107. Sitzung der KfL – alter Streit um fehlende Informationen
Alex SpielauAkademische Gremien, FU, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Lehre Kommentar schreibenAm Dienstag den 13. April traf sich die Kommission für Lehre (KfL) zu ihrer 107. Sitzung. Die Sitzung wurde von Vizepräsidentin Prof. Keitel-Kreidt geleitet. Bestimmende Themen waren Einrichtung des Masterstudiengang Bildungswissenschaft, die Verlängerung der Einrichtungsdauer von Bachelorstudiengängen, und eine Diskussion über die Informationspolitik des Präsidiums.
Die KfL einigte sich zuerst auf die Vertagung der AS Vorlage Qualitätspolitik und Qualitätsziele auf die nächste KfL Sitzung. Tenor war, dass sich das neue Präsidium mit dem Qualitätspapier zuerst beschäftigen solle. Ebenso wurde der TOP Projekttutorien aufgrund fehlender studentischer Initiativen vertagt.
Nachfolgend beschäftigte sich die KfL mit der Einrichtung des Masterstudiengangs „Bildungswissenschaft“ und der Aufhebung der Masterstudiengänge „Erziehungswissenschaft: Bildung, Kultur und Wissensformen“ und „Erziehungswissenschaft: Forschung und Entwicklung in sozialen und pädagogischen Organisationen“. Als Experte wurde Prof. Dr. Harm Kuper zum Vortrag eingeladen.
Dieser führte aus, dass die formalen Strukturen des neuen Studienganges mit denen der alten fast identisch seien. Ebenso bleibe das Modulgerüst erhalten. Im Prinzip, so Kuper, würden die bisherigen zwei Schwerpunktprofile zu einem Studiengang verschmolzen, was wechselseitige Schwerpunktkurse wählbar mache und mehr Flexibilität und Wahlfreiheit bringe. Studierende könnten sich weiterhin in den Profilen der alten Studiengänge vertiefen.
Von studentischer Seite kritisch hinterfragt, wurde das Vorhandensein von Äquivalenzlisten für Kurse, welche von Studierenden der allen MA Studiengänge belegt wurden und die nun in den neuen Studiengang wechseln wollen. Auch bleiben die Gender-Aspekte als inhärenter Teil bildungswissenschaftlicher Studiengänge erhalten. Von den studentischen Vertretern Sarah Walz und Matthias Bartelt wurde die fehlende Kompetenz der KfL, die inhaltlichen Änderungen zu evaluieren, und die kurzfristige Weiterreichung in die KfL kritisiert. Prof. Bongardt entgegnete jedoch, dass die KfL nicht zuständig für inhaltliche Kritik sei. Letztlich zeigte sich auch eine studentische Vertreterin des Fachbereiches Erziehungswissenschaften und Psychologie mit MA Programm Vorschlag zufrieden. So wurde der Vorschlag trotz der Gegenstimmen von Walz und Bartelt angenommen.
Nachfolgend beschäftigte sich die KfL mit der Verlängerung der Einrichtungsdauer von Bachelorstudiengängen. Diese Vorlage wurde angenommen. Wiederum kritisierten Sarah Walz und Matthias Bartelt das Nichtvorhandensein von Informationen zu diesen Studiengängen, welches ihre Entscheidungsfähigkeit einschränken würde.
Die Diskussion um die Verlängerung der Bachelorstudiengänge, wurde jedoch durch eine langwierige Debatte um die Offenlegung von Informationen durch das Präsidum unterbrochen. Mit Vehemenz verlangten Sarah Walz und Matthias Bartelt nach der Herausgabe von Statistiken zu Studienbeginnern, Absolventen und Studienabbrüchen der hinterfragten Studiengänge. Das diese in der verlangten Form nicht vorlägen, wurden von den beiden nicht zur Kenntnis genommen. Nach Aussage von Prof. Keitel-Kreidt würde eine Implementierung via CM angestrebt, sei jedoch technisch noch gar nicht möglich.
Zuletzt wurde aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, die Diskussion der Runder-Tisch-Vorlagen auf die kommende KfL-Sitzung vertagt. Die allgemeine Diskussionskultur ist altbekannten Bahnen gefolgt. Gerade die langwierige Diskussion um die Offenlegung von gar nicht vorhandenen Informationen war zum Teil grotesk.
