Bericht über die Sitzung des FBR-Wirtschaftswissenschaften vom 24.03.09

Hilmar v. OertzenAkademische Gremien, FU, FU Veranstaltungen, Hochschulpolitik, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Lehre 1 Kommentar »

Zunächst ist zu berichten, dass der FBR-Wiwiss in seiner konstituierenden Sitzung am 24.3.2009 Prof. Kleinaltenkamp zum neuen Dekan und Prof. Schöb zum neuen Prodekan gewählt hat. Wir hoffen und sind der festen Überzeugung unsere bisherige konstruktive Zusammenarbeit mit dem neuen Dekan fortsetzen zu können.

In Sachen Mensaschließung gibt es leider keine positiven Neuigkeiten. Wie auch die FSI-Wiwiss berichtet, musste der bisherige Dekan Sydow dem FBR leider mitteilen, dass das Treffen der drei Dekane (OSI, Jura und Wiwiss) mit Präsidium leider nicht von Erfolg gekrönt wurde. Man verwies dort lediglich auf die Entscheidung des Studentenwerks, auf welche das Präsidium keinerlei Einfluss habe. Es wird demnach darauf hinauslaufen, dass – wie bereits berichtet – die Cafeteria im Erdgeschoss, mithilfe der Küche im 1. OG, eine erheblich eingeschränkte Auswahl an Menüs zu Mensapreisen zu Verfügung stellen wird, während die oberen Stockwerke zum WS 09/10 geschlossen werden, um nach der Renovierung einem anderen Zweck zu dienen.

Weiterhin wurde über den Diebstahl der Geldpolitikklausuren gesprochen. Offenbar ist es Dieben gelungen, ohne größere Probleme, in das verschlossene Büro einzudringen, wo sich die Klausuren befanden. Ob und inwieweit die möglicherweise veralteten Türschlösser eine Schuld daran tragen, wird noch zu prüfen sein. Gerüchte, dass neue Schlösser bereits vor einiger Zeit beim Präsidium beantragt, jedoch abgelehnt wurden, konnten bisher nicht bestätigt werden. Die betroffenen Studierenden wurden bereits über den Sachverhalt informiert und müssen die Klausur leider wiederholen. Für diejenigen, die z.B. aufgrund eines Auslandsaufenthalts nicht dabei sein können, wird derzeit noch nach einer alternativen Prüfungsmethodik gesucht. Problem ist nämlich, dass der betroffene Lehrstuhlinhaber Prof. Berger, der eine eventuelle mündliche Prüfung persönlich abnehmen müsste, sich bereits beim IMF in den USA befindet. Jedoch gab man sich, ob einer vertretbaren Lösung, recht zuversichtlich.

Positiv wurde am Fachbereich die Nachricht aufgenommen, dass Prof. Kruschwitz, der bereits zum Ende des WS 08/09 pensioniert werden sollte, uns doch noch ein weiteres Semester erhalten bleiben wird. Somit bleibt dem Fachbereich ein weiteres Semester, um doch noch eine adäquate Nachfolge für ihn zu bekommen.

Bericht aus der Sitzung des FBR Wiwiss

Hilmar v. OertzenAkademische Gremien, Allgemeines, Befragung, FU, FU Veranstaltungen, Hochschulpolitik, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Lehre 1 Kommentar »

Vorab zur Info: zum Erhalt der Mensa I gab es heute Morgen von Seiten des Dekans keine Neuigkeiten. Auch die möglicherweise bald kommenden einheitlichen Prüfungsregelungen wurden lediglich kurz angesprochen und man war sich im FBR einig, dass man für den Erhalt der bisher am Fachbereich geltenden Regelung kämpfen wolle.

Problemforum Wiwiss: Die Initiative des Problemforum Wiwiss fand im FBR abermals große Zustimmung und Anerkennung. Prof. Kleinaltenkamp erörterte noch einmal die Ergebnisse en detail und man befand, dass eine Taskforce, bestehend aus Professoren und Studierenden, baldmöglichst die Vorschläge im Einzelnen erörtern solle, um anschließend die angestrebten Verbesserungen herbei zu führen.

