Vollblamage statt Vollversammlung

Armin PeterAllgemeines 21 Kommentare »

Was für eine Bankrotterklärung kurz vor den StuPa-Wahlen: In gewohnt großspuriger Manier hatte der FU-AStA mit Plakaten und Flyern am gestrigen Donnerstag zur „Vollversammlung“ geladen. Das Vorhaben ist grandios gescheitert: Ein versprengtes Häuflein von rund 30 Studenten war im Hörsaal 1 A zusammengekommen, um den neuesten Ideen aus der „Black Box AStA“ zu lauschen (Mehr dazu in Kürze hier auf eurem LHG-Blog).

Obwohl die Linken schon im sogenannten „Bildungsstreik“ mit der Einberufung von nicht beschlussfähigen Vollversammlungen gescheitert sind, probiert man es gern und immer wieder – lernt der AStA nicht aus seinen Fehlern?

Gut nur, dass sich gestern auch ein paar LHG-Mitglieder eingefunden hatten, die die linken Revoluzzer mit einem GO-Antrag wieder auf den Boden der rechtlichen Vorschriften holten: Gemäß der Satzung der Studierendenschaft trägt eine Vollversammlung „zur Entscheidungsfindung der Organe der Studierendenschaft bei“ (§14 Abs. 1).
Des Weiteren steht in der Geschäftsordnung, dass die Vollversammlung nur dann beschlussfähig ist, wenn mindestens fünf Prozent der Studierenden der FU anwesend sind – bei etwa 32000 immatrikulierten Studenten wären das also ca. 1600 Personen (§14 Abs. 1 Satz 4). Dies ist notwendige Voraussetzung dafür, dass eine Zusammenkunft auch tatsächlich eine Vollversammlung ist, die „empfehlenden Charakter“ für die Organe der Studierendenschaft hat (§14 Abs. 4).

Mit stolzen 33 Teilnehmern (inklusive 3 Mitgliedern der LHG!) mag die gestrige Zusammenkunft im Hörsaal 1 A vieles gewesen sein – eine beschlussfähige Vollversammlung war es aber ganz sicher nicht.

OSI-Institutstag: Linke vs. Realität

Armin PeterAllgemeines 8 Kommentare »

Ein Kommentar von Nils Burkert

Ich war Besucher der Podiumsdiskussion des diesjährigen Institutstages, bei der es wie angekündigt um die BA-Reform am OSI ging.

Auf Seiten der Studierenden wurden hier vor allem Forderungen nach der baldigen Umsetzung des vierjährigen Bachelors nebst einjährigem Master laut. Dieser solle neben zusätzlich zum bereits bestehenden Bachelor/Master System ergänzt werden (“Y-Modell”) . Überzeugt haben mich die Argumente der Befürworter nicht: Warum noch eine weitere Studienordnung einführen und damit das System verkomplizieren? Wo liegt der Vorteil, wenn das Ganze letztendlich doch wieder gleich lang dauert? Eine Vertiefung von Inhalten und das Setzen eigener Schwerpunkte sind auch im bestehenden System möglich, dank einer großen Auswahl von Veranstaltungen im Bachelor und der Vielfalt der möglichen Master. Reformanhänger Oliver Wolff bedauerte dennoch, dass man sich von einer längeren Gesamtdauer des Studiums (6 Jahre) verabschiedet hat – und Sarah Walz forderte gar die Wiedereinführung des Diploms.

Was aber sind die Folgewirkungen solcher Ideen? Jeder Studienplatz, der länger besetzt ist als geplant, steht anderen Abiturienten nicht zur Verfügung. Das kann auch negative soziale Effekte haben: Wer sein Abi vielleicht ‘nur’ mit 2.0 abschloss, dem bleibt ein Studium am OSI versagt, weil andere sich noch intensiver vergeistigen möchten. Besonders hart ist das, wenn jemand aus widrigen Umständen kommt, sich die Wartezeit oder Mobilität nicht leisten kann und dann ganz vom Studieren absieht.

Dass jemand länger studiert als nötig, ist aus meiner Sicht auch denen schwer zu vermitteln, die das unentgeltliche Studium indirekt bezahlen. Warum sollen der BSR-Mitarbeiter aus Hellersdorf und die Kleinunternehmerin aus Wedding dafür aufkommen, dass Leute aus schöngeistigen Motiven  “nicht nur für den Abschluss studieren” (Herm) oder einfach der “Sogwirkung des OSI” (Wolff) erlegen sind?