21. April 2010 at 12:27
Lieber Alex Spielau,
Deiner unveränderten Wahrnehmung geschuldet, hast Du als Gegenstimmen Sarah Walz’ und meiner Wenigkeit gewertet, was Enthaltungen waren. Das Begehren nach Herausgabe der Informationen hier als illegitim zu bewerten, steht Dir frei. Einseitig jedoch die Darstellung zu übernehmen, diese Informationen lägen nicht vor, ist abermals besagter Wahrnehmung geschuldet. Ich werde demnächst eine Vorlage hinsichtlich dieser Informationen vorbereiten.
Im Übrigen sei Dir der Blick auf die ersten Seiten der jeweiligen jährlichen Leistungsberichte der FU empfohlen – und in die “Tagesspiegel”-Artikel, die eben so jährlich daraus berichten. Dort wird explizit unter Anderem auch die “Erfolgsquote” unter Berücksichtigung von Studienabschlüssen und Regelstudienzeit genannt und beziffert. Diese “Erfolgsquote” wird auf Basis tatsächlich vorhandener Daten erhoben. Diese Daten haben wir begehrt. Dies haben wir mehr als deutlich gemacht.
Für das nächste Mal empfehle ich eine entsprechende inhaltliche Vorbereitung Deinerseits auf KfL-Sitzungen entsprechend eben solcher Informationen wie bspw. des Leistungsberichtes. Es sind solche Informationen, die wir Stück für Stück in den vergangenen Jahren in Erfahrung bringen mußten und freiwillig zu keinem Zeitpunkt heraus gegeben wurden. Du kannst jedoch gern weiter – mit gewohnter Schlagseite – behaupten, es gäbe sie nicht.
Mit freundlichem Gruß
Mathias Bartelt
26. April 2010 at 23:26
Lieber Mathias Bartelt,
ich bin untröstlich, dass ich deine und Sarahs Enthaltungen als Gegenstimmen im Artikel erwähnt habe. Dieses war jedoch keine böswillige Absicht sondern einem Missverständnis geschuldet. Wiederum deiner unveränderten Wahrnehmung ist es geschuldet, dass du mir unterstellst, ich würde das Begehren nach Herausgabe der Informationen im obigen Blog-Artikel als illegitim bewerten. Das steht dir frei – ist aber trotzdem falsch!
Ich stehe für volle Informationspflichten des Präsidiums. Jedoch geht das nur da, wo Informationen auch existieren.
Das Campus Management System ist jedoch technisch (noch) nicht in der Lage, diese Informationen zu verarbeiten und zusammenzustellen. Die bisherigen Daten werden mehr oder weniger von Hand für ganze Fachbereiche erstellt und sind überdies – weil sie eben nicht die individuellen Universitätskarieren aggregieren – höchst ungenau und verzerrt!!! Du aber möchtest genaue Informationen auf Studiengangsebene haben – zumindest hast du das gesagt. UND DESHALB HABEN DIR ALLE WIDERSPROCHEN, denn diese Informationen existieren nicht! Wenn du das so nicht meinst, sondern auch andere Sachen möchtest, dann solltest du dich genauer ausdrücken. Du redest zwar gerne viel, aber noch lange nicht präzise.
By the way, so weit ich die Zahlen vom Tagesspiegel kenne, sind die zitierten Zahlen für 2008 Schätzungen. Neuere Zahlen liegen doch auch dem Tagesspiegel nicht vor. Der dort aufgeführte „Leistungsbericht“ ist aber vom Senat und nicht von der FU (und benutzt unspezifische Aggregatdaten) (http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-wissenschaft/hochschulpolitik/leistungsberichte/leistungsbericht_2008.pdf?start&ts=1259243013&file=leistungsbericht_2008.pdf). Den kannst du dir gerne runterladen und im statistischen Anhang mal stöbern – quasi als Vorbereitung für die nächste KfL.
