Was dran ist an der Initiative bezüglich Nachholklausuren.

Thomas E.Akademische Gremien, FU, Hochschulpolitik, Lehre Kommentar schreiben

Vor zwei Tagen berichteten wir erstmals über eine mutmaßliche Initiative des Präsidiums der FU, die Regelungen zu Wiederholungsklausuren zu vereinheitlichen, und sprachen dort auch die beiden Modelle an, die den Fachbereichen zur Auswahl vorgelegt wurden. Weiterführende Recherchen von Mathias Bartelt haben das Vorhaben, das bisher nur aus Indizien rekonstruiert werden konnte, bestätigt. Ursprung ist allerdings nicht direkt das Präsidium, sondern die Studienabteilung der FU.

Auch die Annahme, es gehe darum, potentielle Schlupflöcher an manchen Fachbereichen zu schließen, konnte nachvollzogen werden. Genau das ist der Hintergrund dieses Vorgehens. Für die Studierenden dieser Fachbereiche bedeutet die Umsetzung der Vorschläge dann naturgemäß eine Verschlechterung der derzeitigen Situation. Von Fachbereichen, deren System bereits jetzt sehr ähnlich zu den neuen Vorschlägen konstruiert ist, erfährt man dagegen, dass die Zwangsexmatrikulation durchaus nicht nur in Einzelfällen erfolgt, sondern wiederholt Studierende aufgrund zu vieler Wiederholungsversuche im Studium scheitern.

Nach bisherigen Informationen sollen entsprechende Regelungen nur für die neuen Studiengänge eingeführt werden. Die Regelungen zu Nachholklausuren enthalten mitunter aber, und das seit vielen Jahren, die gleichen Schlupflöcher. Diese werden also offenbar vorerst fortbestehen, sofern die Fachbereiche nicht auf eigene Initiative hin Änderungen vornehmen wollen.

So mag der Hintergedanke einer Vereinheitlichung ja noch ganz nett sein. Er wird das schon weniger, wenn das für viele Studierende zu einer plötzlichen Verschlechterung der derzeitigen Situation führt. Er führt aber auch dazu, dass wir uns fragen dürfen, warum nicht auch die positiven Aspekte von solchen Nachholregelungen vereinheitlicht werden? So dauert es an manchen Fachbereichen immer noch ein halbes Jahr, um die Wiederholungsklausur schreiben zu können, statt (wie bundesweit weit überwiegend und auch an der FU durchaus häufig praktiziert) die Nachholprüfungen gegen Ende der Semesterferien/ Anfang des Folgesemesters durchzuführen.

2 Reaktionen zu “Was dran ist an der Initiative bezüglich Nachholklausuren.”

  1. Vereinheitlichung der BA-Wiederholungsprüfungsregeln geplant « FUwatch

    [...] wiederholt Studierende aufgrund zu vieler Wiederholungsversuche im Studium scheitern.” (“Was dran ist an der Initiative bezüglich Nachholklausuren”, LHG Blog, [...]

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