669. Sitzung des Akademischen Senats am 31. März 2010 – Endgültige Wahlvorschläge für das Präsidentenamt
Uwe KirmseAllgemeines Kommentar schreibenIm großen öffentlichen Rahmen, im Hörsaal A des Henry-Ford-Baus, bekamen die drei Kandidaten Prof. Alt, Prof. Lemke und Prof. Rojas die Möglichkeit sich vorzustellen. Nach den etwa halbstündigen Vorträgen gab es dann stets noch eine persönliche Nachfragerunde für die Senatsmitglieder, die jedoch ohne die Öffentlichkeit statt fand.
Besonders die Themen Öffnung des Präsidiums und die Exzellenzinitiative, die weitergeführt werden soll, aber auch plötzlich Enden kann, wurden von allen angesprochen. Auch die Gleichstellung und der Ausgleich zwischen Forschung und Lehre wurde von allen mehr oder wenig ausführlich bedacht. Nach dem Rückzug von Prof. Rojas von der Kandidatur hat der Akademische Senat Prof. Alt und Prof. Lemke für die Wahl am 12. Mai vorgeschlagen. Im Anschluss wurde auch gleich Prof. Schäfer-Korting für die Wahl zur ersten Vizepräsidentin vorgeschlagen.
Herr Prof. Alt brachte zudem sehr viele Themen auf den Tisch, über die er als Uniangehöriger natürlich sehr gut informiert ist. Er strebt eine interne Informationsverbesserung an. Sucht nach Wegen zur Karriereförderung in der Postdock-Phase und möchte aus den Thematiken der Cluster Seminare und Vorlesungen für jeden Studenten erwachsen lassen.
Frau Prof. Lemke sucht besonders eine gesellschaftsorientierte Wissenschaft, bei der sie auch stets die Internationalisierung im Blick hat. Sie hat sich auch ausdrücklich für eine Verlängerung des 6-semestrigen Bachelors ausgesprochen. Zudem will sie den an der FU bestehenden Runden Tisch sehr gern beibehalten. Was man der Professorin aus Hannover natürlich nicht vorhalten kann, ist die Unkenntnis über aktuelle FU-Interna.
Herr Prof. Rojas redete etwas länger und stellt dabei mehr seinen Visionen über eine Kooperation/Zusammenlegung von FU und TU vor. Wie das mit einer Auflockerung der Führungsstruktur einhergehen soll hat er nicht benannt. Nach der Aussprache trug er dann ein kleines Schlusswort vor, in dem er bekundete, sich seiner Stellung bewusst zu sein und daher nun von seiner Kandidatur zurück trete.
Jetzt kann man auch eigentlich erst von einem wirklichen Wahlkampf sprechen, da man nun weiß, wer überhaupt im Mai auf dem Wahlzettel stehen wird. In wie weit sich die beiden Kandidaten sich nun aber wirklich an die einzelnen Statusgruppen wenden, wird sich zeigen.