Lehrangebot SoSe 2009: In einigen Kursen ist es leider immer noch so, dass nur noch 3 (statt bisher 4) Bonuspunkte erworben werden können. Da jedoch fast alle anderen Kurse an unserem Fachbereich eine gerade Punktzahl bringen, hat man bei einem 3 Punkte Kurs – ohne entsprechenden Komplementärkurs – entweder einen Punkt zuviel oder einen zuwenig. Letzteres bedeutet, dass man im Zweifelsfall noch mal einen kompletten Kurs zusätzlich belegen muss, obwohl der alte Kurs nicht – oder nicht wesentlich – an Arbeitsintensität verloren hat. Zur Begründung führte Prof. Ruhnke (bietet im SoSe 2009 Einzelfragen der Bilanzierung mit 3 BP an) an, seine Veranstaltung sei eigentlich eine Masterveranstaltung, die nur (netterweise) auch für Diplomer geöffnet würde und die Alternative wäre, den Kurs für Diplomer gänzlich zu schließen. Außerdem biete er einen komplementären Kurs mit 3 Punkten an, damit man danach insgesamt 6 Punkte habe. Blöd nur für die Leute, denen insgesamt nur noch 4 Punkte in seinem Block fehlen. Die müssen dann wohl oder übel noch 2 Kurse belegen. Das gleiche Problem ergibt sich bei Prof. Konrads Kurs „Internationale Finanzpolitik“. Dieser Kurs war im WS 07/08 auch schon für Masterstudierende geöffnet, allerdings brachte er damals noch 4 Bonuspunkte für Diplomer und jetzt soll er plötzlich nur noch 3 Punkte bringen. Ob diese Praxis noch von anderen LS übernommen wird, will ich nicht hoffen. Jedenfalls sollten wir darauf gefasst sein und bereits jetzt überlegen, wie man das Problem alternativ lösen könnte. Denn grundsätzlich ist es ja gut, wenn MA-Veranstaltungen auch von Diplomstudierenden besucht werden können, aber die „3 Punkte Regel“ sollte nur im Fußball gelten.

Berufungsverfahren: Die Nachfolge Professuren für den Lehrstuhl Krell (Personalwirtschaft), wie auch den LS Kruschwitz (Finanzierung) sollen Mitte März endlich feststehen. Außerdem soll es sehr kurzfristig auch eine Vertretung für Prof. Berger (Volkswirtschaftspolitik) geben, da dieser ja ebenso kurzfristig zum IMF nach Washington berufen wurde. Die Verwaltung sicherte hier bereits ein möglichst unbürokratisches und zügigeres Verfahren zu.

Zugangsbeschränkung Phil-Bib: Alle Jahre wieder in der Klausurenphase werden die fachfremden Studierenden aus der Philologischen Bibliothek ausgesperrt. Auch dieses Jahr heißt es also wieder, möglichst früh dorthin zu kommen, damit man einer der 50 Ersten – und damit Auserwählten – ist, welche auch von anderen FBs in das „Brain“ dürfen. Der oder die 51. muss leider draußen bleiben. Das kann doch auch nicht der Weißheit letzter Schluss sein, oder?! Studis aus einer Bib auszusperren? Das Problem sind doch vor allem diejenigen, die morgens kommen, sich einen Platz reservieren (wie im Urlaub mit dem Handtuch) um dann im Laufe des Tages ab und zu mal dort vorbei zu kommen und zu lernen. Damit werden dann natürlich die Plätze für alle blockiert. Denn mal ehrlich, wer sitzt denn effektiv von morgens bis abends durchgehend an seinem Platz und lernt?! Wie dem auch sei, ich finde die Lösung nicht optimal und falls Ihr da eine bessere Lösung im Angebot habt, immer her damit. Ach so übrigens, für alle die nicht zu den ersten 50 jeden Morgen gehören: eine Alternative zur eigenen Bib ist sonst noch der UB-Lesesaal. Der ist auch ganz schön und dort wird (bisher) niemand ausgesperrt! ;-)

Was dran ist an der Initiative bezüglich Nachholklausuren.

Thomas E.Akademische Gremien, FU, Hochschulpolitik, Lehre 2 Kommentare »

Vor zwei Tagen berichteten wir erstmals über eine mutmaßliche Initiative des Präsidiums der FU, die Regelungen zu Wiederholungsklausuren zu vereinheitlichen, und sprachen dort auch die beiden Modelle an, die den Fachbereichen zur Auswahl vorgelegt wurden. Weiterführende Recherchen von Mathias Bartelt haben das Vorhaben, das bisher nur aus Indizien rekonstruiert werden konnte, bestätigt. Ursprung ist allerdings nicht direkt das Präsidium, sondern die Studienabteilung der FU.

Auch die Annahme, es gehe darum, potentielle Schlupflöcher an manchen Fachbereichen zu schließen, konnte nachvollzogen werden. Genau das ist der Hintergrund dieses Vorgehens. Für die Studierenden dieser Fachbereiche bedeutet die Umsetzung der Vorschläge dann naturgemäß eine Verschlechterung der derzeitigen Situation. Von Fachbereichen, deren System bereits jetzt sehr ähnlich zu den neuen Vorschlägen konstruiert ist, erfährt man dagegen, dass die Zwangsexmatrikulation durchaus nicht nur in Einzelfällen erfolgt, sondern wiederholt Studierende aufgrund zu vieler Wiederholungsversuche im Studium scheitern.

Nach bisherigen Informationen sollen entsprechende Regelungen nur für die neuen Studiengänge eingeführt werden. Die Regelungen zu Nachholklausuren enthalten mitunter aber, und das seit vielen Jahren, die gleichen Schlupflöcher. Diese werden also offenbar vorerst fortbestehen, sofern die Fachbereiche nicht auf eigene Initiative hin Änderungen vornehmen wollen.

