Am 13. 12. 09 wurde am U-Bahnhof Thielplatz dieser Artikel offen angeschlagen!
Nach Recherchen der LHG wurde dieser Artikel zweifelsfrei nicht von der WAZ (Telefonat mit der WAZ) sowie keiner weiteren Tageszeitung veröffentlicht. Zudem lassen sich nirgendwo Hinweise auf einen solchen oder ähnlichen Fall vom 11. Dezember 2009 in der Uni Bochum finden. Die zitierte Initiative „Freie Mediziner gegen Fettleibigkeit“, angeblich geführt von einem Dr. Krumm, existiert ebenfalls nicht. Die damit verbunden Aussagen sind daher kritisch zu betrachten und keinesfalls als Expertisenwissen anzusehen. Zudem zeigt der Artikel journalistische Schwächen in Sprache - wie die Verwendung politisch unkorrekter Begriffe wie „Fettleibigkeit“ - und Form, was sich in den ungenauen oder nicht vorhandenen Quellen (der Prognosen) niederschlägt.
Der Verdacht liegt daher nahe, dass eine bzw. mehrere Gruppen der FU Berlin mit diesem erdachten Todesfall eine besondere Aufmerksamkeitswirkung erzeugen wollten. Leider ist unklar, wer der „Autor“ dieses Artikels ist. Folgt man der inhaltlichen Position des Beitrags, könnte es sich einerseits um Gruppierungen handeln, die ihre Forderungen im Bildungsstreik durch fiktive Fakten zu begründen suchen, andererseits um solche, die dem Bildungsstreik eher kritisch gegenüber stehen und den Misserfolg des Streikes demonstrieren wollen! Unabhängig davon, welche der beiden Positionen dieser Artikel dienen soll: die geschmacklose Form dieser Darstellung, ein menschliches Schicksal wie den Todesfall eines Studenten aus politischen Motiven zu ersinnen, ist aus ethischen und moralischen Gründen verwerflich.
