96. KFL bespricht Neufassung der Satzung für Studienangelegenheiten

Wolf DermannLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Von Alex Spielau

Zuletzt am Dienstag (16. Juli 2008) traf sich die KFL zur ihrer 96. Sitzung. Besprochen wurde einzig die AS-Vorlage der Neufassung der Satzung für Studienangelegenheiten. Durch das Fehlen von Zuschauern war dieses Mal der Ausschluss der Öffentlichkeit, was in den letzten Sitzungen das Zentrum von viel Aufregung war, kein Thema.

Dafür wurde sehr engagiert die neue Satzung für Studienangelegenheiten diskutiert. Insbesondere die Verpflichtung der Studierenden auf unverzügliche Aufnahme ihres Studiums nach der Immatrikulation und die nun installierte Überprüfungs- und Meldepflicht der Fachbereiche an die Studierendenverwaltung sorgte für viele Fragen seitens der Studierenden. Vom Vertreter des Rechtsamtes wurde eingewendet, dass diese Regelung bisher bereits implizit galt und nun nur konkretisiert wurde. Bestehende Unklarheiten über den Kontrollzeitpunkt und Umsetzung konnten aber nicht ausgeräumt werden.

Zweiter Diskussionspunkt war anschließend die Möglichkeit der Zulassung für ein Doppelstudium neben einem regulären Master-Studium. Von Studierenden wurde eingewendet, dass wenn es möglich ist neben einem Master-Studium in begründeten Ausnahmefällen einen weiteren Studiengang zu studieren, dann müsste das auch in einem Bachelor-Studiengang möglich sein – als Beispiel wurden insbesondere die Studiengänge Mathe und Physik angesprochen, die im alten Diplom von einigen Studierenden problemlos kombiniert wurden. Jedoch wurde seitens des Rechtsamtes und Frau Prof. Keitel-Kreidt der nicht zu bewältigende Workload von zwei Bachelor-Studiengängen, Probleme bei Systemakkreditierungen der Studiengänge und zuletzt der riesige bürokratische Aufwand der Bearbeitungen von vermeintlichen Ausnahmefällen eingewendet.

Letzter großer Streitpunkt war die Einführung der Vollständigkeitsprüfung von Bewerbungsunterlagen, der Zugangsvoraussetzungen und der Abgleich von Online-Bewerbung zur verbesserten Allokation von Studienplätzen durch Uni-Assist. Datenschutzrechtliche Probleme hinsichtlich der Bearbeitung derart privater Daten durch einen privat-geführten Verein wurden von Frau Prof. Keitel-Kreidt abgetan – die Datenschutzbeauftragte der FU hätte dieses geprüft und für unbedenklich befunden. Da eine verpflichtende Teilnahme von Fachbereichen nach der anlaufenden Testphase nicht besteht, wurde offen die Sinnfrage von Uni-Assist diskutiert.

Der zweite Tagespunkt, die AS-Vorlage der Einrichtung des weiterbildenden MA-Studiengangs mit der Lomonossov-Universität Moskau, wurde aufgrund von weitergehenden Abstimmungen mit Moskau auf eine der nächsten Sitzungen vertagt. Insgesamt war die Sitzung weitgehend ruhig, sachlich und konstruktiv.

Der Bericht zur FBR Wiwiss-Sitzung am 16.07.08

Hilmar von OertzenAkademische Gremien, Lehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

…ist auf der Seite unseres Fachschaftsrats Wiwiss veröffentlicht.

3. Sitzung des StuPa: Ihr könnt ja mal ‘nen Antrag stellen…

Thomas EichentopfAStA, FSIs, StuPa, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, FU 3 Kommentare »

Am 16. Juli tagte das StuPa zum dritten Mal seit den Wahlen im Januar. Die Tagesordnung, die im Vorhinein verschickt wurde, zeigte nicht, welches Potential zum Streit dann doch in der Sitzung lag. Eigentlich ging es nur um mehr oder weniger formale Änderungen am Haushaltsplan und an der Sozialfonds-Satzung, die durch geringere Studierendenzahlen ausgelöst wurden, um einen Antrag der Jusos zum Hochschulsport und um die Bestätigung der Referentenwahlen für die autonomen Referate. Brisanz versprach im Vorhinein allein die Neuwahl des Studentischen Wahlvorstands. Am Ende wurde die Sitzung zu einem weiteren Lehrstück, welchen Stellenwert das StuPa in AStA-nahen Kreisen hat und wie man mit Gruppen umgeht, die dem AStA eben kritisch gegenüber stehen.