Im Übrigen muss ich dir sagen, dass deine Argumentationen von einer vehementen Redundanz und inhaltlicher Ignoranz geprägt sind, dass einem klar wird, dass du nicht zuhörst, sondern du dich in deinem Kampf gegen das Präsidium sonnst. Dass Präsidiumsvertreter in ähnlicher Weise zurückschießen, spricht nicht für das allgemeine Niveau in der KfL. Das kannst aber gerne so weitermachen, musst aber von mir keine Unterstützung erwarten. Das habe ich im Übrigen kritisiert.
Und bitte unterstell mir nicht Schlagseite, wenn du schon gekentert bist (um bei der Metapher zu bleiben!),
Mit freundlichem Gruß
Alex Spielau
28. April 2010 at 15:08
Lieber Alex Spielau,
der von Dir zitierte, verlinkte und durchaus nicht unbekannte “Leistungsbericht” ist viel mehr eine Zusammenfassung des Berliner Wissenschaftssenators, die aus den einzelnen(!) Leistungsberichten der Berliner Hochschulen an den Berliner Senat zusammen gestellt wird. Jede Berliner Hochschule hat eine jährliche Berichtspflicht an das Land Berlin über ihre “Leistungen” (siehe Hochschulvertrag). Allein für die FU ergibt das einen über 100 Seiten langen Leistungsbericht pro Jahr – je unter Anderem für 2006, 2007, 2008 und 2009. Siehe auch hier unter § 8 Abs. 1 des ausgelaufenen Hochschulvertrags: http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-wissenschaft/rechtsvorschriften/hochschulvertraege/vertrag_fu_06_09.pdf?start&ts=1265878679&file=vertrag_fu_06_09.pdf. Darin: “Die Freie Universität Berlin legt dem Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur zum 30. April jeden Jahres einen Bericht über ihre Leistungen im zurücklie-genden Jahr vor. Der Leistungsbericht bezieht sich auf [...].” Weiter zu lesen unter besagtem Link. Dies allgemein zu den je FU-eigenen(!) Leistungsberichten. Auch in den übrigen Passagen findet sich, worüber jedes Jahr im Leistungsbericht an das Land Berlin zu berichten ist. Zum Vergleich: Der von Dir zitierte zusammen fassende “Leistungsbericht” der Senatsverwaltung zu allen Berliner Hochschulen umfasst gerade 71 Seiten.
Nun zurück zur “Erfolgsquote” im Leistungsbericht der FU, die auf Grundlage weiterhin tatsächlich vorhandener Daten erhoben wird. So ungenau diese Daten sein mögen, auf deren Grundlage nicht zuletzt wird die “leistungsbezogene Mittelvergabe” errechnet. Um diese Daten – so ungenau sie sein mögen – geht es. Auch dies ist in der KfL angesprochen und von mir bestärkt worden. Kurz: Ich möchte auch wissen, auf welcher Datenbasis – wie ungenau sie sein mag – diese Errechnung geschieht. Ich möchte dann natürlich auch wissen, wie diese Daten zu Stande kommen. Und wenn sie ungenau sind, dann lässt sich das erklären und entsprechend bewerten. Auch dies ist in der KfL-Sitzung gesagt worden. Sind wir hierzu nicht im Stande, behandeln wir uns selbst wie kleine Kinder? Oder liegt es viel mehr an einem gewissen Misstrauen, dass mit diesen Daten “falsch” umgegangen werden könnte, wenn sie heraus gegeben werden?
Sprechen wir nun über Niveau: Du hast Dich während der KfL-Sitzung m.E. kaum zu Wort gemeldet – insbesondere auch nicht zu dem hier diskutierten Punkt, wie auch die übrigen anwesenden Studierenden kaum. Zugleich sagst Du jedoch: “UND DESHALB HABEN DIR ALLE WIDERSPROCHEN”. Das entspricht nicht meiner Erinnerung. Jedoch versuchst Du, alle KfL-Mitglieder hierzu heran zu ziehen. Die von Dir hier geäußerte Kritik hast Du jedoch weder in der KfL-Sitzung, noch danach, noch per Mail oder in ähnlicher Form geäußert. Sondern Du äußerst sie hier und öffentlich – in einer m.E. fragwürdigen Form. Im Mailverkehr äußerst Du Dich gar nicht. So weit ich dieses Verhalten auch von anderen LHG-Vertreter_innen der vergangenen Jahre erinnere, wirkt es nach wie vor wie der permanente Versuch, gegen Alle und Alles zu schießen, die nicht der “LHG” angehören – insbesondere jedoch gegen Vertreter_innen der “FSIn/Offene Liste”. Es handelt sich m.E. nach wie vor um ein parteiisches Denken – und das Trotz aller Versuche zu übergreifenden Gesprächen. Im Übrigen hat es etwas von der üblichen Haltung: Es wird von unserer und auch meiner Seite am FU-Präsidium Kritik geübt. Und das Präsidium zieht nun ein Mal immer noch sehr viel Kompetenzen an sich oder versucht es zumindest, und versucht zugleich, die Kompetenzen der Gremien und Kommissionen klein zu halten. Du jedoch kritisierst konsequent nicht das Präsidium, sondern die Kritiker_innen. Das ist hier so erst ein Mal so fest zu stellen. Ob es legitim ist, darüber lässt sich diskutieren.
