OSI Intstitutsrat am 14. Juli - Ideengeschichte, Afrikastudien und zusätzliche Mittel für Lehre

Sven HilgersAkademische Gremien, Hochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

In der heutigen Institutsratssitzung standen drei Themen im Mittelpunkt. Zum einen sollte die Strategie zur Besetzung der Ideengeschichte Professur festgelegt werden. Klaus Roth hat die Vertretungsprofessur Ideengeschichte aufgrund des mit der FU geschlossenen Vergleiches nur mit Befristung, daher wurde heute über Modelle nachgedacht, wie die Lehre für Ideengeschichte sichergestellt werden kann. Zur Auswahl wurden drei Modelle gestellt (o1, o2 und o3). Dafür wurde ein Modell, welches allerdings nur geringe Chance auf Verwirklichung hat präferiert. Dabei hat Roth die Professur noch weitere Jahre, währenddessen wird aber eine Juniorprofessur Ideengeschichte mit tenure track geschaffen, welche mit dem Ausscheiden Klaus Roths entfristet wird. Die Juniorprofessur wird aus den Mitteln, die bei einer Herabstufung der Professur Rechtliche Grundlagen von W2 auf W3 entstehen, finanziert. Aufgrund der geringen Chance auf Realisierbarkeit hat der I-Rat sich für ein anderes Modell (o1) entschlossen, welches Alternativ verwirklicht werden soll. Dieses sieht eine W2 Professur für Ideengeschichte vor, welche mit dem Weggang von Klaus Roth besetzt werden soll.
Die S-Professur, die nach der Ideengeschichte Professur auf der Tagesordnung stand, war wesentlich umstrittener, allerdings wurde keine ausweitende Diskussion zu dem Thema zugelassen. Als S-Professur (Sektoralprofessur) werden Professuren bezeichnet, die aus einer Kooperation mit Forschungsinstituten entstehen. Diese gemeinsam berufenen Professoren haben im Regelfall neben ihrem Amt eine Leitungsfunktion bei einer außeruniversitären Einrichtung inne. Das Gehalt für die Professuren wird dabei von den außeruniversitären Einrichtungen getragen. In diesem Fall hat das GIGA (German Institute of Global and Area Studies) dem OSI eine solche S-Professur für Afrikastudien angeboten. Während sich der Großteil des Institutsrates für die Professur aus gesprochen hat, lehnten die beiden studentischen Vertreter mit einem Gruppenveto die S-Professur ab und erteilten auch einer Ausgleichsitzung in der vorlesungsfreien Zeit eine Absage. Daher ist es fraglich, ob das GIGA weiterhin mit dem OSI kooperieren wird oder der FU die HU als Partner vorzieht und so dem FU eine Afrikaprofessur vorenthalten bleibt.
Als letztes Thema stand der Bericht der ABK auf dem Plan, dabei ging Professor Chojnacki vor allem auf die zusätzlichen Mittel für Lehre ein. Alle Arbeitsstellen, mit Ausnahme der FFU, haben bisher jeweils Mittel für zusätzliche Lehre in anderen Bereichen zugesagt. Dabei konnte aus der ABK auch berichtet werden, dass auch im kommenden Semester einer Vorlesung zur Europäischen Integration angeboten werden kann.

KfL #111 - das Sommerloch füllt sich…

Alex SpielauLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU 0 Kommentare »

An diesem Dienstag traf sich die Kommission für Lehre (KfL) zu ihrer 111. Sitzung. Die Sitzung wurde von Vizepräsidentin Prof. Keitel-Kreidt geleitet. Bestimmende Themen waren der Revisionsprozess zu den Leitlinien zur Studien- und Prüfungsordnung und der AS-Beschlussfassung zu den Leitlinien Qualitätspolitik und -ziele für Studium.
In einer langwierigen, jedoch größtenteils Konsens-orientierten Diskussion wurden der inneruniversitäre Revisions- und Abstimmungsprozesse zum Leitlinienpapier sowie der politische Reformprozess (Novelle BerlHG; Positionspapier der Senatsverhaltung zur Bologna-Reform) dargestellt und besprochen. Als universitäre Ziele dieses Prozesses sollen neben dem Entstehen eines Leitlinienpapieres, auch ein Modulhandbuch und eine Handreichung zu Lehr- und Prüfungsmöglichkeiten den Fachbereichen zur Verfügung gestellt werden.
Die übliche Diskussion zu den Kompetenzen der KfL und deren Mitgliedern wurde selbstverständlich auch geführt. Aufgrund dessen wurde die Besprechung der AS Vorlage Qualitätspolitik und –ziele sehr kurz andiskutiert und nachfolgend – wieder einmal – vertagt.

KfL #108 und #109

Alex SpielauLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU 0 Kommentare »

An diesem Dienstag traf sich die Kommission für Lehre (KfL) zu ihrer 109. Sitzung. Die Sitzung wurde von Vizepräsidentin Prof. Keitel-Kreidt geleitet. Bestimmendes Thema war die Einrichtung der Masterstudiengänge „Psychologie“ und „Social, Cognitive and Affective Science“ (SCAN).
Als Experten wurde Prof. Heekeren und Studiendekan Dr. Petri zur Präsentation der Studiengänge eingeladen. Auch zwei Studierende aus dem FB waren anwesend und konnten kritischen Input zu den Masterstudiengängen liefern. Kritisch hinterfragt wurde u.a. die vermeintlich elitäre Natur des SCAN Studiengangs aufgrund der kleinen Zulassungszahl von angestrebten 15 Studierenden, die Zulassungsbestimmungen bzw. –Voraussetzungen, welche unter Umständen noch dem BerlHochschulG widersprechen, und die zu spezielle Ausrichtung des SCAN-Masters, welcher bei einer Personalveränderung obsolet werden kann. Die beiden Vorlagen wurden letztendlich angenommen.
Abschließend hat die KfL die Vorlage A mit einigen Änderungen dem AS einstimmig
zur Annahme empfohlen.

