Zwei Terminankündigungen

Thomas EichentopfBlog, Hochschulpolitische Veranstaltungen, LHG Veranstaltungen, LHG, Allgemeines 4 Kommentare »

Liebe Kommilitonin, lieber Kommilitone,

wir in der LHG engagieren uns seit mehreren Jahren aktiv an der Universität - im Studentenparlament und teilweise bei euch am Fachbereich (derzeit: Wirtschaftswissenschaft, Politik- und Sozialwissenschaften, Geschichts- und Kulturwissenschaften). Da du grad unseren Blog liest, hast du davon offenbar schon etwas mitbekommen.

Vielleicht kommst du selbst aus einem der Fachbereiche. Vielleicht nicht und du vermisst ein LHG-Engagement dort. Vielleicht schlägt dein Herz für die ganze Universität. Wenn du also die Köpfe hinter der LHg mal näher kennen lernen willst, um auszuloten, ob du’s dir mit uns vorstellen könntest, bist du herzlich zu unserem nächsten Gruppentreffen eingeladen:

Am Mittwoch, den 7. Mai, um 18:00 Uhr im Biergarten Luise am U-Bahnhof Dahlem-Dorf, bei gutem Wetter vermutlich im Außenbereich.

Außerdem hat auch der Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaft seine nächste Sitzung angekündigt. Diese finden grundsätzlich öffentlich statt. Treffpunkt ist am Dienstag, den 13. Mai, um 21:00 Uhr das Alcatraz, das Ende ist für etwa 23 Uhr geplant.

Protestsemester: Gesunder Skeptizismus.

Thomas EichentopfStuPa, Blog, AStA, FSIs, Termine, Hochschulpolitische Veranstaltungen, LHG, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 5 Kommentare »

Mehrmals hatten wir bereits auf einen Streik spekuliert bzw. über geplante und durchgeführte Proteste innerhalb der Studierendenschaft berichtet. Von einem Streik zu auszugehen, so glaube ich heute, wird später wohl übertrieben gewesen sein. Dennoch publizieren die studentischen Blogs derzeit die Ankündigung zum “Protestsemester”. Während es in den Semesterferien wirklich bemerkenswert ruhig um die Hochschulpolitik wurde, scheint sich damit der Grund zu offenbaren: Nicolas spricht bei FUWatch von organisatorischer Vorarbeit in der vorlesungsfreien Zeit.

Gemeint sind damit vor allem die Vorbereitungen für die vielen dezentralen Vollversammlungen, die in der nächsten Woche die Studentenschaft mobilisieren sollen. Nicolas beschreibt die geplanten Proteste ausführlich und umfassend, das will ich hier daher nicht alles doppelt wiedergeben.

Wenn man sich’s dann näher anschaut, wird da ein unglaublicher Aufwand betrieben: Zahlreiche Vollversammlungen an den Instituten, eine große Vollversammlung und auch die Fahrt zur Fachschaftskoordination wollen organisiert werden. Der eigentliche Protest nachher konzentriert sich auf eine einzelne Woche. Schon beim Aktionstag wurde im Vorhinein lange geredet, um nachher wenige Stunden zu füllen. Mir ist klar, dass alle Beteiligten nebenbei andere Dinge tun und ein Protest in der Größe, wie er anvisiert ist, durch seine Komplexität auch eine entsprechende Vorbereitung nach sich zieht. Lieber ist mir tatsächlich auch ein gut vorbereiteter Protest, weil ich mir davon bessere Argumente erhoffe als von spontanen Kundgebungen, denen ich allenfalls das Potential plumper Parolen zuschreibe - selbst, wenn ich die Argumente nachher aus meiner Perspektive vielleicht nicht teilen kann. Aber das war zuletzt beim Aktionstag auch nicht unbedingt der Fall.

Dennoch treibt mich die Sorge um, im Soge des Protestsemesters könnten die eigentlichen Themen vernachlässigt werden. So trifft sich das Studierendenparlament am 30. April zur Wahl des neuen und Entlastung des alten AStA - fast ein Vierteljahr nach den Wahlen also. Auch über die Bibliotheken hat man lange nichts mehr gehört, obwohl sich dort etwa in der letzten Woche mit der (vorübergehenden?) Schließung der Leihstelle, offiziell wegen Umbauarbeiten, neues Konfliktpotential ergab. Nachher wurde dann vielleicht eine Woche protestiert und es wird ein Minderheitenprotest bleiben. Das wird dann mit dem allgemeinen Desinteresse der Studierendenschaft an hochschulpolitischen Themen begründet.

Die ist aber nicht gottgegeben. Sondern, aus Sicht der LHG, die Folge der einseitigen Ausrichtung des AStAs und seines Umfelds. Damit will ich nicht behaupten, dass ein AStA, der sich ausschließlich auf LHG-Themen stützen würde, Rückhalt der ganzen Uni hätte. Deswegen fordern wir ja immer wieder einen unideologischen AStA. Zwar verweist die AStA-Koalition gern darauf, wie offen sie doch für vielfältigen Input sei - aber mal ehrlich, wie groß ist der faktisch wirklich, wenn kritische Gegenstimmen auf Vollversammlungen niedergepfiffen oder zumindest abgekanzelt werden?

Daher: Ein Protest im Sommersemester wird wohl unausweichlich sein. Insofern wünsche ich mir, dass dieser zumindest niveauvoll stattfindet und die Vorbereitungen also auch einen deutlichen Effekt auf die Qualität haben. Dennoch erlaube ich mir, bittend um Nachsicht, einen gesunden Skeptizismus.

Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaft mit neuer Webseite

Thomas EichentopfAStA, FSIs, Blog, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, LHG 0 Kommentare »

Mit Beginn des neuen Semesters startet der FSR Wirtschaftswissenschaft unter der Adresse www.fachschaftsrat.org ein neues Informationsangebot für Studierende des Fachbereichs. Die eigene Webseite soll die Kommunikation mit den Studierenden stärken. So wird sie einerseits genutzt, um die Studierenden über die Arbeit des Fachschaftsrats auf dem Laufenden zu halten. Andererseits wurde auch ein Kummerkasten eingerichtet, in den Studierende ihre Anliegen einstellen können. Auf diese Weise möchte der FSR Input dafür bekommen, welche Themen die Studierenden aktuell bewegen.

Der FSR WiWiss ist ja allerdings nicht der erste Fachschaftsrat an der FU. Auch bei den Juristen hat sich das Gremium eine eigene Webpräsenz eingerichtet. Gleichwohl zeigt das Beispiel, dass auch die Pflege eines solchen Angebots nicht vernachlässigt werden darf, denn der Informationsgehalt bleibt dort gering. Zu hoffen ist daher, dass sich dies bei den Juristen wieder ändert und dass gleichzeitig der FSR WiWiss in der Lage ist, die Ansprüche, die er also mit dem neuen Angebot weckt, auch zu erfüllen.

Immerhin ergibt sich daraus durchaus ein Potential, die Fachschaftsarbeit effektiver zu gestalten. Ein sehr positives Beispiel, wie das erfolgreich umgesetzt werden kann, stellen bestimmt die Kommilitonen in Regensburg dar. Es zeigt, dass in einer solchen Form Webauftritte von Fachschaftsräten auch neben der Webseite des AStA koexistieren und diese sinnvoll ergänzen können.

Herr Fischer besetzt die Silberlaube

Thomas EichentopfBlog, FU 3 Kommentare »

Herr Fischer zieht um. Ab sofort findet man ihn unter silberlaube.de, allerdings weiter in der klassischen Erscheinung. Laut Herrn Fischer bringt der Umzug allerdings auch weitere Änderungen mit sich. So möchte er die Arbeitslast gerne mit anderen teilen:

“Dieser Blog wir ab sofort unter silberlaube.de fortgesetzt, zeigt sich damit noch FU-naher als bisher und öffnet sich weiteren Autoren.” (herrfischer.net/index.php/2008/01/20/achtung-herrfischer-neu-unter-silberlaubede/)

Herr Fischer ist ein (tatsächlich) unabhängiger Blogger an der FU, der den Blick auf seine Alma mater immer wieder mit einer Prise gekonnter Ironie würzt. Wir freuen uns darauf, Herrn Fischer in der Silberlaube wiederzusehen und bald seine neuen Mitstreiter zu begrüßen. Wir wünschen euch, dass ihr euch im Gewirr der Straßen nicht verirrt.

MMVII: Letzte Worte

RonnyBlog, FU, LHG 0 Kommentare »

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2007 ist vorüber - wieder ein Jahr, in dem sich die Erde weiter um sich und um die Sonne gedreht hat. Die Fernsehsender haben ihre Jahresrückblicke gezeigt, auf dem Elfenbeinleuchtturm der Freien Universität Berlin strahlt selbstgenügsam die Krone der Exzellenz und am Horizont nähert sich das Jahr 2008 mit vielen lustigen Überraschungen, die uns wieder die Tränen in die Augen treiben werden.

Viel Politik brachte das Jahr 2007, und auch hier im Blog wurdet ihr davon nicht verschont. Dabei klingt das Politische manchmal zu ernst und trocken, manchmal aufgesetzt und affektiert, hin und wieder auch beleidigt, selbst beleidigend, und ich will zugeben, auch davon seid ihr hier nicht verschont worden. Das war 2007 so und wird auch 2008 so sein.

Die Freie Universität Berlin ist ein gesellschaftlicher Ort, an dem andauernd Entscheidungen getroffen werden, kleine und große, richtige und falsche, zentrale und dezentrale, demokratische und undemokratische. Dieses Blog, das 2007 seinen dritten Geburtstag gefeiert hat, ist eine Möglichkeit, uns auszudrücken, unsere Überzeugungen, unsere Freuden, unseren Ärger zu all diesen Entscheidungen mitzuteilen, mit richtigen und falschen Worten. Ihr lest, was wir schreiben, ihr kommentiert die Texte (in diesem Jahr so intensiv wie nie zuvor), ihr ignoriert uns, ihr karikiert uns, ihr verlinkt uns. Ihr findet richtig, was wir denken und schreiben, oder ihr lehnt es kategorisch ab. All das ist Teil einer öffentlichen Debatte. Mehr wollen wir nicht: Unseren kleinen Teil zu einer öffentlichen Diskussion beitragen - wobei die Betonung auf “öffentlich” liegt. Das war 2007 so und wird auch 2008 so sein.

Liebe Leserinnen und Leser, Kommilitoninnen und Kommilitonen, Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freien Universität Berlin,

ich wünsche euch ein tolles Jahr 2008, mit viel Freiheit, Kreativität, neuem Wissen und mit Freude am Lernen und Lehren, Forschen und Gestalten. Dieses Blog wird die kleine Welt der FU weiter auf seine Weise begleiten - begleitet sie auf eure Weise! 2008 wie in 2007.

Herzliche Grüße - und bis nächstes Jahr!