OSI Intstitutsrat am 14. Juli – Ideengeschichte, Afrikastudien und zusätzliche Mittel für Lehre

Sven HilgersAkademische Gremien, Allgemeines, Hochschulpolitik 0 Kommentare »

In der heutigen Institutsratssitzung standen drei Themen im Mittelpunkt. Zum einen sollte die Strategie zur Besetzung der Ideengeschichte Professur festgelegt werden. Klaus Roth hat die Vertretungsprofessur Ideengeschichte aufgrund des mit der FU geschlossenen Vergleiches nur mit Befristung, daher wurde heute über Modelle nachgedacht, wie die Lehre für Ideengeschichte sichergestellt werden kann. Zur Auswahl wurden drei Modelle gestellt (o1, o2 und o3). Dafür wurde ein Modell, welches allerdings nur geringe Chance auf Verwirklichung hat präferiert. Dabei hat Roth die Professur noch weitere Jahre, währenddessen wird aber eine Juniorprofessur Ideengeschichte mit tenure track geschaffen, welche mit dem Ausscheiden Klaus Roths entfristet wird. Die Juniorprofessur wird aus den Mitteln, die bei einer Herabstufung der Professur Rechtliche Grundlagen von W2 auf W3 entstehen, finanziert. Aufgrund der geringen Chance auf Realisierbarkeit hat der I-Rat sich für ein anderes Modell (o1) entschlossen, welches Alternativ verwirklicht werden soll. Dieses sieht eine W2 Professur für Ideengeschichte vor, welche mit dem Weggang von Klaus Roth besetzt werden soll.
Die S-Professur, die nach der Ideengeschichte Professur auf der Tagesordnung stand, war wesentlich umstrittener, allerdings wurde keine ausweitende Diskussion zu dem Thema zugelassen. Als S-Professur (Sektoralprofessur) werden Professuren bezeichnet, die aus einer Kooperation mit Forschungsinstituten entstehen. Diese gemeinsam berufenen Professoren haben im Regelfall neben ihrem Amt eine Leitungsfunktion bei einer außeruniversitären Einrichtung inne. Das Gehalt für die Professuren wird dabei von den außeruniversitären Einrichtungen getragen. In diesem Fall hat das GIGA (German Institute of Global and Area Studies) dem OSI eine solche S-Professur für Afrikastudien angeboten. Während sich der Großteil des Institutsrates für die Professur aus gesprochen hat, lehnten die beiden studentischen Vertreter mit einem Gruppenveto die S-Professur ab und erteilten auch einer Ausgleichsitzung in der vorlesungsfreien Zeit eine Absage. Daher ist es fraglich, ob das GIGA weiterhin mit dem OSI kooperieren wird oder der FU die HU als Partner vorzieht und so dem FU eine Afrikaprofessur vorenthalten bleibt.
Als letztes Thema stand der Bericht der ABK auf dem Plan, dabei ging Professor Chojnacki vor allem auf die zusätzlichen Mittel für Lehre ein. Alle Arbeitsstellen, mit Ausnahme der FFU, haben bisher jeweils Mittel für zusätzliche Lehre in anderen Bereichen zugesagt. Dabei konnte aus der ABK auch berichtet werden, dass auch im kommenden Semester einer Vorlesung zur Europäischen Integration angeboten werden kann.

nächste Senatssitzung: Mittwoch, 30. Juni

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Am kommenden Mittwoch, um 15 Uhr kommt wieder der Akademische Senat der FU zusammen.
ACHTUNG: Die Sitzung findet in den Rechtswissenschaften (Van’t-Hoff-Str. 8 ) im Raum 211 statt. Es könnte wieder über 4 Stunden hinaus gehen, da der neue Präsident von dem althergebrachten Hausrecht keinen Gebrauch mehr machen möchte, die Diskussionen um 19 Uhr abzuwürgen.
Die Sitzung ist naturgemäß öffentlich.

