So könnte das Fazit der heutigen Sitzung der Bachelorkommission lauten. Der große Durchbruch war es nicht, viel mehr ist es eine kleine Änderung in der Studienordnung, die die Bachelorkommission dazu bringt für einige Monate die Arbeit einzustellen. Begonnen hatte die heutige Sitzung mit einleitenden Worten von Cilja Harders, die noch einmal die Hauptstreitpunkte, Beibehaltung von den Modulen Moderne Politische Theorie Ideengeschichte, so wie Stärkung der Internationalen Beziehung, umriss. Weiterhin bemerkte sie, dass sich das Nachdenken über die Ausstattung für die Methodenmodule lohnen würde. Bernd Ladwig stellte den Stand der Verhandlungen über den „Großen-Bachelor“ aus Sicht der Lehrenden dar. Für ihn laufe der Prozess auf zwei Modelle aus, zum einen auf den Kompromissvorschlag „Nummer 7“ (Module: Einführung [V 5LP], Politische Theorie [V,V,PS 15LP], Methoden I [V,PS 10LP], Methoden II [PS PS 10LP], Politisches System der BRD [V,PS 10LP] , Vergleichende Analyse von politischen Systemen und Politikfeldern [V,PS 10LP], Internationale Beziehungen [V,PS 10LP]) oder dem „Kühlschrank“ und damit das Einfrieren der Reform bis Beschlüsse von der Kultusminister Konferenz (KMK) getroffen werden.
Teile der Studierenden brachten darauf einen neuen Kompromissvorschlag ein, der die Einführungsvorlesung als freiwillige Veranstaltung, eigenständige Module Ideengeschichte + Moderne Politische Theorie und die Stärkung der IB auf 15 LP vorsieht. Nachdem auch über diesen Vorschlag mit den gleichen Argumenten wie schon seit dem Institutstag debattiert wurde, Frust von vielen Mitgliedern der Kommission bekundet wurde und vor dem Scheitern der Reform gewarnt wurde, kam die Idee zu einem neuen Kompromiss. Der Reformprozess zur Einführung des „Großen Bachelors“ wird bis die KMK Beschlüsse zum Rahmen des Bachelors getroffen hat eingefroren aber die Ergebnis über die Konsens herrscht werden dem Institutsrat vorgelegt. Konkret bedeutet das, die Einführung von Affinen Modulen und Streichung von einem Drittel der Studienleistung in der Gesamtnote.
Dieser konsensfähige Kompromiss wird von allen Mitgliedern der Kommission als Ergebnissicherung verstanden der Reformprozess soll weitergehen und der Achtsemestrige Bachelor am OSI eingeführt werden. Doch bevor ein Scheitern der Verhandlungen riskiert wird, können in den kommenden Monaten die verhärteten Positionen überdacht werden, um dann wieder mit neuer Energie zu arbeiten. Aber auch wenn diese Änderungen in der Studienordnung nur eine Ergebnissicherung sind, bieten sie allen Bachelor Studierenden aber vor allem den Studierenden, die 2008 angefangen haben, die Möglichkeit ein Drittel ihrer Leistungen streichen zu lassen, so dass nicht jede einzelne Leistung zur Abschlussnote zählt und auch eine Klausur mal daneben gehen kann. Außerdem sorgen die Affinen Module dafür, dass Leistungen die an anderen Fachbereichen erbracht werden auch für den BA Politikwissenschaft anrechenbar sind. Alles in allem kein großer Sprung aber eine Verbesserung für die Studierenden. Der Achtsemestrige Bachelor bleibt als langfristiges Ziel bestehen.