Drei Monate närrisches Treiben - Fasching im HS 1A!

Armin PeterAllgemeines Kommentar schreiben

Alle Jahre wieder: Fasching, Fastnacht, Karneval! Es ist ein Heidenspaß. Auch in Berlin lebt diese schöne Tradition, in diesem Jahr sogar an unserer Uni. Was, kennt ihr noch nicht? Macht nichts, erklären wir euch: Pünktlich zum 11.11. hatte eine neu gegründete Narrenzunft an der FU beherzt zugeschlagen und sich der Schlüssel zum Hörsaal 1A bemächtigt. FU Alaaaaaaf!!!

Begeisterte Massen im Hörsaal 1A

Hurra! So viel studentischer Freiraum wie noch nie: Jubelnde Massen im HS 1A.

Wer in den letzten Monaten am Hörsaal vorbeigekommen ist, oder sogar hineingeschaut hat, konnte sich an der bunten Zusammenkunft größerer und kleinerer Narren erfreuen - auch wenn man in der Regel nur wenige Mitglieder im Auge des heiteren Sturms antraf, die außerdem meistens schliefen. Wie alle Vereine an der FU hat auch die Narrenzunft FU 1A nie den Sprung zur Massenbewegung geschafft. Kurz nach Faschingsbeginn wurde in Zusammenarbeit mit anderen Zünften ein Umzug durch die Hauptstadt organisiert - damit ist Berlin sogar noch den rheinischen Karnevalshochburgen zuvorgekommen! Danke, Narrenzunft FU 1A - unsere Universität ist eben in jeder Hinsicht Elite.

Wohlfühlecke

Wohlfühlecke: Aaah, endlich mal richtig ausspannen…

Fantasievolle und bunte Plakate, lustige Faschingsparolen (”Vom Bildungsstreik zum Generalstreik”, “Kampf dem Kapitalismus”) und Montessori-Kindergarten-Athmosphäre (mit “Wohlfühlecke”!) sorgten zu jeder Tages- und Nachtzeit für das Amüsement der zufällig Vorbeikommenden. Die Feiernden nannten ihre Party “Bildungsstreik” und den Hörsaal “besetzt” - ein durchaus originelles Karnevalsmotto. Wo man keine themenbezogenen Ansatzpunkte für satirische Parolen fand, wurden andere Probleme erfunden - und dann einfach kreative Forderungen in die geduldige, weil meist leere Manege geworfen: Das bundespolitische Mandat für Studierendenvertretungen etwa - welch lustige Idee, den Karneval ins ganze Land zu tragen! Geklappt hat’s natürlich nicht - aber wenn der doofe Unichef Lenzen länger geblieben wäre, hätte ihm die AG Feminismus bestimmt noch wenigstens die Krawatte abgeschnitten!

Ein weiterer Forderungs-Knüller à la Pippi Langstrumpf: Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich! Ausgezeichnet, karnevalesker geht’s nicht mehr. Die Studierenden der FU sind der Narrenzunft FU 1A zu großem Dank verpflichtet, denn sie hat uns alles in allem ein lustiges Semester beschert.

Liebes Tagebuch…

“Liebes Tagebuch, heute habe ich wieder eine unrealistische Forderung gestellt - ist sowieso viel lustiger als die dauernde konstruktive Arbeit. In diesem Sinne: Bau auf, bau auf! Dein_e Narr_ärrin”

Und damit die ganze trockene Bildungsthematik nicht allzu langweilig wurde, organisierte die Narrenzunft in schöner Regelmäßigkeit Veranstaltungen, die mit dem Faschingsmotto “Bildungsstreik” gar nichts zu tun hatten - so etwa eine Filmwoche oder einen antifaschistischen Busausflug.

Bildungsstreik goes Dresden

Der Vorwurf, dass andere Dinge das Faschingsmotto “Bildungspolitik” von Anfang an überlagert haben, ist natürlich völlig aus der Luft gegriffen…

Außerdem gründeten die Narren eine Menge interessanter Arbeitsgruppen mit überaus klangvollen Namen - so zum Beispiel die AG Räumung, was angesichts des harten Winters nicht nur eine gute, sondern auch eine soziale Idee war. Leider merkt man von dieser AG, wie von allen anderen übrigens auch, relativ wenig. Der Campus ist weiterhin total vereist. Fehlen da etwa die Mitglieder oder ist nur die Arbeitsmoral am Boden?

Sauberkeit? No problemo…

Gesunde Ernährung und 100% Hygiene - die Volxküche. Lecker!

Doch da Berlin bekanntermaßen ein tolerantes Pflaster ist, ließ und lässt man die Narrenzunft FU 1A gewähren und lächelte mild. Der Unibetrieb spielte sich um die Faschingshochburg herum in gewohnten Bahnen ab. Die Pädagogikvorlesung der Erstsemester etwa musste wegen der Dauersitzung der Narrenzunft auf mehrere Räume verteilt werden - absolut verständlich, denn die Wünsche einer Handvoll Karnevalisten sind natürlich wichtiger als die Belange aller anderen Mitstudierenden.

Aber die (Pyjama)party geht immer noch weiter: Inzwischen nähert sich das Karnevalsspektakel seinem Höhepunkt - und wenn jetzt plötzlich andere Faschingskönige im Fernsehen schunkeln, will natürlich auch die Narrenzunft FU 1A wieder ein bisschen mehr gehört werden als zuvor. Die inzwischen drei Monate närrisches Treiben mussten selbstverständlich gebührend gefeiert werden - passenderweise fiel das Jubiläum genau auf den unsinnigen Donnerstag. Zum “FreeJam” gab’s Billigbier und Club-Mate - das Leben ist eine Lust!

Bildungsstreik?

Null Prozent Inhalt, 100 Prozent Spaß - das ist FU-Karneval!

Noch ist unklar, ob die Narrenzunft der FU sich am Rosenmontag auch in den bunten Reigen der Faschingsumzüge einreihen wird - von der Gründung der AG “Wir-basteln-einen-gendertauglichen-Faschingswagen-mit-bildungspolitischem-Bezug-und-versteckter-Kapitalismuskritik” ist bisher nichts bekannt geworden. Aber das kommt bestimmt noch - unsere Narrenzunft FU 1A wird uns nicht im Stich lassen! Ein Mitglied der Narrenzunft - barfuß und mit Rauschebart täuschend echt als Langzeitstudent verkleidet - versicherte heute, man werde auch weiterhin im Stammlokal 1A bleiben.

Alles nur Flaschen?

Alles nur Flaschen?

Ach ja, unsere Narrenzunft. Sie wird uns fehlen. Denn auch Karneval dauert nicht ewig. Spätestens am Aschermittwoch ist Kehraus, dann müssen die heiteren Narren nach Hause gehen. Doch wer weiß was kommt, unsere Narren sind immer für eine Überraschung gut. Vielleicht feiern sie mit den Schweizern weiter - dort geht es am Aschermittwoch erst richtig los. Möglicherweise folgen sie auch Herrn Lenzen nach Hamburg? Oder gibt es gar eine gemeinsame Abschlussparty zusammen mit der Zunft der grünen und blauen Ordnungshüter? Man darf gespannt sein - und der Narrenzunft FU 1A schon mal ein herzliches “Danke und Hellau!” sagen. Das Mitleid gilt allerdings jenen, die nach Fasching putzen und aufräumen müssen.