… und es nimmt kein Ende: erneute Sitzung der Kommission am FB PolSoz zur Reform des PoWi-Bachelors

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Etwas kurzfristig – aufgrund der Ereignisse des vergangenen Institutsrates, s. Bericht vom 16. Juni – trat heute nach langer wieder einmal die Kommission zur Reform des Bachelors der Politikwissenschaft am OSI zusammen. Nachdem der Prozess vergangenes Semester “eingefroren” und sich mit Teilergebnissen zufriedenen gegeben wurde, standen eben die zu streichende Modulleistungen im Fokus der Diskussion. Diese waren eine der Kernforderungen und -anliegen der Studierenden gewesen, welche sich in den vergangenen Semestern in und außerhalb der Kommission engagiert hatten. Kompromiss war – abgestimmt mit anderen Dozenten – 60 der 180 LP streichen zu können, um den Studierenden somit den Prüfungsdruck zu verringern. Zusammenfassend lässt sich hier Sven in seinem letzten Blogeintrag zitieren:
“Zum anderen legt die geänderte, mit dem Rechtsamt der FU Berlin geschriebene, Bachelorordnung fest, dass nur noch zwei Drittel der Studienleistungen in die Endnote mit einfließen werden. Irritationen gab es im Institutsrat über die Festlegung des zu streichenden Drittels. Das Rechtsamt der FU hatte dieses Drittel als 30LP PoWi-Studienleistungen und 30LP ABV ausgewiesen, da aber der ABV Teil ohnehin nicht in die Note einfließt würde diese Reform kleiner ausfallen als geplant. Deswegen prüfen Dekanat und Rechtsamt nun im unbürokratischen Umlaufverfahren, ob es möglich ist insgesamt 60LP der PoWi-Leistungen plus die 30LP nicht in die Note einfließen zu lassen.”

Da sich die Forderungen, neben den 30 LP ABV zusätzlich 60 statt 30 LP zu streichen, aufgrund bürokratischer Hürden schwierig bis zum WS durchzusetzen ließen, hat man sich nun auf ein mehrstufiges Vorgehen geeinigt: der Teilerfolg der zu streichenden 60 bzw. 30 LP wird durchgesetzt, um zumindest den zum WS 08/09 immatrikulierten Studierenden die Chance zu geben, von der Reform zu profitieren. Gleichzeitig soll jedoch das Ziel verfolgt werden, den Leistungs- und Notendruck eventuell anderweitig zu verringern und vor allem den vierjährigen Bachelor wieder “aufzutauen”.
Über die nächsten Treffen werden wir Euch dann hier wieder informieren – der Kurzfristigkeit des anberaumten Treffens sei es geschuldet, dass wir es nicht bloggen konnten, jedoch geloben wir Besserung.

Nächste StuPa-Sitzung am 06.07., 14 Uhr im Hörsaal A der Arnimallee 22

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Am übernächsten Dienstag, den 06.07.2010, findet um 14 Uhr in der Rost- und Silberlaube J 27/14 die zweite StuPa-Sitzung des neuen Semesters statt.

Alle Studierenden sind eingeladen der – wie immer öffentlichen – Sitzung beizuwohnen.

“Vakanzen Tanzen”

Marcel von VollandAllgemeine Veranstaltungen 1 Kommentar »

Die Aktion„Vakanzen Tanzen“ kann auf eine gelungene Woche zurückblicken. Schon die Vollversammlung (VV) am vorigen Donnerstag gab einen guten Takt vor. Das auf der VV erklärte Ziel, durch Diskussionen und ernsthafte Gesprächen mit Informationsgehalt auf Missstände des OSIs aufmerksam zu machen, lässt auf einen Wechsel in der Streikkultur schließen. Diese „Vakanzen Tanzen“ zeichneten sich durch eine besonders große Breite an aus – sowohl in Inhalt auch als auch Form – wobei der Bezug zu universitären Problemen immer erkennbar blieb. Zum einen war der Grad an Problemthemen beachtlich. Neben dem Dauerbrenner Ideengeschichte wurde gleichermaßen auf noch nicht geschaffene, eigenständige Forschungs- und Lehrbereiche (Gender und Postkolonialismus-Lehrstühle) sowie auf die Problematik der Rechtsprofessur hingewiesen. Andererseits erschienen in der Aktionswoche auch mehrere Male Vertreter des SFB 700 , um ihre Forschung vorzustellen und sich kritischen Fragen stellen zu können. Damit fand neben der Kontroverse um die Lehre auch die Forschungsproblematik einen angemessen Diskussionsraum. Zum anderen waren die Aktionen formell zwischen Workshops, Meinungsforen und Informationsveranstaltungen angesiedelt, was den OSI-Studenten es optional ermöglichte, entweder grundlegendes Wissen über die Uni-Struktur aufzufangen (mit dem sich freilich auch besser diskutieren lässt), Positionen zu erkennen bzw. erkenntlich zu machen oder sich in Workshops gleichfalls aktiv zu beteiligen.
Insgesamt ist hervorzuheben, dass mit „Vakanzen Tanzen“ nicht durch einfaches Besetzen des OSIs Lehrveranstaltungen blockiert, sondern Lehrende und Forschende (auch zu denen es vermehrt kritische Stimmen gibt) dazu eingeladen wurden, entweder selber an den Diskussionen teilzunehmen oder in ihren Kursen die Probleme am OSI zu diskutieren. Diese Form von Bildungsstreikaktionen trägt dazu bei, den Dialog zwischen den Statusgruppen an der Uni in ein engeres sowie offeneres Verhältnis zu setzen und über die jeweiligen Postionen klarer zu werden.