Erste Kritik von Seiten der Oppositionsgruppen, vorgetragen durch den SDS, regte sich bei der Neubesetzung des Studentischen Verwaltungsrats der Studentischen Darlehenskasse. Die Kasse selbst ist, da unabhängig, nicht Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Jedoch sollten Vertreter gewählt werden, die weder persönlich anwesend waren noch hinreichend bekannt, dass sie stellvertretend hätten vorgestellt werden können. Immerhin wusste man von zwei Vertretern, dass sie dem Verwaltungsrat bereits im Vorjahr angehörten. Mit der Mehrheit der AStA-nahen Koalition Gernot Roger, Sascha Jablonsky, Roland Schechner und Sebastian Schneider gewählt.

Die gleiche Kritik kam später erneut auf, als die Referenten, die auf den Vollversammlungen der autonomen Referate (Frauen, Lesben, Schwule) gewählt worden waren, bestätigt werden sollten. Zwar sind die Referenten der autonomen Referate über die Vollversammlungen nur der Gruppe gegenüber rechenschaftspflichtig, die sie vertreten. Sobald das StuPa jedoch die Referenten per Wahl bestätigt, verlangt es die demokratische Etikette, dass (1) die Kandidaten einem bekannt sind und (2) auch bekannt ist, welche Arbeit sie leisten. Das wurde von Seiten diverser StuPa-Mitglieder vehement kritisiert. Es werde auch in Zukunft keine öffentliche Berichterstattung der Referate geben. Ein während der Sitzung eingereichter Antrag, künftig zumindest die Protokolle der Vollversammlungen im Internet zu veröffentlichen, wurde als formal unzulässig abgelehnt. Mehr noch. Ein StuPa-Mitglied meinte in einer Gegenrede, auf einer künftigen Sitzung könne man ja gerne einen Antrag einreichen und probieren, ob er angenommen werde. Somit bleibt der LHG-Blog die einzige Möglichkeit, sich zumindest über die Inhalte der Schwulen-VV zu informieren.

Unproblematisch war dagegen die Änderung der Sozialfonds-Satzung, für die der Kommilitone, der diese erarbeitet hatte, auch verdient Applaus erhielt. Auch ein Antrag der Jusos zum Hochschulsport, der hier nachgelesen werden kann, wurde mit einer kleinen Änderung im Konsens angenommen. Auch die Haushaltsänderung wurde im Wesentlichen unkritisch abgenommen. Allerdings gibt es auch hier eine gewisse politische Tragweite. So werden Mehreinnamen der AStA-Druckerei durch Druckaufträge externer Studierendenschaften ausgewiesen. Mal abgesehen davon, dass denen nicht wirklich Mehrkosten durch die zusätzlichen Drucke gegenüber stehen,  kann nur spekuliert werden, welche Studierendenschaften auf die Infrastruktur der FU Berlin zurückgreifen.

Spannung bot auch die Neuwahl des Studentischen Wahlvorstandes. In gewohnter Manier hatte die Sitzungsleitung noch nicht mal ausgeredet, als die Koalitionsgruppen ihren ausführlichen Wahlvorschlag präsentierten. Nachdem schon im letzten Jahr kein Mitglied der Oppositionsgruppen im Wahlvorstand vertreten war und also jegliche Kontrolle fehlte, war man doch irgendwie überrascht, als plötzlich eine Gegenliste aufgestellt wurde. Das führte zu Verunsicherung, wie dann die Auszählung stattfinden müsse. Nicht wortwörtliches, aber sinngemäßes Zitat der Sitzungsleitung: “Das ist jetzt eine blöde Situation. Wir haben ja nicht gewusst, dass es noch eine zweite Liste geben würde.” Es tut uns auch Leid, dass wir unsere Rechte wahrnehmen. Mit vereinten Stimmkräften gelang es, mit Leonie Weber von den Jusos zumindest eine Vertreterin der Opposition im Wahlvorstand zu platzieren.