Alles schon abgegrast?

Schon alles abgegrast? Ach was, der nächste Fasching kommt bestimmt!

So bleibt am Ende nur noch die Frage, was denn eigentlich bei der ganzen Sache herausgekommen ist? Nun, wozu dient Fasching? Richtig: Zur Austreibung des Winters. Und weil der dieses Jahr ganz besonders hart ausgefallen ist, sollten wir alle an die gute Arbeit unserer lieben Narrenzunft FU 1A denken, wenn der Frühling kommt - denn das ist dann allein ihr Verdienst.


60 Reaktionen zu “Drei Monate närrisches Treiben - Fasching im HS 1A!”

  1. Philipp B.

    Vielleicht solltet ihr nochmal etwas genauer die Definition des Wortes “Narren” durchlesen - möglicherweise wird euch ja dann was klar.. Ich kann nur immer wieder den Kopf schütteln, wenn ich auf eurem Blog Beiträge dieser Qualität lese, und ich muss gestehen, dass mir meine Zeit zu schade ist, auf die durchgängig inhaltsleeren Abschnitte im Einzelnen einzugehen. Ich kann nur sagen, dass es mir regelmäßig die Sprache verschlägt. Daher verzichte ich an dieser Stelle darauf, euch wiederholt Sinn und Zweck sowie bisherige Erfolge des Bildungsstreiks zu erklären und hoffe auf einen größeren Intellekt der Leser_innen dieses Beitrags. Das, was ihr hier mal wieder abgeliefert habt, ist Bild-Niveau, nicht mehr und nicht weniger.

  2. Dirk Hinz

    Besser Bild Niveau als TAZ JungleWorld und JungeWelt ;)

  3. Philipp B.

    Das kommentiert sich selbst..

  4. Gast

    @ Philipp B
    Wie wäre es, wenn man einem sarkastischen Beitrag wie diesen,welcher überdies noch wirklich humoresk ist, mal mit ein wenig Humor begegnet. Man sollte auch mal über sich selbst lachen können.

  5. stefan

    Wenn das wenigstens guter Sarkasmus wäre, dann wär ich auch dabei, drüber zu lachen. Aber das ist doch nun wirklich nicht mal annähernd intelligent oder humoresk. Hier findet sich doch nur billige Polemik - und das wirklich auf BZ-Niveau. Ich frage mich auch, was uns dieser Beitrag denn jetzt sagen will, warum der hier überhaupt steht usw.? Armin P. hat sich ja letztens schon auf ähnliche Art und Weise hervorgetan. Mir kommt es so vor, als ob hier eine ganze Reihe persönliche Motive eine Rolle spielen. Warum sonst sollte man sich solche Mühe geben, hier so viel inhaltsleeren Text zusammenzustellen? Vielleicht soll hier irgendwas kompensiert werden oder was weiß ich. Wenn es hilft, meinetwegen, die Rest-LHG sollte sich aber schon fragen, ob sie dauerhaft solche Texte auf ihrem Blog stehen haben will.

  6. logo

    Ach LHG, herrlich, wie ihr euch selbst demontiert.
    Ich sitz am Fluss, und weiß, dass eure Leiche schon bald vorbeischwimmen wird.

  7. Sigmund

    Lieber Armin,
    wenn ich deine Texte so lese, bekomme ich schon fast Mitleid - woher kommt nur all der Hass? Hattest du eine schwere Kindheit? Waren dir die Linken einfach schon immer intellektuell so überlegen, dass du ihnen nur billige, grottenschlechte Polemik entgegen zu setzen hast?
    Ich würde dir raten, mal tief in dich zu gehen und all diesen Schmerz, den du innerlich spürst, aufzuarbeiten. Das wird sehr befreiend für dich sein und macht aus dir vielleicht eine ernst zu nehmende Person, du armer kleiner Zwerg!

  8. Armin

    @ Sigmund
    Köstlich, diese tiefsinnige Analyse des Herrn Hobbypsychologen…das strotzt ja nur so vor intellektueller Überlegenheit.
    Den Schmerz, von dem du sprichst, spüre ich gerade recht deutlich - mein Bauch tut schon wieder weh vor Lachen.
    Und Lachen, glaube ich, täte auch dir ganz gut - probier’s doch einfach mal aus, es ist gar nicht so schwer.

    Und sorry, aber dafür, dass ihr mit dieser Hörsaalgeschichte eine solch scheunentorbreite Zielscheibe für Satire in Wort und Bild liefert, kann ich auch nichts…;-)

  9. Sigmund

    @ Armin
    Du bestätigst mich mit jedem deiner Sätze und deine Abwehrreaktion zeigt mir die Dimension deines Schmerzes. Lass ihn zu und stell dich ihm, du wirst sonst als verbitterter und frustrierter Mensch enden. Ich wünsch dir alles Gute bei deinem schweren Weg!

  10. Bazi

    Liebe_r Sigmund_in

    Ich glaube dass es eher du bist, der seit der Lektüre des Blogs schwer getroffen ist und argen Schmerz empfindet. Jedenfalls schlussfolgere ich das aus deiner rührenden Fürsorgeberatung ob des psychischen Gesundheitszustandes Armin P.’s …
    Vielleicht hat manch einer sogar Recht, wenn er den Blog als inhaltsleer tituliert und auf BZ-Niveau herabstempelt - so finde ich trifft er aber doch genau damit eins-zu-eins das erbärmliche Geeiere der Besatzungsmacht im 1A.

    Sonnige Grüße aus Damaskus

  11. Bjulian

    Schade, dass es zu dieser sich abzeichnenden Diskusion kommen musste. Es war abzusehen, dass einige Leute einfach nicht angemessen auf einen solchen Beitrag reagieren würden. Dabei ist es so einfach auch ab und zu etwas Selbstironie aufzubringen.
    Mit Verlaub: deswegen ist die “Out of Dahlem” auch so Scheiße, weil immer nur auf Zwang alles politisch und Korrekt ist und wissenschaftlich erscheinen will.

    Ich finde den Artikel gut geschrieben und angenehm zu lesen und habe auch nur gute Reaktionen dazu bemerkt.

    Überhaupt verstehe ich nicht, was euer Problem ist mit diesem Artikel. Er ist eindeutig witzig formuliert und will nicht viel mehr sein als dies, es ist kein Hintergrundbericht und nicht sonderlich investigativ. Wenn ihr also mit dieser Kritik nur ausdrücken wollt, dass ihr kein Humor versteht und wollt, dass jeder Artikel immer staubtrocken sein soll, dann bin ich froh, dass ihr nicht für den Großteil der Studentenschaft reden könnt.

  12. Philipp B.

    Hier ist überhaupt nichts witzig, genaugenommen hört der Spaß genau bei derartigen Beiträgen von euch regelmäßig auf. Ich finde es höchstens noch witzig, wie alle Pro-Redner dieses Beitrags versuchen, diesem wenigstens noch gelungene Polemik anzudichten - auf eine Diskussion über den herablassenden oder gar fehlenden Inhalt wollt ihr euch wohl gar nicht mehr einlassen.. “Der Polemiker sucht nicht zwingend den Konsens, sondern versucht im rhetorischen Wettstreit seinen Argumenten zum Durchbruch zu verhelfen.” - den Wettstreit habt ihr auf jeden Fall schonmal verloren! Wir führen hier, um es beispielhaft zu erläutern, eine Diskussion darüber, ob uns schlechte Polemik à la Bild / BZ besser gefällt als seriöse, fundierte Berichterstattung à la taz oder meinetwegen auch FAZ etc. Wenn die versammelte LHG und deren Klientel sich da für die Bild / BZ-Variante ausspricht, meinetwegen.. Da kann doch jeder, der das hier liest, selbst drüber entscheiden, ob er sich von solchen Leuten in Gremien vertreten lassen möchte. Ich persönlich finde es nur immer wieder traurig.