OSI-Institutsrat am 16. Juni – Rettungsschirm fürs OSI

Sven HilgersAllgemeines 1 Kommentar »

Neben wichtigen Themen der „Vakanzen Tanzen“ Woche am OSI (vakanzentanzen.blogsport.de/programm/) standen am Mittwoch zwei bedeutende Themen auf der Tagesordnung der Institutsratssitzung am OSI. Erstes Thema war die Änderung der Bachelorordnung. Im vergangenen Januar hatte sich die „Reform- Bachelor-Kommission“ auf einen Kompromiss geeinigt, der zumindest die konsensfähigen Ergebnisse sichern soll. Zum einen werden ab dem kommenden Wintersemester auch affine Module anerkannt, dass bedeutet auch Seminare aus anderen Fachbereichen werden ohne bürokratische Hürden für die BA-Studierenden anerkannt.
Zum anderen legt die geänderte, mit dem Rechtsamt der FU Berlin geschriebene, Bachelorordnung fest, dass nur noch zwei Drittel der Studienleistungen in die Endnote mit einfließen werden. Irritationen gab es im Institutsrat über die Festlegung des zu streichenden Drittels. Das Rechtsamt der FU hatte dieses Drittel als 30LP PoWi-Studienleistungen und 30LP ABV ausgewiesen, da aber der ABV Teil ohnehin nicht in die Note einfließt würde diese Reform kleiner ausfallen als geplant. Deswegen prüfen Dekanat und Rechtsamt nun im unbürokratischen Umlaufverfahren, ob es möglich ist insgesamt 60LP der PoWi-Leistungen plus die 30LP nicht in die Note einfließen zu lassen. Die Beschlüsse müssen allerdings noch vom Fachbereichsrat bestätigt werden.
Das zweite Thema war der Haushalt. Professorin Börzel teilte zu Beginn der Haushaltsberatungen die erfreuliche Nachricht mit, dass die Eigenmittel des OSIs zum ersten Mal seit Jahren zur Deckung der laufenden Kosten reichen und dieses Jahr nicht auf die Leistungsmittel zurückgegriffen werden müsste. Dadurch könnten zum ersten Mal die Leistungsmittel zu 100% ausgeschüttet werden und nicht wie bisher zur Finanzierung von Lehraufträgen oder ähnlichem benutzt werden. Wäre da nicht die chronische Unterfinanzierung des OSIs und so unterbreitete Professor Mengel den Antrag einen Notfonds mit 30% der gesamten Leistungsmittel einzurichten. Pikant an diesem Notfonds ist, dass das OSI sich dadurch in eine schlechtere Position gegenüber dem Kanzler der FU begibt. Wenn es also in Zukunft heißt, dass das OSI mehr Geld vom Präsidium braucht, kann dieses auf den Notfonds verweisen. Außerdem müssen die Leistungsempfänger dem Notfonds zustimmen, bevor er überhaupt in Kraft treten kann. Trotz dieser Bedenken wurde diesem Notfonds in der zweiten Abstimmung zugestimmt, so dass der Institutsrat nun beschlossen hat 70% der Leistungsmittel auszuschütten.
Bedeutend wichtiger als solche symbolischen Rettungsschirme, denn auch bisher haben sich die Leistungsempfänger in finanziellen Notlagen mit dem Institut solidarisch gezeigt, wären allerdings eine Überarbeitung des Leistungsverteilungsschlüssels, bisher wird dort die Lehre strukturell benachteiligt und so gibt es wenige Anreize mehr Lehre anzubieten. Trotzdem war der Beschluss die Leistungsmittel auszuschütten wichtig, da es sonst zu Engpässen bei der Ausstattung der Lehrenden gekommen wäre.

