Am kommenden Mittwoch, um 15 Uhr kommt wieder der Akademische Senat der FU zusammen.
ACHTUNG: Die Sitzung findet in den Rechtswissenschaften (Van’t-Hoff-Str. 8 ) im Raum 211 statt. Es könnte wieder über 4 Stunden hinaus gehen, da der neue Präsident von dem althergebrachten Hausrecht keinen Gebrauch mehr machen möchte, die Diskussionen um 19 Uhr abzuwürgen.
Die Sitzung ist naturgemäß öffentlich.
… und es nimmt kein Ende: erneute Sitzung der Kommission am FB PolSoz zur Reform des PoWi-Bachelors
Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »Etwas kurzfristig – aufgrund der Ereignisse des vergangenen Institutsrates, s. Bericht vom 16. Juni – trat heute nach langer wieder einmal die Kommission zur Reform des Bachelors der Politikwissenschaft am OSI zusammen. Nachdem der Prozess vergangenes Semester “eingefroren” und sich mit Teilergebnissen zufriedenen gegeben wurde, standen eben die zu streichende Modulleistungen im Fokus der Diskussion. Diese waren eine der Kernforderungen und -anliegen der Studierenden gewesen, welche sich in den vergangenen Semestern in und außerhalb der Kommission engagiert hatten. Kompromiss war – abgestimmt mit anderen Dozenten – 60 der 180 LP streichen zu können, um den Studierenden somit den Prüfungsdruck zu verringern. Zusammenfassend lässt sich hier Sven in seinem letzten Blogeintrag zitieren:
“Zum anderen legt die geänderte, mit dem Rechtsamt der FU Berlin geschriebene, Bachelorordnung fest, dass nur noch zwei Drittel der Studienleistungen in die Endnote mit einfließen werden. Irritationen gab es im Institutsrat über die Festlegung des zu streichenden Drittels. Das Rechtsamt der FU hatte dieses Drittel als 30LP PoWi-Studienleistungen und 30LP ABV ausgewiesen, da aber der ABV Teil ohnehin nicht in die Note einfließt würde diese Reform kleiner ausfallen als geplant. Deswegen prüfen Dekanat und Rechtsamt nun im unbürokratischen Umlaufverfahren, ob es möglich ist insgesamt 60LP der PoWi-Leistungen plus die 30LP nicht in die Note einfließen zu lassen.”
Da sich die Forderungen, neben den 30 LP ABV zusätzlich 60 statt 30 LP zu streichen, aufgrund bürokratischer Hürden schwierig bis zum WS durchzusetzen ließen, hat man sich nun auf ein mehrstufiges Vorgehen geeinigt: der Teilerfolg der zu streichenden 60 bzw. 30 LP wird durchgesetzt, um zumindest den zum WS 08/09 immatrikulierten Studierenden die Chance zu geben, von der Reform zu profitieren. Gleichzeitig soll jedoch das Ziel verfolgt werden, den Leistungs- und Notendruck eventuell anderweitig zu verringern und vor allem den vierjährigen Bachelor wieder “aufzutauen”.
Über die nächsten Treffen werden wir Euch dann hier wieder informieren – der Kurzfristigkeit des anberaumten Treffens sei es geschuldet, dass wir es nicht bloggen konnten, jedoch geloben wir Besserung.
Nächste StuPa-Sitzung am 06.07., 14 Uhr im Hörsaal A der Arnimallee 22
Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »Am übernächsten Dienstag, den 06.07.2010, findet um 14 Uhr in der Rost- und Silberlaube J 27/14 die zweite StuPa-Sitzung des neuen Semesters statt.
Alle Studierenden sind eingeladen der – wie immer öffentlichen – Sitzung beizuwohnen.