So mag der Hintergedanke einer Vereinheitlichung ja noch ganz nett sein. Er wird das schon weniger, wenn das für viele Studierende zu einer plötzlichen Verschlechterung der derzeitigen Situation führt. Er führt aber auch dazu, dass wir uns fragen dürfen, warum nicht auch die positiven Aspekte von solchen Nachholregelungen vereinheitlicht werden? So dauert es an manchen Fachbereichen immer noch ein halbes Jahr, um die Wiederholungsklausur schreiben zu können, statt (wie bundesweit weit überwiegend und auch an der FU durchaus häufig praktiziert) die Nachholprüfungen gegen Ende der Semesterferien/ Anfang des Folgesemesters durchzuführen.

Initiative des Präsidiums zu Durchfallregelungen?

Thomas E.Akademische Gremien, FU, Hochschulpolitik, Lehre 6 Kommentare »

Anfang dieser Woche wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass der Fachbereichsrat Chemie angeblich demnächst neue Durchfallregelungen für den Bachelor-Studiengang beschließen würde. Hintergrund sei der Wunsch des Präsidiums, die Durchfallregelungen an den unterschiedlichen Fachbereichen zu vereinheitlichen. Also bemühten wir uns, herauszufinden, was an diesem Gerücht dran sei. Wir können das nicht gesichert bestätigen, aber die Indizien weisen daraufhin, dass die Annahme korrekt ist. Zwischenzeitlich wissen wir immerhin von zwei anderen Fachbereichen (PhilGeist und Physik), an denen die gleichen Regelungen wortgleich dem Fachbereichsrat für die Sitzungen in der kommenden Woche zur Entscheidung vorgelegt wurden.

Im Kern enthält besagtes Dokument zwei Modelle, zwischen denen sich die Fachbereiche offenbar entscheiden sollen. Ein Modell ist zunächst ziemlich simpel: Fällt ein Student zum dritten Mal durch eine beliebige Prüfung, ist sein Studium beendet. Diese auf den ersten Anschein sehr harte Regelung wird dann durch einzelne Ausnahmen abgefedert. Das zweite Modell gibt dem Studierenden ein Konto von Punkten, das durch das (schon erstmalige) Durchfallen durch Prüfungen aufgebraucht wird.

Nicht klar ist, warum diese Initiative gestartet wurde. Das Gerücht, das uns zugetragen wurde, beinhaltet auch die Aussage, Hintergrund seien Schlupflöcher in den aktuellen Regelungen, die es bei hinreichend breiter Angebotsvielfalt in den Modulen möglich machten, quasi durch beliebig viele Klausuren durchzufallen. Das begründet aber nicht, warum FU-weit eine einheitliche Regel eingeführt wird.

Fakt ist aber, dass diese sehr brisante und folgenreiche Entscheidung über eine Änderung der Prüfungsordnungen ziemlich kurzfristig auf die Agenda kommt. Den betroffenen Fachbereichsratsmitgliedern bleibt somit nur wenig Vorbereitungszeit,  sich adäquat in die Thematik einzuarbeiten. Schließlich müsste evaluiert werden, welches der beiden Modelle nun vorzuziehen ist und welche Vor- und Nachteile es insbesondere jeweils gegenüber dem bestehenden Modell hat. Dass die Fachbereiche also damit mehr oder weniger überfahren werden, provoziert deutliche Kritik an diesem Vorgehen. Es wäre daher schön, wenn sich in der Aktuellen Stunde in der nächsten Woche auch das StuPa mit der Thematik befassen würde.

Ergebnisse auch von der Umfrage OpenBP

Thomas E.Befragung, FU, Hochschulpolitik, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Lehre 1 Kommentar »

Neben dem Problemforum, über das ich bereits vorgestern schrieb, fand am Fachbereich WiWiss zuletzt auch eine Umfrage statt, die versuchte, den verbleibenden Lehrbedarf in den auslaufenden Studiengängen zu erfassen. 281 von 1467 Studierenden nahmen an dieser Umfrage teil. Weil Mund-zu-Mund-Propaganda hierbei sehr wichtig war und diese ihren Ausgangspunkt bei Studierenden mit der Vertiefung Marketing hatte, dürften vermehrt Studierende mit diesem Schwerpunkt und nur eine unterdurchschnittliche Zahl von VWLern teilgenommen haben. Grundsätzlich hat das nur einen geringen Einfluss auf die fachbezogenen Ergebnisse, während fachbereichsbezogen dadurch einzelne Trends etwas stärker erscheinen dürften.

