Kommission für Lehre: Zulassungsordnungen fürs Wintersemester beschlossen

Thomas E.Akademische Gremien, Hochschulpolitik, Lehre Kommentar schreiben

Heute fand die letzte KfL-Sitzung des Studienjahres statt. Weiter geht’s erst im Wintersemester. Die erste Überraschung wartete dabei heute bereits an der Tür des Präsidiums: Neuerdings werden dort Einlasskontrollen durchgeführt. Unangemeldet kommt niemand mehr so einfach ins Präsidium. Spätfolgen des Streiks, die ich allerdings nicht gutheißen kann. Bei allem Ärger über Randale, die ich teilen kann, kann es nicht das Ziel sein, das Präsidium noch mehr zu einer gottgleichen, für den Otto-Normal-Studenten prinzipiell verschlossenen Einrichtung zu machen. Massen lassen sich auch von zwei Wachmännern nicht aufhalten. Für jeden normalen Besucher hat diese neue Atmosphäre aber etwas Beklemmendes.

In der Sitzung wurde zunächst recht lang über einen weiterbildenden Masterstudiengang für Veterinärmediziner gesprochen. Neben vielen anderen solchen Mastern, die in Kooperation mit anderen (ausländischen) Universitäten stattfinden, zeichnete dieser sich durch seine Kooperation mit diversenen afrikanischen Universitäten aus. Das Konzept wirkt durchaus interessant und richtet sich auch explizit an afrikanischstämmige Bewerber. Befremdlich wirkt es dennoch auf deutsche Ohren, von “Produktion” von Tieren zu lesen. Dass dies schlechterdings Fachsprache sei, wurde versichert, und dass Tierschutz ein integraler Bestandteil veterinärmedizinischer Ausbildung sei.

Zweiter Tagesordnungspunkt waren die Zulassungszahlen zum Wintersemester. Zu Beginn gab es hier erst einmal wieder eine Auseinandersetzung um das Rederecht von Gästen in der KfL. Zuletzt hatten wir uns an sich geeinigt, einzelne studentische Vertreter nach vorheriger Einladung zuzulassen. Davon wurde nun erneut Abstand genommen. Zeitlich hielt sich die Diskussion in Grenzen, weil es auch an neuen Argumenten schlussendlich nicht viel gab, und die Abstimmung fiel zuungunsten der Studierenden mit einem Patt aus. Dennoch bleibt dieser Zustand unbefriedigend.

Das Thema selbst wurde deutlich emotionsloser angegangen, allerdings auch intensiv behandelt. Für Wirtschaftswissenschaftlicher interessant war die Ankündigung durch Vizepräsidentin Keitel-Kreidt, dass sich das Präsidium generell für zeitnahe Nachschreibeklausuren einsetzen werde, explizit auch an jenem Fachbereich. Für alle Bachelor-Studierenden wurde eine generelle Prüfung der Studienbedingungen und Prüfungsmodalitäten angedeutet. Außerdem wird den studentischen Mitgliedern auf Anfrage nun wohl eine Übersicht der Bewerberzahlen für das vergangene Wintersemester zur Verfügung gestellt werden, aufgeschlüsselt nach Studiengängen und Abschlüssen. Wobei auch dies zunächst stark reglementiert bleibt.

Im Ergebnis: Kann man arbeiten, wenn man mal zum Arbeiten kommt, stößt man, sobald es diffizil wird, dennoch auf Widerstand, und ist man mitunter mit einer Ungleichbehandlung der KfL-Mitglieder konfrontiert, die so auch nicht förderlich ist.

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