Nachtrag zur 108. KFL:
Nachtragen möchte ich noch einige Punkte zur letzten KfL Sitzung nachliefern. In dieser wurde sehr langwierig wurde die Vorlage des Runden Tisches A diskutiert. Wobei sich die Runde mehrfach nicht einigen konnte, wie mit der Originalvorlage des Runden Tisches zu verfahren sei. Die zum Teil heftigen Wortwechsel, ob dieses eigentlich marginalen Punktes, waren der Mehrheit der KfL nicht verständlich. Nachfolgend wurde die Vorlage Satz für Satz debattiert. Besonders das selbständige Anmelden für Fächer und Prüfungen stand zur Debatte. Vorgebracht wurden u.a. die Stärkung der studentischen Selbstverantwortung und die Bedeutung der Anmeldung als bewussten Rechtsakt. Dr. Fijal berichtete in dem Zusammenhang von den positiven Erfahrungen aus den Rechtswissenschaften
Danach wurde über die Zulassungsordnung der Bachelor- und Masterstudiengänge gesprochen. Bedeutend ist, dass die Fächerkombination Geschichte, Deutsch und Sozialkunde (Lehramt) nicht gewählt werden, weil das Land Berlin keine Lehrer mit dieser Kombination übernehmen. Danach wurde über den weiterbildenden Masterstudiengang Zukunftsforschung diskutiert. Erwähnenswert ist, dass dieser kostenpflichtig sein (1300Euro).
Abschließend, wurde noch der Fragebogen zur Befragung der Bachelorstudierenden im Sommersemester 2010 vorgestellt. Zu diesem Zweck war Prof. Thiel aus dem FB Erziehungswissenschaft und Psychologie anwesend, um über den abzuhaltenden Bachelorbefragungsbogen zu referieren.
Die Befragung der Bachelorstudierenden dient prinzipiell der Studiensituation und dem Studienerfolg der Bachelorstudierenden. Kritisch angemerkt wurde, dass der Fragebogen wieder nur per Email über die ZEDat versendet wird. Auf die unterschiedlichen Verteiler an bestimmten Fachbereichen und die zum Teil mangelhafte Erreichbarkeit von Studiereden über ihren ZEDat-Account wurde dabei hingewiesen. Die KfL vertagte sich nachfolgend.

OSI Institutsrat am 12. Mai - Erst Professur dann Struktur ?

Sven HilgersAkademische Gremien 0 Kommentare »

Die heutige Institutsratssitzung wurde von einer Debatte um die W3 Professur Politisches System der BRD geprägt. Dass es zu dieser Debatte kam, galt aber zunächst als Ungewiss. Denn bereits zu Beginn der Diskussion brachten die Vertreterinnen des Mittelbaus einen, später zurückgezogenen, Antrag auf Vertagung des Themas ein. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass es immer noch keinen detaierten Strukturplan für das OSI gibt. In dem Plan soll geklärt werden, was mit den Professuren Ideengeschichte, Methoden und Rechtliche Grundlagen passiert.
Im Streit um die Ausschreibung der Professur Politisches System entwickelten sich so drei Parteien. Zum einen die Vertreterinnen des Mittelbau, welche sich bei den meisten Entscheidungen enthielten und auch den Antrag auf Verschiebung zugunsten eines Kompromisses, der die Besetzung der Professur Politisches System vorsieht, zugleich aber fordert, dass bis Ende des Semesters ein Strukturplan vorliegen soll, zurückzogen. Die zweite Partei sind die Professoren und Professorinnen, welche den Kompromiss vorgeschlagen haben und eine schnellstmögliche Besetzung der Professur fordern, weil mit Prof. Riedmüller und Prof. Hesse gleich zwei Lehrende für das Politische System der BRD nächstes Jahr das Institut verlassen werden. Daran moniert die dritte Partei, die Vertreter der Studierenden, dass im Modul Ideengeschichte bereits seit vier Jahren kein festes Lehrangebot durch eine Professur sichergestellt werden kann.
Die Studierendenvertreter fordern die Einrichtung einer AG Strukturplanung, damit ein klarer Strukturplan zu Ausschreibung der Professuren erarbeitet wird. Die wirkliche Erstellung des, im Kompromiss vorgesehenen, Strukturplans ist allerdings fraglich. Vor einigen Monaten hatte eine große Institutsratssitzung bereits die Reihenfolge der zu besetzenden Professuren festgelegt. Die Ideengeschichte Professur hat dabei oberste Priorität erhalten, heute wurde jedoch die W3 Professur für das Politische System der BRD zuerst beschlossen. Die Statusgruppe der Studierenden legte daher das Gruppenveto ein, sowohl gegen die Ausschreibung an sich, als auch gegen den Ausschreibungstext. Die Ausschreibung legt als Kompetenzanforderung auch den Bereich Verfassungsrecht fest. Vor dem Hintergrund der prekären Situation im Modul Rechtliche Grundlage eine leicht falsch zu verstehende Anforderung. Schließlich steht immer noch nicht fest, ob es eine Professur für rechtliche Grundlagen geben wird. Diese Ausschreibung könnte nahe legen, dass eine Ersatzlösung vorbereitet wird. Für die Lehramtsstudierenden schwindet dabei die Hoffnung endlich eine Vorlesung Rechtliche Grundlagen der Politik zu bekommen, die sie benötigen um ihr Grundstudium abzuschließen.
Neben den ungeklärten Fällen Ideengeschichte und Rechtliche Grundlagen, steht aber auch weiterhin nicht fest, ob die W2 Professur Methoden von Prof Ohr verlängert wird. Hierbei steht nicht weniger als die Methodenausbildung am OSI auf dem Spiel. Die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre erst einen klaren Strukturplan zu erstellen, bleibt. Andererseits hätte dies wieder zu langen Debatten ohne deutliche Aussicht auf Lösung führen können. So oder so die Situation der Lehre am OSI bleibt schwierig.

107. Sitzung der KfL - alter Streit um fehlende Informationen

Alex SpielauLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU 5 Kommentare »