Natürlich wussten die Reformfreunde auch hier eine Antwort: Etwas nebulös wurde von der “Änderung der Kräfteverhältnisse” (Walz) geraunt, die das kostenlose Langzeitstudium der Selbstverwirklicher für jeden ermöglichen könne. Egal was man davon hält: Wie wahrscheinlich ist es, dass mittelfristig Kräfteverhältnisse dominieren, die die immensen Schulden Berlins einfach verdampfen lassen und Besitzverhältnisse so umgestalten, dass die Kosten für langes Studieren nur von Reichen, Konzernen oder einer besonders sozialverträglichen Gesellschaftsordnung bezahlt werden? Da dies nicht gegeben ist, bleibt das Anliegen der linken Reformer meines Erachtens unsozial.

Erfreulicher waren da schon die Vorschläge der anwesenden Professoren. Diese sprachen nicht aus dem akademischen Olymp heraus, sondern behielten immer die Interessen der Studierenden im Auge. Der Zahl der Masterplätzen solle erhöht werden, um mehr Bachelorabsolventen Zugang zu gewähren. Ausdrücklich empfahlen die Professoren, keine 100prozentige Deckung anzustreben, da es Abbrecher, sehr schlechte Absolventen und am Master nicht interessierte Studierende gäbe. Ein Argument, das nicht von der Hand zu weisen ist.

Deshalb ziehe ich aus der Podiumsdiskussion die Lehre, dass utopische Maximalforderungen von studentischer Seite zu nichts führen, da sie nicht ernst genommen werden (können). Sinnvoller und gerechter erscheint es, sich auf Möglichkeiten des erleichterten Masterzugangs zu konzentrieren. Weil, wie die Professoren richtigerweise anmerkten, der Master nicht nur für die Wissenschaft sondern zum Teil auch für den privatwirtschaftlichen Arbeitsmarkt gebraucht wird. Und ganz nebenbei hätte auch die Absurdität ein Ende, dass  schon ein Schnitt von 1,3  keine gute Note mehr ist.

Die Reformanstrengungen könnten also sehr viel fruchtbarer für die OSIaner sein, wenn auch auf der linken Seite pragmatischere und effektivere Zielsetzungen die Oberhand gewännen – eventuell wäre der Institutstag dann auch besser besucht gewesen.

LHG wählt neuen Vorstand: 2010/2011

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Bei der heutigen Mitgliederversammlung wählte die Liberale Hochschulgruppe an der FU Berlin einen neuen Vorstand:

- neuer Vorsitzender (und im vergangenen Jahr bereits Schatzmeister gewesen) ist nun Benedikt Bente, Student der Geschichte und Politik im 5. Semester

- zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Marcel von Volland gewählt, welcher im 7. Semester auf Diplom am OSI Politikwissenschaften studiert

- als Schatzmeisterin begrüßen wir nun Beatrix Kempf, Studentin der Rechtswissenschaft im 3. Semester, im Amt.

Alles Gute dem neuen Vorstand von meiner Seite und gutes Gelingen im nächsten Jahr!

AStA-Filz im Haushaltsplan – LHG deckt auf

Armin PeterAllgemeines 40 Kommentare »

682 500 Euro hat der AStA im Haushaltsjahr 2010/11 zur Verfügung – Geld, das alle Studenten einbezahlen. Wofür genau das Geld ausgegeben wird, ist unklar, unabhängige Oppositionskontrolle nicht möglich (LHG berichtete). Der Haushaltsplan lässt mehr Fragen offen, als er beantwortet – wir haben einige Auffälligkeiten aufgelistet.

1) Zunächst stellt sich ganz allgemein die Frage: Gerät der AStA der FU etwa besonders häufig mit dem Gesetz in Konflikt? Die Zahlen sprechen für sich: 6071,05 Euro will der AStA im abgelaufenen Haushaltsjahr 2009/10 für Gerichtskosten ausgegeben haben – und das nur im Ressort „Allgemeine Verwaltung“.  Weitere Gerichtskosten in Höhe von 3512,66 Euro snd im Ressort „Hochschulpolitik“aufgeführt.

Zusammen also 9583,71 Euro für die Justiz – doch welche und wieviele Prozesse damit ausgefochten wurden, haben die AStA-Finanzreferenten bei der Haushaltsdebatte im StuPa leider nicht verraten.

2) Für alle Ressorts des Haushaltsplans zusammengerechnet sind insgesamt 6500 Euro für Bücher und Zeitschriften veranschlagt. Einer LHG-Anfrage im StuPa wichen die Verantwortlichen aus: Oppositionsparlamentarierin Kristina Kämpfer hatte in einem Eilantrag eine Auflistung der Titel und Preise aller erworbenen Bücher und Zeitschriften im abgelaufenen Haushaltsjahr verlangt.