Mit freundlichem Gruß
Mathias Bartelt
29. April 2010 at 13:28
Das Zauberwerkzeug nennt sich “Google” und spuckt nach Eingabe der Zauberworte “Studierendenstatistik FU Berlin” Interessantes aus.
30. April 2010 at 16:32
Lieber Mathias Bartelt,
ich möchte nicht in einem endlosen, immer zynischer werdenden Streit hier enden, muss aber auf deine Kritik und deine Anschuldigungen reagieren. Ich versuche, dass in einer konzilianteren Weise, damit du es nicht zum Anlass nimmst hier nochmalig einen solchen Kommentar zu posten.
Bevor ich jedoch in die spezifische Reaktion auf deine Ausführungen übergehe, muss ich dir sagen, dass ich weiß, wie der Leistungsbericht des Senats zusammengestellt wird, ich bin ja nicht mit der Kneifzange gepudert. An meinen Aussagen zur Qualität der Daten und deren Genese ändert das aber nichts.
Ich werde mich auf nachfolgend auf besonders kritikwürdige Zitate deiner Reaktion beziehen:
1) „Ich möchte auch wissen, auf welcher Datenbasis – wie ungenau sie sein mag – diese Errechnung geschieht. Ich möchte dann natürlich auch wissen, wie diese Daten zu Stande kommen.“
Nochmal, ich habe es bereits im Artikel und in meiner ersten Reaktion erwähnt, wie die Daten derzeit gesammelt werden (grobe Aggregierung auf FB-Ebene) und wie es zukünftig geschehen soll (CM, wenn technisch ausgereift). Das wurde von Dr. Fijal sehr intensiv ausgeführt. Hast du ihm nicht zugehört, oder glaubst du ihm nicht? Ferner haben sich Prof. Keitel-Kreidt und Prof. Bongardt dazu geäußert, und die Ausführungen von Dr. Fijal mitgetragen.
2) „Und wenn sie ungenau sind, dann lässt sich das erklären und entsprechend bewerten. Auch dies ist in der KfL-Sitzung gesagt worden. Sind wir hierzu nicht im Stande, behandeln wir uns selbst wie kleine Kinder? Oder liegt es viel mehr an einem gewissen Misstrauen, dass mit diesen Daten “falsch” umgegangen werden könnte, wenn sie heraus gegeben werden?“
Auch hier nimmst du die gemachten Aussagen in der KfL-Sitzung überhaupt nicht zur Kenntnis. Du hast explizit nach spezifischen Informationen zum „Studienerfolg“ verlangt, welche nicht in der von dir gewünschten Form existieren. Du hast nicht so konziliant wie hier im Blog argumentiert. Vielleicht könntest du in Betracht ziehen, dass du der Runde nicht in ausreichendem Maße und in der angemessenen Form dargelegt hast, welche Informationen dich auch schon zufriedenstellen würden. Du musst doch mitbekommen haben, dass niemand diese resolute und unversöhnliche Diskussionsweise mitgetragen hat, oder?
