Podiumsdiskussion zur StuPa Wahl – der kurze Rückblick
Kristina KaempferAllgemeines Kommentar schreibenErstmalig fand dieses Jahr eine Podiumsdiskussion zur Wahl des Studierendenparlaments statt. Im Hörsaal 1A versammelten sich gegen 16 Uhr des vergangenen Monats eine raue Menge Studierender, die schätzungsweise 25 der antretenden 54 Listen gegenüber saßen. Begonnen wurde mit einer Vorstellungsrunde der zur Wahl antretenden Gruppen, wobei zahlreiche der 54 Listen der Diskussion fernblieben und sich den Fragen der Studierenden entzog. Ein wichtiges Thema der Diskussion war die Unterstützung des AStA, da dessen tragende Listen sich öffentlich eher selten bekennen – Transparenz ist nicht für jeden was! Das bemerkte man auch an den aufkommenden Fragen der Studierenden: Warum der AStA im Haushaltausschuss zur Prüfung keine Opposition zulässt? Wusste man nicht, war doch keine der anwesenden Listen sowohl mit AStA als auch dem Haushalt in Verbindungen zu bringen – bis eine der Oppositionslisten die Hochschulpolitische Linke darauf hinweisen musste, dass genau sie eine solche Liste waren (eine Antwort gab es dann leider trotzdem nicht). Auch wurde vermehrt gefragt, warum Parteilisten von vornherein vom AStA ausgeschlossen werden – eine daran ansetzende Antwort eines Studierenden wurde jedoch seinerseits, nachdem er die Wirkung seiner Worte zur “Taktik” selber begriffen hatten, inhaltlich flach zu Ende geführt.
Allgemein, und von wenigen Ausfällen des FSI Koser Nostra und Sektbestellungen (wahrscheinlich waren die Sterni-Kästen aus dem StuPa alle) abgesehen, war es jedoch ein interessante Diskussion, die zumindest den zahlreichen Listen Gesichter gab (die, Gender hin oder her, bis auf sechs Ausnahmen männlich waren). Ein bisschen Schlammschlacht muss wahrscheinlich dazu gehören, jedoch zeigte die fast zweistündige Veranstaltung, dass Diskussions- und Aufklärungsbedarf besteht. Die zahlreichen fehlenden Antworten und oft sprachlos da sitzenden AStA-Listen zeigten, wie falsch und eigentlich verloren diese Studierendenvertretung schon ist. Ob es besser wird und werden kann, werden die Ergebnisse der StuPa-Wahl zeigen.
14. January 2010 at 0:15
das heißt aber sterni
14. January 2010 at 8:58
Ach mei, stimmt! Danke, gleich geändert.
14. January 2010 at 15:16
hmm, kristina – hast du nicht kapiert oder wolltest du nicht kapieren, dass der großteil des publikums aus dem umfeld von bestehenden listen kam oder gar selbst auf listen stand? so konnten sich dann natürlich, bspw. beim SDS oder der “not my president”-initiative, publikum und podium gegenseitig die bälle zuspielen, wenn es gegen den AStA ging. hätten das die FSIn gemacht, wäre von eurer seite garantiert wieder irgendein hanebüchener vorwurf gekommen.
diese taktik hat den sinn der diskussion – studierende ohne vorgefertigte meinung darüber, welche liste sie wählen wollen, zu informieren – leider ziemlich ad absurdum geführt. gut gemeint war’s ja sicherlich, durch die zusammensetzung des publikums und die fast ausschließliche fixierung auf die dämonisierung des AStA brachte die diskussion aber im endeffekt wenig.
14. January 2010 at 23:14
“Allgemein, und von wenigen Ausfällen des FSI Koser Nostra”
- DER (!) FSI (Fachschaftsinitiative)
“ein interessante Diskussion, die zumindest den zahlreichen Listen Gesichter gab (die, Gender hin oder her, bis auf sechs Ausnahmen männlich waren)”
- die Gesichter waren männlich? Sind Gesichter nicht sächlich? Und was haben sie mit Gender zu tun?
15. January 2010 at 11:02
Ich möchte bitte ausdrücklich die Ausfälle der Unabhängigen Schwulen Liste (USL) hervorgehoben haben, die sich alleinig verantwortlich für den Sektausschank zeichnet. Ohne Alkohol wäre diese Farce auch schwer erträglich gewesen.
15. January 2010 at 14:26
Kompliment, Ronny. Sich den Studierenden und ihren Fragen zu stellen (wie angedacht), welche auch noch blöderweise etwas AStA-kritisch waren, ist eine Farce? Wenigstens seid ihr so intelligent und macht euch selber lächerlich.
15. January 2010 at 17:02
ach so, auch erstaunlich wie mensch es schafft, in 286 wörtern so viele fehler unterzubringen. auf “sterni” und darauf, dass es “DIE FSI” heißt, wurde ja bereits hingewiesen – bliebe noch zu ergänzen, dass besagte ini FSI (Kunst-)Geschichte heißt und nicht “FSI Koser Nostra”.
und ja, die veranstaltung war eine farce. eben deswegen, weil die fragen nicht von vor der wahl unentschlossenen studierenden kamen, sondern von parteifritzen und auf listen angetretenen menschen, die den großteil des publikums stellten (allein von der “not my president”-liste meldeten sich zwei kandidat_innen mit einer frage). aber anscheinend, werte kristina, checkst du das wirklich nicht.