Ungeachtet dessen: Das große Problem ist das Angebot von Seminar- und Diplomarbeiten. Im Schnitt wollen die Studierenden innerhalb der nächsten vier Semester abschließen.  Nur ein Viertel schätzt, länger zu benötigen. Gleichzeitig brauchen die Studierenden im Schnitt noch 1,43 Seminararbeiten – mithin insgesamt ein Stau von 2.101 Seminararbeiten, rechnet man von den teilnehmenden Studierenden auf die Gesamtzahl hoch. Oder: 1.254 Diplomarbeiten, jeweils verteilt auf 14 Prüfungsfächer. Wir haben einen Betreuungsindex berechnet, der zeigt, wie viele Arbeiten dann pro Semester und Betreuer (Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter etc.) korrigiert werden müssten. Der Durchschnittswert von etwa 7 Arbeiten liegt in einem vertretbaren Bereich (allerdings muss die nicht quantifizierte, aber nun einsetzende Belastung durch Bachelor-Arbeiten aber ebenfalls berücksichtigt werden), wird durch einzelne Fächer aber stark in die Höhe getrieben. In Bezug auf die Erweiterung von Betreuungskapazitäten können wir diese Schwerpunkte aufzeigen.

Schwerpunkte können wir auch für die allgemeine Lehre aufzeigen. Hier gibt es einzelne Fächer, in denen einerseits die hohe durchschnittliche Fachsemesterzahl bereits auf länger anhaltende Schwierigkeiten hinweist, in denen andererseits viele Studierende noch überdurchschnittlich viele Punkte bis zum Abschluss des Studiums benötigen. Als Grund muss dort ein repetetives oder durch vakante Professuren stark ausgedünntes Angebot gesehen werden. Das zeigt, dass die langsame Berufungspraxis auch am Fachbereich WiWiss den Studienfortschritt empfindlich stört.

Insgesamt stellt sich die Situation so dar, dass mit ein wenig guten Willen einige Maßnahmen umsetzbar wären, die für viele Studierende die Situation ziemlich entspannen könnten. Dazu würde etwa gehören, das Lehrangebot in einzelnen, kaum ausgelasteten Fächern zu erhöhen, um den Andrang auf stark belastete Fächer umzuleiten. Wir haben deshalb auch eine Übersicht, welche Prüfungsfachkombinationen studiert werden, erstellt. Als Initiatoren der Umfrage haben wir überdies begonnen, ein solches Lösungskonzept zu entwerfen, und setzen hierbei auf die Unterstützung des Fachschaftsrats WiWiss.

Erste Ergebnisse vom Problemforum WiWiss

Thomas E.FSIs, FU, Hochschulpolitik, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Lehre 0 Kommentare »

Ich hatte versprochen, mich so schell wie möglich mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse vom Problemforum zu melden, das letzten Dienstag am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften stattfand. Leider stand das Protokoll erst Freitagabend zur Verfügung und kollidierte mit einem Kurzurlaub, so dass ich erst jetzt dazu schreibe. Das Problemforum konnte etwa 200 Studierende versammeln (von 1.467)  und diente der systematischen Erfassung studienrelevanter Probleme, um aufbauend hierauf in einen Dialog mit den Professoren am Fachbereich zu treten.

Wir haben zahlreiche Punkte aufnehmen können, wobei ein Großteil der Punkte fachbereichsspezifische Probleme sind. Insgesamt sind wir hoffnungsvoll, dass wir sehr viele Dinge anpacken können, ohne dass es größeren Aufwand erfordert, sondern allenfalls ein bisschen Bereitschaft allerseits, mehr miteinander zu kommunizieren.

Informationsmängel machen wir als das drängendste aller Probleme aus, denn aus diesen Defiziten leiten sich zahlreiche andere Missstände ab. So gibt es verbreitet Unklarheiten über den Stand laufender Berufungsverfahren, die sich zum Teil bereits anderthalb Jahre hinziehen. Auch eine Vorschau auf das Lehrangebot der kommenden drei Semester, die Diplom-Studierenden durch die Studienordnung zugesicht wird, erstellen nur die wenigsten der Lehrstühle.

Wiederholt wurde auch die Frage der Nachschreibeklausuren angesprochen. Zum letzten Sommersemester wurden überhaupt am Fachbereich erstmals Wiederholungsprüfungen durchgeführt, die allerdings mit einem halben Jahr Verzug stattfinden. Im Herbst reagierte die fsi wiwiss auf einen Vorschlag des Prüfungsausschusses mit einer Umfrage,  die feststellte, dass knapp 90% der Studierenden am Fachbereich diese Nachschreibeklausuren lieber am Ende der gleichen Semesterferien oder zu Beginn der nächsten Vorlesungszeit schreiben würden – also deutlich früher. Das Protokoll verzeichnet, dass der wirtschaftswissenschaftliche Dekan diese Vorschläge nicht grundsätzlich ablehnen wollte.