Am Dienstag den 13. April traf sich die Kommission für Lehre (KfL) zu ihrer 107. Sitzung. Die Sitzung wurde von Vizepräsidentin Prof. Keitel-Kreidt geleitet. Bestimmende Themen waren Einrichtung des Masterstudiengang Bildungswissenschaft, die Verlängerung der Einrichtungsdauer von Bachelorstudiengängen, und eine Diskussion über die Informationspolitik des Präsidiums.
Die KfL einigte sich zuerst auf die Vertagung der AS Vorlage Qualitätspolitik und Qualitätsziele auf die nächste KfL Sitzung. Tenor war, dass sich das neue Präsidium mit dem Qualitätspapier zuerst beschäftigen solle. Ebenso wurde der TOP Projekttutorien aufgrund fehlender studentischer Initiativen vertagt.
Nachfolgend beschäftigte sich die KfL mit der Einrichtung des Masterstudiengangs „Bildungswissenschaft“ und der Aufhebung der Masterstudiengänge „Erziehungswissenschaft: Bildung, Kultur und Wissensformen“ und „Erziehungswissenschaft: Forschung und Entwicklung in sozialen und pädagogischen Organisationen“. Als Experte wurde Prof. Dr. Harm Kuper zum Vortrag eingeladen.
Dieser führte aus, dass die formalen Strukturen des neuen Studienganges mit denen der alten fast identisch seien. Ebenso bleibe das Modulgerüst erhalten. Im Prinzip, so Kuper, würden die bisherigen zwei Schwerpunktprofile zu einem Studiengang verschmolzen, was wechselseitige Schwerpunktkurse wählbar mache und mehr Flexibilität und Wahlfreiheit bringe. Studierende könnten sich weiterhin in den Profilen der alten Studiengänge vertiefen.
Von studentischer Seite kritisch hinterfragt, wurde das Vorhandensein von Äquivalenzlisten für Kurse, welche von Studierenden der allen MA Studiengänge belegt wurden und die nun in den neuen Studiengang wechseln wollen. Auch bleiben die Gender-Aspekte als inhärenter Teil bildungswissenschaftlicher Studiengänge erhalten. Von den studentischen Vertretern Sarah Walz und Matthias Bartelt wurde die fehlende Kompetenz der KfL, die inhaltlichen Änderungen zu evaluieren, und die kurzfristige Weiterreichung in die KfL kritisiert. Prof. Bongardt entgegnete jedoch, dass die KfL nicht zuständig für inhaltliche Kritik sei. Letztlich zeigte sich auch eine studentische Vertreterin des Fachbereiches Erziehungswissenschaften und Psychologie mit MA Programm Vorschlag zufrieden. So wurde der Vorschlag trotz der Gegenstimmen von Walz und Bartelt angenommen.
Nachfolgend beschäftigte sich die KfL mit der Verlängerung der Einrichtungsdauer von Bachelorstudiengängen. Diese Vorlage wurde angenommen. Wiederum kritisierten Sarah Walz und Matthias Bartelt das Nichtvorhandensein von Informationen zu diesen Studiengängen, welches ihre Entscheidungsfähigkeit einschränken würde.
Die Diskussion um die Verlängerung der Bachelorstudiengänge, wurde jedoch durch eine langwierige Debatte um die Offenlegung von Informationen durch das Präsidum unterbrochen. Mit Vehemenz verlangten Sarah Walz und Matthias Bartelt nach der Herausgabe von Statistiken zu Studienbeginnern, Absolventen und Studienabbrüchen der hinterfragten Studiengänge. Das diese in der verlangten Form nicht vorlägen, wurden von den beiden nicht zur Kenntnis genommen. Nach Aussage von Prof. Keitel-Kreidt würde eine Implementierung via CM angestrebt, sei jedoch technisch noch gar nicht möglich.
Zuletzt wurde aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, die Diskussion der Runder-Tisch-Vorlagen auf die kommende KfL-Sitzung vertagt. Die allgemeine Diskussionskultur ist altbekannten Bahnen gefolgt. Gerade die langwierige Diskussion um die Offenlegung von gar nicht vorhandenen Informationen war zum Teil grotesk.

106. Sitzung der KfL - “…und täglich grüßt das (Qualitätsmanagement-)Murmeltier.”

Alex SpielauLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, Allgemeines 3 Kommentare »

An diesem Dienstag traf sich die Kommission für Lehre (KfL) zu ihrer 106. Sitzung. Aufgrund der Abwesenheit der Vorsitzenden, Vizepräsidentin Prof. Keitel-Kreidt, und dem Stellvertreter Stephan Manske, wurde Prof. Bongardt zum kommissarischen Leiter der Sitzung bestimmt. Bestimmendes Thema der Sitzung war das Vorlagepapier zu den Leitlinien der Qualitätspolitik und –Ziele an der FU. Desweiteren standen die Verlängerung von Masterprogrammen, die Vorlesungszeiten des nächsten Wintersemesters und verschiedene, von studentischer Seite aufgeworfene Sachfragen zur Diskussion.

Die Vorlage zu den Vorlesungszeiten wurde ohne inhaltliche Gegenargumente oder Widersprüche an den AS verwiesen. Einzig wurde moniert, dass es seit längerer Zeit geplant war, den amerikanischen Universitätskalender zu übernehmen, ohne dabei bisher zu Entscheidungen gekommen zu sein. Als einzige Universität, welche diesen Kalender implementiert hat, wurde Mannheim angeführt. Dahingehend wurde sich darauf verständigt, dieses Thema dem AS zur Diskussion vorzuschlagen.

Nachfolgend wurde das Vorlagepapier zu den Leitlinien zur Qualitätspolitik und –Zielen diskutiert. Wieder als Experte des Bereiches Qualitätsmanagement und Systemakkreditierung war Herr Helm anwesend, welcher einen einführenden Vortrag zu dem Papier gab. Die Leitlinien seien demnach ein notwendiger Schritt innerhalb der Implementierung des Qualitätsmanagements und als Kompromissdokument eines längeren Diskussionsprozesses mit den Fachbereichen zu verstehen (Verweis zu Blogeintrag 103. KFL). Wichtig sei es demnach, nicht nur die Forschung hervorzustellen, sondern insbesondere die Bedeutung der Lehre zu akzentuieren.

Nachfolgend begann eine zum Teil hitzige Diskussion. Zuerst wurde über den Status und den Umlauf dieses Dokuments diskutiert. Zum einen wurde scharf kritisiert, dass die KfL nicht schon früher an der Diskussion beteiligt wurde, da das Dokument bereits seit Mitte November letzten Jahres bei den Fachbereichen läge und erst einen Tag vor der Abstimmung im AS in die KfL eingereicht werde. In diesem Zusammenhang wurde auch über eine Missfallenskundgebung abgestimmt, welche angenommen wurde.

Überdies seien auch die Fachbereiche nicht in ausreichendem Maße inhaltlich beteiligt worden. Die studentischen Vertreter Sarah Walz und Matthias Bartelt sahen in diesem Vorgehen des Präsidiums ein Umgehungsversuch die dezentrale Mitgestaltung durch die Fachbereiche und des Runden Tisches zu unterminieren. Die Mehrheit der KfL konnte sich dieser Interpretation jedoch nicht anschließen, da die Vorlage einem drei monatigen Bearbeitungsprozess durch die Fachbereiche unterlag, welche sich jedoch unterschiedlich beteiligten. Ferner sei aber der Runde Tisch keine legale Institution innerhalb der Universitätsstruktur, welche in Benachrichtigungs- und Konsultationsvorgänge einbezogen werden müsste.

Weiterhin wurde vom studentischen Vertreter Andreas Bodmaier die vage und unkonkrete Ausdrucksweise des Papieres kritisiert, welche nicht den Qualitätsansprüchen der FU entspräche. Sein Kritik machte er zuvorderst an Punkt 4 der Definitionen fest, welcher „[e]ine hohe Qualität von Studium und Lehre […] insbesondere auch aus der Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven, die sich in der Struktur der Studienprogramme niederschlagen[,]“ resultieren sieht. Dr. Fijal (Prodekan für Lehre am FB Rechtswissenschaften) brachte in diesem Zusammenhang das erläuternde Beispiel der Internationalität als Perspektive in den Rechtswissenschaften ein. Dieses sei kein Element des grundständigen Lehrkanons, jedoch in der Praxis ein notwendiges Element der Ausbildung und müsse somit Eingang in das Studienprogramm haben.