So hatte also auch diese StuPa-Sitzung ihren faden Beigeschmack. Was aufstößt, ist gar nicht mal so sehr die Niederlage in den Abstimmungen, sondern der Umgang mit der Opposition. Ich kann wohl damit lächeln, müde belächelt zu werden. Ich kann aber nicht verstehen, dass auch sinnvolle Einwände nicht gelten gelassen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es AStA-nahen StuPa-Mitgliedern gefallen würde, müssten sie Studenten in Gremien wählen, die sie nicht einmal vom Hörensagen her kennen. Auch dort muss es doch ein Bewusstsein dafür geben, dass das mit einem guten Gewissen nicht vereinbar ist. Aber man verzichtet dann einfach auf die Zustimmung einzelner Gruppen, die in an und für sich unkritischen Belangen sonst wohl sogar ihre Stimme dazugeben würden. Die braucht man ja eh nicht, die sind nur Dekoration und das StuPa nur ein Gremium zum Abnicken formaler Entscheidungen, das in der gleichen Häufigkeit einberufen wird, wie sich die Dringlichkeit zu formalen Entscheidungen ergibt.

Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) am Mittwoch, 16.07., 16 Uhr

Germar MolterAkademische Gremien, StuPa, Termine, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, Allgemeine Veranstaltungen, Allgemeines 0 Kommentare »

Wer gerne wissen will, wie Demokratie an der FU aussehen kann, sollte sich die nächste Sitzung des Studierendenparlaments anschauen und -hören. Es tagt am Mittwoch, 16.07. ab 16 Uhr (c.t.) im Raum L113 im Seminarzentrum Silberlaube, neben der Cafébar.

5. FSR-Wiwiss Sitzung (3.7.08)

Hilmar von OertzenTermine, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU Veranstaltungen, Hochschulpolitik, FU 0 Kommentare »

Da ja zurzeit bei uns die heiße Klausurenphase beginnt, ist auch die Arbeit im FSR für einige nur noch eingeschränkt möglich. Deshalb trafen wir uns auch nur in kleiner Runde am vergangenen Donnerstagabend (2x StudiIni, 2x FSI, 1x LHG).
Auf der Tagesordnung stand vor allem die Einführungswoche für die Erstis (6.-10.Oktober). Problem hierbei ist, dass sich einige der FSR-Mitglieder dann noch im Praktikum/Urlaub/Auslandsemester etc. befinden. Ich denke aber trotzdem, dass wir noch genug Mentoren finden. Falls sich jemand berufen fühlt, einfach mal bei uns melden. Es geht vor allem darum, den Erstis die Uni/unseren Fachbereich zu zeigen und als Ansprechpartner da zu sein etc. (Ihr kennt das ja vielleicht noch aus Eurer eigenen Einführungswoche).

Auch soll es wieder eine Party für Erstis und Freunde geben, diesmal organisiert von einigen engagierten Bachelorstudierenden (sobald Termine etc. feststehen, informieren wir Euch).

Morgen (Donnerstag, den 10.7.) gibt es wieder ein „Meet Your Prof“ mit Prof. Giacomo Corneo (LS für öffentliche Finanzen) um 18:30h im Galileo (Silberlaube). Dort gibt es die Gelegenheit mit dem Prof., mal außerhalb der Veranstaltungen und Sprechstunden, in ungezwungener Atmosphäre zu plaudern und interessantes wie auch wissenswertes auszutauschen.

AS und Zöllners Masterplan: Mini-DFG für Berlin statt Superuni

Florian SchatzExzellenzinitiative, Super-Uni, Akademische Gremien, Presse, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 2 Kommentare »

Die heutige Sitzung des Akademischen Senats war vor allem von der Auseinandersetzung mit dem Plan Senators Zöllner geprägt, ein „Berlin International Forum of Excellence“ einzurichten. Es handelt sich dabei im Prinzip um das, was von den ursprünglichen Plänen zur Errichtung einer Berliner Superuniversität übrig geblieben ist – tatsächlich haben sich inzwischen der Senator und die Präsidenten der Berliner Universitäten sowie der außeruniversitären Forschungseinrichtungen darauf geeinigt, unter diesem Arbeitstitel eine Stiftung einzurichten.

Kurz zusammengefasst: Es soll nun also eine Stiftung eingerichtet werden, eine Art Mini-DFG für Berlin, an welche die Berliner Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen gemeinsame Anträge stellen können. Diese wird zunächst mit jährlich 35 Millionen Euro ausgestattet, vergibt keine eigenen Abschlüsse und soll durch die Forderung nach gemeinsamen Projekten zu einer besseren Integration von Unis und Forschungseinrichtungen sowie einer Konzentration von Forschungsclustern führen, die international wettbewerbsfähig sein sollen. Letztlich läuft das Konzept natürlich auch darauf hinaus, dass anstelle von einer gleichverteilenden Subventionierung weitere Wettbewerbselemente treten, die die Entwicklung der Exzellenzinitiative fortsetzen. Forscher werden noch mehr mit dem Stellen von Anträgen beschäftigt sein, finanzielle Mittel werden sich weiter konzentrieren und akademische Selbstverwaltung weiter geschwächt werden.