  13. stefan

    ok, bleibt also festzuhalten, dass der artikel laut verfasser und befürwortern wirklich nicht mehr sein soll als eine lustige geschichte, die man nicht zu ernst nehmen sollte. soll es sogar satire sein, dann hieße das nach meinem verständnis für satire sogar, dass sich hier zwar vordergründig über die besetzer lustig gemacht wird, dahinter aber ein durchaus wohlwollender bezug zu ihnen steht. der autor bezieht eben eine position, diskreditiert diese aber durch das mittel der übertreibung gleich wieder. das ist doch satire, zumindest sagt mir das meine erfahrung als langjähriger leser des zuständigen fachblatts titanic. damit kann ich wiederum leben, auch wenn ichs persönlich auch nach mehrmaligem durchlesen immer noch nicht lustig finde. aber über humor kann man ja bekanntlich streiten. naja, und da greift für mich schon der aufhänger karneval nicht. damit kriegt man in berlin nun mal niemandem hinterm ofen hervor. auch nicht lustig ist zum beispiel die sache mit der ag räumung, eher humor mit der brechstange. aber ich will jetzt keine humorkritik machen. mario barth den einen, heinz strunk den anderen. so liberal bin dann selbst ich.

    aber apropos witzig, richtig lachen kann ich gerade über guido westerwelle, das ist mal hervorragende realsatire. aber hier hat der verfasser vielleicht auch wieder ein anderes humorverständnis. jedenfalls lässt sein studivz-account drauf schließen. (smiley mit zwinckern)

  14. Dirk Hinz

    laut Tagesspiegel ist der Spuk im Hörsaal durch die Polizei bereits beendet. also, alle Aufregung über Armin hat sich damit erledigt *g*

  15. Armin

    @ Stefan
    Hm, wir haben wohl verschiedene Auffassungen von Satire. Aber sei’s drum, ich bin weiterhin der Ansicht, dass dreimonatiges Herumlungern im Hörsaal kein adäquates Mittel ist, um von der Gegenseite bessere Studienbedingungen zu erzwingen (q.e.d., denn außer etwas Medienspektakel hat die Aktion nichts Nennenswertes hervorgebracht).
    Der obige Artikel ist als eine Art (satirisch zugespitzte) Spiegelung der Blockadeaktion gedacht - wenn ihr ihn als inhaltsleer und polemisch seht seid ihr damit schon auf der richtigen Spur - eurer eigenen.

    Jetzt ist der HS also endlich geräumt - und ich hoffe, dass der AStA aus seinen Fehlern lernt, sodass künftig vernünftigere und konstruktive Strategien zum Zuge kommen können.

  16. dani

    hmmm, seid ihr immer noch zu doof zu merken, dass zwischen AStA und hörsaal-besetzer_innen durchaus unterschiede bestehen?

    wie der hochschulverband einer partei, die trotz rekordschulden steuern senken, trotz ungeklärter endlagerung AKWs noch jahrzehntelang laufen lassen und trotz versprechen über bürokratieabbau abenteuerliche steuerbegünstigungen beibehalten will, dazu kommt, anderen “narrentum” vorzuwerfen, ist mir übrigens ein rätsel.
    aber ach richtig, armin ist ja eh in der CDU.

  17. Philipp B.

    Einen wohlwollenden Bezug zu den Besetzern gibt es bei der LHG zunächst einmal ganz sicher nicht - das sollte man bei der Interpretation des Artikels im Auge behalten.

    Inhaltlich sei noch folgendes angemerkt: Ich habe im Zuge meiner Gremienarbeit die Erfahrung gemacht, dass konstruktive Zusammenarbeit selbstverständlich wichtig ist, aber nur unzureichend einer realistischen, glaubwürdigen Interessenvertretung der Studierenden gerecht wird. Da Fachbereiche / Institute bzw. die Uni wie auch Verantwortliche auf höherer Ebene (z.B. KMK etc.) regelmäßig die Verantwortung für konkrete Probleme von sich weisen und entgegen aller Versprechungen nicht einmal die halbherzigen Zugeständnisse umsetzen, zu denen sie sich durchringen konnten, muss eine glaubwürdige und effektive Studierendenvertretung zum einen veruchen rechtlich gegen illegale Verfahrensweisen der Verantwortlichen vorzugehen, zum anderen muss außerparlamentarisch auf Misstände aufmerksam gemacht werden. (Ich spreche hier von Demos, nicht von Steineschmeißern und Randalierern, welche die LHG immer gerne als Beispiel für die Arbeit des AStA heranzieht - mit derartigen Unterstellungen diffamiert ihr regelmäßig nur den politischen Gegner. So im Übrigen auch mit eurem inhaltsleeren Blogeintrag.) In Kurform: Konstruktive Zusammenarbeit so weit wie möglich, rechtlicher und außerparlamentarischer Druck soweit wie nötig. Wenn man nach der konstruktiven Zusammenarbeit aufhört und sich mit dem “Nein” zufriedengibt (so wie ihr es in der Regel tut), dann vertritt man Interessen Studierender nur ineffizient und halbherzig. Wenn sich die Statusgruppe der Studierenden verarschen und auf der Nase rumtanzen lässt, dann ist ganz schnell Schluss mit jeglicher Erfolgsaussicht konstruktiver Zusammenarbeit. Dann wird man vom Gegenüber nicht mehr ernst genommen, zumal der keinen wirklichen Anreiz hat, einem tatsächlich entgegenzukommen. Hier erweist ihr denen, die ihr eigentlich vertreten solltet, regelmäßig einen Bärendienst. Ihr gebt nicht nur selbst nach erfolglosen konstruktiven Versuchen auf, ja ihr rückt sogar diejenigen in ein schlechtes Licht, welche darüber hinaus versuchen, Druck auszuüben. Ihr bestreitet nicht nur jegliche erzielte Erfolge (Medienwirksamkeit und Aufmerksamkeit; Roter Tisch sowie entsprechende AS-Beschlüsse; stärkere Einsicht der Notwendigkeit einer Überarbeitung des BA/MA-Systems bei den Verantwortlichen etc.), ihr stellt die abertausenden Bildungsstreikenden auch als ein kleines Grüppchen mit Partikularinteressen dar. Damit beteiligt ihr euch nicht nur selbst nicht an den Bemühungen, ihr greift letztlich sogar die Erfolgaussichten dieser an und steht somit nichtmehr auf der Seite derer, die ihr vertreten sollt. Das nehmt ihr ohne weiteres in Kauf, nur um euch vom politischen Gegner abzugrenzen und diesem Versagen vorzuwerfen. Wenn ihr der Meinung seid, dass in unserem Bildungssystem alles toll läuft, so wie ihr das andauernd in Opposition zu den Bildungsstreikenden darstellt, dann sagt das auch euren Wählern und schreibt das auf eure Flyer. Dann wissen die wenigstens, woran sie sind und wofür ihr steht.