Die Aktion„Vakanzen Tanzen“ kann auf eine gelungene Woche zurückblicken. Schon die Vollversammlung (VV) am vorigen Donnerstag gab einen guten Takt vor. Das auf der VV erklärte Ziel, durch Diskussionen und ernsthafte Gesprächen mit Informationsgehalt auf Missstände des OSIs aufmerksam zu machen, lässt auf einen Wechsel in der Streikkultur schließen. Diese „Vakanzen Tanzen“ zeichneten sich durch eine besonders große Breite an aus – sowohl in Inhalt auch als auch Form – wobei der Bezug zu universitären Problemen immer erkennbar blieb. Zum einen war der Grad an Problemthemen beachtlich. Neben dem Dauerbrenner Ideengeschichte wurde gleichermaßen auf noch nicht geschaffene, eigenständige Forschungs- und Lehrbereiche (Gender und Postkolonialismus-Lehrstühle) sowie auf die Problematik der Rechtsprofessur hingewiesen. Andererseits erschienen in der Aktionswoche auch mehrere Male Vertreter des SFB 700 , um ihre Forschung vorzustellen und sich kritischen Fragen stellen zu können. Damit fand neben der Kontroverse um die Lehre auch die Forschungsproblematik einen angemessen Diskussionsraum. Zum anderen waren die Aktionen formell zwischen Workshops, Meinungsforen und Informationsveranstaltungen angesiedelt, was den OSI-Studenten es optional ermöglichte, entweder grundlegendes Wissen über die Uni-Struktur aufzufangen (mit dem sich freilich auch besser diskutieren lässt), Positionen zu erkennen bzw. erkenntlich zu machen oder sich in Workshops gleichfalls aktiv zu beteiligen.
Insgesamt ist hervorzuheben, dass mit „Vakanzen Tanzen“ nicht durch einfaches Besetzen des OSIs Lehrveranstaltungen blockiert, sondern Lehrende und Forschende (auch zu denen es vermehrt kritische Stimmen gibt) dazu eingeladen wurden, entweder selber an den Diskussionen teilzunehmen oder in ihren Kursen die Probleme am OSI zu diskutieren. Diese Form von Bildungsstreikaktionen trägt dazu bei, den Dialog zwischen den Statusgruppen an der Uni in ein engeres sowie offeneres Verhältnis zu setzen und über die jeweiligen Postionen klarer zu werden.
Neben wichtigen Themen der „Vakanzen Tanzen“ Woche am OSI (http://vakanzentanzen.blogsport.de/programm/) standen am Mittwoch zwei bedeutende Themen auf der Tagesordnung der Institutsratssitzung am OSI. Erstes Thema war die Änderung der Bachelorordnung. Im vergangenen Januar hatte sich die „Reform- Bachelor-Kommission“ auf einen Kompromiss geeinigt, der zumindest die konsensfähigen Ergebnisse sichern soll. Zum einen werden ab dem kommenden Wintersemester auch affine Module anerkannt, dass bedeutet auch Seminare aus anderen Fachbereichen werden ohne bürokratische Hürden für die BA-Studierenden anerkannt.
Zum anderen legt die geänderte, mit dem Rechtsamt der FU Berlin geschriebene, Bachelorordnung fest, dass nur noch zwei Drittel der Studienleistungen in die Endnote mit einfließen werden. Irritationen gab es im Institutsrat über die Festlegung des zu streichenden Drittels. Das Rechtsamt der FU hatte dieses Drittel als 30LP PoWi-Studienleistungen und 30LP ABV ausgewiesen, da aber der ABV Teil ohnehin nicht in die Note einfließt würde diese Reform kleiner ausfallen als geplant. Deswegen prüfen Dekanat und Rechtsamt nun im unbürokratischen Umlaufverfahren, ob es möglich ist insgesamt 60LP der PoWi-Leistungen plus die 30LP nicht in die Note einfließen zu lassen. Die Beschlüsse müssen allerdings noch vom Fachbereichsrat bestätigt werden.
Das zweite Thema war der Haushalt. Professorin Börzel teilte zu Beginn der Haushaltsberatungen die erfreuliche Nachricht mit, dass die Eigenmittel des OSIs zum ersten Mal seit Jahren zur Deckung der laufenden Kosten reichen und dieses Jahr nicht auf die Leistungsmittel zurückgegriffen werden müsste. Dadurch könnten zum ersten Mal die Leistungsmittel zu 100% ausgeschüttet werden und nicht wie bisher zur Finanzierung von Lehraufträgen oder ähnlichem benutzt werden. Wäre da nicht die chronische Unterfinanzierung des OSIs und so unterbreitete Professor Mengel den Antrag einen Notfonds mit 30% der gesamten Leistungsmittel einzurichten. Pikant an diesem Notfonds ist, dass das OSI sich dadurch in eine schlechtere Position gegenüber dem Kanzler der FU begibt. Wenn es also in Zukunft heißt, dass das OSI mehr Geld vom Präsidium braucht, kann dieses auf den Notfonds verweisen. Außerdem müssen die Leistungsempfänger dem Notfonds zustimmen, bevor er überhaupt in Kraft treten kann. Trotz dieser Bedenken wurde diesem Notfonds in der zweiten Abstimmung zugestimmt, so dass der Institutsrat nun beschlossen hat 70% der Leistungsmittel auszuschütten.
