Bericht aus der Sitzung des FBR PolSoz vom 22.04.2009

Michael KochAllgemeines Kommentar schreiben

Zum ersten Mal nach der Ablösung des alten Dekanats unter Prof. Riedmüller durch das neue unter Prof. Beck am 1. April traf sich letzten Mittwoch der Fachbereichsrat PolSoz im Hörsaal B des OSI. Auf der Tagesordnung standen, neben eher technischen Angelegenheiten wie der Verlängerung bzw. dem Beschluss diverser Studienordnungen, u.a. für den MA Politik und deutsche Nachkriegsgeschichte,  einige von den Studierenden eingebrachte Tagesordnungspunkte, wie eine Diskussion über das OSI-Diplom sowie die jüngsten Ereignisse um Klaus Roth und die Lehrsituation im Bereich Politische Ideengeschichte. Obwohl genauer gesagt letzteres gar nicht auf der Tagesordnung landete. Der Antrag der Studierenden zur Behandlung dieses Themas wurde mehrheitlich abgelehnt nachdem Prof. Massing mehr oder weniger entnervt die Relevanz des Themas bestritt und meinte, in der Angelegenheit wäre alles gesagt. Zur Erinnerung: Im Rahmen von Sparmaßnahmen des Präsidiums war Roths Vertretungsprofessur nicht mehr verlängert worden. Da der Fachbereich Roth nur besoldete Lehraufträge anbieten konnte – dieser hätte dabei auf zwei Drittel seiner bisherigen Bezüge verzichten müssen – kamen beide Seiten zu keiner Einigung. Roth meldete sich zum 1. April arbeitslos. Wie schon gesagt, debattiert wurde die Angelegenheit im FBR nicht mehr. Dekan Beck unterstützte die Nicht-Behandlung. Dies sei in erster Linie eine Institutsangelegenheit, mit der sich der Institutsrat des OSI und nicht der FBR zu befassen habe.

Die Behandlung des Themas OSI-Diplom wurde auf die kommende Sitzung vertagt.

Viele der restlichen Tagesordnungspunkte – bspw. der Beschluss einer Studienordnung für einen gemeinsamen Studiengang mit der HEC Paris – mussten verschoben werden, da die notwendigen Dokumente erst am Montag verschickt worden waren. Die für die deutsch-französischen Kooperationen zuständige ehemalige Studiendekanin Dr. von Oppeln machte auf die Dringlichkeit des Themas aufmerksam, konnte sich jedoch mit ihrem Wunsch, die Studienordnung sofort zu verabschieden, nicht durchsetzen. Die Angelegenheit wird auf der kommenden FBR-Sitzung am 6. Mai besprochen werden.

Eine Reaktion zu “Bericht aus der Sitzung des FBR PolSoz vom 22.04.2009”

  1. Mathias Bartelt

    Lieber Michael Koch,

    vielen Dank für Deinen Bericht.

    Mich würde hier noch zweierlei interessieren:

    1. Gibt es eine Aufstellung vom Haushalt des FBR PolSoz? Im FB PhilGeist gibt es sie. Im FBR PhilGeist wird außer dem am bzw. ab kommenden Mittwoch, dem 06.05.09, der neue Fachbereichshaushalt diskutiert werden. Mit samt dem hier aufgeführten derzeitigen Sachstand zu den Berliner Hochschulhaushalt-Verhandlungen, der sich bisher nicht verändert hat. Im Gegenteil, es sieht eher schlecht aus.

    Im Fachbereichshaushalt sind mindestens der Gesamthaushalt des Fachbereichs und die einzelnen Institutshaushalte aufgeführt. Daran läßt sich dann mit ablesen, ob der Fall Roth in OSI-IR oder PolSoz-FBR besprochen werden müßte. Zumal eine Vertretungsprofessur m.E. durch den FBR muß. Ich glaube jeden Falls nicht, daß das OSI finanziell so unabhängig vom Fachbereich ist. Weder, was die Möglichkeit des FBR hinsichtlich des An-sich-Ziehens betrifft, noch, was die tatsächlich innerhalb des OSI-Budgets noch vorhandenen Spielräume betrifft.

    Sagen FBR und OSI-GD Massing nun, der FBR könne die Vertretung nicht mehr als Vertretungsprofessurfinanzieren, sondern es könnten für Roth nur noch Lehraufträge finanziert werden, so kann es tatsächlich sein, daß es – zuerst – eine Sache des OSI ist. Denn wenn nicht gerade ein FBR es an sich zieht (was er kann und darf), werden Lehraufträge vom betreffenden Institut beschlossen. Nur: Ob diese Lehraufträge auch finanziert werden, liegt doch meistens unter Genehmigung der Fachbereichsverwaltung. Sowohl bei Vertretungs-Lehraufträgen als auch bei regulären. Ich gehe nicht davon aus, daß das im Fachbereich PolSoz so anders ist.

    2. Interessant: Die zu späte Verschickung von Unterlagen. Das stellt eine nicht unwichtige Präzedenz dar, denn Unterlagen werden sehr oft zu spät verschickt und dennoch oft genug durchgewinkt.
    Im Übrigen: Diese Geschäftsordnung gilt für alle FU-Gremien unterhalb des Akademischen Senats, so weit sie – was die Regel ist – keine eigene (abweichende) GO beschlossen haben. Auch im FBR PhilGeist und im Institut für Philosophie wird sich darauf berufen.

    Das FU-Präsidium hat es vor und in der letzten AS-Sitzung mit hanebüchener Begründung (“interne” Regelung) abgelehnt, die AS-GO öffentlich zur Verfügung zu stellen.

    Schöne Grüße

    Mathias Bartelt

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