  18. Kristina Kaempfer

    Bei einem roten Tisch war ich auch nie, nur bei einem runden ;-) Den fand ich teilweise sogar sehr produktiv und habe ihn, wie auch die gesamte Gruppe, als durchaus unterstützenswert betrachtet. Bei der Überarbeitung des Bachelors war ich bspw. am Fachbereich PolSoz aktiv mit beteiligt, soviel dazu…

    Lieber Philipp B., wenn du mit deiner Schwarz-Weiß-Sicht der Dinge uns unterstellst, wir würden bei einem Nein immer aufgeben (Beweise?!), machst du es dir einfacher als sich die Realität darstellt. Wir behaupten nicht, dass in unserem Bildungssystem die Sonne scheint und Regenbogen den Himmel säumen; allein dass du uns das unterstellst, zeigt deine Unwissenheit und spärliche Information über unsere Gruppe (aber erstmal dagegen sein).
    So wenig das dir und anderen in den Kram passen mag, werden wir uns weiterhin an der FU auf verschiedenen Ebenen hochschulpolitisch aktiv betätigen. Denn da draußen gibt es durchaus - und das mag dir noch weniger passen - einen Teil Studierender, der das, was wir machen, unterstützt. Nicht alle, den Alleinvertretungsanspruch überlasse ich anderen, aber doch eine betrachtliche Anzahl. Und das können unsere politische Gegner gerne blöd finden, wie auch unsere Ansichten, aber das ständige In-Frage-Stellen dieser Tatsache lässt mich langsam Bäume hochgehen.

  19. Philipp B.

    Ich habe nie bestritten, dass es auch Bild / BZ-Leser gibt… Ich wäre an deiner Stelle etwas vorsichtiger dabei, anderen Unwissenheit oder in Anbetracht des hier diskutierten Beitrags gar Schwarz-Weiß-Sicht vorzuwerfen.. Ich persönlich habe meine Erfahrungen mit der LHG gemacht (und dazu zählen im Übrigen nicht ausschließlich, aber überwiegend schlechte) und jeder der dies auch tun will, kann sich ja persönlich von eurer Arbeit überzeugen - der diskutierte Beitrag spricht da schon mal eine klare Sprache.. Bezüglich der gewünschten Beispiele werde ich mich an dieser Stelle nicht auf eine Schlammschlacht einlassen, da dies auch gegenüber dem politischen Gegner einem gewissen Stil gebührt - nur soviel dazu: Eigene Impulse habe ich bei eurer mir bekannten Arbeit bisher vergeblich gesucht.. Den Alleinvertretungsanspruch habt ihr dabei in eurem Wahnsinn im Übrigen sehr wohl auf eurer Seite. Das ihr euch über die mir bekannte Arbeit hinaus tatsächlich Problemen im Bildungssystem annehmt, fällt mir ebenfalls schwer zu glauben, so sehr wie ihr damit beschäftigt seid, den politischen Gegner zu diffamieren.

  20. Kristina Kaempfer

    Verzeih mir, doch an diesem Punkt die Diskussion mit dir nicht weiter führen zu wollen. Vielleicht bereitet es dir Spaß, die Studierenden bzw. Teile von ihnen zu hintergehen, indem du sie zu hirnfreien “Bild/BZ-Lesern” herab stufst; ich jedenfalls werde einer solchen Argumentationslinie weder entgegen treten noch mich auf sie einlassen.

  21. dani

    naja, so viele studis stehen ja auch nicht hinter der LHG - wieviele FSR-sitze habt ihr noch mal gekriegt? uniweit?
    aber wie schon weiter oben geschrieben wurde: wir sitzen am fluß und warten, bis eure leiche vorbeitreibt. kann ja nicht mehr lange dauern, spätestens seit armin dabei ist ;-)

  22. Philipp B.

    Frag dich doch noch mal, wer von uns Studis hintergeht..

  23. Armin

    @ Philipp B.:
    Ich kann immer weniger verstehen, warum ausgerechnet du mir Polemik und Inhaltsleere vorwirfst - immerhin bist du selbst ein wahrer Meister dieser Kunst…

    Dann noch zwei Dinge zum Thema Vertretung:
    Oben hast du etwas von “abertausenden Bildungsstreikenden” geschrieben. Falls es die jemals gegeben hat sind sie euch schon lange davongelaufen.
    Immerhin spricht die Polizei laut Tagesspiegel von “nur noch fünf bis zehn verbliebenen Besetzern” - viel mehr hab ich im HS 1A auch nie gesehen.
    Am Anfang waren einige Hundert bei den VV dabei, das ist unbestritten. Aber bald danach ist nur mehr das versprengte Häuflein geblieben, das dann monatelang für nichts und wieder nichts den Hörsaal blockiert hat.
    Denn dass trotz großer Rhetorik nicht viel dabei herausgekommen ist, kann niemand leugnen.

    Wen wollt ihr denn eigentlich vertreten: Die Minderheit der Hörsaalbesetzer - oder die überwältigende Mehrheit der Studierenden, die zwar gern Verbesserungen der Studienbedingungen hätte, aber mit euren sturen Blockadeaktionen nichts anfangen kann?

    @ dani
    Wie hoch war nochmal die Wahlbeteiligung? Uniweit?
    Dass ihr eure Anhänger besser mobilisiert habt, heißt inhaltlich nicht viel.
    Aber sei unbesorgt: Wie Kristina schon gesagt hat, wir sind weiterhin präsent - ob euch das passt oder nicht.

  24. Dirk Hinz

    und nochmals, lieber bildniveau als auf vorbeitreibene leichen zu warten ;)

  25. Philipp B.

    Da ist kein Einziger davongelaufen - leider hat nicht jeder genug Zeit und Geduld drei Monate lang im Hörsaal auszuharren. Darum: Respekt an diejenigen, welche verdammt viel Zeit und Kraft in den Bildungsstreik sowie insbesondere in die Besetzung investiert haben. Bei den regelmäßigen und konstruktiven Plena waren im Übrigen konstant etwas mehr Leute, die sich auch abseits der Großdemos bzw. darüber hinaus für einen erfolgreichen Ausgang des Bildungsstreiks im Sinne der “überwältigenden Mehrheit” stark gemacht haben. Euch geht es ja im Allgemeinen nicht nur um die Ablehung besetzter Hörsäle im Zuge des Bildungsstreiks, euch geht es vielmehr um eine prinzipielle Ablehnung des Bildungsstreiks als solchen. Oder wie soll ich sonst eure peinliche Bildungsstreik-Gegendemo seinerzeit mit 15 Teilnehmern deuten. Die hat in meinen Augen ganz klar gezeigt, wie mehrheitsfähig eure Ideen tatsächlich sind.

  26. Kristina Kaempfer

    Richtig, Philipp! Wir lehnen den Bildungsstreik als solchen prinzipiell ab. Wenigstens eine Sache hast du beim Lesen unseres Blogs verstanden. Ich bin begeistert.