Bedeutend wichtiger als solche symbolischen Rettungsschirme, denn auch bisher haben sich die Leistungsempfänger in finanziellen Notlagen mit dem Institut solidarisch gezeigt, wären allerdings eine Überarbeitung des Leistungsverteilungsschlüssels, bisher wird dort die Lehre strukturell benachteiligt und so gibt es wenige Anreize mehr Lehre anzubieten. Trotzdem war der Beschluss die Leistungsmittel auszuschütten wichtig, da es sonst zu Engpässen bei der Ausstattung der Lehrenden gekommen wäre.
672. Sitzung des Akademischen Senats am 09. Juni 2010 – Das Präsidium wächst langsam
Uwe KirmseAllgemeines 3 Kommentare »(der Bericht erscheint mit leichter Verspätung, da sich die LHG wiedermal auf einem Seminar hochschulpolitische weitergebildet hat… diesmal im schönen Darmstadt)
Unter der Sitzungsleitung von Herrn Prof. Kunig hat der erweiterte Akademische Senat drei weitere Professoren für die übrigen Vizepräsidentenposten nominiert, welche dann auf der nächsten erweiterten Sitzung zur Wahl stehen. Es handelt sich um Herrn Prof. Bongardt, Frau Prof. Schütt und Herrn Prof. Väth. Alle drei haben die notwendige Mehrheit der Stimmen erhalten. Auch wenn sie bei Prof. Bongardt deutlicher war, als bei Prof. Väth.
Prof. Bogardt wird den Bereich Lehre übernehmen und zudem die Fachbereiche Geschichts- und Kulturwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften vertreten.
Prof. Schütt soll für den Bereich der Forschungsförderung zuständig sein und die Fachbereiche Geowissenschaften, Physik und Mathe / Informatik vertreten.
Prof. Väth hat nach seiner Wahl die Verantwortung für den Bereich Internationales und vertritt die Fachbereiche Politik- und Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften und Philosophie und Geisteswissenschaften.
Der noch fehlende Rechenschaftsbericht für die letzten eineinhalb Jahre der Amtszeit von Präsidenten Lenzen wird wohl nicht mehr nachgereicht werden, da man nur amtierende zur Erstellung Präsidiumsmitglieder verpflichten kann. Trotzdem hat der Antrag von Herrn Bartelt die Zusagen bewirkt, daß die noch anwesenden Präsidiumsmitglieder einen Bericht nachreichen wollen. Zudem hat Präsident Alt versprochen, in Zukunft wieder regelmäßig einen Rechenschaftsbericht abzufassen.
In der anschließenden regulären AS-Sitzung hat Präsident Alt darüber informiert, daß nun auch das Außenbüro der FU in Kairo eröffnet hat und man dort Studierende unterstützt und Kooperationen mit andern Universitäten pflegt. In eine ähnliche Richtung geht die Information, daß einen Arbeitsgruppe zur Umstrukturierung der Abteilung IV, für Außenangelegenheiten, eingestezt werden soll, um den immer noch in der Schwebe hängenden Arbeitsbereich neu zukunftsfähiger zu machen.
Die Übertragung der Bolognakonferenz in das Audimax fand laut Aussagen des Präsidenten nur 20 Zuschauer. Die Schlüsse aus dieser Information kann jetzt jeder für sich selbst ziehen.
Außerdem wurden die Zulassungszahlen für das kommende Wintersemester beschlossen, sodaß die Bewerbungen jetzt langsam abgeschickt werden können. Zum Wintersemester wurde auch ein Masterstudiengang Psychologie eingerichtet. Ein zweiter mit dem Titel „Social, Cognitive and Affective Neuroscience“ wurde zur Überarbeitung an das Institut zurückgesendet. Nach allen Beschlüssen des Tages heißt das aber auch, es im kommenden Semester 15 Masterplätze für Psychologiestudenten weniger gibt.
Im Vorfeld des sogenannten „Bildungsstreiks“ hatten linke Aktivisten für heute, 14 Uhr eine „Info-Vollversammlung“ angekündigt. Etwa 50 Studenten waren gekommen – eine Vollversammlung war die Zusammenkunft allerdings nicht. Stattdessen verkam das Treffen schnell zum Paradebeispiel für das fehlende Demokratieverständnis linksextremer Gruppen an der FU – alle wichtigen Grundsätze der Geschäftsordnung wurden schlichtweg ignoriert – oder haben die Aktivisten sie etwa bewusst missachtet?