Abgelehnt wurde dagegen zunächst erneut die Öffnung von Masterkursen, um die angespannte Lehrsituation in den knappen Diplom-Lehrveranstaltungen zu entspannen. Bachelor-Kurse sollen zwar verstärkt geöffnet werden, die didaktischen Konzepte des Masters stünden dem aber entgegen. Diese Argumentation klingt allerdings wenig einleuchtend, es sei denn, dass sie behaupten soll, dass Diplom-Studierenden nur veraltete didaktische Konzepte zustehen. Relativ sicher ist, dass es sich daher nur um vorgeschobene Argumente handelt, um etwas mehr Komplexität bei der Kursanmeldung zu vermeiden.

Dennoch bestehen somit Schwierigkeiten bei der Studienplanung, insbesondere am Institut für Management. Die angeschlossenen Lehrstühle bieten diverse Prüfungsfächer an, ermöglichen aber immer mehr den Import von Veranstaltungen der anderen Institutslehrstühle. Da gleichzeitig das eigene Angebot geringer wird, führt dies zu einer faktischen Angleichung der Inhalte der unterschiedlichen Prüfungsfächer und dem Verlust entsprechender Profilbildung. Noch in der letzten Woche reagierte der erste Lehrstuhl mit einer Ausweitung seines bislang angesetzten Lehrangebots.

Die Initiative wird sich nun darum bemühen, ein Konzept vorzulegen, wie man das Informationsangebot für die Studierenden am Fachbereich sinnvoller ausgestalten kann. Außerdem werden wir über die studentischen Vertreter im Fachbereichsrat das Thema der zeitnahen Nachschreibeklausuren erneut forcieren. Daneben arbeiten wir an einer Reihe von Vorschlägen, wie die Kapazitäten für Seminar- und Diplomarbeiten vergrößert oder besser genutzt werden können. Das es hier starke Minderkapazitäten zeigt, äußerten Studierende ebenfalls. Nach einem ersten Blick über die gestern beendete Umfrage über den Bedarf an Lehrveranstaltunge bestätigt sie diese Aussagen in drastischer Manier.

Erinnerung: Problemforum WiWiss am 27.1., 13.45, HS104a

Thomas E.Allgemeine Veranstaltungen, FU Veranstaltungen, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Lehre, Termine 0 Kommentare »

Zur Erinnerung nochmals für alle mitlesenden Wirtschaftswissenschaftler in den alten Studiengängen: Morgen um 13.45 (s.t.) findet das Problemforum statt. Im Zuge dieser Veranstaltung wollen wir sammeln und katalogisieren, welchen Problemen wir wirtschaftswissenschaftlichen Studierenden. Ziel ist es nicht, über einzelne Themen längere Debatten anzustoßen, denn insgesamt steht nur eine halbe Stunde zur Verfügung. Ziel ist es vielmehr, Sensibilität dafür zu gewinnen, in welchen vielseitigen Punkten es Problemlösungsbedarf gibt, und das alles zu systematisieren.

In unserer Aufmerksamkeit liegen dabei fachbereichsbezogene Themen. Von Seiten der Professoren, die uns bei der Umsetzung unterstützt haben, haben wir die Zusicherung, dass man sich mit dem Protokoll der Veranstaltung auseinandersetzen will. Einzelne Professoren werden unter Umständen durch ihre beobachtende Anwesenheit ein Zeichen setzen, dass sie die Anliegen der Studierenden ernst nehmen wollen.

Diese Initiative wird privat von einer kleinen Gruppe Studierender umgesetzt. Wir sind dankbar für Unterstützung und Feedback, das uns bisher zugestanden wurde, und hoffen mit euch auf eine konstruktive Veranstaltung. Wir würden uns freuen, wenn wir unsere Kommilitonen unterschätzt hätten und der von uns reservierte Hörsaal zu klein sein sollte.

27. Januar, 13.45-14.15, 104a.

FU-Studierende wollen mal wieder Streik initiieren. Gegenrede.

Thomas E.AStA, Bundespolitik, FSIs, FU, Hochschulpolitik, LHG, Lehre, StuPa 1 Kommentar »

Jedes Jahr im Winter geistert das S-Wort durch die hochschulpolitische Szene an der FU. Auch 2009 ist das so. Die Fachschaftsinitiativen berichten von einem Aufruf des Arbeitskreises Hochschulpolitik zu einem bundesweiten Bildungsstreik im Juni. Dieser Arbeitskreis kann ideologisch im Umfeld der Gruppen verortet werden, die derzeit die Mehrheit im AStA stellen, auch wenn sicherlich keine Deckungsgleichheit zwischen beiden Gruppen herrscht.

Also: Bildungsstreik. Es gab da mal einen Tag im letzten Frühjahr, der als großer Streik angekündigt war und ein laues Lüftchen wurde. Es gab dann auch einen Schülerstreik, auf dessen ebenfalls geringe Nachwirkungen Niklas im FUwatch-Blog Bezug nimmt, wenn er diesen Streikaufruf ebenfalls kritisiert. Niklas erwähnt dabei nicht, dass umgekehrt die einzige Publicity nachher negative Publicity war, die durch die teilweise Zerstörung einer Ausstellung in der HU verursacht wurde – so dass zwar lange über den Protest, aber fast gar nicht über die Inhalte berichtet wurde.