Positiv zu sehen ist jedoch in jedem Fall die Einsicht des politischen Senats, dass mehr Geld für Bildung ausgegeben werden muss – über die Menge und den Weg kann jedoch durchaus gestritten werden. Der Akademische Senat der FU hat heute zumindest eine befürwortende Stellungnahme des Projektes veröffentlicht, die jedoch starke Vorbedingungen für eine Befürwortung enthält: Die Sicherstellung der Finanzierung der Hochschulen ab 2010 und damit der sofortige Beginn von Hochschulvertragsverhandlungen, die Sicherstellung der dauerhaften Finanzierung der Stiftung und die Notwendigkeit, den AS über einen endgültigen Vertrag zur Einrichtung der Stiftung erneut abstimmen zu lassen. Die Vorbedingungen sollen vor allem sicherstellen, dass die Stiftung nicht auf Kosten der „normalen“ Finanzierung der Hochschulen gegründet werden soll, die nach den Kürzungen der letzten Jahre ohnehin an einem kritischen Punkt angelangt ist.
Diese Bedingungen machen auch aus meiner Sicht durchaus Sinn: Die Idee Zöllners ist ein interessantes Modell, den Wissenschaftsstandort Berlin zu stärken und seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen – jedoch nur, wenn die grundständige Ausstattung der Hochschulen gewährleistet ist und die neuen Wettbewerbselemente des „Berlin International Forum of Excellence“ nur darauf aufbauende zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

Abgesehen von diesem großen Thema verlief die AS-Sitzung dann eher zügig: Der Master Statistik und der Doppel-Master Politikwissenschaft mit Sciences Po Paris wurden verabschiedet, ebenso die veränderte Studienordnung ABV mit einer Modifizierung (der workload für Studierende wurde verringert). Wie bereits bekannt, wurde ebenso mit der Verabschiedung der Zulassungsordnung und der Setzung der Zulassungszahl für Diplom-Politikwissenschaftler auf 0 der Diplom-Studiengang eingestellt. Eine Debatte über die Geschehnisse im Rahmen der Nachbenennung studentischer Mitglieder für die Kommission für Lehrangelegenheiten wurde nicht zugelassen. Zum Schluss wurde noch die Neubesetzung des Medizinsenats erfolgreich beschlossen – Maria Klingbeil von der LHG tritt dort dich Nachfolge des studentischen Mandats für Wolf Dermann an. Herzlichen Glückwunsch Maria!

Neues Ess- und Trinkverbot in den Wiwiss-Hörsälen – FBR Wiwiss vom 18.06.08

Hilmar von OertzenHochschulpolitische Veranstaltungen, Akademische Gremien, FU Veranstaltungen, Allgemeine Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 11 Kommentare »