Der Begriff der Qualität würde sich auch in der Struktur der Fächer an der FU widerspiegeln. So sei zum Beispiel die Ausrichtung der Geisteswissenschaften ein Alleinstellungmerkmal der FU Berlin, welches offensiv auch in Zeiten der Bologna-Reform vertreten werde. Dieses sei als ein Versuch der  Legitimation der gewachsenen Fächerkultur.

Letztendlich wurde sich darauf verständigt, dem AS zu empfehlen über das Papier zu beraten, jedoch noch nicht darüber zu beschließen. Der AS solle vielmehr die Vorlage auch dem Runden Tisch zur Diskussion (jedoch nicht mehr!) vorlegen und auch die Ausbildungskommissionen der Fachbereiche integrieren. Von Herrn Helm wurde kritisiert, dass dadurch der enge Zeitplan der Systemakkreditierung unterminiert werde, ohne dass ein inhaltlicher Fortschritt von weiteren Diskussionen über das Dokument zu erwarten sei. So konkreter das Dokument werde, desto unwahrscheinlicher sei ein Konsens darüber.

Danach nahm sich die Kommission der Beratung über die  Fortsetzung einer Reihe von Masterstudiengängen und weiterbildenden Masterstudiengängen vor. Von studentischer Seite wurde jedoch kritisiert, dass sie sich nicht imstande sieht, darüber zu beraten, ohne dass Evaluierungsergebnisse oder weitergehende Erläuterungen zu Änderungen innerhalb der Programme vorlägen. In einer Abstimmung wurde mehrheitlich beschlossen, dass die KfL aufgrund fehlender Informationen sich außerstande sieht, über die Verlängerung zu entscheiden.

Die allgemeine Arbeitsatmosphäre dieser Sitzung war gespannt und zum Teil gereizt, ob der Diskussionskultur einzelner Teilnehmer. Es ist zu hinterfragen, ob es den Vertretern wirklich immer um eine sachliche Bearbeitung von Lehrangelegenheiten oder dem Austragen persönlicher Rivalitäten und der eigenen Profilierung geht.

103. Sitzung der KfL - Neues zur Systemakkreditierung

Alex SpielauLehre, Akademische Gremien 1 Kommentar »

Am Dienstag traf sich die 103. KfL, um über die Systemakkreditierung der FU und die AS-Beschlussvorlagen von Andreas Bodmeier und Sarah Walz zu diskutieren.Die Sitzung wurde bis zur Beschlussfähigkeit der Kommission durch einen Vortrag von Gerd Helm, dem Projektleiter Qualitätsmanagement und Systemakkreditierung an der FU, über den Ablauf und die Struktur  Systemakkreditierung informiert.Sein Vortrag begann mit einer Einführung in die generelle Struktur der Systemakkreditierungsverfahren. Die Akkreditierung von Studiensystemen meint  im Allgemeinen die Prüfung, Evaluierung und Annahme von Qualitätsmanagementverfahren von Studiengängen an einer Universität.  Zu diesem Zweck wurde ein Akkreditierungsrat auf nationaler Ebene geschaffen als übergeordnete Institution, unter der 6 Agenturen zur operativen Prüfung von Systemakkreditierungsverfahren bestehen. Die Agenturen sind (halb)privater Natur, um Unabhängigkeit von politischen Prozessen zu garantieren.Vorteile einer Systemakkreditierung gegenüber der alten Programmakkreditierung wurde mit einer längeren Halbwertszeit und den neuen Zielen der Förderung einer höheren Autonomie der Universitäten und einer Investition in Qualitätsstrukturen.Die FU hat zur Systemakkreditierung einen Vertrag mit der Agentur AQAS, welche falls der Akkreditierungsantrag angenommen wird, innerhalb der nächsten drei Jahre zu einer Annahme oder Ablehnung des FU Qualitätsmanagement kommen wird.Von Herrn Helm betont und nachfolgend intensiv diskutiert, wurde die Beteiligung studentischer Vertreter im Begutachtungs- und Evaluierungsverfahren. So seien studentische Vertreter im Prozess des Aufbaus von Studienprogrammen und Qualitätsmanagementstrukturen an den Instituten und Fachbereichen als auch am Verfahren der Systemakkreditierung selbst beteiligt.An letzterem sollen Studierende durch einen Repräsentanten im Begutachtungsrat von AQAS beteiligt werden. Dieser Studierende soll durch  einen studentischen Akkreditierungspool bestimmt werden, was jedoch nicht verpflichtend für die Agentur sei.  In diesem Zusammenhang wurde von studentischer Seite das  Berufungsverfahren als intransparent und nicht repräsentativ für die Studierendenschaft kritisiert.Ferner wurde in diesem Zusammenhang die noch nicht absehbaren (hohen) Kosten des Gesamtverfahrens von ca. 150.000€  und die Einflüsse der KMK und dem Bolongna-Prozess auf die Kriterien zur Qualitätssicherung.Nachfolgend wurde über die Anträge von Andreas Bodmeier und Sarah Walz diskutiert. Wobei nur über ersteren Antrag abgestimmt wurde. Dieser beinhaltet eine Beschlussformulierung, in welcher der akademische Senat aufgerufen wird die verpflichtende Anwesenheitskontrolle zugunsten einer offenen, freiwilligen Kontrolle  abgeändert wird und das Präsidium zur Neugestaltung einer Satzung für Allgemeine Prüfungsangelegenheiten beauftragt wird(jedoch ohne zeitliche Verpflichtung).Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen und somit dem AS zur Diskussion und Beschluss übermittelt. Der Antrag von Sarah Walz konnte nicht mehr innerhalb des Zeitrahmens diskutiert werden.Insgesamt war die Diskussionskultur in dieser Sitzung besser als gewohnt. Es wurde konstruktiv und aufeinander eingehend miteinander gesprochen – vielleicht eine positive Tendenz für die Zukunft?

Täglich grüßt das Murmeltier - OSI wieder bestreikt…

Sven HilgersAkademische Gremien, Allgemeines 1 Kommentar »

Einen Einblick in das Demokratieverständnis einiger Studierendenvertreter hat man heute wieder am OSI erhalten. Weil ihnen ein von Prof. Ladwig vorgeschlagener Kompromiss zur Reformierung des Bachelor Studiengangs nicht gefiel und die endgültige Abstimmung vertagt wurde, besetzten sie kurzum wieder das Politikwissenschaft Institut. Vereinfacht gesagt, was der Ideologie einiger Studierendenvertreter widerspricht wird mit Ketten versperrt. So wurde heute die Arbeitsstelle Transnationale Außen- und Sicherheitspolitik mit Ketten verschlossen, so dass weder Mitarbeiter noch Studierende dort reinkommen konnten um mit ihrer Arbeit oder Studium weiterzumachen. Im gesamten OSI wurden alle Räume so abgeschlossen, dass keine Veranstaltungen stattfinden konnten. Der Streik wird begründet mit allgemeinem Frust und Gefühlen, dass es nicht richtig abläuft. Deshalb wolle man mit diesem Warnstreik ein Zeichen setzen.