672. Sitzung des Akademischen Senats am 09. Juni 2010 – Das Präsidium wächst langsam

Uwe KirmseAllgemeines 3 Kommentare »

(der Bericht erscheint mit leichter Verspätung, da sich die LHG wiedermal auf einem Seminar hochschulpolitische weitergebildet hat… diesmal im schönen Darmstadt)

Unter der Sitzungsleitung von Herrn Prof. Kunig hat der erweiterte Akademische Senat drei weitere Professoren für die übrigen Vizepräsidentenposten nominiert, welche dann auf der nächsten erweiterten Sitzung zur Wahl stehen. Es handelt sich um Herrn Prof. Bongardt, Frau Prof. Schütt und Herrn Prof. Väth. Alle drei haben die notwendige Mehrheit der Stimmen erhalten. Auch wenn sie bei Prof. Bongardt deutlicher war, als bei Prof. Väth.

Prof. Bogardt wird den Bereich Lehre übernehmen und zudem die Fachbereiche Geschichts- und Kulturwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften vertreten.

Prof. Schütt soll für den Bereich der Forschungsförderung zuständig sein und die Fachbereiche Geowissenschaften, Physik und Mathe / Informatik vertreten.

Prof. Väth hat nach seiner Wahl die Verantwortung für den Bereich Internationales und vertritt die Fachbereiche Politik- und Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften und Philosophie und Geisteswissenschaften.

Der noch fehlende Rechenschaftsbericht für die letzten eineinhalb Jahre der Amtszeit von Präsidenten Lenzen wird wohl nicht mehr nachgereicht werden, da man nur amtierende zur Erstellung Präsidiumsmitglieder verpflichten kann. Trotzdem hat der Antrag von Herrn Bartelt die Zusagen bewirkt, daß die noch anwesenden Präsidiumsmitglieder einen Bericht nachreichen wollen. Zudem hat Präsident Alt versprochen, in Zukunft wieder regelmäßig einen Rechenschaftsbericht abzufassen.

In der anschließenden regulären AS-Sitzung hat Präsident Alt darüber informiert, daß nun auch das Außenbüro der FU in Kairo eröffnet hat und man dort Studierende unterstützt und Kooperationen mit andern Universitäten pflegt. In eine ähnliche Richtung geht die Information, daß einen Arbeitsgruppe zur Umstrukturierung der Abteilung IV, für Außenangelegenheiten, eingestezt werden soll, um den immer noch in der Schwebe hängenden Arbeitsbereich neu zukunftsfähiger zu machen.
Die Übertragung der Bolognakonferenz in das Audimax fand laut Aussagen des Präsidenten nur 20 Zuschauer. Die Schlüsse aus dieser Information kann jetzt jeder für sich selbst ziehen.

Außerdem wurden die Zulassungszahlen für das kommende Wintersemester beschlossen, sodaß die Bewerbungen jetzt langsam abgeschickt werden können. Zum Wintersemester wurde auch ein Masterstudiengang Psychologie eingerichtet. Ein zweiter mit dem Titel „Social, Cognitive and Affective Neuroscience“ wurde zur Überarbeitung an das Institut zurückgesendet. Nach allen Beschlüssen des Tages heißt das aber auch, es im kommenden Semester 15 Masterplätze für Psychologiestudenten weniger gibt.

Der neue Universitätspräsident ist gewählt

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

In der 671. Sitzung des Senats wurde nun nach langen Vorbereitungen der Präsident und die erste Vizepräsidentin neu gewählt. Im Audi Max fand sich der erweiterte Akademische Senat ein, um einen möglichst großen Raum für die Öffentlichkeit zu bieten.

Nachdem der noch amtierende vierte Vizepräsident, Prof. Schiller, die Anwesenden begrüßt hat, war seine einzige Amtshandlung nur noch eine Sitzungsleitung wählen zu lassen. Vorgeschlagen wurden Herr Prof. Brunnberg und Frau Pahlen-Brandt. Die Wahl fiel auf Herrn Prof. Brunnberg, welche die Sitzung auch sehr korrekt und recht souverän leitete.