Wie das Dekanat heute Morgen in der FBR-Sitzung verlauten lies, soll es ein neues Ess- und Trinkverbot für die Hörsäle an unserem Fachbereich geben. Vielleicht habt Ihr die Schilder schon gesehen. Leider braucht es hierfür keinen Beschluss des Fachbereichsrates, weshalb dieser das Verbot auch nur zur Kenntnis nehmen musste. Natürlich nicht diskussionslos, wie Ihr Euch vorstellen könnt. Denn ein solches Verbot ist ja doch recht einschneidend, vor allem für uns Studierende. Daher haben Lars und ich uns deutlich gegen ein komplettes Verbot ausgesprochen, wie es in den PC-Pools (dort zu Recht wg. der Tastaturen etc.) schon umgesetzt ist.
Natürlich mag es keiner, wenn auf den Böden unserer (z. T. gerade erst renovierten) Hörsäle ständig Essensreste liegen und auch ist es nicht besonders appetitlich den restlichen Kaffee eines Kommilitonen am Schuh kleben zu haben. Aber deshalb gleich ein Verbot gegen alle aussprechen, wo es doch nur ein paar schwarze Schafe sind, die ihren Dreck liegen lassen?! Können wir nicht selbst einfach ein bisschen mehr darauf achten, dass wir den Hörsaal so hinterlassen, wie wir ihn vorfinden möchten?! Ist es nicht möglich, dass wir das „unter uns“ regeln, anstatt uns von der Obrigkeit „Gesetze“ aufoktroyieren zu lassen?! Und würden solche Verbote überhaupt etwas am Verhalten dieser schwarzen Schafe verändern? Nein, denn die werden sich ohnehin nicht daran halten.
Ich denke, wir sind erwachsen genug um uns einigermaßen benehmen zu können und so schwer ist es doch nicht, (wenigstens) seinen eigenen Dreck wegzuräumen oder gegebenenfalls darauf zu achten, dass sein Nachbar seinen Müll nicht vergisst. Denn solange nichts auf den Böden liegen bleibt (oder klebt) wird auch keiner etwas dagegen haben, wenn man mal einen Becher Kaffee mit zur 8:30h Vorlesung mitbringt, um diese einigermaßen munter überstehen zu können.
Da die Hörsäle nur einmal in der Woche gereinigt werden, würden entsprechende Essens- und Trinkreste u. U. einige Zeit auf dem Boden verharren, was absolut nicht in unserem Interesse sein kann.

Natürlich sind Wasserflaschen von dieser Regelung gänzlich ausgenommen, denn da klebt ja nix, wenn mal was daneben geht.

Vielleicht können wir als Ersatz für die Verbotsschilder darauf hinwirken Schilder zu entwickeln, die darauf hinweisen den Hörsaal so zu hinterlassen wie man ihn vorfinden möchte. Ich denke das könnte ein guter Kompromiss sein, denn von dem Verbot sind auch die Dozenten nicht ausgenommen.
Wir werden uns jedenfalls beim nächsten Fachschaftsratstreffen mal ein paar Gedanken dazu machen und sofern jemand von Euch da eine kreative Idee hat, kann er sich gerne bei uns melden.

Kurzbericht KfL

Thomas EichentopfAkademische Gremien, Hochschulpolitik, FU 0 Kommentare »

Gestern Nachmittag konstituierte sich die zuletzt unter verwirrenden Umständen neu gewählte Kommission für Lehre. Auch die studentischen Vertreter nahmen ihre Wahl an, bestanden allerdings auf einem Protestvermerk gegen das Vorgehen im Akademischen Senat. Die Sitzung fand unter Einschluss der Öffentlichkeit statt, zu der auch Mathias Bartelt gehörte, der im Zentrum der ganzen Aufregung steht.

Besprochen wurden anschließend die Studien- und Prüfungsordnungen für den Doppel-Master Politikwissenschaft zusammen mit der Science Po Paris und einen Statistik-Master, der gemeinsam von allen drei Berliner Universitäten durchgeführt wird. Fragen, vornehmlich aus Reihen der Studierenden, bezogen sich im Wesentlichen auf Details und konnten schnell geklärt werden, so dass beide Studiengänge dem AS wie besprochen vorgelegt werden.

Unkritisch begann auch die Besprechung der Ergänzungen zu den ABV-Modulen. Leider konnte ich aufgrund eines Anschlusstermins hier nicht länger anwesend sein, jedoch gehe ich davon aus, dass die Einführung von Chinesisch als neuer Sprache im Wesentlichen nicht auf Widerstand gestoßen sein wird. Von Interesse wäre daher wohl allenfalls noch Tagesordnungspunkt “Verschiedenes” gewesen.

Insgesamt war die Sitzung also unerwartet ruhig und in der Sache konstruktiv gestartet. Zwar kamen die eingangs genannten Probleme zu Beginn der Sitzung noch einmal zur Sprache, jedoch sahen die Beteiligten die Situation so, dass diese Diskussion vor allem im AS geführt werden müsse.

Vizepräsidentin Keitel-Kreidt demonstriert Unprofessionalität

RonnyLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 5 Kommentare »

Das Präsidium dreht durch. Paranoia und taktische Spielchen. Militärischer Dreiklang: Tarnen - Täuschen - Vernichten.

Wer sich den Bericht zur letzten Sitzung des Akademischen Senats anschaut, darf erkennen, dass die Elite-Angst in den höchsten Etagen unserer Universität den Grad von lebensgefährlichen allergischen Reaktionen erreicht hat.