Fakt ist aber, dass beim gestrigen Institutsrat einiges erreicht wurde (siehe Kristinas Beitrag) und in der Bachelor Kommission jetzt ein geeigneter Kompromiss gesucht wird, dafür haben auch schon einige Professoren und Professorinnen, die vorher nicht an der Kommission teilgenommen haben, Interesse daran gezeigt zu kommen. Der Prozess zu Reformierung des Bachelors geht weiter und hat eher an Fahrt gewonnen als verloren. Eine Kampfabstimmung, wie sie von einigen gefordert wurde, hätte zur endgültigen Entscheidung geführt, die vermutlich gegen den Vorschlag der Bachelor Reform ausgefallen wäre. Hier stellt sich die Frage: Ob man Erfolge überhaupt noch sieht? Ist den Verantwortlichen ein heroisches Scheitern lieber, als ein ausgehandelter Kompromiss im Sinne der Studierenden? Möchte die streikende Minderheit der Studierendenvertreter lieber einen Konflikt heraufbeschwören, als einen greifbar nahen Kompromiss auszuhandeln?

Institutsrat am OSI vom 25.11.: erste Abstimmung über eine Reform des achtsemestrigen PoWi-Bachelors

Kristina KaempferAkademische Gremien 0 Kommentare »

In der heutigen Sitzung des Institutsrats des Otto-Suhr-Instituts kam es zu einer ersten Abstimmung über den reformierten achtsemestrigen Bachelors.

Nach Festlegung der TO, Genehmigung der letzten Protokolle und dem TOP Mitteilungen und Ankündigungen (welcher einige Neubesetzungen im Prüfungsschuss und Nachrücker im Institutsrat bemerkte), wurden das Ergebnis des Institutstags, und der damit eng verknüpfte Reformentwurf eines PoWi-Bachelors durch eine Kommission aus Lehrenden und Studierenden, heiß diskutiert.
Bezüglich der Strukturplanung beschloss der Institutsrat, nach anfänglichen Versuchen durch die geschäftsführende Direktorin Dagmar Vinz diesen Punkt zu vertagen und sich daran anschliessender langer Diskussion mit den Studierenden, die folgende Punkte: Der Institutsrat geht fortan von 12 Soll-Stellen aus, die Besetzung der Bereiche Ideengeschichte, System der BRD und Rechtliche Grundlagen mit einer Vollprofessur wird als notwenig angesehen (mit einer Enthaltung genehmigt). Gleichsam sollen freiwerdende Stellen bzw. freiwerdende zentrale Mittel sind vorbehaltlich für diese Bereiche reserviert, sollte keine strukturrelevante Vollprofessur mehr dort existieren.
Auch der danach folgende Punkt der Bachelorreform war nicht minder strittig: der schon auf dem Institutsrat aufkommende zweite Entwurf durch Mitglieder des Prüfungsausschusses (ehemals bekannt als “Börzel& co”) wurde dem Entwurf der Kommission gegenüber gestellt. Die überwältigende Mehrheit der Studierenden sprach sich hierbei für letzteren aus, was nicht zuletzt auf die anwesenden Dozierenden Druck gemacht hat, sich scheinbar in ihrer Entscheidung den Interessen der Studierenden zu beugen. Nach heftiger Debatte über Abstimmung oder Nicht-Abstimmung (und leider einiger unschöner Szenen von anwesenden Studierenden aus dem FBR PolSoz und Akademischen Senat), kam es schlussendlich doch zu keiner Vertagung - ein Verfahren, welches vor allem in der letzten Sitzung der Bachelor-Arbeitsgruppe eher distanziert und verhalten gesehen wurde, da befürchtet war, dass eine Abstimmung zu Ungunsten der Studierenden ausfallen würde. Schlussendlich wurde jedoch beschlossen, den grundliegenden Kurs der Kommission zu unterstützten und dabei explizit das Y-Modell, die affinen Module, die streichbaren Module (sodass nicht alle Noten in die Endnote zählen) sowie die Übernahme des 5./6. Semesters des Kommissionsvorschlag mit 2 Enthaltungen der studentischen Vertreter zu genehmigen. Diese Enthaltungen begründeten sich darauf, dass es zu einer Vertagung bezüglich des äußerst strittigen Punktes der Pflichtmodule kam und hierbei nicht der Kommissionsentwurf befürwortet wurde. Gleichfalls ist die Ausgestaltung der BA-Arbeit und ihre Bewertung noch nicht entschieden.

Nach fast vier Stunden hitziger Debatte wurden die letzten TOPs, inklusive dem zur Verlängerung des SFB700 und der damit verbundenen öffentliche Abstrafung von Sarah Walz und Oliver Wolff, nach einem stark zu kritisierenden Brief an die DFG, welche den SFB 700 und beschäftigten Wissenschaftler aufs Höchste hätte schaden können (oder besser gesagt sollen), auf den nächsten IR in zwei Wochen vertagt.

Besonders positiv zu bemerken war das rege Interesse der Studierenden: mindestens 50, wenn nicht sogar an die 80 Studierenden wohnten der fast vier Stunden dauernden Sitzung bei und zeigten, dass der Institutstag mehr war, als nur ein einmaliges Ereignis. Nicht zuletzt durch den Druck, den auch die Dozierenden gespürt hatten, wurde der Institutsrat gezwungen, das Votum vom Institutstag ernst zu nehmen.

(Der nächste Termin zur Sitzung der Kommission zum achtsemestrigen Bachelor wird am nächsten Mittwoch stattfinden, wobei die endgültige Uhrzeit noch nicht geklärt ist. Sobald genaueres feststeht, werden wir euch hier auf dem Blog darüber informieren.)

Beschluss des FBR Wiwiss über die Einführung einer Orientierungsphase beim BWL- und VWL-Bachelor

AnneAkademische Gremien, Hochschulpolitik 1 Kommentar »

Am 21.10.2009 hat der Fachbereichsrat Wirtschaftswissenschaft die Einführung einer Orientierungsphase für den BWL- und VWL-Bachelor beschlossen. Diese Orientierungsphase soll beim BWL-Bachelor die ersten drei Semester betragen und beim VWL-Bachelor lediglich die ersten zwei Semester. Wer nach Ablauf dieser Orientierungsphase bestimmte Prüfungsleistungen nicht erbracht hat, verliert damit seinen Prüfungsanspruch am Fachbereich. Diese Orientierungsphase steht schon seit langem in den offiziellen Bachelor-Broschüren des Fachbereichs, war allerdings bis dato noch nicht beschlossen.

