Der neue Universitätspräsident ist gewählt

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

In der 671. Sitzung des Senats wurde nun nach langen Vorbereitungen der Präsident und die erste Vizepräsidentin neu gewählt. Im Audi Max fand sich der erweiterte Akademische Senat ein, um einen möglichst großen Raum für die Öffentlichkeit zu bieten.

Nachdem der noch amtierende vierte Vizepräsident, Prof. Schiller, die Anwesenden begrüßt hat, war seine einzige Amtshandlung nur noch eine Sitzungsleitung wählen zu lassen. Vorgeschlagen wurden Herr Prof. Brunnberg und Frau Pahlen-Brandt. Die Wahl fiel auf Herrn Prof. Brunnberg, welche die Sitzung auch sehr korrekt und recht souverän leitete.

In dem nun folgenden Wahlprozedere hat sich Herr Prof. Alt noch einmal in einer Rede vorgestellt und hat dann Fragen beantwortet. Inhaltlich war dabei eigentlich nichts neues zu erfahren. Abgesehen davon, daß er die Namen seines Präsidiums nannte. So wird er als seine Vizepräsidenten Herrn Prof. Väth (für den Bereich internationale Kontakte), Herrn Prof. Bongardt (für den Bereich Lehre und Studium) und Frau Prof. Schütt (für den Bereich Naturwissenschaften) benennen.

Die Aufwändige Wahl wurde dann vom zentralen Wahlvorstand durchgeführt. Das Ergebnis:
für Herrn Prof. Alt entfielen 37 Stimmen auf „Ja“ und 13 auf „Nein“

Ebenso verlief der Wahlvorgang für die neue ersten Vizepräsidentin. Für Frau Prof. Schäfer-Korting stimmten 35 Senatsmitglieder mit „Ja“ und 15 mit „Nein“.

Damit haben beide die erforderliche Mehrheit und sind offiziell vom AS gewählt worden. Nun muss nur noch der Berliner Senat die beiden Namen abnicken und beide sind im Amt. Die anderen Vizepräsidenten, werden vom Präsidenten Alt benannt und danach vom AS bestätigt. Das nimmt aber nochmals einige Wochen in Anspruch.

Ansonsten stolperte diese Sitzung durch einen Wald von Peinlichkeiten. Für die Redner stand kein Glas Wasser bereit, fristgerecht eingereichte Anträge von Herrn Bartelt wurden erst in der Sitzung als rechtens anerkannt, die Blumen wurden in einer Treppenecke überreicht, die Mikrophone standen irgendwo nutzlos in der Gegend und im Anschluss verlief sich der „feierliche“ Akt, wie in einer Bahnhofshalle. Diese Liste lässt sich natürlich noch verlängern. Sehr stilvoll verhielten sich auch die Vertreter des professoralen Dienstagskreises, die nach der Auszählung der Stimmen geschlossen den Saal verließen. Es handelte sich dabei aber nicht um eine Protestaktion. Wie man sich schon vor Beginn der Sitzung erzählte, müsse der Dienstagskreis unbedingt zu einer Ausstellungseröffnung. Damit möchte ich darauf hinweisen, daß das Amt eines Etikette Beauftragten, welches Prof. Lenzen abgeschafft hat, garnicht so sinnlos war, wie es im ersten Augenblick scheint.

Die WM-Planer der LHG sind da!

Benedikt BenteAllgemeines 4 Kommentare »

Ganz Deutschland freut sich auf die WM 2010 in Südafrika –
und deswegen hat sich der Bundesverband der LHG dieses Jahr etwas besonderes einfallen lassen:
einen kostenlosen WM-Planer mit allen Gruppen, Spielen und Daten!

Falls ihr Interesse habt, meldet euch einfach bei einem unserer Mitglieder,
wir wünschen schon einmal viel Spaß und eine tolle Fußball Weltmeisterschaft!

OSI Institutsrat am 12. Mai – Erst Professur dann Struktur ?

Sven HilgersAkademische Gremien 0 Kommentare »