Studentische Kandidaten wegen “fehlender Lebensläufe” und persönlicher Feindschaften abzulehnen, obwohl deren Namen bereits seit fast einem halben Jahr vorliegen, ist unprofessionell, insbesondere von der zuständigen Vizepräsidentin Keitel-Kreidt.

Und die entstehenden Lücken dann nach eigenem Gutdünken auszufüllen, ohne vorher ein Wort darüber zu verlieren - nicht gegenüber den alten Mitgliedern der KfL, nicht gegenüber den neuen, nicht gegenüber den gewählten studentischen Vertreter/inne/n im Akademischen Senat - ist respektlos.

Dies zu tun, obwohl die Namen seit mehreren Monaten bekannt waren und obwohl in der Woche vorher eine Kommission für Lehre stattfand, wo der nach meiner Auffassung absolut hervorragend arbeitende, aber von der Vizepräsidentin angefeindete Mathias, persönlich anwesend war, so dass man ihm seine Ablehnung ins Gesicht hätte sagen können, ist dazu einfach nur noch dreist.

Es zeigt, dass man nicht die moralische Autorität und die berufliche Professionalität besitzt, Meinungsverschiedenheiten im persönlichen Gespräch zu klären, sondern dass man sich lieber Gefälligkeitsgutachten vom Rechtsamt besorgt und die Sache mit miesen kleinen Spielchen regelt.

Ich war zweieinhalb Jahre Mitglied der Kommission für Lehre und letztes Jahr auch Mitglied im Kuratorium dieser Hochschule, und ich finde dieses Verhalten abstoßend!

Und übrigens: Mathias Bartelt, mit dem ich inhaltlich sicher nicht immer auf einer Linie bin, ist der richtige Kandidat für die Kommission für Lehre. Nicht, weil er schön Kritik am Präsidium äußern kann - das kann ja nun wirklich jeder -, sondern weil er sich anders als die vielen hochschulpolitisch desinteressierten Studierenden, zu denen auch unser AStA gehört, tatsächlich für Verbesserungen in der Lehre einsetzt. Er wartet auch nicht, dass jemand anderes das tut, sondern setzt selbst Hebel in Bewegung, auch solche, die bislang noch nicht bewegt wurden. Und zwar ohne Rücksicht darauf, dass er damit an verschiedenen Seiten aneckt.

Für mich ist das Rückrat. Aber Leute mit Rückrat scheinen wohl nicht gerne gesehen, nicht vom Präsidium und nicht vom AStA. Gratulation, Freie Universität Berlin!

Protest gegen Einstellung des OSI-Diploms

Wolf DermannAkademische Gremien, Termine, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 0 Kommentare »

Wie auf den von uns verteilten Flyern angekündigt, protestieren wir morgen vor und auf der Sitzung des Akademischen Senats gegen die Einstellung des Diplomstudiengangs Politikwissenschaft.

Wir treffen uns dazu um 14:15 Uhr (am Mittwoch, dem 28. Mai)
im Foyer des Henry-Ford-Baus.

Ihr seid alle aufgefordert zu kommen und euren Ärger über die angekündigte Herabsetzung der Zulassungszahl für den Diplomstudiengang auf “0″ für das nächste Studienjahr mit uns gemeinsam zu artikulieren. Die von uns organisierten Protestmaterialien werden keine Hinweise auf unsere Gruppe oder auf sonstige Forderungen von uns enthalten. Wenn ihr das Protestziel teilt, solltet ihr also keine Gründe haben, euch am Protest nicht zu beteiligen!

Update: Nach einem studentischen Veto auf der Sitzung des AS am 28. Mai, haben sich die Fachbereichs- und Universitätsleitungen mit ihrer Linie auf der Sitzung am 25. Juni durchgesetzt. Zum Wintersemester 2008/2009 wird damit erstmals seit Eingliederung der Deutschen Hochschule für Politik in die FU in einem Jahr kein neuer Diplomanden-Jahrgang zugelassen.

An unserer Aktion am 28. Mai hat sich übrigens nur FU-Präsident Lenzen vorbeigeschlichen, die meisten anderen Teilnehmer konnten wir auf unsere Sache aufmerksam machen.