  27. stefan

    armin, es ist ganz schön anstrengend, hier eine geordnete diskussion zustande zu bringen. du gehst zumindest in deiner antwort auf meinen letzten kommentar gar nicht auf das ein, was ich gesagt habe. es ist auch kein argument, kritik an deinem artikel einfach umzudrehen und 1:1 zurückzugeben. das ist eher das vom schulhof bekannte gummimauer-prinzip. jetzt kann ich mich ja auch wieder hinstellen und sagen, nein, du bist aber polemisch usw. - bringt uns aber nicht weiter. im übrigen versteh ich nicht, warum du nicht dazu stehen kannst, dass dein artikel eine polemik ist. polemik ist doch nicht per se falsch, macht doch jeder mal, ich auch.

    und genauso versteh ich nicht, warum du nicht einsehen kannst, dass der so genannte bildungsstreik in deutschland tatsächlich zu verbesserungen der studienbedingungen führen wird. das ist mittlerweile einfach fakt, jede andere behauptung zeugt meiner meinung nach von unkenntnis.

    diese beiden sachen einzusehen, kann doch nicht so schwer sein. dafür musst du weder deine ablehnende haltung gegenüber dem bildungsstreik aufgeben, noch deine ideologische grundhaltung verlassen.

  28. Philipp B.

    Es war mir eigentlich von Anfang an klar, dass man mit den Autoren derart erbärmlicher Pamphlete (damit meine ich im Übrigen genauso Kristina Kämpfer) keine inhaltlich anspruchsvolle Diskussion führen kann. Ich könnte mich nur schon wieder darüber aufregen, wie viel Zeit unnütz ins Land gezogen ist, da ich es nicht lassen konnte, meiner Abscheu über solch verachtende Statements Ausdruck zu verleihen. Ich hoffe für euch, dass ihr irgendwo auf der Reservebank noch jemanden wie seinerzeit Thomas Eichentopf zu sitzen habt, der noch in der Lage ist, eine qualifizierte Diskussion zu führen. Daher verabschiede ich mich an dieser Stelle und wünsche allen noch eine angeregte, inhaltsleere Diskussion.

  29. spätrömisch und dekadent

    also dein humor ist echt erste sahne, hab selten so eine gute satire gelesen.
    Frei nach dem Beltzschen Motto:
    “Parmesan und Partisan, wo sind sie geblieben?/Partisan und Parmesan, alles wird zerrieben…”
    hast du es geschafft mit einer Atombombe von Humor die Besetzung lächerlich zu machen, noch mehr: du konntest sogar investigativ Bildmaterial auswerten (Eine Frage dazu was hat es mit den Flaschen auf sich?).
    Alle Achtung, bin echt hin und weg und zum Ende vielleicht noch die Bitte ob du nächstes Jahr ein Hochseminar in Ironie geben könntest, vielleicht überlegst du schonmal wer die vorlesung im karneval modul hält.
    Unverkrampfter wurde seit langem keine Analogie mehr hergestellt - Karneval und Besetzung - kannst du schon mal ein kleinen Vorgeschmack geben was im Sommer so kommt. Kanns kaum noch erwarten mehr davon zu lesen.
    So long
    Hochachtungsvoll

  30. Armin

    @ stefan
    Du hast recht, es ist wirklich anstrengend mit dir…ich
    habe das Gefühl, dass du meine Antwort oben gar nicht richtig gelesen hast - komm, versuch’s noch einmal. Und lies auch gleich die drunter, dann muss ich mich nicht auch noch in Bezug auf die angeblichen Veränderungen wiederholen.
    Wobei, eine Anmerkung hab ich noch: Du schreibst, dass man in Berlin mit Karneval keinen Hund hinter’m Ofen hervorlocken könne?
    Naja, also dafür macht der Artikel hier aber grad ganz schön viel Wind…

    @ philipp b.
    “Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, dass sie verdient war” (Tacitus, röm. Schriftsteller)
    In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal…

  31. Philipp B.

    @ Armin: Erstmal richtig lesen lernen - ich hab mich darüber geärgert, meine Zeit in einer solch sinnlosen Diskussion vergeudet zu haben! Kritik oder gar Inhalt vermag ich, wie bereits mehrfach angedeutet, in dem inhaltsleeren Text nicht zu erkennen. Damit diskreditiert ihr euch höchstens selbst.

  32. Max

    Ich bitte darum, dass man sich einmal die LHG Blogeinträge der letzten Monate anschaut. Außer gegen Andere und deren Vorstöße zur Verbesserung der Lehrsituation an der Fu zu hetzen und ab und zu die eine oder andere Veranstaltung anzukündigen, lässt sich sonst nichts Erwähnenswertes finden. Nennt ihr das konstruktiv sein?

    Der Bildungsstreik hingegen war in vielerlei Hinsicht konstruktiv. Er hat das öffentliche Interesse für die Probleme der BA-Studiengänge geschärft, führte zu einer weiteren Bafög-Erhöhung, zwang die KMK zu Gesprächen mit Studierenden und erzeugte so unmittelbar den benötigten Druck, damit Gremien wie der Runde Tisch, Fachbereichstage wie bspw. bei den Wiwiss und anderes zustande kommen konnte. Der AS hat die Anwesenheitspflicht so lange aufgehoben, bis eine Überarbeitung der jeweiligen Ordnungen durch den Runden Tisch und den angeschlossenen Gremien erzielt wird.
    (www.fu-berlin.de/campusleben/lernen-und-lehren/2010/100204_bodmeier_interview/index.html)
    Es ist so viel Bewegung in die deutsche Hochschullandschaft und die FU gekommen und das wurde alles durch eine Serie von Hörsaalbesetzungen und dem Bildungsstreik ausgelöst.

    Kann man all diese Dinge wirklich dauerhaft leugnen und nicht anerkennen? Hätte das die Gremienarbeit hinter verschlossenen Türen allein vollbringen können? Die Antwort ist ein eindeutiges Nein.

  33. Ein Fan

    Liebe Anhänger des Bildungsstreiks,

    ich bitte darum, dass mir jemand von euch mal erklärt, wieso der Hörsaal nach so langer Zeit der Besetzung und sehr stark abflauender inhaltlicher Arbeit der Besetzer nicht freiwillig verlassen wurde, das alternative Raumangebot des Präsidiums nicht angenommen wurde, die letzten Besetzer eine Räumung provoziert haben, sich jemand angekettet haben soll, die letzten Besetzer den Raum während der Räumung nicht freiwillig verlassen haben.

    Wie hilft dieses Verhalten dem Großteil der Studierenden an der FU?

    Aufgrund genau dieser Verhaltensweisen lehnt ein Großteil der Profs, Wimis, Somis und Studis den Bildungsstreik ab. (Über den Großteil der Studis möchte ich mich nicht streiten, auf jeden fall ist es ein nicht zu vernachlässigender Teil.)

    Außerdem ist alles, was passiert ist, durch genau diese Gremienarbeit vollbracht worden. Der Runde Tisch kam zwar durch den Bildungsstreik zu stande, dieser Runde Tisch war es jedoch, der zusammen mit dem akademischen Senat bisher mehr erreicht hat, als die gesamte Hörsaalbesetzung. Dieser Runde Tisch zeigt es: Ergebnisorientierte Zusammenarbeit in “Gremien” ist also anscheinend doch möglich und bringt was. Zum Glück engagieren sich ja einige von euch (und mit euch meine ich nicht euch von der LHG, sondern euch von den Bildungsstreikern) an diesem Runden Tisch.