Gemäß der Satzung der Studierendenschaft trägt eine Vollversammlung „zur Entscheidungsfindung der Organe der Studierendenschaft bei“ (§14 Abs. 1).
Des Weiteren steht in der Geschäftsordnung, dass die Vollversammlung nur dann beschlussfähig ist, wenn mindestens fünf Prozent der Studierenden der FU anwesend sind – bei etwa 32000 immatrikulierten Studenten wären das also ca. 1600 Personen (§14 Abs. 1 Satz 4). Dies ist notwendige Voraussetzung dafür, dass eine Zusammenkunft auch tatsächlich eine Vollversammlung ist, die „empfehlenden Charakter“ für die Organe der Studierendenschaft hat (§14 Abs. 4).
Außerdem ist laut Satzung jedes Mitglied der Studierendenschaft rede-, antrags- und stimmberechtigt (§14 Abs. 2).
„Verpiss dich“: Antragsteller wird beschimpft.
Als zum Beginn der Versammlung lediglich etwa 50 Studierende erschienen waren, stellte die LHG einen sogenannten „GO-Antrag“ zur Prüfung der Beschlussfähigkeit gemäß Geschäftsordnung.
Die Moderatoren machten allerdings keinerlei Anstalten, ihrer Pflicht zur Überprüfung der Beschlussfähigkeit des Treffens nachzukommen. Stattdessen sahen sie feixend zu, wie der Antragsteller aus der Gruppe heraus verächtlich und aggressiv beschimpft wurde: „Verpiss dich“, hieß es da unter anderem. Am meisten Beifall erhielt jedoch der rotzige Kommentar eines Versammlungsteilnehmers: „Wir scheißen auf deine Geschäftsordnung“.
Die Verstöße gegen die Satzung hinderten das Grüppchen im Folgenden nicht daran, die Zusammenkunft weiterhin unter dem Titel „Info-Vollversammlung“ laufen zu lassen.
Der erste Beschluss des Treffens lautete, gemeinsam mit einem Megaphon bewaffnet in die Mensa einzumarschieren, um dort im Namen der Studierenden spontan gegen eine angeblich kaputte Klimaanlage zu demonstrieren.
Beschlüsse ohne Beschlussfähigkeit
Als der kurze Spaziergang durch die (eiskalte) Mensa vollbracht war, folgte eine längere Debatte über die Ergebnisse des letzten „Bildungsstreiks“. Einigkeit herrschte darüber, dass der „Streik“ trotz umfassender Maßnahmen weitgehend ergebnislos war. Ein Redner stellte gar „eine gewisse Apathie“ unter den „Streikenden“ fest.
Im Anschluss an die Debatte fasste das Kaffeekränzchen zu verschiedenen Themen weitere Beschlüsse – hauptsächlich bezogen auf kommende Termine für Treffen der „Bildungsstreikenden“. Offenbar um den Verstoß gegen die Satzung zu kaschieren war die Moderation dazu übergegangen, Abstimmungen zur Beschlussfindung als „Stimmungsbild“ zu bezeichnen.
Die Missachtung der Satzung ist ein Schlag ins Gesicht der gesamten Studierendenschaft – immerhin hat das Studierendenparlament das Regelwerk im Namen und zum Wohle aller im Interesse einer guten Grundordnung beschlossen.
„Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“ – diesen programmatischen Grundsatz hat Walter Ulbricht 1945 formuliert. Die Umsetzung dieser Prämisse mündete in die zweite, diesmal sozialistische Diktatur auf deutschem Boden. Den antidemokratischen Grundsatz des alten SED-Granden nehmen sich linksextreme Kreise an der FU offenbar noch heute zu Herzen: Aller Offenheits-Rhetorik zum Trotz werden kritische Fragen und abweichende Meinungen niedergebügelt – ein kleiner, elitärer Zirkel weltferner Aktivisten dagegen agitiert munter vor sich hin, als bewege er sich in einem rechtsfreien Raum.
Linksextreme Minderheit nicht legitimiert
Auch deshalb ist die Beteiligung an allen Aktionen rund um den Bildungsstreik gemessen an der Gesamtzahl der Studierenden verschwindend gering – mit weiter sinkender Tendenz. Die Mehrheit der Kommilitoninnen und Kommilitonen an der Freien Universität ist offensichtlich nicht daran interessiert, sich von einer kompromisslos linksextremen Minderheit vertreten zu lassen.