Vom AStA wurde dieser Antrag abgelehnt – er sei zu spät eingereicht worden, so die Begründung. Das Problem: Der Haushaltsplan 2010/11 wurde den LHG-Parlamentariern erst am Abend vor der Haushaltsdebatte im StuPa zugestellt – es blieb also wenig Zeit, um überhaupt Anträge einreichen zu können.

Auf hartnäckige Nachfragen der LHG erklärten AStA-Verantwortliche im StuPa, das Geld würde “hauptsächlich in die „queerfeministische Bibliothek des Referates Frauen/Lesben/Trans“ investiert, außerdem in „Abos von Tageszeitungen und Wochenmagazinen für die Warteräume“ und Beratungsbücher zum Bafög.

Eine Auflistung aller erworbenen Buchtitel und Zeitschriften wollten (oder konnten?) die Verantwortlichen allerdings nicht nachreichen. Nicht einmal die Anzahl der erworbenen Bücher und Zeitschriften wollte der AStA mitteilen.

Abgesehen davon bleibt natürlich die Frage, ob eine „queerfeministische Bibliothek“ überhaupt im Sinne aller Studenten ist – nur eine ausgesprochen kleine Minderheit dürfte sie tatsächlich nutzen. Auch dazu liegen der LHG leider keine AStA-Angaben vor.

3) Das trübt die CO2-Bilanz: 3000 Euro für die Haltung von Fahrzeugen und 2000 Euro für Öl und Treibstoffe sind im neuen AStA-Haushalt veranschlagt. In der vorläufigen Rechnung für das Haushaltsjahr 2009/10 haben die Studentenvertreter für diese beiden Posten zusammen satte 8089,28 Euro notiert – erstaunlich hoch erscheint diese Zahl vor allem deshalb, weil alle Studenten der FU bekanntlich ein Semesterticket besitzen und daher grundsätzlich den öffentlichen Nahverkehr nutzen können. Warum tut dies der AStA nicht? Wie viele Autos die AStA-Flotte umfasst, wo sie stehen und wer sie wofür nutzt – Rätsel über Rätsel.

Gut zu wissen: Eher nebenbei hat der AStA zu diesem Posten angemerkt, dass offenbar erst kürzlich ein Kleinbus gestohlen worden sei. Heißt im Klartext: Exorbitante Kosten für eine Neuanschaffung, die nun ebenfalls der Studentenschaft aufgebürdet werden sollen.

4) Der Aufschwung ist da – auch das kapitalistische Unternehmen AStA brummt ganz offensichtlich: Ein satter Batzen studentischen Geldes ist im AStA-Haushalt für Mitarbeiter veranschlagt. Insgesamt 277 500 Euro zahlt der AStA angeblich an seine Mitarbeiter aus. Spitzenreiter ist dabei das Ressort „Semesterticket“: Ganze 72 000 Euro streichen die freien Mitarbeiter des Referats laut Haushaltsplan ein.

Doch auch bei den übrigen Ressorts staunt man über die oft astronomischen Zahlen, die im Haushaltsplan aufgeführt sind:

Ressort „Allgemeines und Verwaltung:

29 000 Euro für ehrenamtlich Tätige und weitere 6500 Euro für freie Mitarbeiter

Ressort „Hochschulpolitik“:

15 000 Euro für „Ehrenamt“ und 10 000 Euro für „freie Mitarbeit“

Ressort „Öffentlichkeitsarbeit“

7000 Euro für „Ehrenamt“ und 65 000 Euro für „die planmäßigen Löhne der Arbeiter der Druckerei“

Ressort „Soziales“:

7000 Euro für „Ehrenamt“ und 20 000 (!) Euro für „freie Mitarbeit“

Ressort „Migranten/Internationales“:

15 000 Euro für „Ehrenamt“ und 11 000 Euro für „freie Mitarbeit“

Ressort „Lesben und Frauen“:

15 000 Euro für „Ehrenamt“ und 5000 Euro für „freie Mitarbeit“

Nebulös blieb trotz  halbherzigem AStA-Erklärungsversuch der Unterschied zwischen „Ehrenamt“ und „freier Mitarbeit“. Zudem liegen der LHG ebenso wie den anderen Oppositionsparteien im StuPa keinerlei schriftliche Auskünfte über die Anzahl der Mitarbeiter vor. Weiterhin kritisieren wir fehlende Informationen über die Höhe der Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche und freie Mitarbeiter. Bei Personalausgaben von mehr als einer Viertelmillion Euro wäre dies überfällig.