  34. Philipp B.

    Ich möchte darauf hinweisen, dass der Runde Tisch eine Errungenschaft des Bildungsstreiks und somit nicht zuletzt auch der Besetzer_innen ist. Ohne diese würde es dieses Gremium also gar nicht geben.

  35. Ein Fan

    Das beantwortet nicht den Kern meines Posts, sondern ist nur eine der üblichen “ja, wir haben was (was auch immer es ist) erreicht”-Aussagen.

    Übrigens habe ich geschrieben: “Der Runde Tisch kam zwar durch den Bildungsstreik zu stande […].” Aber Danke, dass du nochmals explizit darauf hinweist.

  36. noch ein Fan

    Eins muss man dem Bildungsstreik zumindest zugestehen: sie hatten Aufmerksamkeit. Any publicity is good publicity. Ohne den Bildungsstreik wäre es nie zu diesem Ruck in der Politik gekommen: Reform der Reform! Das ‘was geschehen muss haben alle Begriffen. Und dies ist wohl auch, was die lhg so wurmt: aus dem Nichts gekommen und komplette mediale Aufmerksamkeit, sowie den Erfolg etwas in Gang gebracht zu haben. Das ist mehr erreicht, als die klientelparteihochschulgruppe in den letzten… jemals erreicht hat. Aber Neid ist ein ganz normales Gefühl, lasst es nur raus :)

  37. Armin-Fan

    Lieber Armin!

    Schön, dass es dich gibt!
    Du bist das beste Feindbild, das es seit Dieter Lenzen je gab. Vielen, vielen Dank! Hoffentlich schreibst du noch mehr so tolle Artikel, hoffentlich fotografierst du noch mehr Plastiktüten, hoffentlich bleibst du weiterhin genauso dumm-ignorant gegenüber Genderstudies, zivilem Ungehorsam und allem was in deiner Gedankenwelt keinen Platz hat. Ich freu mich auf die nächsten Eintrittskarten zu Straßenschlachten (warst du eigentlich bei der Menschenkette in Dresden und hast den Naziaufmarsch symbolisch verhindert?). Du bist echt ein tolles Feindbild. Allerliebste Grüße,
    Dein treuster Fan

  38. klaus

    also thomas eichentopf als beispiel fuer gute diskussionskultur heranzuziehen, zielt wohl am Gewollten vorbei. Da muss noch ein paar Jahre weiter zurueck gegangen werden, als >liberalich bin reich, was jucken mich die anderen

  39. klaus

    nanu, da ist was abgeschnitten
    als *liberal* noch nicht hiess *ich bin reich, was jucken mich die anderen*

  40. Kristina Kaempfer

    Richtig! Wir sind alles reiche Bonzenkinder, die auf Privatschulen waren und deren Eltern Juristen und Ärzte sind. Unsere ersten Unternehmen gründen wir alle mit 21 und sind damit auch noch erfolgreich. Jajaja. Ein bisschen mehr Einfallsreichtum bitte ;)

  41. Philipp B.

    Da bedarf es keines Einfallsreichtums - da muss man sich nur mal anschauen, wie ihr auf der letzten StuPa-Sitzung bezüglich der Deckung der Kosten des Semesterticketbüros abgestimmt habt. Dann wird einem ganz schnell klar, dass ihr Klientelpolitik gegen sozial Schwache betreibt.

  42. Gast

    Da fragt man sich, wieso die Kosten des Semesterticketbüros nicht aus dem AStA-Haushalt gezahlt werden.

    Da fragt man sich auch, wieso man dem AStA auch nur einen Cent mehr Geld geben sollte, wenn er damit so intransparent und an der Grenze von Moral und Legalität umgeht.

    Wenn ca. 100 T€ ohne FU- oder gar irgendwelchen Hochschulbezug eingesetzt werden können, müssten doch 30 T€ für das Semesterticketbüro da sein, oder?

  43. Thomas E.

    Lieber Klaus,

    ich bin weder reich, noch habe ich mich durch Desinteresse an meinen Kommilitonen hervorgetan. Wenn das der Eindruck ist, der von meiner Arbeit bleibt, habe ich allerdings ein Problem, denn dann war sie nicht von Erfolg gekrönt.

    —————-

    Liebe alle,

    dies ist nun die an Kommentaren umfassendste Diskussion, die jemals auf diesem Blog stattgefunden hat, und es ist zugleich eine der schmutzigsten, die hier je geführt wurde. Mich macht es im Herzen betroffen.

    Wenn ich noch einmal junger Studienanfänger wäre und vor der Entscheidung stünde, mich selbst hochschulpolitisch zu engagieren, würde ich mich an dieser Stelle mindestens verschreckt abwenden.

    Unter den Beleidigungen sind die berechtigten Argumente beider Seiten leider total untergegangen. Ich möchte euch vorschlagen, die Diskussion an dieser Stelle aufzugeben, zu reflektieren und die persönlichen Angriffe dem anderen zu vergeben - und zwar auf Vorschuss.

    Der Gedanke dahinter: Ihr wollt doch alle die Uni voran bringen. Ihr werdet alle weiter miteinander zu tun haben. Ihr werdet miteinander reden müssen.

    Viele Grüße
    Thomas

  44. Philipp B.

    Ich gebe zu bedenken, dass nicht nur die Diskussion schmutzig ist, sondern dass bereits der Blogeintrag als Angriff auf engagierte Studis zu werten war. Ich denke, die LHG sollte hier einmal reflektieren, ob derartige Artikel Grundstein für eine auch nur annähernde Zusammenarbeit sein können. Ich habe in Anbetracht solch regelmäßig wiederkehrender, unverschämter Verrisse nicht den Eindruck, dass man von Seiten der LHG auf irgendeine Zusammenarbeit hinarbeitet.

  45. dennis

    @thomas: dass dies hier eine der schmutzigsten diskussionen auf eurem blog ist, hat maßgeblich durch die vorlage(n) zu tun, die armin und kristina hier liefern. seit ca. einem jahr hat die LHG mit “liberalismus” im klassischen sinne nichts mehr zu tun; die position ist vielmehr blindlings formalistisch und von einer ausgeprägten abneigung, um nicht zu sagen feindschaft, gegenüber allem was auch nur ansatzweise links ist geprägt. da wird die akademische selbstverwaltung als “demokratisch” bezeichnet, obwohl sie das nach jedem kriterium liberaler denker nie und nimmer ist; studierende, die die strukturelle vormacht der professor_innen in den gremien dadurch ausgleichen wollen, dass sie ausserparlamentarisch druck erzeugen, sind dagegen krakeeler, extremisten, verblendete und was weiß ich sonst noch alles.

    diese mischung aus duckmäuserischem formalismus, der seit jeher kennzeichen des deutschen spießers ist einerseits, und der mantraartig wiederholten bekenntnisse zu extremismustheorien à la jesse andererseits ist mittlerweile zu einer art markenzeichen der LHG geworden. das ist natürlich etwas ärgerlich, weil mensch in einigen gremien ja doch noch auf eine zusammenarbeit mit euch angewiesen ist (zum glück in immer weniger), aber irgendwie macht es auch spaß zuzusehen, wie ihr euch selbst demontiert.