Daraus aber folgt, dass dem „Bildungsstreik“ und seinen rechtsbeugenden studentischen Akteuren -zumindest an der FU- jegliche Legitimität fehlt.
Info: Die gesamte Satzung der Studierendenschaft der FU Berlin findest du hier: http://web.fu-berlin.de/zwv/vorschr/studsatz.pdf
Am vergangenen Freitag hat der Runde Tisch an der FU zum Thema „Wie steht es um die Reform der Reform? Zu Studienbedingungen und Studiengängen“ getagt.
Die Beteiligung seitens der Studenten war spärlich, etwa ein Dutzend Leute waren insgesamt zusammengekommen, um über bereits vollzogene Änderungen am Bachelor zu sprechen.
Einem Mehrheitsbeschluss der Anwesenden folgend wurde eine Debatte über die Möglichkeit, Studium und Kinder zu vereinbaren, auf einen gesonderten Termin verschoben.
Professor Bongardt erkundigte sich dann nach der Umsetzung der an der KMK orientierten Leitlinien des Akademischen Senats der FU in den einzelnen Fachbereichen.
Mathias Bartelt von der FSI Philosophie gab an, er könne keine Rückmeldung zur Bachelor – Reform geben, da der Vorsitzende der Ausbildungskommission nicht anwesend sei.
Ein studentischer Vertreter des FB Physik erklärte, die Umsetzung der Leitlinien sei bisher überschaubar gewesen. Der Fachbereichsrat habe aber eine Rückmeldung verfasst, die in nächster Zeit veröffentlicht werden würde. Noch sei aber nicht klar, was wirklich gehe – eine genauere Absichtserklärung des Rates werde in Kürze folgen.
Prof. Bongardt betonte, dass ein Rahmenkonzept zur Überarbeitung des Bachelor bis zum Beginn des Wintersemesters geplant sei.
Auch vonseiten des FB Nordamerikastudien kamen Klagen über Probleme bei der Umstellung auf den Bachelor und bei dessen Umgestaltung. Dies liege jedoch eher an der Form als an den Inhalten, da die Vereinbarkeit des Studienganges mit einem anderen 90-Punkte-Modul aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei.
Mathias Bartelt beklagte die Existenz rechtlicher Grauzonen, die auf verschiedene Unstimmigkeiten zwischen Berliner Hochschulgesetz und KMK-Empfehlungen zurückzuführen seien. Er forderte dazu auf, „sie zu nutzen oder zu schließen“.
Auch das Reizthema Anwesenheitspflicht wurde in aller Ausführlichkeit diskutiert. Inzwischen kontrollieren offenbar nur noch vereinzelte Dozenten die Anwesenheit in Seminaren.
Viele seien froh darüber, die Listen nicht mehr führen zu müssen. In Einzelfällen werde jedoch seit der Aussetzung der Anwesenheitspflicht sogar schärfer kontrolliert, sagte Prof. Bongardt, der sich dabei auf den FB GeschKult bezog.
Studenten berichteten, dass insbesondere Dozenten, die noch nicht fest angestellt sind sowie Dozenten aus dem anglo-amerikanischen Raum die Anwesenheit sehr strikt einfordern und überprüfen.
Auch in der Frage, was unter „aktiver Teilnahme“ zu verstehen sei hätten sie oft strengere Auffassungen als andere Kollegen, so ein Studentenvertreter.
Prof. Bongardt berichtete von seinen Schwierigkeiten mit Seminaren, bei denen „30 Leute auf der Liste stehen, aber jede Woche je 10 andere Leute da sind – und zwar meistens diejenigen, die gerade ihr Referat ableisten.“ Er würde es bevorzugen, wenn etwa 20 Studenten möglichst regelmäßig kämen, da andernfalls sinnvolles Arbeiten im Seminar schwierig sei, so Bongardt.
Im Folgenden entspann sich eine längere Diskussion über alternative Möglichkeiten, aktive und regelmäßige Teilnahme festzustellen. Dabei wurde von studentischer Seite auch die Idee sogenannter „response papers“ eingebracht: Studenten liefern dem Dozenten vor der Veranstaltung ein halbseitiges Statement zu den Vorbereitungstexten, zeigen durch diesen Input aktive Teilnahme und müssen dafür nicht regelmäßig erscheinen.
