Beschluss des FBR Wiwiss über die Einführung einer Orientierungsphase beim BWL- und VWL-Bachelor
AnneAkademische Gremien, Hochschulpolitik Kommentar schreibenAm 21.10.2009 hat der Fachbereichsrat Wirtschaftswissenschaft die Einführung einer Orientierungsphase für den BWL- und VWL-Bachelor beschlossen. Diese Orientierungsphase soll beim BWL-Bachelor die ersten drei Semester betragen und beim VWL-Bachelor lediglich die ersten zwei Semester. Wer nach Ablauf dieser Orientierungsphase bestimmte Prüfungsleistungen nicht erbracht hat, verliert damit seinen Prüfungsanspruch am Fachbereich. Diese Orientierungsphase steht schon seit langem in den offiziellen Bachelor-Broschüren des Fachbereichs, war allerdings bis dato noch nicht beschlossen.
Allerdings ist die Orientierungsphase wie sie am FB Wiwiss beschlossen wurde abzulehnen. Besonders problematisch ist dabei, dass man bei einigen Prüfungen nur einen Versuch hat, diese also beim ersten mal bestehen muss, da man sonst den Prüfungsanspruch verliert. Dies ist z.B. bei den Fächern der Fall die im VWL-Bachelor laut dem Verlaufsplan erst im 2.Semster vorgesehen sind und auch dann erst angeboten werden. Aber gerade in der Anfangsphase eines Studiums kann man häufig den Schwierigkeitsgrad und den Anspruch von Klausuren an einer Hochschule schlecht einschätzen und selbst eigentlich gute Studenten können sich dann mal verschätzen und eine Klausur nicht bestehen. Weiterhin ist nicht klar, warum die Orientierungsphase beim BWL-Bachelor ein Semester länger sein soll als bei VWL und warum damit der BWL-Bachelor weniger restriktiv gestaltet ist. Die im Fachbereichsrat vertretenen Hochschulgruppen sind sich einig, dass eine so ausgestaltete Orientierungsphase nicht zu akzeptieren ist und es wird derzeit ein weiteres gemeinsames Vorgehen zwischen LHG und fsi abgestimmt.
27. October 2009 at 2:10
so, und jetzt bin ich mal gespannt, wie ihr diese position “konstruktiv” in das von den profs dominierte gremium FBR einbringt und vor allem welches ergebnis das gibt. wenn das wirklich durch eine mehrheit abgelehnt wird, dann respekt. ansonsten willkommen in der realität der hochschul”demokratie” all denen, die noch immer an die gute uni glauben.
nur mal so… auch nicht destruktiv gemeint.