In dem nun folgenden Wahlprozedere hat sich Herr Prof. Alt noch einmal in einer Rede vorgestellt und hat dann Fragen beantwortet. Inhaltlich war dabei eigentlich nichts neues zu erfahren. Abgesehen davon, daß er die Namen seines Präsidiums nannte. So wird er als seine Vizepräsidenten Herrn Prof. Väth (für den Bereich internationale Kontakte), Herrn Prof. Bongardt (für den Bereich Lehre und Studium) und Frau Prof. Schütt (für den Bereich Naturwissenschaften) benennen.

Die Aufwändige Wahl wurde dann vom zentralen Wahlvorstand durchgeführt. Das Ergebnis:
für Herrn Prof. Alt entfielen 37 Stimmen auf „Ja“ und 13 auf „Nein“

Ebenso verlief der Wahlvorgang für die neue ersten Vizepräsidentin. Für Frau Prof. Schäfer-Korting stimmten 35 Senatsmitglieder mit „Ja“ und 15 mit „Nein“.

Damit haben beide die erforderliche Mehrheit und sind offiziell vom AS gewählt worden. Nun muss nur noch der Berliner Senat die beiden Namen abnicken und beide sind im Amt. Die anderen Vizepräsidenten, werden vom Präsidenten Alt benannt und danach vom AS bestätigt. Das nimmt aber nochmals einige Wochen in Anspruch.

Ansonsten stolperte diese Sitzung durch einen Wald von Peinlichkeiten. Für die Redner stand kein Glas Wasser bereit, fristgerecht eingereichte Anträge von Herrn Bartelt wurden erst in der Sitzung als rechtens anerkannt, die Blumen wurden in einer Treppenecke überreicht, die Mikrophone standen irgendwo nutzlos in der Gegend und im Anschluss verlief sich der „feierliche“ Akt, wie in einer Bahnhofshalle. Diese Liste lässt sich natürlich noch verlängern. Sehr stilvoll verhielten sich auch die Vertreter des professoralen Dienstagskreises, die nach der Auszählung der Stimmen geschlossen den Saal verließen. Es handelte sich dabei aber nicht um eine Protestaktion. Wie man sich schon vor Beginn der Sitzung erzählte, müsse der Dienstagskreis unbedingt zu einer Ausstellungseröffnung. Damit möchte ich darauf hinweisen, daß das Amt eines Etikette Beauftragten, welches Prof. Lenzen abgeschafft hat, garnicht so sinnlos war, wie es im ersten Augenblick scheint.

Die WM-Planer der LHG sind da!

Benedikt BenteAllgemeines 4 Kommentare »

Ganz Deutschland freut sich auf die WM 2010 in Südafrika –
und deswegen hat sich der Bundesverband der LHG dieses Jahr etwas besonderes einfallen lassen:
einen kostenlosen WM-Planer mit allen Gruppen, Spielen und Daten!

Falls ihr Interesse habt, meldet euch einfach bei einem unserer Mitglieder,
wir wünschen schon einmal viel Spaß und eine tolle Fußball Weltmeisterschaft!

Präsidentschaftswahl am kommenden Mittwoch

Uwe KirmseAllgemeines 4 Kommentare »

Am 12. Mai findet die schon lange angekündigte Neuwahl zum Präsidenten und ersten Vizepräsidenten der FU statt. Durch den Weggang von Prof. Lenzen nach Hamburg waren diese Wahlen notwendig geworden. Das sang- und klanglose verschwinden des Präsidenten löste ja in allen Reihen der Uni größere Reaktionen aus, sei es Freude oder Entsetzen.
Wenn alles halbwegs planmäßig verläuft wird am Mittwoch das Vakuum und das daraus resultierende Kompetenzgerangel in den Leitungsebenen der Uni beendet sein.

Von den drei geladenen Kandidaten Prof. Alt, Prof. Lemke und Prof. Rojas, die sich bereits im März der Öffentlichkeit vorgestellt haben, steht allerdings nur noch Prof. Peter-André Alt zur Verfügung. Prof. Rojas hatte gleich nach seiner Vorstellung bekundet, daß er im Wissen um eine fehlende Mehrheit die Kandidatur zurückzieht. Die zur Zeit in Hannover lehrende Prof. Lemke hatte gut zwei Wochen später ihre Kandidatur zurückgezogen, da sie eine Berufung nach New York erhalten hat.