Allerdings ist die Orientierungsphase wie sie am FB Wiwiss beschlossen wurde abzulehnen. Besonders problematisch ist dabei, dass man bei einigen Prüfungen nur einen Versuch hat, diese also beim ersten mal bestehen muss, da man sonst den Prüfungsanspruch verliert. Dies ist z.B. bei den Fächern der Fall die im VWL-Bachelor laut dem Verlaufsplan erst im 2.Semster vorgesehen sind und auch dann erst angeboten werden. Aber gerade in der Anfangsphase eines Studiums kann man häufig den Schwierigkeitsgrad und den Anspruch von Klausuren an einer Hochschule schlecht einschätzen und selbst eigentlich gute Studenten können sich dann mal verschätzen und eine Klausur nicht bestehen. Weiterhin ist nicht klar, warum die Orientierungsphase beim BWL-Bachelor ein Semester länger sein soll als bei VWL und warum damit der BWL-Bachelor weniger restriktiv gestaltet ist. Die im Fachbereichsrat vertretenen Hochschulgruppen sind sich einig, dass eine so ausgestaltete Orientierungsphase nicht zu akzeptieren ist und es wird derzeit ein weiteres gemeinsames Vorgehen zwischen LHG und fsi abgestimmt.

Institutsratswahlen 2009: Ergebnisse WiWiss

Thomas E.Akademische Gremien, Hochschulpolitik 0 Kommentare »

Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis sind am Fachbereich folgende Kommilitonen in die Institutsräte gewählt worden:

  • Für die BWL: René Katzorke (Projektgruppe Studierenden ein Forum, unterstützt durch die LHG)
  • Für die VWL: Anne Schindler (fsi wiwiss)

Allerdings haben insgesamt gerade einmal 26 Studiierende abgestimmt, was einer Wahlbeteiligung von gerade etwas mehr als einem Prozent gleichkommt. Die Peinlichkeit der letzten Institutsratswahlen wurde also erneut erreicht. Schade eigentlich. Mag am Tag gelegen haben, weil viele Kommilitonen da in diesem Semester frei haben, und an der schlechten Ankündigung. Vor allem aber liegt es auch daran, dass die Relevanz der Institutsräte nicht wahrgenommen wird.

Kommission für Lehre: Zulassungsordnungen fürs Wintersemester beschlossen

Thomas E.Lehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik 0 Kommentare »

Heute fand die letzte KfL-Sitzung des Studienjahres statt. Weiter geht’s erst im Wintersemester. Die erste Überraschung wartete dabei heute bereits an der Tür des Präsidiums: Neuerdings werden dort Einlasskontrollen durchgeführt. Unangemeldet kommt niemand mehr so einfach ins Präsidium. Spätfolgen des Streiks, die ich allerdings nicht gutheißen kann. Bei allem Ärger über Randale, die ich teilen kann, kann es nicht das Ziel sein, das Präsidium noch mehr zu einer gottgleichen, für den Otto-Normal-Studenten prinzipiell verschlossenen Einrichtung zu machen. Massen lassen sich auch von zwei Wachmännern nicht aufhalten. Für jeden normalen Besucher hat diese neue Atmosphäre aber etwas Beklemmendes.

In der Sitzung wurde zunächst recht lang über einen weiterbildenden Masterstudiengang für Veterinärmediziner gesprochen. Neben vielen anderen solchen Mastern, die in Kooperation mit anderen (ausländischen) Universitäten stattfinden, zeichnete dieser sich durch seine Kooperation mit diversenen afrikanischen Universitäten aus. Das Konzept wirkt durchaus interessant und richtet sich auch explizit an afrikanischstämmige Bewerber. Befremdlich wirkt es dennoch auf deutsche Ohren, von “Produktion” von Tieren zu lesen. Dass dies schlechterdings Fachsprache sei, wurde versichert, und dass Tierschutz ein integraler Bestandteil veterinärmedizinischer Ausbildung sei.

Zweiter Tagesordnungspunkt waren die Zulassungszahlen zum Wintersemester. Zu Beginn gab es hier erst einmal wieder eine Auseinandersetzung um das Rederecht von Gästen in der KfL. Zuletzt hatten wir uns an sich geeinigt, einzelne studentische Vertreter nach vorheriger Einladung zuzulassen. Davon wurde nun erneut Abstand genommen. Zeitlich hielt sich die Diskussion in Grenzen, weil es auch an neuen Argumenten schlussendlich nicht viel gab, und die Abstimmung fiel zuungunsten der Studierenden mit einem Patt aus. Dennoch bleibt dieser Zustand unbefriedigend.

Das Thema selbst wurde deutlich emotionsloser angegangen, allerdings auch intensiv behandelt. Für Wirtschaftswissenschaftlicher interessant war die Ankündigung durch Vizepräsidentin Keitel-Kreidt, dass sich das Präsidium generell für zeitnahe Nachschreibeklausuren einsetzen werde, explizit auch an jenem Fachbereich. Für alle Bachelor-Studierenden wurde eine generelle Prüfung der Studienbedingungen und Prüfungsmodalitäten angedeutet. Außerdem wird den studentischen Mitgliedern auf Anfrage nun wohl eine Übersicht der Bewerberzahlen für das vergangene Wintersemester zur Verfügung gestellt werden, aufgeschlüsselt nach Studiengängen und Abschlüssen. Wobei auch dies zunächst stark reglementiert bleibt.

Im Ergebnis: Kann man arbeiten, wenn man mal zum Arbeiten kommt, stößt man, sobald es diffizil wird, dennoch auf Widerstand, und ist man mitunter mit einer Ungleichbehandlung der KfL-Mitglieder konfrontiert, die so auch nicht förderlich ist.

Bericht zu den diewöchtigen Sitzungen des IR OSI und des FBR PolSoz

Michael KochLehre, Akademische Gremien, FU 0 Kommentare »

Am vergangen Mittwoch fanden am
FB PolSoz wieder diverse Gremiensitzungen statt. Um 8.3o Uhr fand sich im
Hörsaal B in der Ihnestraße 21 der Institutsrat des OSI zusammen. Zunächst
wurde über die Zukunft des OSI-Diploms informiert. Um es kurz zu machen: es
sieht nicht gut aus. Der Berliner Senat entschlossen, den Bologna-Prozess
umzusetzen und hat signalisiert, ein Weiterbestehen des OSI-Diploms nicht
hinzunehmen. Universitäts-Präsident Lenzen schlug daraufhin vor, als Ersatz für
das Diplom einen vierjährigen BA-Studiengang anzubieten. Ein erster Entwurf für
den Studiengang wurde bereits vom Studienbüro entworfen. Im Großen und Ganzen
würde der bisherige dreijährige BA um das erste Jahr des MA-Studienganges
ergänzt. Diese Vorschläge werden in Zukunft innerhalb des Instituts, des
Fachbereiches und unter Beteiligung der Universitätsverwaltung diskutiert und
ausgearbeitet. Zwar finden sich viele Vorteile des Diploms nicht in dem neuen
Studiengang wieder. Doch stellt dieser wohl einen Kompromiss dar, mit denen
sowohl die Befürworter des alten Diplom als auch die des Bologna-Prozesses
leben können sollten. Die KMK lässt die Möglichkeit zur Einrichtung
vierjähriger BAs eindeutig zu, im Gegensatz zu einer Weiterführung von
Diplomstudiengängen. Wenn dadurch die Möglichkeit besteht, das
Qualifikationsniveau des BA zu erhöhen und den Studierenden die Ausgestaltung
ihres Studiums zu vereinfachen (bspw. den Einbau von Auslandsaufenthalten) ist
dies wohl eine Möglichkeit, den Abschied vom Diplom, weniger schmerzvoll zu
gestalten.