Weitere unbeantwortete Fragen: Sind die offensichtlich zahlreichen Mitarbeiter Studenten oder Auswärtige? Arbeiten sie auf Lohnsteuerkarte oder Gewerbeschein? Und wer entscheidet über ihre Anstellung? Auch hier zeigte sich der AStA im StuPa gewohnt auskunftsfaul.

5) Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt: Der Etat der einzelnen Ressorts für „Veranstaltungen“ ist oft exorbitant hoch. Zudem existieren offenbar keine Nachweise dafür, um welche Art von Veranstaltungen es sich handelt. Als Beispiel soll das Ressort „Migranten und Internationales“ dienen: 14 573,74 Euro wollen die Verantwortlichen im Haushaltsjahr 09/10 nur für Veranstaltungen ausgegeben haben. Auch für das kommende Haushaltsjahr sind wieder 13 000 Euro veranschlagt. Wo und in wessen Interesse die offenbar sehr kostspieligen Veranstaltungen dieses Ressorts stattfanden, hat der AStA nicht erklärt. Detaillierte Abrechnungen von Veranstaltungen? Fehlanzeige.

Mit den hier aufgeführten Punkten sind bei weitem nicht alle Unklarheiten des Haushaltsplans aufgelistet. Fest steht jedoch eines: Intransparenz herrscht im AStA-Haushalt an allen Ecken und Enden. Die AStA-Verantwortlichen verweigern bislang, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Einen nachvollziehbaren und detailgetreuen Nachweis über die ordnungsgemäße Verwendung von Mitteln, die dem AStA nicht gehören und die allen Studenten zugute kommen sollten. Auch weiterhin wird sich die LHG im Sinne (fast) aller Studenten der FU für Transparenz bei der Verwendung unserer Mittel einsetzen.

Nächstes Treffen

Benedikt BenteAllgemeines 0 Kommentare »

Das nächste LHG-Treffen findet morgen, Mittwoch, den 10. November 2010, ab 18.30 in der Luise (U Dahlem-Dorf) statt. Willkommen ist wie immer jeder interessierte. Wir freuen uns auch euch!

Treffen der LHG mit Präsident Alt: ein kurzer Rückblick.

Kristina KaempferAllgemeines 3 Kommentare »

In den Semesterferien haben wir die freie Zeit für ein Treffen mit Präsident Prof. Dr. Peter André Alt genutzt. Gerade nach den Jahren mit dem ehemaligen Präsidenten der FU, Prof. Dr. Lenzen, die nicht immer von Harmonie zwischen Präsidium und Studierenden geprägt waren, war uns das persönliche Gespräch ein wichtiges Anliegen. Dieses befasste sich einerseits mit aktuellen hochschulpolitischen Themen wie der Akkreditierung und dem Deutschlandstipendium, für uns Studierende aber noch interessanter: auch die Qualität der Lehre und Studienbedingungen, wie z.B. Öffnungszeiten der Bibliotheken, konnten offen diskutiert werden.

Bezüglich der Qualität der Lehre soll ein Forum eingerichtet werden, indem neue Konzepte erstellt und alte diskutiert werden. Bei den Berufungen neuer Dozenten soll zudem verstärkt auf die Lehrerfahrung und -qualität geachtet werden – ein Ansatz den wir sehr unterstützen! Zusätzlich sollen über Zielvereinbarungen Professoren im Bereich der Lehre zur Weiterqualifizierung verpflichtet werden.

Zum Stand der Akkreditierung an der FU wurde noch einmal die Grundsatzentscheidung für die Systemakkreditierung vorangestellt. Da die Akkreditierung jedoch per se nicht das beste Instrument zur Qualitätssicherung darstellt, verpflichtet sich die FU aus sich heraus darüber hinaus durch wissenschaftlichen Anspruch und Wettbewerb auf Qualität zu achten. Nicht zuletzt die immensen Kosten einer Akkreditierung – momentan im fünfstelligen Bereich – wurden kritisch angemerkt: sind dies doch Mittel, die an anderen Stellen dringender benötigt werden.

Für uns stellte sich natürlich noch die Frage nach dem Deutschlandstipendium und nach dem Stand der Dinge diesbezüglich an der FU. Präsident Alt befürwortet das Deutschlandstipendium grundsätzlich, zeigte sich jedoch besorgt über den Standortnachteil für die Berliner Universitäten und den zu erwartenden Verwaltungsaufwand. Trotzdem freuen wir uns über den positiven Grundton seitens des Präsidenten in dieser Angelegenheit, stellt für uns das Programm doch eine zusätzliche Chance zur Finanzierung vieler Studierender an der FU dar.

