Institutsrat am OSI vom 25.11.: erste Abstimmung über eine Reform des achtsemestrigen PoWi-Bachelors

Kristina KaempferAkademische Gremien Kommentar schreiben

In der heutigen Sitzung des Institutsrats des Otto-Suhr-Instituts kam es zu einer ersten Abstimmung über den reformierten achtsemestrigen Bachelors.

Nach Festlegung der TO, Genehmigung der letzten Protokolle und dem TOP Mitteilungen und Ankündigungen (welcher einige Neubesetzungen im Prüfungsschuss und Nachrücker im Institutsrat bemerkte), wurden das Ergebnis des Institutstags, und der damit eng verknüpfte Reformentwurf eines PoWi-Bachelors durch eine Kommission aus Lehrenden und Studierenden, heiß diskutiert.
Bezüglich der Strukturplanung beschloss der Institutsrat, nach anfänglichen Versuchen durch die geschäftsführende Direktorin Dagmar Vinz diesen Punkt zu vertagen und sich daran anschliessender langer Diskussion mit den Studierenden, die folgende Punkte: Der Institutsrat geht fortan von 12 Soll-Stellen aus, die Besetzung der Bereiche Ideengeschichte, System der BRD und Rechtliche Grundlagen mit einer Vollprofessur wird als notwenig angesehen (mit einer Enthaltung genehmigt). Gleichsam sollen freiwerdende Stellen bzw. freiwerdende zentrale Mittel sind vorbehaltlich für diese Bereiche reserviert, sollte keine strukturrelevante Vollprofessur mehr dort existieren.
Auch der danach folgende Punkt der Bachelorreform war nicht minder strittig: der schon auf dem Institutsrat aufkommende zweite Entwurf durch Mitglieder des Prüfungsausschusses (ehemals bekannt als “Börzel& co”) wurde dem Entwurf der Kommission gegenüber gestellt. Die überwältigende Mehrheit der Studierenden sprach sich hierbei für letzteren aus, was nicht zuletzt auf die anwesenden Dozierenden Druck gemacht hat, sich scheinbar in ihrer Entscheidung den Interessen der Studierenden zu beugen. Nach heftiger Debatte über Abstimmung oder Nicht-Abstimmung (und leider einiger unschöner Szenen von anwesenden Studierenden aus dem FBR PolSoz und Akademischen Senat), kam es schlussendlich doch zu keiner Vertagung – ein Verfahren, welches vor allem in der letzten Sitzung der Bachelor-Arbeitsgruppe eher distanziert und verhalten gesehen wurde, da befürchtet war, dass eine Abstimmung zu Ungunsten der Studierenden ausfallen würde. Schlussendlich wurde jedoch beschlossen, den grundliegenden Kurs der Kommission zu unterstützten und dabei explizit das Y-Modell, die affinen Module, die streichbaren Module (sodass nicht alle Noten in die Endnote zählen) sowie die Übernahme des 5./6. Semesters des Kommissionsvorschlag mit 2 Enthaltungen der studentischen Vertreter zu genehmigen. Diese Enthaltungen begründeten sich darauf, dass es zu einer Vertagung bezüglich des äußerst strittigen Punktes der Pflichtmodule kam und hierbei nicht der Kommissionsentwurf befürwortet wurde. Gleichfalls ist die Ausgestaltung der BA-Arbeit und ihre Bewertung noch nicht entschieden.

Nach fast vier Stunden hitziger Debatte wurden die letzten TOPs, inklusive dem zur Verlängerung des SFB700 und der damit verbundenen öffentliche Abstrafung von Sarah Walz und Oliver Wolff, nach einem stark zu kritisierenden Brief an die DFG, welche den SFB 700 und beschäftigten Wissenschaftler aufs Höchste hätte schaden können (oder besser gesagt sollen), auf den nächsten IR in zwei Wochen vertagt.

Besonders positiv zu bemerken war das rege Interesse der Studierenden: mindestens 50, wenn nicht sogar an die 80 Studierenden wohnten der fast vier Stunden dauernden Sitzung bei und zeigten, dass der Institutstag mehr war, als nur ein einmaliges Ereignis. Nicht zuletzt durch den Druck, den auch die Dozierenden gespürt hatten, wurde der Institutsrat gezwungen, das Votum vom Institutstag ernst zu nehmen.

(Der nächste Termin zur Sitzung der Kommission zum achtsemestrigen Bachelor wird am nächsten Mittwoch stattfinden, wobei die endgültige Uhrzeit noch nicht geklärt ist. Sobald genaueres feststeht, werden wir euch hier auf dem Blog darüber informieren.)

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