Zum Ergebnis der StuPa- und FSR- Wahl: Eindeutige Tendenzen erkennbar
Benedikt BenteAllgemeines Kommentar schreiben
Die diesjährige Wahl des Studierendenparlaments an der Freien Universität Berlin ist vorbei, und das Ergebnis ist wieder einmal die berühmte Medaille mit zwei Seiten.
Fest steht, dass die LHG im Vergleich zum Vorjahr einen StuPa Sitz abgeben musste und nun noch zwei Mandate hält. Kristina Kämpfer und Sven Hilgers werden im kommenden Jahr die LHG im Studierendenparlament vertreten und sich für die Interessen der Studierenden einsetzen. Auch von den Fachschaftsratswahlen kamen für die liberale Hochschulgruppe unerfreuliche Neuigkeiten: in keinem FSR konnte die LHG ein Mandat erringen.
Fest steht allerdings auch, dass der AStA weiter unter Druck gerät: die oppositionellen Listen holten 24 von insgesamt 60 Sitzen im StuPa und konnten somit zwar die Mehrheit der AStA- tragenden Gruppierungen nicht verhindern, den Abstand zu diesen aber weiter verkleinern. Es zeigt sich also deutlich, auch an der relativ hohen Wahlbeteiligung von etwa 15%, dass immer mehr Studierende ihrem Unmut über die AStA-Führung eine Stimme geben wollen.
Die LHG hat diesen Trend erkannt und wird an ihrer kritischen liberalen Position festhalten. Zwar hat das Ergebnis gezeigt, dass in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden, doch sollte das nicht als Tendenz für zukünftige Wahlen verstanden werden, sondern als Aufruf, unsere Vorstellungen von einem selbstbestimmten und gut organisiertem Studium auf einer Basis des Dialogs aller Beteiligten den Studierenden noch präsenter zu machen.
Eure LHG bedankt sich für das Vertrauen, dass ihr uns wieder einmal entgegen gebracht habt. Wir freuen uns auf ein neues hochschulpolitisches Jahr und werden wieder einmal unser bestes geben, euer Studium und Leben an der FU zu verbessern.
20. Januar 2010 at 22:35
Liebe LHG,
Gut zu sehen, dass ihr eure Niederlage nicht schönredet. Leider finde ich aber auch keine Kritik an euch selbst. Wollt ihr etwa nicht wissen, warum ihr so “viel” Einfluss verloren habt?
Und wie wollt ihr darauf reagieren? Ist ja schön, dass ihr euch auf ein neues Jahr freut, aber wie wollt ihr in diesem den Studenten begegnen? Wieder mit Nicht-Auftreten im Uni-Alltag, Schlechtreden und ohne Engagement?
21. Januar 2010 at 14:40
zum tausendsten mal: eure position(en) hat mit liberalismus nix zu tun. ihr habt in zahlreichen artikeln auf diesem blog und durch äußerungen in gesprächen bewiesen, dass ihr vor allem dingen eines seid: autoritätsgläubige, dem formalismus “legaler” entscheidungswege verhaftete feiglinge.
wer mit anfang 20, wie kristina, stolz verkündet dass “die zeit zum träumen vorbei” sei, sich also schon in jungen jahren nicht mal mehr vorstellen kann (oder will), dass die dinge auch anders laufen könnten, der sollte sich nicht mit den gedanken von “träumern” wie locke, montesquieu oder franklin schmücken.
24. Januar 2010 at 21:23
Lieber Aaron,
schön zu sehen, dass in den Kommentaren auch mal inhaltlich sinnvolle Anmerkungen zu finden sind. Um auf deine Fragen einzugehen:
Natürlich wollen wir wissen, woran es gelegen hat, nur steht diese Analyse noch aus, wird aber in der kommenden Woche folgen. Der Blog wird danach sicher um einen Artikel bereichert, das sei dir versichert.
Selbstverständlich und zurecht muss ich dir natürlich widersprechen, wenn du von “Nicht-Auftreten im Uni-Alltag, Schlechtreden und ohne Engagement” sprichst, und ich denke, da wirst du dir bei eigenem Nachdenken auch selbst nochmal ein paar Gedanken machen. Der Mitgliederzuwachs der LHG und die positive Resonanz auf Projekte wie beispielsweise das Ersti-Infoheft sind eindeutige Zeichen, dass die LHG sehrwohl präsent ist, und Schlechtreden gibt es bei uns sowieso nicht, sondern andere Ansichten an Dinge.
Auf Danis Anschuldigungen der Autoritätsgläubigkeit und Feigheit werde ich jetzt allerdings nicht eingehen, weil eine Diskussion auf einem derartigen Niveau von vorne herein zum Scheitern verurteilt ist. Wer anderen Leuten Worte in den Mund legt, sie persönlich angreift, und versucht das mit ein paar historischen Namen ins objektive Licht zu rücken, dem ist ein inhaltlich wertvoller Dialog meiner Meinung nach ohnehin nicht zuzutrauen.
Soviel dazu, zur weiteren Strategie wie gesagt nächste Woche.
27. Januar 2010 at 23:18
Lieber Benedikt,
Es ist ja schön, dass ihr Erstihefte verteilt…damit erreicht ihr aber nur einen Bruchteil der Studierenden. An den meisten Instituten ist leider niemand von euch vertreten. Daher bin ich der Meinung, dass ihr nur eine Spartengruppe an der FU seid und dies auch noch bleiben werdet, solltet ihr nicht schleunigst neue Mitglieder an Instituten außerhalb von PolSoz, WiWi und Gesch. sammeln.