Haupteinwand gegen „response papers“ war, dass dabei immer der Workload für die Studenten berücksichtigt werden müsse. Dabei wurde aber auch festgestellt, dass die Arbeitsbelastung eines Mono-Bachelors Politikwissenschaften verglichen mit anderen Studiengängen eher im unteren Bereich liegt.
Von LHG-Seite kam der Vorschlag, die Möglichkeit, über „response-papers“ aktive und regelmäßige Teilnahme festzustellen, zumindest für die Studenten der Geisteswissenschaften im Hauptfach zu prüfen.
Mathias Bartelt verteilte in der Sitzung Flyer für eine Veranstaltung im Vorfeld des geplanten „Bildungsstreiks“ und kündigte eine „neue Dynamik“ an. Zu konkreten Zielen des „Streiks“ äußerte er sich nicht.
An diesem Dienstag traf sich die Kommission für Lehre (KfL) zu ihrer 109. Sitzung. Die Sitzung wurde von Vizepräsidentin Prof. Keitel-Kreidt geleitet. Bestimmendes Thema war die Einrichtung der Masterstudiengänge „Psychologie“ und „Social, Cognitive and Affective Science“ (SCAN).
Als Experten wurde Prof. Heekeren und Studiendekan Dr. Petri zur Präsentation der Studiengänge eingeladen. Auch zwei Studierende aus dem FB waren anwesend und konnten kritischen Input zu den Masterstudiengängen liefern. Kritisch hinterfragt wurde u.a. die vermeintlich elitäre Natur des SCAN Studiengangs aufgrund der kleinen Zulassungszahl von angestrebten 15 Studierenden, die Zulassungsbestimmungen bzw. –Voraussetzungen, welche unter Umständen noch dem BerlHochschulG widersprechen, und die zu spezielle Ausrichtung des SCAN-Masters, welcher bei einer Personalveränderung obsolet werden kann. Die beiden Vorlagen wurden letztendlich angenommen.
Abschließend hat die KfL die Vorlage A mit einigen Änderungen dem AS einstimmig
zur Annahme empfohlen.
Nachtrag zur 108. KFL:
Nachtragen möchte ich noch einige Punkte zur letzten KfL Sitzung nachliefern. In dieser wurde sehr langwierig wurde die Vorlage des Runden Tisches A diskutiert. Wobei sich die Runde mehrfach nicht einigen konnte, wie mit der Originalvorlage des Runden Tisches zu verfahren sei. Die zum Teil heftigen Wortwechsel, ob dieses eigentlich marginalen Punktes, waren der Mehrheit der KfL nicht verständlich. Nachfolgend wurde die Vorlage Satz für Satz debattiert. Besonders das selbständige Anmelden für Fächer und Prüfungen stand zur Debatte. Vorgebracht wurden u.a. die Stärkung der studentischen Selbstverantwortung und die Bedeutung der Anmeldung als bewussten Rechtsakt. Dr. Fijal berichtete in dem Zusammenhang von den positiven Erfahrungen aus den Rechtswissenschaften
Danach wurde über die Zulassungsordnung der Bachelor- und Masterstudiengänge gesprochen. Bedeutend ist, dass die Fächerkombination Geschichte, Deutsch und Sozialkunde (Lehramt) nicht gewählt werden, weil das Land Berlin keine Lehrer mit dieser Kombination übernehmen. Danach wurde über den weiterbildenden Masterstudiengang Zukunftsforschung diskutiert. Erwähnenswert ist, dass dieser kostenpflichtig sein (1300Euro).
Abschließend, wurde noch der Fragebogen zur Befragung der Bachelorstudierenden im Sommersemester 2010 vorgestellt. Zu diesem Zweck war Prof. Thiel aus dem FB Erziehungswissenschaft und Psychologie anwesend, um über den abzuhaltenden Bachelorbefragungsbogen zu referieren.
Die Befragung der Bachelorstudierenden dient prinzipiell der Studiensituation und dem Studienerfolg der Bachelorstudierenden. Kritisch angemerkt wurde, dass der Fragebogen wieder nur per Email über die ZEDat versendet wird. Auf die unterschiedlichen Verteiler an bestimmten Fachbereichen und die zum Teil mangelhafte Erreichbarkeit von Studiereden über ihren ZEDat-Account wurde dabei hingewiesen. Die KfL vertagte sich nachfolgend.