Nach langen Diskussionen und Abwägungen hat sich die LHG an der FU darauf geeinigt nicht gegen Prof. Alt zu stimmen oder sich zu enthalten. Wir werden also für den Germanisten aus der Silberlaube stimmen. Seine 10 Punkte, die hoffentlich mehr als ein Wahlversprechen sind, sind sicherlich schon den meisten bekannt. Hier nochmals der Link:

www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we04/Mitarbeiter/alt/Zehn_Punkte.pdf

Besonders der Punkt, in dem Prof. Alt bekundet, daß er das Präsidium wieder mehr für studentische Belange öffnen will, wird die meisten Studierenden freuen. Außerdem hervorzuheben ist die Fortsetzung der Verbesserung der Bachelorstudiengänge. Dazu hat er eine Reihe von Ideen, beispielsweise wie man mehr Professuren schaffen kann. Außerdem sollen die Exzellenzcluster jetzt auch etwas von ihrem Wissen in Vorlesungen und Seminare tragen.

Diese, aus Sicht eines Studenten, positiven Forderungen und Ideen sollten unserer Meinung nach eine Chance bekommen, zumal ein stupides Blockieren mit einem „Nein für Alt“ nur die Zeit der Kopflosigkeit der Uni verlängern würde.

Semesterticketbüro – Quo vadis?

Sven HilgersAStA, Allgemeines, Semesterticket 7 Kommentare »

Das Semesterticketbüro der Freien Universität ist eine Art „Uni-Räson“ der FU, die wenigsten hinterfragen, wie das Büro arbeitet und Beitragserhöhungen werden vom StuPa ab genickt. Bereits im Februar dieses Jahres hat das StuPa – mit den Gegenstimmen der LHG – die Studierendenbeiträge für alle FU Studierenden erhöht um Finanzierungslücken, welche durch die Finanzkrise im Semesterticketbüro entstanden sind, zu schließen. Das zusätzlich eingenommene Geld, immerhin ein fünfstelliger Euro Betrag, fließt dabei in einen Sonderhaushalt für das Semesterticketbüro. Eine solche Erhöhung ist im besonderen interessant, da sich nicht nachprüfen lässt, wie viel Geld das Semesterticketbüro ohne diese zusätzliche Geldsumme zur Verfügung hat – der intransparente AstA Haushalt lässt grüßen. Das zumindest finanziell gut ausgestattete Büro soll, dem Berliner Hochschulgesetz nach, die Verhandlungen für günstigere Semestertickets führen – doch wie es scheint nur mit mäßigem Erfolg.
Die Studierenden der Freien Universität zahlen für ein Ticket für die Tarifbereiche Berlin ABC zurzeit 163,50€, können sich nicht vom Ticket befreien lassen und müssen mit zusätzlichen Beiträgen das Semesterticketbüro finanzieren. Zum Vergleich haben es die Studierenden der Viadrina in Frankfurt Oder deutlich besser: dort zahlt man für das Semesterticket (Gültigkeitsbereich: gesamtes VBB Gebiet!) lediglich 88,50€ und hat die Möglichkeit, sich vom Semesterticketkaufzwang befreien zu lassen.
Fakten, die alleine schon die Beitragserhöhung fragwürdig erscheinen lassen. Eine solche Beitragserhöhung erscheint jedoch undenkbar, wenn man bedenkt, dass dieses Geld einen AstA Haushalt entlastet, der sich jeglicher angemessener Kontrolle durch das Parlament entzieht. Aber für den AstA der FU Berlin scheint, so lange die AstA Koalition die Mehrheit im StuPa hat, alles möglich zu sein, nur keine vernünftige Studierendenvertretung.

Ohne Worte: Der Rechenschaftsbericht der AStA-Vorsitzenden des 28. Studierendenparlamentes (2009/2010)

Benedikt BenteAllgemeines 10 Kommentare »

“Rechenschaftsbericht

Die Rahmenbedingungen als Vorsitzende im Allgemeinen Studierendenausschuss, besonders an der Freien Universität zu Berlin sind bekanntlich in vielfältiger Hinsicht eine zu meisternde Aufgabe. Trotzdem – und stellenweise: gerade deswegen – war die Legislatur 2009/2010 durch verschiedene Neuaufbrüche und Anfänge geprägt: Zunächst sind die nachhaltigen Impulse der mir vorgehenden Vorsitzenden weiterhin zu spüren gewesen und haben gewisse Maßstäbe für meine Arbeit als Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschuss an der FU gesetzt. Ich nutze hier auch die Gelegenheit davon Gebrauch zu machen meine Vorgänger_innen in ihrer vielfältigen Arbeit zu loben und ihnen zutiefst dankbar zu sein, mir auch in meiner Anfangszeit als Vorsitzende zur Seite gestanden zu haben. Voller Tatendrang und Motivation begab ich mich in mein neues Arbeitsfeld und tat wie mir geheißen: NICHTS 1 !