Probieren wir das dann nochmal, haben sich vielleicht einige gesagt. Ich mag sogar die Motivation unterstellen, dass man damit ehrlich was bewirken will, weil man mit bestimmten Sachverhalten unzufrieden ist. So klingt es aber nicht, wenn man diese Passage des Aufrufs liest:

Mit welchen Problemen an Fachbereichen und Instituten sind wir konfrontiert? Welche Forderungen stellen wir auf? Mit welchen Protest- und Aktionsformen können wir für diese Forderungen politischen Druck entwickeln?

Demnach hat das FU-Watch-Blog völlig recht, wenn dort behauptet wird, dass es dem bestimmten Anlass eigentlich fehlt und der Protest selbst einmal mehr vor dem Inhalt steht. Und mit Verlaub: Wir kennen die Probleme.

  • Übergang Bachelor-Master
  • unausgegorene Prüfungsordnungen in den neuen Studiengängen
  • abnehmendes Lehrangebot in auslaufenden Studiengängen und unklare Regelungen für die Übergangsphase
  • Mensa-Schließung auf dem südlichen Campus
  • studentische Mitbestimmung in den akademischen Gremien
  • Mittelkürzungen an allen Fachbereichen
  • zum Teil dubiose Vorgänge im Nachgang diverser Berufungskommissionen
  • Unklarheiten über den Fortbestand einzelner Institute oder Institutseinrichtungen (Bibliotheken am OSI und an den naturwissenschaftlichen Fachbereichen)
  • zum Teil sehr schwache Leistungen in der Lehre
  • Prüfungsdruck und Fragen der Studienfinanzierung
  • mangelhafte Bedingungen für Studierende mit Kind
  • schwächelnde Organisation der studienbegleitenden Angebote und Strukturen
  • worüber man selten spricht: abnehmendes Angebot im Hochschulsport
  • je nach ideologischem Hintergrund kommt mancherorts noch die Kritik an der Exzellenzinitiative dazu
  • wir reden hier noch gar nicht über kleinere bauliche Schwierigkeiten, die für manchen Kommilitonen aber extreme Behinderungen darstellen können

Daran hat sich im Wesentlich nichts geändert, seit ich die Hochschulpolitik an der FU verfolge. Über diese Probleme berichtet zum Teil sogar die FU selbst, zum Beispiel in der Auswertung der letzten Bachelor-Befragung. Im Grunde könnten wir doch feststellen, dass darüber Konsens herrscht. Warum müssen wir dann noch wen darauf aufmerksam machen?

Nein, wir müssen mal was ganz Anderes tun. Wir müssen uns hinsetzen und uns daran machen, diese Probleme endlich zu lösen. Dafür sind wir gewählt… also, ich nicht mehr, gut, anders: Dem fühlten wir uns doch mal moralisch verpflichtet, nachzukommen, uns dem anzunehmen, wenn rundherum andere das nicht tun, aus welchen Gründen auch immer, weil sie die Bereitschaft nicht haben, weil sie die Zeit nicht zu haben glauben, weil Hochschulpolitik für sie ein undurchsichtiger Klüngel ist, weil sie apathisch sind, etc.

Ein Streik löst die Probleme nicht. Kann man machen und sich darauf beschränken und dann implizit sagen: Hier sind die Probleme, wir wollen, dass sie gelöst werden, kümmere dich darum, Papa Staat, behebe sie, Onkel Lenzen!

Kann man machen oder man kann sagen: Wir fangen schon mal selbst damit an, die Probleme zu lösen, ja, durch unsere Initiative geben wir sogar die Richtung vor, und parallel dazu holen wir Papa und Onkel ins Boot.

Worauf ich jetzt hinaus will: Es gibt an der Universität hier und da Einzelkämpfer, die ihre Möglichkeiten nutzen, aber sie kommen nicht voran, weil sie allein bleiben. Wir haben keinen Zug in den Gremien, weil wir uns das bisschen Mitbestimmung selbst blockieren. Dabei könnten wir diese Universität viel besser mitgestalten, wenn wir uns besser vorbereiten würden und wenn wir selbst Konzepte auf den Tisch legen würden. Seit Jahren reagieren wir nur auf die Dinge, die uns nicht passen, statt mal was selbst zu gestalten.

  • Vorschlag 1 : Das StuPa iniitiert ein Treffen aller studentischen Gremienvertreter, das zu einer formalisierten regelmäßigen Instanz wird und dazu dient, sich gegenseitig Bericht zu erstatten und abzustimmen.

Manche Probleme werden zunehmend akut und wir laufen Gefahr, die letzten Möglichkeiten zu verpassen, noch einzusteigen und was zu regeln. Wir müssen jetzt noch dafür sorgen, dass den alten Studiengängen mehr Beachtung gebracht wird, solange sie zahlreich genug sind, um beachtet zu werden. Wir müssen uns jetzt um die Mensa-Schließung kümmern.

