Auf der letzten Senatssitzung kochten die Gefühle der OSI-aner. Nach Beschlüssen diverser Gremien, wie Institutsrat oder Vollversammlung, sollte das OSI-Diplom erhalten bleiben. In besonderer Weise plädierte auch Herr Prof. Funke für das Diplom. Unser Präsident Prof. Lenzen erklärte jedoch, daß sich das Präsidium strafbar machen würde, wenn es sich mit der Erhaltung des Diploms über die Anweisungen des Berliner Senats hinwegsetzt. Es war also unmöglich, das Diplom zu erhalten. Daher kam es zu dem positiv aufgenommenen Vorschlag, neben dem bestehenden Bachelor (6 Semester BA + 4 Semester MA) einen zweiten, diplomähnlichen Bachelor ein zu führen (8 Semester BA + 2 Semester MA). Wie das genau aussehen soll, wird jetzt innerhalb des Fachbereichs und Instituts geklärt.
Alle anderen Zulassungszahlen für das kommende WS wurden angenommen, sodass unsere zukünftigen Erstsemester sich nun bewerben können.
Weiterhin kam es zur recht problemlosen Einrichtung des Bachelor Biochemie und eines konsekutiven Masters namens „Judaism in Historical Context“ im Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften. Außerdem gibt es nun einen interdisziplinären Doppelmasterstudiengang „Public Policy- und Management“, bei dem die FU mit der französischen HEC zusammenarbeitet. Man verbringt dann je ein Jahr an der FU und eins an der HEC in Paris.
Den von den Studierenden der Ini-Liste eingebrachten Antrag gegen eine Äußerung von Prof. Lenzen in der er sich angeblich für „Intelligient Design“ (eine Art Kreationismus) aussprach, an den zudem eine Rücktrittsforderung gekoppelt war, konnte die LHG nicht unterstützen. Uwe Kirmse hat sich und die demokratischen (demokratisch im Sinne der Bundesrepublik) Studierendengruppen ausdrücklich davon distanziert, damit es zu keinem verzerrten Bild der Studierendenschaft kommt.
Dem besonderen Einsatz von Uwe Kirmse (LHG) und Jacob Beuchel (JuSos) ist es zu verdanken, daß nach einigen Jahren wieder ein zweites studentisches Mitglied in die Forschungskommission aufgenommen wurde. Besonders stolz macht uns natürlich, daß das neue Mitglied Uwe Kirmse ist und damit aus den Reihen der LHG kommt. Wir können jetzt auch hier eine pragmatische Arbeit leisten und Euch immer aktuell über Beschlüsse und Empfehlungen informieren.
Ein anderen Antrag der Ini-Liste zur Einrichtung einer Entwicklungsplanungskommission und einer Haushalts- und Finanzplanungskommission scheiterte am Vorgehen der Liste der FSI-Liste. Letztlich konnte niemand den Antrag begründen und eine erdachte List, einen anderen Redner in den AS zu bekommen, kam einem Rechtsbruch gleich. Darüber empörte sich das Präsidium, es griff aber zu keinen Sanktionen.
Die Nachfragen zur Schließung der Mensa I, die im Namen der Grünen Hochschulgruppe gestellt wurden, brachten keine großen Neuigkeiten zu Tage. Es bleibt bei der Schließung zum WS 2009/2010 und danach bei der vorübergehenden Unterbringung der Jura-Bibliothek. Dann soll, bei einer Renovierung der UB, Teile von diesen Beständen in dem Mensagebäude untergebracht werden. Außerdem denkt man darüber nach, (Gruppen-)Arbeitsplätze für Studierende einzurichten, die ja auf dem gesamten Campus knapp sind.
Ich habe den Bericht leicht verändet, in dem ich der Bitte der Liste der Fachschaftinitativen nachgekommen bin, da diese (selbstverständlich) nicht mit polemisierten Begriffen und Beschreibungen bezeichnet oder gleichgesetzt werden will. Für diese Entgleisung meinerseits möchte ich mich hiermit auch offiziell entschuldigen.
Am Mittwoch, dem 27. Mai 2009, um 15 Uhr (s.t.) findet die nächste Sitzung des Akademischen Senats der FU statt. Die Sitzung ist zum Großteil öffentlich, das heißt, daß jeder Interessierte in den Henry-Ford-Bau kommen kann und sich ins Publikum setzen. Wer sich das Geschehen ansehen möchte, muss diesmal in den Raum 211 (1.OG) in der Van´t-Hoff-Str. 8 kommen (FB Rechtswissenschaft).