Die heutige Institutsratssitzung wurde von einer Debatte um die W3 Professur Politisches System der BRD geprägt. Dass es zu dieser Debatte kam, galt aber zunächst als Ungewiss. Denn bereits zu Beginn der Diskussion brachten die Vertreterinnen des Mittelbaus einen, später zurückgezogenen, Antrag auf Vertagung des Themas ein. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass es immer noch keinen detaierten Strukturplan für das OSI gibt. In dem Plan soll geklärt werden, was mit den Professuren Ideengeschichte, Methoden und Rechtliche Grundlagen passiert.
Im Streit um die Ausschreibung der Professur Politisches System entwickelten sich so drei Parteien. Zum einen die Vertreterinnen des Mittelbau, welche sich bei den meisten Entscheidungen enthielten und auch den Antrag auf Verschiebung zugunsten eines Kompromisses, der die Besetzung der Professur Politisches System vorsieht, zugleich aber fordert, dass bis Ende des Semesters ein Strukturplan vorliegen soll, zurückzogen. Die zweite Partei sind die Professoren und Professorinnen, welche den Kompromiss vorgeschlagen haben und eine schnellstmögliche Besetzung der Professur fordern, weil mit Prof. Riedmüller und Prof. Hesse gleich zwei Lehrende für das Politische System der BRD nächstes Jahr das Institut verlassen werden. Daran moniert die dritte Partei, die Vertreter der Studierenden, dass im Modul Ideengeschichte bereits seit vier Jahren kein festes Lehrangebot durch eine Professur sichergestellt werden kann.
Die Studierendenvertreter fordern die Einrichtung einer AG Strukturplanung, damit ein klarer Strukturplan zu Ausschreibung der Professuren erarbeitet wird. Die wirkliche Erstellung des, im Kompromiss vorgesehenen, Strukturplans ist allerdings fraglich. Vor einigen Monaten hatte eine große Institutsratssitzung bereits die Reihenfolge der zu besetzenden Professuren festgelegt. Die Ideengeschichte Professur hat dabei oberste Priorität erhalten, heute wurde jedoch die W3 Professur für das Politische System der BRD zuerst beschlossen. Die Statusgruppe der Studierenden legte daher das Gruppenveto ein, sowohl gegen die Ausschreibung an sich, als auch gegen den Ausschreibungstext. Die Ausschreibung legt als Kompetenzanforderung auch den Bereich Verfassungsrecht fest. Vor dem Hintergrund der prekären Situation im Modul Rechtliche Grundlage eine leicht falsch zu verstehende Anforderung. Schließlich steht immer noch nicht fest, ob es eine Professur für rechtliche Grundlagen geben wird. Diese Ausschreibung könnte nahe legen, dass eine Ersatzlösung vorbereitet wird. Für die Lehramtsstudierenden schwindet dabei die Hoffnung endlich eine Vorlesung Rechtliche Grundlagen der Politik zu bekommen, die sie benötigen um ihr Grundstudium abzuschließen.
Neben den ungeklärten Fällen Ideengeschichte und Rechtliche Grundlagen, steht aber auch weiterhin nicht fest, ob die W2 Professur Methoden von Prof Ohr verlängert wird. Hierbei steht nicht weniger als die Methodenausbildung am OSI auf dem Spiel. Die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre erst einen klaren Strukturplan zu erstellen, bleibt. Andererseits hätte dies wieder zu langen Debatten ohne deutliche Aussicht auf Lösung führen können. So oder so die Situation der Lehre am OSI bleibt schwierig.

Präsidentschaftswahl am kommenden Mittwoch

Uwe KirmseAllgemeines 4 Kommentare »

Am 12. Mai findet die schon lange angekündigte Neuwahl zum Präsidenten und ersten Vizepräsidenten der FU statt. Durch den Weggang von Prof. Lenzen nach Hamburg waren diese Wahlen notwendig geworden. Das sang- und klanglose verschwinden des Präsidenten löste ja in allen Reihen der Uni größere Reaktionen aus, sei es Freude oder Entsetzen.
Wenn alles halbwegs planmäßig verläuft wird am Mittwoch das Vakuum und das daraus resultierende Kompetenzgerangel in den Leitungsebenen der Uni beendet sein.

Von den drei geladenen Kandidaten Prof. Alt, Prof. Lemke und Prof. Rojas, die sich bereits im März der Öffentlichkeit vorgestellt haben, steht allerdings nur noch Prof. Peter-André Alt zur Verfügung. Prof. Rojas hatte gleich nach seiner Vorstellung bekundet, daß er im Wissen um eine fehlende Mehrheit die Kandidatur zurückzieht. Die zur Zeit in Hannover lehrende Prof. Lemke hatte gut zwei Wochen später ihre Kandidatur zurückgezogen, da sie eine Berufung nach New York erhalten hat.

Nach langen Diskussionen und Abwägungen hat sich die LHG an der FU darauf geeinigt nicht gegen Prof. Alt zu stimmen oder sich zu enthalten. Wir werden also für den Germanisten aus der Silberlaube stimmen. Seine 10 Punkte, die hoffentlich mehr als ein Wahlversprechen sind, sind sicherlich schon den meisten bekannt. Hier nochmals der Link:

www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we04/Mitarbeiter/alt/Zehn_Punkte.pdf

Besonders der Punkt, in dem Prof. Alt bekundet, daß er das Präsidium wieder mehr für studentische Belange öffnen will, wird die meisten Studierenden freuen. Außerdem hervorzuheben ist die Fortsetzung der Verbesserung der Bachelorstudiengänge. Dazu hat er eine Reihe von Ideen, beispielsweise wie man mehr Professuren schaffen kann. Außerdem sollen die Exzellenzcluster jetzt auch etwas von ihrem Wissen in Vorlesungen und Seminare tragen.

Diese, aus Sicht eines Studenten, positiven Forderungen und Ideen sollten unserer Meinung nach eine Chance bekommen, zumal ein stupides Blockieren mit einem „Nein für Alt“ nur die Zeit der Kopflosigkeit der Uni verlängern würde.