Aktion 0 Diplom = 0 Zukunft

Neuwahl des Autonomen Schwulen-Referats

Michael KochAStA, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Hochschulpolitik, FU 7 Kommentare »

Wie am Beginn eines jeden Semesters finden auch im SoSe 2008 wieder die schwulen Orientierungstage statt. Deren Beginn markierte heute eine Vollversammlung im Garten der AStA-Villa, auf der die Referenten des Autonomen Schwulenreferats entlastet und neue Referenten bestimmt werden sollten. Circa 20 junge Männer hatten sich zu diesem Anlass zusammengefunden. Bei Sekt, Saft, Kaffee und diversen gesunden und ungesunden Süßigkeiten (die von der Unabhängigen Schwulen Liste, USL, spendiert wurden) informierten die aktuellen Referenten über ihre Arbeit im Referat und im AStA und stellten sich anschließend den Fragen der Anwesenden, welche sich insbesondere für das Finanzgebaren des Autonomen Referats interessierten und für die Entlastung teilweise offensiv Rechenschaft verlangten. Auf Antrag (und nach kontroverser Diskussion) wurde die Entlastungsabstimmung anschließend geheim durchgeführt. Von den 19 anwesenden Wahlberechtigten sprachen sich 14 für und einer gegen die Entlastung aus. 4 Anwesende Enthielten sich.

Zweiter TOP war schließlich die Wahl der neuen Referenten. 4 Personen bewarben sich auf die maximal 3 zu vergebenden Posten. Nachdem sich die Bewerber kurz vorgestellt hatten, wurde (wieder) zur geheimen Abstimmung geschritten. Das Ergebnis fiel wie folgt aus:

  • Thomas Bernstein (USL): 15
  • Oliver Danger (USL): 14
  • Germar Molter (LHG): 6
  • Dennis Schlizio (USL): 14

Damit konnten Oliver Danger, Dennis Schlizio (beide waren bereits in der vergangenen Wahlperiode Referenten) und Thomas Bernstein die Wahl für sich entscheiden und sollen für das kommende Jahr die Interessen der Schwulen im AStA vertreten. Alle drei wünschen sich nach eigener Aussage einen explizit linken AStA (die USL ist Teil der AStA-tragenden Koalition im StuPa) und damit auch ein explizit linkes Autonomes Schwulenreferat. Der leider unterlegene Germar beglückwünschte die Wahlsieger zu ihrem Erfolg.

Ein paar nette Plaudereien, Kekse und Sektbecher später fielen dann erste Tropfen vom Himmel und die Vollversammlung begann sich langsam aufzulösen. Ihr Ergebnis ist ein größtenteils altes neues Schwulenreferat, das seine bisherige Arbeit im Prinzip so fortführen möchte. Bis zur nächsten regulären Vollversammlung.

Neue Teaching Assistants am Fachbereich geplant. Sitzung des FBR Wiwiss (21.05.08)

Hilmar von OertzenAkademische Gremien, Lehre, Hochschulpolitische Veranstaltungen, FU Veranstaltungen, FU, Hochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

Am Mittwoch den 21.05.08 fand die 557. Sitzung des Fachbereichsrates Wirtschaftswissenschaft in der Boltzmannstraße 20 statt.

Im Rahmen der Lehrinitiative an unserem Fachbereich kam seitens des Dekanats der Vorschlag auf, die hier bereits angekündigten Teaching Assistants (TA) für die großen Veranstaltungen in den ersten Semestern (also die BA-Grundlagenveranstaltungen: Management, Marketing, BWL und VWL) zur Unterstützung einzustellen. Die TA sollen vornehmlich aus Masterstudierenden bestehen, welche sich damit gleichzeitig Leistungsnachweise erarbeiten könnten. Der Vorschlag wartet allerdings noch auf weitere Konkretisierung, d.h. die genauen Aufgabengebiete der TA sind noch nicht determiniert.

In Sachen Bachelor/Master gibt es Folgendes zu berichten. Im Rahmen der Beschlussfassung über die Satzung des neuen Masterstudiengangs Management und Marketing wurde darauf hingewiesen, dass dieser ein vor allem auf die Forschung ausgerichteter Studiengang sei. Das heißt hier wird insbesondere auf die Fähigkeit des wissenschaftlichen Arbeitens wert gelegt und insofern sollte diese bereits vor Antritt des Masterstudienganges vorhanden sein. Literaturrecherche und –analyse machen bei vielen Modulen offensichtlich einen großen Teil des Arbeitsaufwands aus.