Ein weiteres diskutiertes Thema
im I-Rat war die Einrichtung einer Juniorprofessur mit dem Schwerpunkt
Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht und Gleichstellungsrecht. Beantrag
wurde der Beschluss des Ausschreibungstextes sowie die Einsetzung einer Berufungskommission.
Die Anträge wurden durch das Gruppenveto der Studierenden auf die kommende
Sitzung verschoben. Z ur Info: Die benannte Professur soll zur Hälfte aus
Mitteln der KFN (Kommission zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen)
und des SFB 700 finanziert werden. Die Prozedur sieht so aus, dass bei der KfN,
die die Hälfte der Kosten übernimmt, ein Antrag gestellt werden muss über den
Ausschreibungstext, die Restfinanzierung und einen Personalvorschlag für die
Besetzung der Stelle. Den studentischen Vertretern im I-Rat stieß vor allem die
Finanzierung durch den SFB 700 sowie die Benennung der Stelle auf. Hajo Funke,
ehem. Direkter des OSI, sprach sich gegen die Annahme der Vorlagen aus, solange
die Situation im Bereich der politischen Theorie nicht geklärt sei. Eine
Verbindung zwischen diesen Fragen wurde von den Antragstellern vehement
bestritten. Im Grunde genommen sollte es begrüßenswert sein, dass eine neue
Stelle mit dem Schwerpunkt Recht besetzt wird. Die bisher dafür zuständige
Privatdozentin Sabine Berghahn wird in Kürze das OSI verlassen, das Themengebiet
wäre damit verwaist. Ob eine Stelle mit dem o.g. Titel und Schwerpunkt ein
Gewinn für das OSI als politikwissenschaftliches Institut wäre und mit dem
beschriebenen Verfahren auch dem Prinzip der Bestenauslese genüge getan wird,
ist zumindest diskussionswürdig.

In der folgenden Sitzung des
Fachbereichsrates Politik- und Sozialwissenschaften standen vor allem zwei
große Punkte auf der Tagesordnung: Haushalt und Ideengeschichte.

Nach kurzer Diskussion entschied
man sich auf studentischen Antrag hin zur Vertagung des Punktes auf die nächste
Sitzung. Aufgrund der angespannten Haushaltslage der Universitäten im
Allgemeinen und damit natürlich auch des Fachbereiches und seiner Institute
müssen in diesem Jahr mehrere Umschichtungen und Neuorganisationen im Haushalt
stattfinden, um den Betrieb des Fachbereiches weiterhin finanzieren zu können.
Da es in dem vorliegendem Entwurf noch einige Unklarheiten gibt, sowohl für
Studierende als auch für die Professoren, wurde der Punkt mit Mehrheit vertagt.
In den kommenden Wochen wird sich eine von den studentischen Mitgliedern des
FBR benannte Studierende eingehender mit der Materien beschäftigen, um eine
konstruktive Mitarbeit der Studierendenschaft in dieser Frage zu gewährleisten.

Der zweite große Block war die Politische
Ideengeschichte. Zur Erinnerung: nachdem die Vertretungsprofessur Klaus Roths
nicht mehr verlängert worden und die Ausschreibung für die im Strukturplan
enthaltene Juniorprofessur aus dem Präsidium ohne den versprochenen Tenure
Track zurückgeschickt wurde, einigte man sich zwischen IR, FBR, Dekanat und OSI
auf die Einrichtung einer fünfjährigen Gastprofessur. Diese sei zu der
Juniorprofessur kostenneutral und würde zudem durch ein höheres Lehrdeputat den
Lehr- und Prüfungsnotstand im Bereich der Ideengeschichte beheben können.  Aufgrund prozeduraler Fehler wurde der
Ausschreibungsprozess jedoch verzögert, sollte jedoch in der Sitzung am
Mittwoch wieder diskutiert werden. Dekan Beck informierte, dass es für eine
zügige Ausschreibung vor allem zwei Hindernisse gäbe: zu allererst müsse ein
Talent Scouting durchgeführt werden. Das heißt, dass der Fachbereich aktiv nach
möglichen Kandidaten für eine Besetzung der Stelle suchen muss, bevor er sie
ausschreiben kann. Zweitens würde sich das Präsidium aufgrund des anhängigen
Rechtsstreites zwischen Roth und dem Fachbereich sehr zurückhaltend verhalten.
Es fürchte bei einem Erfolg für Roth sowie der Besetzung einer Gastprofessur
eine Doppelbesetzung der Stelle mit nicht zu kalkulierenden finanziellen
Folgen. Insbesondere Studiendekaning Cilja Harders als auch sämtliche
Studierendenvertreter machten auf die Dringlichkeit der Angelegenheit
aufmerksam, nachdem Stimmen laut wurden, das Thema zu vertagen. Im Moment
bewege sich in der Angelegenheit nichts. Der Stillstand zwischen den Parteien -
dem Präsidium, dem Fachbereich und Klaus Roth - müsse durchbrochen werden, um
endlich Fortschritte zu erzielen. Auf Antrag Tanja Börzels -
Haushaltsbeauftragte des OSI - wurde schließlich in eine korrigierte Fassung
des Ausschreibungstextes ein Finanzierungsvorbehalt eingefügt: sollte die
Stelle ausgeschrieben werden, würden sich sowohl Fachbereich als auch Institut
an den entstehenden Kosten nicht beteiligen können. In dieser Fassung wurde der
Antrag schließlich mit großer Mehrheit verabschiedet.

Was bleibt als Fazit aus den
beiden Sitzungen? Das OSI-Diplom ist wohl endgültig verloren, da politisch von
der Senatsverwaltung nicht gewollt. Als Ersatz soll es nun eine Reorganisation
des BA-Systems geben. Diese Möglichkeit sollten wir Studierende nutzen, um den
Entscheidungsprozess in unserem Sinne zu beeinflussen. In der Angelegenheit
Ideengeschichte gibt es mit der Ausschreibung der Professur auf Zeit neue
Bewegung. Nun ist es am Präsidium, sich dazu zu positionieren. Wie sich die
Angelegenheit entwickelt bleibt abzuwarten. Mit einer Verbesserung der
derzeitig katastrophalen Lehrsituation am Institut im kommenden Semester ist
wohl aufgrund der bisherigen Verzögerungen nicht mehr zu rechnen. Die desolate
Haushaltslage lässt ohnehin erwarten, dass es in Zukunft womöglich schmerzhafte
Einschnitte geben wird. Die kommenden Gremiensitzungen werden hoffentlich Fortschritte
und nähere Erkenntnisse in diesen Angelegenheiten zu Tage fördern.