  46. Thomas E.

    Nun könnte die Gegenseite antworten, dass es genau die Vorlagen der Anderen sind. Dann könnte weiter darüber gestritten werden, wer wen wie zuerst und aus völligem Unverständnis der Position der anderen Seite heraus, so in etwa würde die Botschaft sein, beleidigt hat.

    @Dennis: Nicht mehr mein Blog, nicht mehr meine LHG. Ich bin in hochschulpolitischer Rente und kommentiere als Unabhängiger.

  47. Armin

    @ Phillip B.
    Ist es für dich ein Problem, dass der Blogeintrag als Angriff geschrieben ist? Tut mir ja leid, aber 100% Konsens waren diesmal leider nicht drin.
    Weißt du, meiner Auffassung nach lebt eine meinungsplurale Gesellschaft von verschiedenen Ansichten.
    Darüber hinaus hast du vielleicht übersehen, dass der Artikel sich ausschließlich gegen den Bildungsstreik richtet, so wie ihr ihn aufgezogen habt. Gegen engagierte Mitstudierende, die in Gremien konstruktiv für Verbesserungen arbeiten, ohne sinnlos Hörsäle zu besetzen, hat niemand in der LHG etwas - auch ich nicht.
    Kritik an euren Methoden und Ablehnung von Hörsaalblockaden werde ich bzw. werden wir aber auch weiterhin artikulieren - das ist mein bzw. unser gutes Recht.
    Wenn du das unverschämt findet, kann ich dir auch nicht helfen.

    Als Randaspekt könnte man, wie weiter oben schon geschehen, noch anmerken, dass ihr ruhig mal über euch selbst lachen könntet - das ist ein angenehmer Nebeneffekt von satirischen Texten und hätte die gesamte vorangegangene Debatte erheblich entschärft.

  48. dennis

    der text ist nicht satirisch, sondern arbeitet auf dem üblichen widerlichen niveau von studiVZ-gruppen à la “mir stinken die linken” usw. er ist nicht viel mehr als das herzerweichend gewöhnliche konservativ-spießige gedisse über (angeblich) fehlende hygiene, unordnung und emotionalität der linken. wenn du wissen willst, was satire ist, geh auf titanic-magazin.de oder meinetwegen auf die satire-rubrik von welt.de.

    und auch nach dem 47. kommentar zum drölfzigsten artikel über den bildungsstreik auf eurer seite hast du nicht kapiert, dass die hörsaal-besetzungen eben nicht “sinnlos” waren, sondern erst die voraussetzungen für eine erfolgreiche gremienarbeit geschaffen haben. ich vermute mal stark, du wirst es auch nach dem 48. kommentar (diesem hier) nicht kapiert haben.

  49. Philipp B.

    Ich schließe mich dennis an und schlage vor, dass ich - solltest du unsere Kritik an dem Pamphlet immer noch nicht verstanden haben - meine obenstehenden Diskussionsbeiträge ab sofort 1:1 auch nochmal hier unten rein paste.. Wir drehen uns hier im Kreis und ich befürchte es hat keinen Sinn, weiter zu versuchen, euch über die Gepflogenheiten politischer Kultur bzw. Unkultur in Kenntnis zu setzen.

  50. stefan

    dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. ich möchte aber noch drauf hinweisen, dass ich vor allem auch deswegen so gereizt auf diesen artikel reagiere, weil er gerade die studierenden diskreditiert, die auf der einen seite den bildungsstreik unterstützen, auf der anderen seite aber auch eine menge an studentischer gremienarbeit leisten und geleistet haben, und somit immer wieder unmittelbare verbesserungen für den studienalltag bewirken. das fängt bei mir persönlich an, hört da aber noch lange nicht auf. ich lasse es einfach nicht zu, mich hier direkt oder indirekt unsachlich beschimpfen zu lassen, obwohl ich zusammen mit anderen seit mittlerweile vielen semestern eine menge zeit dafür investiere, studentische interessen KONSTRUKTIV und VERNÜNFTIG in universitären gremien zu vertreten.

  51. Gruesse aus Koeln

    @Armin
    Ich weiß nicht, ob du jemals den Kölner Karneval erleben durftest (Ich übrigens des öfteren), dieser gestaltet sich in der Tat oft recht komisch, es sind tatsächlich auch einige satirische Elemente darin enthalten, sowohl im Straßenkarneval als auch in den Sitzungen, welche wie du richtig recherchiert hast, am 11.November eines jeden Jahres beginnen.
    Auch korrekt ist, dass der Karneval ursprünglich entstanden ist, um die “Geister des Winters” zu vertreiben. Nur ganz nebenbei: Heute glaubt man (zumindest in Köln) nicht mehr an Geister und es geht mittlerweile viel mehr darum, zusammen Spaß zu haben. Spaß auch mit Wildfremden Menschen, sowie du für mich zum Beispiel einer bist. Vorurteile gegenüber anders aussehenden oder anders denkenden Menschen darf man da natürlich keine haben.
    Mit dieser recht knappen Zusammenfassung des Kölner Karnevals (der auch zu den von dir erwähnten Hochburgen gezählt wird) möchte ich dir klarmachen, dass dein Artikel völlig mißlungen ist. Einen Bezug zwischen Studierenden, welche sich für ihre Ziele auf ihre eigene Art einsetzen und dem Karneval, einem aktuellen Ereignis, welches überhaupt keinen Bezugspunkt zu dem geschehen hat, herzustellen, empfinde ich für völlig aus der Luft gegriffen und so kann man auch deine “Berichterstattung” eindeutig als an den Haaren herbeigezogen abstempeln. Das du Sinn und Zweck des Karnevals nicht verstanden hast zeigt, wie du Menschen nach ihrem Äußeren Erscheinungsbild abwertest, was ist so schlimm daran, “barfuß und mit Rauschebart” an einer Protest-Aktion teilzunehmen? Wurde dir das von deinen Eltern als unsittlich gelehrt? Du schläfst doch sicher im Anzug, oder? Diese Haltung zeigt sich auch darin, dass du den Antifaschistischen Unterton in den Protesten ablehnst. Dabei ist dies keinesfalls eine Abweichung von den anderen geforderten Änderungen und muss daher auch nicht als versteckt bezeichnet werden. Nur für den Fall, dass du dich überhaupt nicht mit den Zielen der streikenden Studierenden befasst hast: Es wird soziale gerechtigkeit gefordert und Bildung für jeden, anstatt nur für die von dir anscheinend eher geschätzte “Elite”. Darf man in diesem Zusammenhang sich nicht auch für Ausländer einsetzten? Das kann doch dann immer noch jeder Protestierende selbst entscheiden.
    Über den Kritikpunkt, es gäbe keine “themenbezogenen Ansatzpunkte” solltest du daher nochmal nachdenken und gegebenenfalls deinen Artikel noch einmal überarbeiten - oder gerne auch ganz verschwinden lassen, da bei dir ja wie erwähnt jeglicher Bezug zum Thema fehlt.
    Es wäre schön wenn du meine Kritik als konstruktive annimmst oder sie wenigstens zur Kenntnis nimmst. In Zukunft bitte ich dich zudem noch den Karneval nicht für deine versteckten bis offenen politischen Ansichten zu nutzen und ihn somit durch den Dreck zu ziehen,
    damit Kölle Alaaf! (ich weiß ein bisschen spät aber was nicht passt wird halt passend gemacht, ne Armin)

  52. Gast

    barfuß und verdreckt an der uni herumzulaufen finde ich nicht sonderlich akzeptabel.

    außerdem ist dieser artikel für fu-kundige, die den hörsaal und seinen außenposten davor kennen, durchaus unterhaltsam.

    einen solch offensichtlich humorvollen artikel als niederträchtigen angriff darzustellen halte ich für völlig verfehlt.

    aber sobald man (entschuldigung, heißt natürlich mensch) den bildungsstreik auch nur im geringsten kritisiert, wird man sofort mit allerhand niveaulosen angriffen überschüttet.