Neben weiteren Themen, u.a. dem Alumni-Netzwerk an der FU und der Situation der Bibliotheken (kritisch angemerkt haben wir bspw. die Bibliothek des Otto-Suhr-Instituts, welche am Wochenende gar nicht und in der vorlesungsfreien Zeit stark eingeschränkt geöffnet ist, obwohl doch eben zu dieser Zeit ein Großteil ihre Hausarbeiten schreibt), sprachen wir jedoch auf dieser hohen Ebene ein Anliegen an, welches uns schon seit Jahren beschäftigt und konstante Unzufriedenheit hervorruft: die Situation um und das Verhalten des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). Bereits seit Jahren kritisieren wir die Verschwendung der studentischen Gelder (ca. 600.000 – 700.000 Euro pro Legislaturperiode/Jahr) und äußerten daher deutlich den Wunsch nach einer stärkeren rechtlichen Überwachung der (finanziellen) Aktivitäten des AStAs durch Präsidium und Rechtsamt. Wir hoffen, dass Präsident Alt sich dieses Anliegens annimmt. Denn: für die FU als eine der größten deutshcne Universitäten scheint eine Dreiviertel Million Euro im Haushalt nicht viel. Doch haben wir in Deutschland ein einmaliges Modell studentischer Selbstverwaltung, was an der FU schamlos ausgenutzt wird, obwohl es in Deutschland zahlreiche ASten gibt, die vernünftig haushalten und ihren Studierenden politisch ungefärbten und nützlichen Service – weit über die Volksküche hinaus – anbieten und damit eines garantieren: die zweckmäßige und sinnvolle Verwendung ihrer Gelder. Genau mit diesem Motiv verfolgen wir unsere Arbeit, genau wegen solcher Beispiele werden wir an dieser Stelle nicht locker lassen.

Ein Schmankerl zum Schluss offenbarte dann übrigens auch mal wieder – abseits finanzieller Rechnungen und hochschulpolitischer Ansichten – das wahre Gesicht des AStA: trotz Zurücknahme der Anzeigen wegen Hausfriedensbruch bei den Besetzungen des vergangenen Semesters gegenüber einiger Studierenden durch Präsident Alt veranstaltete der AStA zwei Wochen später eine Unterstützerinitiative. Thema? Die Einwerbung von Anwaltskosten für das anstehende Gerichtsverfahren mit dem Präsidium. Kritisches Weiterdenken erwünscht.

Wir von der LHG an der FU danken Präsident Alt sehr für das Gespräch und hoffen darauf, dass er weiterhin die Anliegen der Studierenden und ihre Rolle in der Universität ernst nimmt!

Nachtrag zum StuPa: weiterer Antrag

Kristina KaempferAllgemeines 13 Kommentare »

Soeben haben wir einen weiteren Antrag Mehr Studis an die Wahlurne eingereicht.

Da uns – wie den meisten Listen/Gruppen im Studierendenparlament – die zumeist doch eher ungenügende Beteiligung der Studierenden an den Wahlen mehr als stört, hoffen wir mit einem solchen Beschluss diesem schon lang anhaltendem Trend entgegen wirken zu können. Welche unserer Forderungen vollständig umgesetzt werden könnten, ist selbstverständlich aus technischen und organisatorischen Gründen noch nicht klar – jedoch halten wir es für wichtig, dass das Studierendenparlament – sowie der AStA – mitsamt Hochschulleitung und Dozenten dieses Problem ernst nimmt und offensiv angeht!

Ankündigung für alle Interessierten: Treffen am 25.10.2010 um 18 Uhr in der Luise

Kristina KaempferAllgemeines 1 Kommentar »

Wie bereits in allen Ersti-Heften angekündigt, sei nun auch für Interessierte bzw. Erstis außerhalb der Fachbereiche Politik, Wirtschaft, Jura, Ostasienstudien und Geschichte auf unser nächstes Treffen hingewiesen:

nächsten Montag, am 25.10.2010, trifft sich die Liberale Hochschulgruppe an der Freien Universität um 18 Uhr in der Luise (U Dahlem Dorf, Königin-Luise-Straße 40-42). Das Treffen richtet sich extra an “Neulinge” an Universität und in der Hochschulpolitik. Solltet ihr am besagten Datum keine Zeit haben, findet alternativ ein ähnliches Treffen am 10.11.2010 um 18.30 Uhr statt (gleicher Ort!).

Wir freuen uns auf alle Interessierten!

Sitzung der Bachelor-Kommission am OSI vom 12.10.2010

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Diesen Mittwoch tagte – nach langer Sommerpause – wieder einmal die am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften zur Reformierung des Bachelor eingerichtete Kommission.