3) „Du hast Dich während der KfL-Sitzung m.E. kaum zu Wort gemeldet – insbesondere auch nicht zu dem hier diskutierten Punkt, wie auch die übrigen anwesenden Studierenden kaum. Zugleich sagst Du jedoch: ‚UND DESHALB HABEN DIR ALLE WIDERSPROCHEN‘. Dir hier geäußerte Kritik hast Du jedoch weder in der KfL-Sitzung, noch danach, noch per Mail oder in ähnlicher Form geäußert.“
Du hast recht, ich habe mich im Sachverhalt nicht zu Wort gemeldet, weil es ausgiebig von Prof Bongardt, Dr. Fijal und den Repräsentanten des Präsidiums Caroline Krehl und Prof. Keitel Kreidt durchdiskutiert und erklärt worden war. Ich pflege mich zu äußern, wenn ich einen substantiell neuen Beitrag für die Diskussion erbringen, weil mich erstens, Redundanz stört, zweitens, ich an einer maximalen Agenda-Abarbeitung interessiert bin, und drittens, ich mich nicht grundlos in eine Diskussion stürze, sondern gewählte, zielgerichtete Vorschläge mache, oder falls ich das nicht kann oder muss, zuhöre und Argumente aller Seiten abwäge.
Ich fange auch keinen grundlosen Streit oder Diskussion mit dir an. Wenn ich Kritik im Blog äußere ist sie nicht gegen deine Privatperson gerichtet, sondern gegen dich als Repräsentant der Studierendenschaft.
An meiner Aussage, dass dir alle widersprochen haben, kann ich nichts korrigieren, denn alle Redner vom Präsidium über Dr.Fijal bis Prof. Bongardt haben widersprochen und dezidierte Gegenargumentationen vorgebracht.
4) „Im Mailverkehr äußerst Du Dich gar nicht. So weit ich dieses Verhalten auch von anderen LHG-Vertreter_innen der vergangenen Jahre erinnere, wirkt es nach wie vor wie der permanente Versuch, gegen Alle und Alles zu schießen, die nicht der “LHG” angehören – insbesondere jedoch gegen Vertreter_innen der “FSIn/Offene Liste”. Es handelt sich m.E. nach wie vor um ein parteiisches Denken – und das Trotz aller Versuche zu übergreifenden Gesprächen.“
Wie du weißt, bin ich Vertreter der LHG und nicht einer FSI. Ich repräsentiere dementsprechend einen anderen Teil der Studierendenschaft. Das bedeutet, dass ich mich nicht Agenden unterwerfe, welche du oder andere Hochschulgruppen für sich aufbauen. Die LHG kooperiert gerne, aber nur da, wo wir einer Meinung oder wir uns auf einen Konsens einigen können. Das wiederum ist themenabhängig. Ich teile in sehr vielen Punkten nicht deine Meinung und sehe nicht ein, mich irgendeinem Duktus oder einer Agenda zu unterwerfen. Wenn ich in dem obigen Fall, der Argumentationslinie des Präsidiums folge, dann musst du es nicht als kritikloses Folgen darstellen.
5) „Du jedoch kritisierst konsequent nicht das Präsidium, sondern die Kritiker_innen. Das ist hier so erst ein Mal so fest zu stellen. Ob es legitim ist, darüber lässt sich diskutieren.“
Einem letzten Kritikpunkt muss ich entschieden widersprechen. Du musst sehen, es liegt nicht in meiner Natur Krawall zu veranstalten, sondern in kontinuierlicher und konstruktiver Weise mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, da wo ich es – im Sinne der LHG (welche ich repräsentiere) – für sinnvoll erachte. Es ist richtig, dass meine Hauptkritik im letzten Blog-Antrag bei eurer Seite lag. Aber nur im Punkt der Art und Weise, wie ihr nicht auf die Erläuterungen von Dr. Fijal eingegangen seid. Wenn du dir meine letzten Blog-Artikel anschaust, dann wirst du sehen, dass ich konsequent die Gesprächs- und Arbeitskultur der KfL kritisiere, welche mehr zu polarisieren versucht, anstatt im Sinne der Studierendenschaft Problem zu lösen. Daran sind explizit Präsidium aber auch du und Sarah beteiligt. Und das werde ich auch weiterhin kritisieren. Mitnichten bin ich parteiisch für das Präsidium, ich bin kritisch distanziert, lasse mich aber gerne auf eine konzise vorgetragene Argumentation ein.
Mit freundlichen Grüßen,
Alex