  53. Marie

    Ich würde gern, abseits der stark emotionalisierten, unfruchtbaren Diskussion über die vermeindlich linkspolitische Ausrichtung des Bildungsstreiks, zum Niveau und zum Stil des Artikels etwas anmerken:

    Einen satirischen Vergleich zwischen Karneval und Besetzung herzustellen, scheint mir grundsätzlich keine schlechte Idee. Dennoch wirft die stetige, redundante Repetation desselben in den immergleichen Schlagwörtern, kombiniert mit einem latent-aggressiven, reißerischen Grundpathos den Text, der simultan starke inhaltliche und argumentative Defizite hat, die Satire leider auf den Text selbst zurück, der damit nicht ernstzunehmen, aber auch nicht belustigend ist. Die Bilder sind leider meist zusammenhangslos, nur polemisch oder falsch untertitelt. Das Bild, das die Volxküche zeigen sollte, zeugt leider nur davon, dass der Autor offenbar nicht weiss, worum es sich dabei eigentlich handelt.

    An den wenigen Stellen, an denen der Text konkrete inhaltliche Argumente entwickelt, sind leider auch viele Fehler zu entdecken, die durch ein bisschen Recherche vermutlich vermieden hätten werden können. Die “AG Feminismus” hat meines Wissens nie existiert (wohl aber eine AG Antisexismus). Die erwähnte Filmwoche wurde nicht vom Bildungsstreik, sondern von der Fachschaftskoordination veranstaltet, ebenso wie die Mobilisierung nach Dresden von am Bündnis “No Pasarán” oder “Dresden-Nazifrei” beteiligten Gruppen und Organisationen ausging, zu denen der Bildungsstreik nicht gehört, denen er jedoch den Hörsaal zwischenzeitlich zur Verfügung stellte.

    Es scheint nicht von der Hand zu weisen, dass die Texte auf diesem Blog journalistisch in letzter Zeit auf sehr niedrigem Niveau stagnieren.

  54. Aaron

    Die Besetzer hätten den Hörsaal lieber mal den Studenten zur Verfügung stellen sollen, damit in diesem Vorlesungen hätten gehalten werden können. Aber der linke Haufen scheint sich lieber in Schlafanzügen irgendwelche Reggae-Musik reinzuziehen

  55. Armin Peter

    Ohne nochmals in den sinnfreien Zirkel der hitzigen Debatte einsteigen zu wollen, hier ein paar Abschlussgedanken nach einer Woche und zahlreichen Kommentaren:

    1. Ich bin ehrlich überrascht, wie viele Leser der LHG-Blog offenbar auch in der linken Szene der FU hat - und das, obwohl wir doch, glaubt man den oben geposteten Aussagen, für einige eigentlich nur “die doofen Liberalen” sind.
    Für sie ist das offensichtlich noch kein Hinderungsgrund, sich intensiv mit unseren Blogartikeln auseinanderzusetzen und jeden Text, sei er auch noch so sarkastisch, verbissen und mit eifrigster Sorgfalt zu sezieren.

    2. Sehr gefreut habe ich mich über die zahlreichen positiven Rückmeldungen von etlichen Kommilitoninnen und Kommilitonen, die mich für den obigen Artikel auch außerhalb des Blogs auf verschiedensten Wegen erreicht haben.
    Sie zeigen mir, dass der Text, der übrigens nie den Anspruch erhoben hat, investigativ zu sein, für viele das gewesen ist, was er sein sollte: Ein satirischer Artikel, über den man beim Zurückdenken an das dreimonatige Schauspiel im HS 1A lachen kann.

    3. Ein Bildungsstreik ist kein Sakrileg, Besetzer müssen nicht mit Glacéhandschuhen angefasst werden. Bedauerlich finde ich, dass an der FU einige tonangebende Leute alles, was ihren Ansichten zuwider läuft, als persönlichen Angriff werten, um sich und anderen jede Diskussion über Sinn und Unsinn -und vor allem aber das Lachen- zu verbieten.

    In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal.
    Armin

  56. dennis

    “Ohne nochmals in den sinnfreien Zirkel der hitzigen Debatte einsteigen zu wollen, hier ein paar Abschlussgedanken nach einer Woche und zahlreichen Kommentaren:”

    hach ja, so lässt sich natürlich auch eine inhaltliche diskussion umgehen…

    also nochmal, armin: hätte es einen runden tisch zwischen studierenden und AS gegeben, der die aussetzung der anwesenheitspflicht und andere verbesserungen beschließt, ohne die hörsaalbesetzung?

    P.S.: ich für meinen teil lese euren blog erst wieder gerne, seitdem du und kristina hier solche perlen abliefern - über den “ticketverkauf zur straßenschlacht” kann ich heute noch lachen.

  57. Aaron

    inwiefern ist die Abschaffung der Anwesenheitspflicht ein Vorteil. Das spielt doch nur den langhaarigen Langzeitstudis in die Hände, weil die jetzt wieder bis um 2 ausschlafen können…

  58. Noch ein Gast

    lieber aaron,

    die abschaffung der anwesenheitspflicht ist für jeden von vorteil. ich bin auch kein langhaariger langzeitstudi und schlafe mal bis um 2 aus. letztendlich kommt es auf den individuellen lernerfolg an. und da brauchen halt manche frontalunterricht und manch andere lesen sich das alles in der bib durch und kommen trotzdem erfolgreich durch die klausur. schau dich mal um: dieses rigide system der anwesenheitspflicht gibt es außer an der fu nicht an vielen unis.

    gruß
    der gast (einer von vielen)

    ps: wenn du es wissenschaftlich haben willst, dann ist die anwesenheit in lehrveranstaltungen außerordentlich gering mit dem lernerfolg korelliert.

    pps: und um den großen meister selbst zu zitieren: “Bildung, wenn sie wirklich Bildung sein soll, ist immer Selbstbildung und nicht Fremdbildung. Das heißt, Lernen ist ein autonomer Vorgang, der im Bewusstsein jedes einzelnen Menschen individuelle Wege nimmt. Diese dürfen nicht durch Überregulierung und Bürokratismus behindert werden. Die Reform des Bologna-Prozesses ist deshalb dringend überfällig. Es müssen Freiräume geschaffen und Druck gemindert werden, unter anderem dadurch, dass Anwesenheit nicht unpädagogisch erzwungen und kleinlich kontrolliert wird, dass Lehrpläne nicht überfüllt sind, dass die sog. workload und Leistungspunkte realistisch berechnet werden und dass Lehrende und Lernende sich gemeinsam um den Weg zur wissenschaftlichen Wahrheit bemühen.”

  59. anderer gast

    korreliert…nicht korelliert

  60. Noch ein Gast

    ja, anderer gast, hast recht. kommt ja auch von relation.

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