  • Vorschlag 2: Das StuPa richtet einen Ausschuss ein, der sich mal damit beschäftigt, wie wir die Studienbedingungen in den alten Studiengängen absichern können. Müssen ja nicht notwendigerweise StuPa-Mitglieder sein, sollte aber das ganze Spektrum der Meinungen vertreten. Lehrbedarfsermittlung, Äquivalenzlisten für Bachelor-/ Master-Veranstaltungen, etc.

Ist ja auch nicht so, dass es diese Probleme nur an der FU gebe. Was aufgezählt wurde, sind im großen Teil einfach strukturelle Probleme moderner Universitäten, und was häufig unserem Präsidenten in die Schuhe geschoben wird, gar nicht sein Werk. Im Gegenteil hat er vermutlich manches Problem durchaus abgeschwächt, auch wenn man das nicht sehen will.

  • Vorschlag 3: Jemand kümmert sich mal drum und schaut, was denn an anderen Universitäten in diesen Angelegenheiten so an Projekten gefahren wird, die helfen könnten, die Studienbedingungen schon von studentischer Seite zu verbessern. Jemand kümmert sich auch mal darum, zu klären, wie andernorts (besser oder schlechter) gelehrt wird, und zu definieren, was wir überhaupt unter guter Lehre verstehen.

Wir sind junge und kreative Menschen. Wenn wir die Leute nicht vor den Kopf stoßen, die Erfahrung habe ich gemacht, dann sind sie gerne bereit, uns zuzuhören. Unbedarft und nicht in den eingefahrenen Denkstrukturen jener verfangen, die seit Jahrzehnten im Hochschulbetrieb arbeiten, haben wir dadurch einen einzigartigen Vorteil: Wir können quer denken. Wer, wenn nicht wir, soll die Universität der Zukunft entwickeln, denn wir sind doch die Zukunft der Universität?

  • Vorschlag 4: Wir entwickeln einmal ein Leitbild der Freien Universität aus studentischer Sicht, wie wir uns diesen Lebensraum vorstellen. Dabei ist uns Basisdemokratie ja so wichtig, also fragen wir dazu unsere Kommilitonen, und zwar explizit jene, die sich nicht im Umfeld der Aktiven rumtreiben. Ich glaube daran, dass wir dort wahre Schätze an Ideen heben könnten, wenn wir uns einmal auch an die 90% der Studierenden wenden, die sich nicht mal an den Wahlen beteiligen. Auch damit könnte sich etwa das StuPa in seiner neuen Wahlperiode beschäftigen.

So könnten wir jetzt Punkt für Punkt manche ewige Diskussion abarbeiten. Erwähnen mag ich nur noch die Prüfungsordnungen: Hier ist es den Studierenden, die in den Gremien vertreten sind, meines Wissens nicht verboten, Änderungsanträge einzureichen. Viele Anträge werden nicht durchkommen, aber man kann darüber in den Gremien bereits Diskussionen initiieren und vielleicht bildet sich hier und da sogar auch mal ein Kompromiss. Wir werden, so realistisch muss man es sehen, nachher nicht allein die fundamentalen Thesen niederschreiben, die über Jahrzehnte die FU prägen werden. Wir können aber hier und da die Akzente setzen, ohne die kein Text vollständig wäre.

Lieber Arbeitskreis Hochschulpolitik, ich fordere euch nicht dazu auf, den Streik abzublasen. Meine Unterstützung dafür habt ihr nicht, aber in aller Freiheit jedes Recht dazu, euch um eine Mehrheit für diesen Streik zu bemühen. Stattdessen ist es ein Vorschlag: Versuchen wir einmal den Weg, den wir seit Jahren nicht mehr wirklich gegangen sind, und arbeiten wir miteinander – als Studierende untereinander und mit den Professoren.

Wobei hier klarzustellen ist: Das geht auch meiner Ansicht nach nicht, ohne dass man gegenseitig Schritte aufeinander zugeht. Ohne dass man also etwa auf Seiten der AStA-tragenden Mehrheit Initiativen ergreift, transparenter zu arbeiten, sich zu öffnen, sich zu versachlichen, andersdenkende Studierende mit einzubeziehen und manches lieb gewordene Privileg und manche lang gepflegte These aufzugeben. Dinge, an denen man gemeinsam arbeitet, müssen einen neutralen Charakter haben. Sonst geht das nicht.