Einige würden meinen, dass dies wohl eine sehr unausfüllende und eventuell auch einfache Aufgabe sei. Denen muss ich vehement widersprechen, denn es ist viel schwieriger richtig NICHTS zu tun als nur einfach nichts. Als Vorsitzende erhält mensch formal sehr viel Macht 2 , diese muss verarbeitet und minimiert werden durch das NICHTS. Dies geschieht in einer eher abstrakten aber selbstverständlich reflektierten Art und Weise und wird von den weiteren Akteur_innen gestützt und getragen. Somit habe ich nach diesem Verständnis diese Macht aufgeteilt und auf mehr Menschen verteilt, womit ein hirarchiefreieres arbeiten in einer formal festgelegten Struktur wie dem AstA ermöglicht wird.

Somit habe ich alles richtig gemacht nämlich: NICHTS

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1 Der Frage, ob sich Nichts denken lässt oder nicht – und wenn ja, wie – ist in der Philosophiegeschichte auf sehr verschiedene Arten nachgegangen worden. Dabei wurde meist unterschieden zwischen einem relativen Nichts, das als Mangel oder Verneinung verstanden werden kann und einem absoluten Nichts, welches, da es sich nicht aus der Verneinung eines Seienden ergibt, bezugslos und differenzlos ist und damit potentiell undenkbar.

2 Die Ausübung von Macht über andere kann, muss aber nicht über Zwang erfolgen. Sie wird häufig mit Machtmissbrauch gleichgesetzt, wodurch der Machtbegriff eine negative Konnotation erhält. Dabei wird übersehen, dass Macht und ihre Ausübung, selbst wenn dabei Zwang oder gar Gewalt angewendet werden, durchaus legitim sein kann. Die (Regelung der) Anwendung physischer Gewalt z. B. ist in der demokratischen Gesellschaft an den Staat delegiert, der in diesem Rahmen u. a. gesellschaftlich notwendige Polizeifunktionen wahrnimmt. Die Anerkennung eines staatlichen Monopols auf legitime Gewaltausübung durch die Bürger im demokratischen System ist wohl die umfangreichste denkbare Übertragung von gesellschaftlicher Macht an eine Instanz überhaupt. Anarchisten dagegen lehnen jede Art der Machtausübung in der Form von staatlicher Herrschaft ab. Dies bedeutet jedoch keine Machtlosigkeit im Sinne von Macht zu, die zur Handlungsunfähigkeit führen kann (siehe auch Ohnmacht). In demokratischen Systemen wird die Macht durch Verfassung und Gesetz eingeschränkt.”

669. Sitzung des Akademischen Senats am 31. März 2010 – Endgültige Wahlvorschläge für das Präsidentenamt

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Im großen öffentlichen Rahmen, im Hörsaal A des Henry-Ford-Baus, bekamen die drei Kandidaten Prof. Alt, Prof. Lemke und Prof. Rojas die Möglichkeit sich vorzustellen. Nach den etwa halbstündigen Vorträgen gab es dann stets noch eine persönliche Nachfragerunde für die Senatsmitglieder, die jedoch ohne die Öffentlichkeit statt fand.
Besonders die Themen Öffnung des Präsidiums und die Exzellenzinitiative, die weitergeführt werden soll, aber auch plötzlich Enden kann, wurden von allen angesprochen. Auch die Gleichstellung und der Ausgleich zwischen Forschung und Lehre wurde von allen mehr oder wenig ausführlich bedacht. Nach dem Rückzug von Prof. Rojas von der Kandidatur hat der Akademische Senat Prof. Alt und Prof. Lemke für die Wahl am 12. Mai vorgeschlagen. Im Anschluss wurde auch gleich Prof. Schäfer-Korting für die Wahl zur ersten Vizepräsidentin vorgeschlagen.

