeschobene Argumente handelt, um etwas mehr Komplexität bei der Kursanmeldung zu vermeiden.

Dennoch bestehen somit Schwierigkeiten bei der Studienplanung, insbesondere am Institut für Management. Die angeschlossenen Lehrstühle bieten diverse Prüfungsfächer an, ermöglichen aber immer mehr den Import von Veranstaltungen der anderen Institutslehrstühle. Da gleichzeitig das eigene Angebot geringer wird, führt dies zu einer faktischen Angleichung der Inhalte der unterschiedlichen Prüfungsfächer und dem Verlust entsprechender Profilbildung. Noch in der letzten Woche reagierte der erste Lehrstuhl mit einer Ausweitung seines bislang angesetzten Lehrangebots.

Die Initiative wird sich nun darum bemühen, ein Konzept vorzulegen, wie man das Informationsangebot für die Studierenden am Fachbereich sinnvoller ausgestalten kann. Außerdem werden wir über die studentischen Vertreter im Fachbereichsrat das Thema der zeitnahen Nachschreibeklausuren erneut forcieren. Daneben arbeiten wir an einer Reihe von Vorschlägen, wie die Kapazitäten für Seminar- und Diplomarbeiten vergrößert oder besser genutzt werden können. Das es hier starke Minderkapazitäten zeigt, äußerten Studierende ebenfalls. Nach einem ersten Blick über die gestern beendete Umfrage über den Bedarf an Lehrveranstaltunge bestätigt sie diese Aussagen in drastischer Manier.