Zum aktuellen Stand: wie nun bekannt wurde, hängt der von dieser Kommission reformierte Bachelor (u.a. Streichen von 3 Modulen/30 LP neben dem ABV-Bereich, vergrößerter affiner Bereich, usw.) nicht im Rechtsamt oder Abteilung für konzeptionelle Prüfung fest, sondern wurde vom Berliner Senator abgelehnt. Begründung: angeblich überschreiten einige Änderungen die in der Prüfungsordnung vorgesehen Kompetenzen (Neuregelung der BA/MA-Arbeitsbetreuung) und brechen das Rahmengesetz der KMK (Kultusministerkonferenz – dort ist festgeschrieben, dass mindestens 3/4 der Noten in die Endnote einfließen müssen, uns wäre neben dem ABV-Bereich nur ein Spielraum von 15 LP zugelassen).

Nach einer Zusammenfassung zu den bereits bekannten Problemen des Y-Modells bzw. beider Modelle (drei- vs. vierjähriger Bachelor) wurde mit dem bald anstehenden Institutstag (voraussichtlich 11.11.2010!) die Möglichkeit diskutiert, diese Plattform als neuen “Auftakt” für die momentan “eingefrorenen” Reformbestrebungen zu nutzen. Der Institutstag soll mit Anschluss an den letzten wieder vorrangig von den Studierenden gestaltet und entscheidend mitbestimmt werden und thematisch offen sein, jedoch ist eine Fokussierung auf die Problematik des Bachelors wahrscheinlich.

Abschließend wurde noch bekannt gegeben, dass die Resultate aus dem peer-review des OSI (d.h. der Begutachtung, die im vergangenen Semester stattgefunden hat) seit einigen Tagen den Dozenten am Institut vorliegen. Diese werden auch baldmöglichst veröffentlicht und allen (auch Studierenden) zugänglich gemacht, allerdings wurde hierfür noch nichts genaueres bekannt gegeben.

Sitzung der Kommission für Lehre vom 12.08.2010 – der etwas verspätete Bericht…

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Wie schon von Benedikt erwähnt, hatten wir leider ein paar technische Probleme – nun sind wir aber wieder frisch an Bord. Hier folgt – ungekürzt – mein Blogeintrag vom 12.08.2010 zur Kommission für Lehre. Auch wenn sich einige Dinge in den letzten Monaten anders entwickelt haben – darüber informiere ich Euch in meinem nächsten Eintrag -, werde ich den Eintrag zum damaligen Stand veröffentlichen:

Zur KfL-Sitzung am 12.08.2010 eröffnete zum ersten Mal als Vorsitzender Vizepräsident 3, Prof. Dr. Bongardt die Sitzung. Er bedankte sich vor allem auch bei den Studierendenvertretern für deren Unterstützung und betonte in einem kleinen Vorwort, dass die KfL zukünftig nicht nur Vorlagen behandeln, sondern auch selbst welche erstellen solle. Die Diskussion über weitere Kompetenzen vertagte er, da zunächst erstmal grundliegende Diskussionen im neu gewählten Präsidium zu den wichtigsten Fragen statt finden müssten. Deutlich bekräftigte er jedoch, zukünftig eine stärkere Kommunikations- und Informationspolitik zu betreiben: Beschlüsse und damit verbundene Informationen sollten für alle KfL-Mitglieder – unabhängig welcher Statusgruppe zugehörig – einzusehen sein; einzige Grenzen seien hierbei der Personenschutz oder andere Vertraulichkeitsklauseln sowie, wenn bestimmte Papiere/Positionen erst in der Entwicklung und noch im Stadium der Diskussion stünden. Prof. Bongardt äußerste zuletzt noch den Wunsch, dass man ihm – sowie der gesamten Universitätsleitung – so verdachtsfrei wie möglich begegnen möge um die „gemeinsame Arbeit“ voranzutreiben.

TOP 0 (Anfrage und Mitteilungen) wurden mit der Frage nach dem reformierten Politikwissenschaftsbachelors (wie berichteten hier) eröffnet. Dieser wurde im vergangenen Semester sowohl im Fachbereichsrat PolSoz (Politik- und Sozialwissenschaften) sowie im Institutsrats des Otto-Suhr-Instituts mit Mehrheit verabschiedet, in der Hoffnung zum nächsten Semester in Kraft treten zu können. Nach Auskunft von Abteilung V (Rechtsamt) bzw. deren Vertreter ist der neue PoWi-Bachelor jedoch noch immer in der „konzeptionellen Prüfung“. Ein In-Kraft-Treten zum nächsten Wintersemester scheint nun mehr als unwahrscheinlich-

TOP 2 befasste sich mit einem neuen Qualitätspapier, welches Qualitätsziele und eine grundliegende Ausrichten über die Qualität von Studium und Lehre an der FU Berlin formulierte. Eine fast eineinhalbstündige Diskussion mit den Vertretern verschiedenster Statusgruppen äußerte kleiner und größere Kritikpunkte. Besonders die Präambel in welchem sich die FU Berlin dem „Leitbild einer international wettbewerbsfähigen Forschungsuniversität“ verpflichtet fand harsche Kritik bestimmter Studierendenvertreter, welche in dieser Zeile die fortschreitende Privatisierung der Hochschulbildung sahen. Eine Kritik, die wir nicht vollständig teil(t)en.

