663. Sitzung des Akademischen Senats am 18. November 2009

Uwe KirmseAllgemeines Kommentar schreiben

Auf der vergangenen Sitzung wurde der Haushaltsplan der FU für 2010/2011 besprochen. Die sich daraus ergebenden wichtigen Punkte sind zum Großteil nicht neu. Der Sparkurs muss fortgesetzt werden, was auch beinhaltet, daß die Haushaltssperre von 7,5 % nicht aufgehoben wird. Durch die Drittmittel, im besonderen die der Exzellenzinitiative, wird einerseits auch ein Teil des herkömmlichen Alltagsgeschäfts getragen, andererseits ist Unmut darüber aufgekommen, wie man mit den neu eingerichteten Exzellenzstellen verfahren soll. Vertraglich müssen die Professorenstellen nach dem Auslaufen der Initiative an der FU beibehalten werden, verstetigt werden. Nun ist die Frage wer das bezahlen soll.
Ansonsten wird noch ein ganzer Teil des Haushalts für Renovierungsmaßnahmen oder sogar Neubauten veranschlagt. Die Silberlaube soll zum Beispiel erweitert werden oder auch die Pferdeklinik der Veterinärmediziner.

Ein weiterer großer Punkt der Sitzung wurde den Hochschulverträgen gewidmet. Der Vertrag wurde vom Berliner Senat noch einmal leicht geändert. Es wurde schwammige Klauseln eingefügt, die die Planungssicherheit für die Hochschulen in Frage stellen. Die Beschlussvorlage des Dienstagskreises, die den Unmut darüber zum Ausdruck bringt, wurde vom Akademischen Senat angenommen und stärkt damit dem Präsidium bei weiteren Diskussionen den Rücken.

Aus der Senatsverwaltung gibt es nun die gesicherte Information, daß die U 3 weder eingestellt, noch in irgendeiner Weise verkürzt werden soll. Wir kommen also weiterhin so bequem zur Uni, wie bisher.
Die Wiedereröffnung des Erdgeschosses des Mensa I verzögert sich jetzt bis Januar. Nach Aussagen des Kanzlers hatte das Studentenwerk keine Genehmigung für den Umbau eingeholt. Daher wurde dieser Amtsweg jetzt erst eingeleitet, der nun die Bautätigkeiten hemmt. Der Teil der Juristischen Bibliothek in den beiden oberen Geschossen kann aber schon genutzt werden!
Außerdem wurde der Beirat der Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung der FU neu gewählt und die nichtuniversitären Mitglieder des Kuratoriums wurden auf dieser Sitzung bestätigt.

Ein großes Lob geht noch an die Studierenden im Publikum, die zum Teil direkt aus dem besetzten Hörsaal in der Silberlaube gekommen waren. Das Präsidium ließ auch anklingen, daß sie den Raum für die Diskussionen (also den besetzten Hörsaal) weiterhin zur Verfügung stellen wird, wenn die Abmachungen eingehalten werden. Die Form der Öffentlichkeit und die Beteiligung, die die Studierenden währen der Sitzung an den Tag gelegt haben war einer FREIEN Universität angemessen, wenn man mal von wenigen Zwischenrufen absieht.

2 Reaktionen zu “663. Sitzung des Akademischen Senats am 18. November 2009”

  1. Besetzer_in

    Uwe, ich bin erschüttert, dass Du scheinbar keine Ahnung hast, worüber Du schreibst. Beispiel?
    “Vertraglich müssen die Professorenstellen nach dem Auslaufen der Initiative an der FU beibehalten werden, verstetigt werden.” Das ist kurz gesagt falsch, sie müssen mitnichten verlängert werden, es ist vielmehr der politische Wille da, diese Professor_innen teilweise zu verlängern.
    Ganz abgesehen davon, dass Dein Beitrag überhaupt keine Übersicht über den Verlauf und die Inhalte der AS-Sitzung gibt, ist er thematisch eklektisch und inhaltlich absolut unzureichend. Ganz zu schweigen vom Stil.
    Bitte lies Dir vor der nächsten Sitzung mal was an, bevor Du abertausende von Studierenden vertrittst. Das ist ja erschütternd.

  2. Uwe Kirmse

    Ich habe nicht behauptet, daß ich die Besetzer vertrete und daher muss Dir der Bericht auch nicht gefallen.

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