Herr Prof. Alt brachte zudem sehr viele Themen auf den Tisch, über die er als Uniangehöriger natürlich sehr gut informiert ist. Er strebt eine interne Informationsverbesserung an. Sucht nach Wegen zur Karriereförderung in der Postdock-Phase und möchte aus den Thematiken der Cluster Seminare und Vorlesungen für jeden Studenten erwachsen lassen.

Frau Prof. Lemke sucht besonders eine gesellschaftsorientierte Wissenschaft, bei der sie auch stets die Internationalisierung im Blick hat. Sie hat sich auch ausdrücklich für eine Verlängerung des 6-semestrigen Bachelors ausgesprochen. Zudem will sie den an der FU bestehenden Runden Tisch sehr gern beibehalten. Was man der Professorin aus Hannover natürlich nicht vorhalten kann, ist die Unkenntnis über aktuelle FU-Interna.

Herr Prof. Rojas redete etwas länger und stellt dabei mehr seinen Visionen über eine Kooperation/Zusammenlegung von FU und TU vor. Wie das mit einer Auflockerung der Führungsstruktur einhergehen soll hat er nicht benannt. Nach der Aussprache trug er dann ein kleines Schlusswort vor, in dem er bekundete, sich seiner Stellung bewusst zu sein und daher nun von seiner Kandidatur zurück trete.

Jetzt kann man auch eigentlich erst von einem wirklichen Wahlkampf sprechen, da man nun weiß, wer überhaupt im Mai auf dem Wahlzettel stehen wird. In wie weit sich die beiden Kandidaten sich nun aber wirklich an die einzelnen Statusgruppen wenden, wird sich zeigen.

Vorstellung der Präsidentschaftskandidaten

Benedikt BenteAllgemeines 0 Kommentare »

Morgen, Mittwoch den 31. März 2010, stellen sich im Rahmen einer Sitzung des Akademischen Senats die Kandidaten für die Präsidentschaft der Freien Universität vor.
Die Vorstellungsrunde im Hörsaal A des Henry-Ford-Bau beginnt um 15.30 Uhr und ist für die Öffentlichkeit zugänglich, ausgenommen sind die geschlossenen Beratungsphasen des Akademischen Senats.

668. Sitzung des Akademischen Senats am 10. März 2010

Uwe KirmseAllgemeines 2 Kommentare »

Der wichtigste Punkt dieser Senatssitzung war mit Sicherheit die engere Auswahl der Kandidaten für die Wahl zum neuen Universitätspräsidenten der FU. Die Diskussion, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt fand, war dauerte lang, doch es wurden konstruktiv über die 14 Kandidaten geredet. Wie schon heute Morgen in der Presse zu lesen war, sind Prof. Peter-André Alt und Prof. Raúl Rojas, die beide an der FU sind, und Prof. Christiane Lemke, die zur Zeit an der Leibnitz Universität Hannover arbeitet, in die engere Auswahl gekommen. Diese drei Kandidaten dürfen sich in der nächsten Senatssitzung, am 31. März, persönlich vorstellen. Zudem wurde auch schon über die Position der ersten Vizepräsidentin geredet. Auf Vorschlag wurde schon einmal Prof. Schäfer-Korting geladen. Es handelt sich aber dabei um eine vorsorgliche, frühe Einladung, welche für das Wahlprozedere eigentlich noch nicht zwingend war. Für diesen Posten können also noch weitere Vorschläge bis zur Sitzung am 31. März eingebracht werden. Im Mai findet dann die Wahl statt, nach der dann die Posten des Präsidenten und des ersten Vizepräsidenten feststehen.

Neben diesem brisanten Thema gab es noch andere Beschlüsse, die zumeist problemlos beraten wurden. So stehen die Vorlesungszeiten für das WS 2011/2012 (17. 10. 2011 – 18. 02. 2012) und für das SS 2010 (10. 04. 2012 – 14. 07. 2012) fest. Zudem wurde die Einrichtungsdauer für eine ganze Reihe von Masterstudiengängen verlängert.

Ansonsten wurde an der FU ein neues Zentrum für Lehrerfortbildung eingerichtet, welches sich mit der Grundschulausbildung befasst, die FU ist Mitglied in einer uniübergreifenden Koordinationsplattform für Geowissenschaften, die sich über Berlin und Brandenburg erstreckt und im DFG-Förderranking 2009 befindet sich die FU stets auf den ersten 10 Plätzen, bei den Geistes- und Sozialwissenschaften belegt sie sogar den ersten Platz.