TOP 3 behandelte eine Vorlage zur Neufassung/Novellierung des Rahmenkonzeptes für Bachelor- und Masterstudiengänge an der FU Berlin. Zusammen mit Vertretern von Abteilung V (Rechtsamt) diskutierten vor allem die studentischen Vertreter über einige Punkte, Ergänzungsvorschlage wurde eingebracht. Aufgrund fortgeschrittener Zeit konnte jedoch nicht das ganze Konzept diskutiert werden, weshalb es in der nächsten KfL-Sitzung eine Fortsetzung dieser Debatte geben wird.

Der nach hinten gezogene TOP 1 (Genehmigung der Protokolle) konnte aufgrund fehlender Beschlussfähigkeit nicht behandelt werden.

Wir sind wieder da…

Benedikt BenteAllgemeines, Blog 1 Kommentar »

Nachdem wir in der letzten Zeit mit unserem Blog ein paar technische Probleme hatten, sind wir froh, euch pünktlich zum Vorlesungsbeginn mitteilen zu können, dass wieder alles funktioniert und wir auch dieses Semester fleißig für euch bloggen werden.

Doch auch aus den vergangenen Wochen gibt es einiges zu berichten: der Runde Tisch tagt vorläufig nicht mehr, die FU eröffnet ein neues Büro in Sao Paulo und die LHG war zu einem Gespräch beim FU-Präsident Prof. Alt eingeladen. Mehr davon in Kürze!

Wir wünschen euch einen guten Start ins neue Semester und auch dieses Jahr wieder viel Spaß mit unseren Ersti-Infoheften, die es erstmals nicht nur für Geschichte, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften, sondern auch für Jura und Ostasienstudien gibt!

OSI Intstitutsrat am 14. Juli – Ideengeschichte, Afrikastudien und zusätzliche Mittel für Lehre

Sven HilgersAkademische Gremien, Allgemeines, Hochschulpolitik 0 Kommentare »

In der heutigen Institutsratssitzung standen drei Themen im Mittelpunkt. Zum einen sollte die Strategie zur Besetzung der Ideengeschichte Professur festgelegt werden. Klaus Roth hat die Vertretungsprofessur Ideengeschichte aufgrund des mit der FU geschlossenen Vergleiches nur mit Befristung, daher wurde heute über Modelle nachgedacht, wie die Lehre für Ideengeschichte sichergestellt werden kann. Zur Auswahl wurden drei Modelle gestellt (o1, o2 und o3). Dafür wurde ein Modell, welches allerdings nur geringe Chance auf Verwirklichung hat präferiert. Dabei hat Roth die Professur noch weitere Jahre, währenddessen wird aber eine Juniorprofessur Ideengeschichte mit tenure track geschaffen, welche mit dem Ausscheiden Klaus Roths entfristet wird. Die Juniorprofessur wird aus den Mitteln, die bei einer Herabstufung der Professur Rechtliche Grundlagen von W2 auf W3 entstehen, finanziert. Aufgrund der geringen Chance auf Realisierbarkeit hat der I-Rat sich für ein anderes Modell (o1) entschlossen, welches Alternativ verwirklicht werden soll. Dieses sieht eine W2 Professur für Ideengeschichte vor, welche mit dem Weggang von Klaus Roth besetzt werden soll.
Die S-Professur, die nach der Ideengeschichte Professur auf der Tagesordnung stand, war wesentlich umstrittener, allerdings wurde keine ausweitende Diskussion zu dem Thema zugelassen. Als S-Professur (Sektoralprofessur) werden Professuren bezeichnet, die aus einer Kooperation mit Forschungsinstituten entstehen. Diese gemeinsam berufenen Professoren haben im Regelfall neben ihrem Amt eine Leitungsfunktion bei einer außeruniversitären Einrichtung inne. Das Gehalt für die Professuren wird dabei von den außeruniversitären Einrichtungen getragen. In diesem Fall hat das GIGA (German Institute of Global and Area Studies) dem OSI eine solche S-Professur für Afrikastudien angeboten. Während sich der Großteil des Institutsrates für die Professur aus gesprochen hat, lehnten die beiden studentischen Vertreter mit einem Gruppenveto die S-Professur ab und erteilten auch einer Ausgleichsitzung in der vorlesungsfreien Zeit eine Absage. Daher ist es fraglich, ob das GIGA weiterhin mit dem OSI kooperieren wird oder der FU die HU als Partner vorzieht und so dem FU eine Afrikaprofessur vorenthalten bleibt.
Als letztes Thema stand der Bericht der ABK auf dem Plan, dabei ging Professor Chojnacki vor allem auf die zusätzlichen Mittel für Lehre ein. Alle Arbeitsstellen, mit Ausnahme der FFU, haben bisher jeweils Mittel für zusätzliche Lehre in anderen Bereichen zugesagt. Dabei konnte aus der ABK auch berichtet werden, dass auch im kommenden Semester einer Vorlesung zur Europäischen Integration angeboten werden kann.

