Auf der vergangenen Senatssitzung ging es sehr sachlich und gemäßigt zu, wobei die meisten Fragen von den Studierenden gestellt wurden. Bei den allgemeinen Anfragen wurde von den Studierenden wieder die Mensa 1 angesprochen. Nach Auskünften des Kanzlers soll zunächst (bis 2010) die Bibliothek der Juristen ein Exil in den oberen beiden Geschossen finden und zwar solange die eigentliche Jura-Bibliothek renoviert wird. Danach (etwas bis 2013) sollen Teile der UB dort untergebracht werden, die auch einen starken Renovierungsbedarf aufweist. Um die Versorgung der Studierenden mit Mahlzeiten zu sichern, soll mit einer Baumaßnahme das Erdgeschoss der Mensa erweitert werden.
Bei der Einrichtung eines weiterbildenen Masterstudiengangs namens “Europäisches und Internationales Wirtschafts-, Wettbewerbs-, und Regulierungsrecht” haben sich die Studierenden geschlossen dagegen ausgesprochen, da die geforderten Studiengebühren sich nicht mit dem Interessen der Studierendenschaft vereinen lassen. Dafür darf sich der Fachbereich Rechtswissenschaften über Herrn Dr. Hartmut Schneider als neuen Honorarprofessor freuen.
Die Masterstudiengänge Koreastudien/Ostasienwissenschaften, Physik und Public Economics wurden aber ohne weitere Diskussionen eingerichtet und zudem wurde eine Vielzahl von schon bestehenden Masterstudiengängen verlängert.
Recht heiß diskutiert wurde die zu beschließende neue Satzung des Sprachenzentrums. Alle Kritiker von der Professoren- und Mitarbeiterseite gaben sich aber mit den vorgeschlagenen Abänderungen zufrieden. Es wurden die außereuropäischen Sprachen etwas ausgeklammert und Änderungen bei Gremienbezeichnungen vorgenommen.
20. Mai 2009 at 10:05
Lieber Uwe Kirmse,
dieser Senatssitzung habe ich beigewohnt und ich muss sagen, ich war über das Verhalten der Studentenvertreter absolut schockiert. Die Ablehnung aber der anderen Studiengänge (Korea, Public Economics, Physics)durch 3 von 4 Studenten wurde überhaupt nicht begründet. Zunächst wurden Kritikpunkte vorgebracht, die a) in der KfL hätten geäußert werden müssen und sich b) bei einem Blick in die Studien- und Prüfungsordnung als völlig haltlos erweisen. Mit anderen Worten: Die Vertreter waren schlecht vorbereitet, was sie auch bei anderen TOP unter Beweis stellten. Als diese Kritikpunkte mit Verweis auf die Ordnungen zerstreut waren, wurden die Studiengänge dann trotzdem von 3 der 4 Vertreter abgelehnt. Warum? Masterstudiengänge generieren Studienplätze, die fertig werdende Bachelor dringend benötigen. Warum handelt man als Vertreter der Studenteninteressen entgegen der Studenteninteressen?
Bis vor Kurzem war ich selbst noch FU-Student. Die LHG habe ich als die pragmatische Studentenorganisation kennengelernt und auch fleißig gewählt. Ich glaube, man sollte Studentenvertreter anderer Gruppen auch im LHG-Blog kritisieren, wenn diese durch Fundamentalopposition alles vertreten, nur nicht die Interessen der Studenten.
Grüße
Clemens
27. Mai 2009 at 9:17
Lieber Clemens,
die Beweggründe der anderen Studierendenvertreter kann ich mit unter nicht nachvollziehen, da ich nicht in den ablehnend, linken Strukturen denken kann.
So weit ich es verstanden habe, war ein Hauptgrund für die Ablehnung dieser Masterstudiengänge die, in den Ordnungen geforderte Anwesenheitspflicht. Das scheint für sie im Interesse der Studierenden zu sein. (und als guter Demokrat muss ich diese Meinung akzeptieren)
Diese Antwort wird Dir nicht viel weiterhelfen, aber trotzdem möchte ich Dich anregen, hier weiterhin Deine Meinung zu äußern und zu kritisieren was Dir an uns oder an anderen nicht passt.
Mit vielen Grüßen
Uwe Kirmse