Jubiläumssitzung der KfL: Viel Geschäftsordnung und und ein wenig Inhalt

Thomas E.Lehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik 0 Kommentare »

Die gestrige Sitzung war tatsächlich bereits die 100. Sitzung der Kommission für Lehre. Der zahlreiche studentische Besuch rührte allerdings weniger daher, als vielmehr aus der Tatsache, dass u.a. auch die Zulassungszahlen des OSI-Diplom dem Akademischen Senat empfohlen werden sollten. Taktisches Pech hatten die Studierenden, als der Antrag auf Rederecht für alle anwesenden Gäste, gleich zu Beginn gestellt, noch scheiterte, weil drei studentische Mitglieder erst kurz nach Ablauf der Abstimmung eintrafen.

Es entspann sich in der Folge eine lange Diskussion über Rechtsgrundlagen der KfL und Möglichkeiten ihrer Geschäftsordnung, die auch später immer wieder inhaltliche Themen unterbrach. Vermutlich hat diese Diskussion nachher mehr Zeit gekostet, als es die Redebeiträge der Gäste getan hätten - was ja offenbar gefürchtet wurde. Insbesondere aber ließ sicherlich der Diskussionsstil zu wünschen übrig. Es würde sehr helfen, wenn KfL-Mitglieder zu Beginn ihrer Amtszeit ein Merkblatt mit den Möglichkeiten der Geschäftsordnung erhalten könnten. Das wäre nachher auch eine Argumentationshilfe.

Das Rederecht wird aber wohl immer kritisch bleiben. Immerhin haben die Studierenden fortan die Möglichkeit, zusätzlich zu den Themen im Vorlauf der Sitzungen eigene Fachvertreter benennen zu dürfen.

Inhaltlich ging es um die Einrichtung eines neuen Bachelor-Studiengangs Biochemie, eines deutsch-französischen Doppelmasters in Public Policy und Management sowie der Verlängerung dreier bislang befristet eingerichteter Studiengänge. Umgekehrt sollten die Diplomstudiengänge Biochemie, Mathematik und Informatik aufgehoben werden. Nach mehr oder weniger intensiven Diskussionen wurden alle diese Dinge so verabschiedet. In Bezug auf die Aufhebung wurde nachgehakt, welche Regelungen für die Übergangsphase getroffen werden sollten. Spezifische Nachfragen gab es insbesondere für den neuen Bachelor in Biochemie, die im Detail bei der Kommissionsleitung nicht auf viel Interesse zu stoßen schienen. Sie sind allerdings sehr wertvoll gewesen. Es wäre sehr schade, wenn sich die KfL solche Nachfragen künftig nicht mehr erlaubt. Bislang hatte ich üblicherweise auch den Eindruck, dass auch die Fachvertreter für den Input von dort dankbar waren.

Die anschließende Empfehlung der Zulassungsordnung thematisierte in der Diskussion vor allem die Frage des OSI-Diploms. Hier sei für den Hintergrund auf zahlreiche Ausführungen in allen studentischen Blogs verwiesen. Kern derFrage ist, ob mit dem OSI-Diplom auch der letzte Diplomstudiengang der FU eingestellt werden soll oder ob er parallel weiter existieren kann. Offenbar bemüht sich der Berliner Senat derzeit sehr intensiv darum, die FU hier dazu zu bewegen, den Studiengang “endlich” einzustellen, während studentische Vertreter wiederum gegenlaufende Informationen vorbrachten und auch die Fachbereichsleitung den Studiengang fortführen will.

Auf Antrag von Sarah Walz wurde nach der Diskussion über den Studiengang separat abgestimmt. Die studentische Mehrheit setzte schließlich durch, dass die KfL eine Zulassung für das OSI-Diplom empfahl. Die nächste und ungleich höhere Hürde stellt allerdings der Akademische Senat dar, der ja nächste Woche erst wirklich darüber beschließt. Dort steht ja auch die Nach- und Neubesetzung der studentischen Sitze der KfL an.

Neues zur Mensa I – FBR Wiwiss Sitzung vom 22.4.09

Hilmar v. OertzenAkademische Gremien, Lehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

In der Fachbereichsratssitzung gestern kam auch das Thema Mensa I wieder auf die Tagesordnung. Für die Schließung der oberen Stockwerke ist immer noch das Ende des Sommersemesters anvisiert.

Was den Weiterbetrieb im Erdgeschoss angeht so besagt die Planung, gemäß gesicherten Informationen des FBR, dass tatsächlich die Küche im 1. OG erhalten bleiben soll, allerdings nur um das EG mit Essen zu versorgen. Das heißt zum Sitzen bleibt weiterhin lediglich das EG und die dort angeschlossene Terrasse. Was hingegen mit der allseits beliebten Dachterrasse passiert, ist weiterhin unklar. Die Räumlichkeiten der beiden Obergeschosse sollen jedoch nach der Renovierung zunächst der Jurabibliothek zur Nutzung zugewiesen werden und danach an die Unibibliothek übergehen. Im FBR wurde zudem diskutiert, wie man nun eine Öffentlichkeit herstellt, um dem Studentenwerk und der Unileitung zu verdeutlichen, wie groß die Einschränkungen wären, die die betroffenen Fachbereiche durch den Wegfall des umfangreichen Mensaangebotes zu tragen hätten. Schließlich sind die Alternativen in Dahlem rund um den Jura-Wiwiss-PolSoz-Campus äußerst begrenzt und das Angebot der Cafeterien kein adäquater Ersatz. Auch die Mensa II in der Silberlaube ist erstens zu weit weg, um in der 30 minütigen Pause zwischen 2 Vorlesungen dorthin auszuweichen und zweitens zu den Stoßzeiten auch schon relativ ausgelastet.

Wir alle – Studenten, Professoren, Mitarbeiter – sind also dazu aufgerufen uns weiterhin entschieden gegen die Einschränkungen zu wehren, die mit der Dezimierung des Betriebes der Mensa I einhergehen.

Weitere Neuigkeit aus der Sitzung ist, dass die Task Force “Diplom” (mehr dazu auch hier und hier), die sich mit der Umsetzung der bisher erarbeiteten Lösungsvorschläge auseinandersetzen soll, vom Fachbereichsrat eingesetzt wurde. Neben drei Studierenden aus der Fachschaft sind auch die Direktoren der Institute BWL (Prof. Kuß) und VWL (Prof. Bester) sowie Dekan Kleinaltenkamp mit dabei. Hinweise zu den Zwischenständen findet ihr auch regelmäßig unter www.fachschaft-wirtschaft.com.