nächste Senatssitzung: Mittwoch, 30. Juni

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Am kommenden Mittwoch, um 15 Uhr kommt wieder der Akademische Senat der FU zusammen.
ACHTUNG: Die Sitzung findet in den Rechtswissenschaften (Van’t-Hoff-Str. 8 ) im Raum 211 statt. Es könnte wieder über 4 Stunden hinaus gehen, da der neue Präsident von dem althergebrachten Hausrecht keinen Gebrauch mehr machen möchte, die Diskussionen um 19 Uhr abzuwürgen.
Die Sitzung ist naturgemäß öffentlich.

… und es nimmt kein Ende: erneute Sitzung der Kommission am FB PolSoz zur Reform des PoWi-Bachelors

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Etwas kurzfristig – aufgrund der Ereignisse des vergangenen Institutsrates, s. Bericht vom 16. Juni – trat heute nach langer wieder einmal die Kommission zur Reform des Bachelors der Politikwissenschaft am OSI zusammen. Nachdem der Prozess vergangenes Semester “eingefroren” und sich mit Teilergebnissen zufriedenen gegeben wurde, standen eben die zu streichende Modulleistungen im Fokus der Diskussion. Diese waren eine der Kernforderungen und -anliegen der Studierenden gewesen, welche sich in den vergangenen Semestern in und außerhalb der Kommission engagiert hatten. Kompromiss war – abgestimmt mit anderen Dozenten – 60 der 180 LP streichen zu können, um den Studierenden somit den Prüfungsdruck zu verringern. Zusammenfassend lässt sich hier Sven in seinem letzten Blogeintrag zitieren:
“Zum anderen legt die geänderte, mit dem Rechtsamt der FU Berlin geschriebene, Bachelorordnung fest, dass nur noch zwei Drittel der Studienleistungen in die Endnote mit einfließen werden. Irritationen gab es im Institutsrat über die Festlegung des zu streichenden Drittels. Das Rechtsamt der FU hatte dieses Drittel als 30LP PoWi-Studienleistungen und 30LP ABV ausgewiesen, da aber der ABV Teil ohnehin nicht in die Note einfließt würde diese Reform kleiner ausfallen als geplant. Deswegen prüfen Dekanat und Rechtsamt nun im unbürokratischen Umlaufverfahren, ob es möglich ist insgesamt 60LP der PoWi-Leistungen plus die 30LP nicht in die Note einfließen zu lassen.”

Da sich die Forderungen, neben den 30 LP ABV zusätzlich 60 statt 30 LP zu streichen, aufgrund bürokratischer Hürden schwierig bis zum WS durchzusetzen ließen, hat man sich nun auf ein mehrstufiges Vorgehen geeinigt: der Teilerfolg der zu streichenden 60 bzw. 30 LP wird durchgesetzt, um zumindest den zum WS 08/09 immatrikulierten Studierenden die Chance zu geben, von der Reform zu profitieren. Gleichzeitig soll jedoch das Ziel verfolgt werden, den Leistungs- und Notendruck eventuell anderweitig zu verringern und vor allem den vierjährigen Bachelor wieder “aufzutauen”.
Über die nächsten Treffen werden wir Euch dann hier wieder informieren – der Kurzfristigkeit des anberaumten Treffens sei es geschuldet, dass wir es nicht bloggen konnten, jedoch geloben wir Besserung.

Nächste StuPa-Sitzung am 06.07., 14 Uhr im Hörsaal A der Arnimallee 22

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Am übernächsten Dienstag, den 06.07.2010, findet um 14 Uhr in der Rost- und Silberlaube J 27/14 die zweite StuPa-Sitzung des neuen Semesters statt.

Alle Studierenden sind eingeladen der – wie immer öffentlichen – Sitzung beizuwohnen.