Die vom 14. bis 17. Mai 2008 an unserem Fachbereich ausgerichtete internationale Tagung des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) war laut Dekanat ein voller Erfolg. Lediglich der Umstand, dass einige Lehrveranstaltungen aus organisatorischen Gründen ausfallen oder verlegt werden mussten, führte zu einem Diskurs innerhalb des FBR. Ausdrücklicher Dank ging auch noch mal an die Organisatoren sowie an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer.

In Sachen Bibliothekenumstrukturierungen gibt es am FB Wiwiss bisher keine wesentlichen Neuigkeiten. Der FBR setzt sich weiterhin voll dafür ein, die Ausstattung unserer Bibliothek so gut wie möglich zu erhalten und zu sichern.

Fortsetzung: OSI-Diplom läuft aus

RonnyLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, Allgemeines 2 Kommentare »

Nach Auskunft der Politik- und Sozialwissenschaft-Dekanin Riedmüller soll das OSI-Diplom für ein Semester (= 1 Jahr) “ausgesetzt” werden. Es werden also im Wintersemester 08/09 tatsächlich keine Studierenden zugelassen.

Das im vorherigen Bericht erwähnte Urteil des Verwaltungsgerichts bezieht sich auf Kapazitäten: Da die Kapazitäten für BA, MA und Diplom getrennt berechnet werden, hat der Wechsel von (netto) ca. 20 Studierende vom BA in das Diplom dazu geführt,dass im BA-Studiengang auf dem Papier Kapazitäten frei geworden sind, die nun aufgefüllt werden sollen.

Der einjährige Aussetzungsbeschluss ist dabei offenbar eine Verzögerungstaktik gegenüber der Senatsverwaltung, die wohl erneut (zum vierten Mal) das Auslaufen des Diploms gefordert hat. Man wolle, so Riedmüller und der OSI-Institutsdirektor Massing, in der Zwischenzeit “empirische Daten sammeln”, um bessere Begründungen zu haben. Warum diese Daten nicht schon bis jetzt gesammelt wurden, ist unklar. Und ob diese Taktik tatsächlich zu Erhaltung des Diploms führt, ist ebenso fraglich: Bislang bedeutet bei allen alten Studiengängen eine Heruntersetzung der Zulassungszahlen auf 0 das Auslaufen des Studiengangs.

Der Fachbereichsrat beschloss bei den Gegenstimmen der (vollständig anwesenden) Studierenden und einer Enthaltung, sich der Taktik des Dekanats anzuschließen.

Als Ersatzleistung wolle man durch besondere Anreize Studierende dazu bringen, vom Diplom in den Master zu wechseln - was aber mit der aktuellen Lage aber nur bedingt zu tun hat. Hierzu wird es in zwei Wochen eine Informationsveranstaltung geben.

OSI-Diplom läuft aus

RonnyLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU, Allgemeines 3 Kommentare »

Wie jetzt in der KfL bekannt wurde, werden ab dem kommenden Semester keine neuen Studierenden für das Diplom Politikwissenschaft zugelassen. Die entsprechende Ordnung wird nächste Woche im Akademischen Senat beschlossen. Hintergrund ist wohl ein Urteil des Verwaltungsgerichts, auf dessen Grundlage das Dekanat Politik- und Sozialwissenschaft nach Hinweis durch das Präsidium eine Zulassungszahl von 0 (null) Studierenden für das Wintersemester 08/09 beschlossen hat.

Studenten und Rechtsextremismus

RonnyAStA, Presse, Hochschulpolitik, Allgemeines 4 Kommentare »

Eigentlich ist ja an unserer Uni das sogenannte “Kommunikationsreferat” im AStA für Antifaschismus und Antirassismus zuständig, aber da die sich nur sehr selten offen zu Wort melden und die Arbeit gegen rechtsextremes Gedankengut (und Handeln) für alle Studierende eine Daueraufgabe sein sollte, sei von unserer Stelle mal auf einen ausführlichen Artikel aus dem Tagesspiegel hingewiesen:

Die netten Nazis” beschäftigt sich unter anderem auch mit Studenten, die außerhalb des Studiums rechtsextremen Aktivitäten nachgehen, aber auch mit der Frage, in welchem Ausmaß rassistischen Vorurteile in der Studierendenschaft zu finden sind. Außerdem gibt es Informationen zur “intellektuellen” Arbeit der NPD und ihrer Jugend.

Für Eingeweihte nicht unbedingt viel Neues, aber schlimm genug, dass es trotzdem viel Altes zu berichten gibt!