Am Montag nach dem Streik werden 9 Millionen gekürzt
Wolf DermannPresse, Hochschulpolitik, Allgemeines Kommentar schreibenWie der Tagesspiegel auf seiner heutigen Titelseite vermeldet, ist der rot-rote Senat von seinen bisherigen Finanzierungszusagen an die Hochschulen abgerückt und bietet nun nur noch eine Steigerung der Hochschulfinanzierung um 35 Millionen statt der bisher zugesagten 44 Millionen Euro für das nächste Jahr an. Die Nachricht kommt nur wenige Tage nach dem sogenannten “Bildungsstreik” mit dem die Organisatoren eine Erhöhung der Hochschulfinanzierung erreichen wollten.
Die Hochschulen fordern 175 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich. Die Behauptung, diese Steigerung sei unbedingt notwendig um Stellenkürzungen zu vermeiden, scheint nach LHG-Einschätzungen allerdings hauptsächlich verhandlungstaktisch motiviert zu sein.
23. Juni 2009 at 20:19
Wobei ich hinzufügen möchte, dass
(1) wir durchaus den Sinn zusätzlicher Gelder höheren Umfangs als angeboten sehen. Nicht, dass es gleich heißt, die LHG wäre für Mittelkürzungen.
(2) wir die Verantwortung für diesen Schritt des Senats dafür nicht den Streikenden zuschreiben.
23. Juni 2009 at 21:01
Wir sind ja selber mit Transparenten vors Rote Rathaus gezogen und haben mehr Geld gefordert. Alle Demonstrationen der letzten Woche waren aber vollkommen nutzlos und gingen Wowereit und dem rot-roten Senat wohl vollkommen am ***** vorbei. Meiner Meinung nach waren wir offenkundig zu wenig und die anderen komplett “off-message”, sodass alles verpufft ist.