Vom Semester ist nicht mehr viel übrig und damit endet auch meine hochschulpolitisch aktive Zeit. Mein KfL-Mandat habe ich letzte Woche zurückgegeben. In einer Woche wird auch das Projekt Studierenden ein Forum beendet sein. Werde ich mich endlich mal auf meine Diplomarbeit konzentrieren können, die in zwei Monaten abgegeben sein will.
Und wie Ronny vor einem Jahr zum selben Anlass sage ich nun (nach allerdings nur zweieinhalb Jahren aktiver Zeit) “Adieu!”
Andere werden vor Ort sein und weiterarbeiten. Hier und da werden sie sich streiten und das ist gut so. Auf den Weg geben möchte ich aber, dass man bei aller Kritik aneinander nie das Streben verliert, den anderen zu verstehen, und dass man sachliche Konflikte auch auf der Sachebene hält.
Mein Traum einer Freien Universität ist ein Miteinander. Auf das Miteinander am FB WiWiss, das wir uns mühsam erarbeitet haben, schaue ich gerne zurück. Andernorts will ich nicht der Abschiedsmilde verfallen: Wir kommen im StuPa nicht recht voran und auch nicht recht im Senat. Wir gewinnen die Bindung an unsere Kommilitonen nicht zurück.
Mahnen möchte ich daher, stärker und überhaupt die Möglichkeiten wahrzunehmen, die uns gegeben sind. In die Gremien zu gehen, an den Fachbereichen Projekte zu entwickeln und so weiter – kooperativ. Es hat ja seine Berechtigung, über die grundsätzliche Ausrichtung der Universität zu reden. Aber unsere Aufgabe als Vertreter studentischer Interessen ist es auch, die akuten Bedürfnisse zu befriedigen. Das geht ohne Revolution und mit Bordmitteln.
Und macht auch Eindruck. Motiviert vielleicht sogar jüngere Kommilitonen, mitzugehen.
Auf dass uns das Interesse nicht verloren geht, die Zukunft zu gestalten.
Viele Grüße an alle
Thomas
16. July 2009 at 11:18
Lieber Thomas,
diese Abschiedsmeldung hätte Dir gern auch einen Tag später einfallen können. Oder zwei. Oder 365. Oder so
.
Wieder ein Mal geht ein hochschulpolitisch Aktiver, der durch sein Einzelengagement in dem ihm möglichen Rahmen und der ihm möglichen Zeit durchaus Manches erreicht und Manches angepackt hat – und der es ernsthaft versucht hat. Darauf läßt sich aufbauen. Doch ohne ihn fehlt etwas. Das ist es, was Manche/r hören will, aber nie selbstverständlich ist. Hier ist es selbstverständlich: denn es ist zweifellos verdient.
Lieber Thomas, ich danke Dir für die hervor ragende Zusammenarbeit, wie und so weit sie uns möglich war oder so weit Du oder wir sie auch an anderer Stelle ermöglichen konnten.
Mit herzlichen Grüßen
Mathias B.