Veranstaltungen für Diplom-Studierende am FB WiWiss

Thomas E.FU, FU Veranstaltungen, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Lehre 1 Kommentar »

Eine kleine Gruppe Studierender hat am FB WiWiss in Zusammenarbeit mit Professoren zwei Veranstaltungen konzipiert, die sich gezielt an die Diplom-Studierenden am Fachbereich richten und auf die sich verschlechternden Studienbedingungen im Diplom reagieren. Vorgesehen sind die folgenden Veranstaltungen:

(1) Problemforum, Veranstaltung am 27. Januar 2009, 13.45 (s.t.), Hörsaal 104a

Stattfinden wird eine Veranstaltung, bei der Diplomer einmal alle Probleme, die sie mit den Studienbedingungen am Fachbereich haben, gezielt ansprechen können. Dabei geht es weniger um die unfaire Benotung von Max Muster in der Klausur ABWL1, sondern um das Zusammenstreichen angekündigter Lehrangebote, um generell fehlende Kommunikation mit den Studierenden, durchaus auch um die Mensa und die Toiletten und alles, was Diplomer in ihrem Studium belastet und wo sie den Eindruck haben, dass sie das sonst nie zur Sprache bringen können.

(2) Blackboard-Umfrage, Teilnahme bis 31. Januar 2009

Mit vorbereitender Unterstützung durch einzelne Professoren am Fachbereich konnte ein Blackboard-Kurs eingerichtet werden. Dieser trägt den Namen “Befragung Diplom-Studierende”. In diesem Blackboard-Kurs sind zunächst nochmal ausführlichere Informationen hinterlegt. Außerdem findet man dort auch OpenBP, eine Blackboard-Umfrage (ab 19.1.). In dieser Umfrage wird für jedes am Fachbereich angebotene Prüfungsfach abgefragt, wie viele Punkte noch aus Seminaren, Wahlpflicht- und Wahlveranstaltungen fehlen.

Auf diese Weise soll der Bedarf an Lehrveranstaltungen grob abgeschätzt werden können. Aus Gesprächen mit Professoren entstand diese Idee, als den Initiatoren bewusst wurde, dass es auf Seite der Professoren bislang zu wenig Feedback gibt, wie viel und wie lang noch angeboten werden muss. Dem soll abgeholfen und zumindest ein Richtwert geben werden können. Entschieden muss aber, das wurde zugesichert, keiner die Sorge tragen, dass der ermittelte Bedarf auch das Angebot limitiert. Man möchte aber darauf Rücksicht und Bezug nehmen. Für das kommende Semester ist die Umfrage zu spät dran, weil die Veranstaltungen bereits angemeldet sind, aber zum Wintersemester sollte das spätestens Auswirkungen haben können.

FBR Wiwiss ebenfalls gegen mögliche Mensaschließung

Hilmar v. OertzenAkademische Gremien, Allgemeines, FU, FU Veranstaltungen, Hochschulpolitik, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Lehre 1 Kommentar »

Mittwochmorgen in der Sitzung des Fachbereichsrates Wirtschaftswissenschaften kam natürlich auch das Thema Mensa-Schließung zur Sprache. Wirkliche Neuigkeiten gab es zwar nicht, jedoch kündigte Dekan Sydow an, mit einigen weiteren Dekanen beim Präsidium vorstellig zu werden, um die mögliche Schließung doch noch irgendwie abzuwenden. Wie erfolgversprechend das ist, bleibt allerdings fraglich, da die Schließung ja offenbar nicht vom Präsidium ausgeht, sondern vom Studentenwerk. Deshalb betonte der Fachbereichsrat auch noch einmal einhellig, dass die Studenten ihre entsprechenden Aktivitäten weiter fortführen und keinesfalls nachgeben sollten.

Weiteres Thema war die Nachfolgeberufungen für den Lehrstuhl Kruschwitz (Finanzierung). Leider ist diese immer noch nicht durch und der Grund hierfür liegt nicht beim Fachbereich. Offenbar gibt es da einen Engpass in der Senatsverwaltung. Jedenfalls kam die Berufungskommission bereits Mitte Dezember zu einem eindeutigen Ergebnis und seitdem liegen die Unterlagen bei der Senatsverwaltung. Und obwohl der Fachbereich somit eigentlich keine Schuld an der verlängerten Dauer des Verfahrens trägt, ist er trotzdem dafür verantwortlich ein ausreichendes Lehrangebot zu schaffen. Er wird also dafür Sorge tragen müssen, dass es im kommenden Semester, im Bereich Finanzierung nicht zu erheblichen Engpässen kommt.

Ein ähnliches Problem gibt es übrigens bei der Nachfolge Krell (Personal). Da auch hier die Zeit ins Land streicht, ohne dass etwas bei der Senatsverwaltung passiert, könnte es im folgenden Semester für einige Bachelorstudierende schwierig werden, ihre Punkte in Personal zu bekommen. Im schlimmsten Fall müssten sie ein ganzes Jahr warten, bis die Veranstaltung im Sommer wieder angeboten wird. Das kann jedoch für den Fachbereich keine Alternative sein, weshalb man sichtlich bemüht ist, bald eine Lösung des Problems zu erwirken. Notfalls muss eben kurzfristig eine Vertretung gefunden werden. Woher diese kommen soll, ist jedoch bisher fraglich.

Infos: Wahlzeitung und Studierendenstatistik

Thomas E.FU, Hochschulpolitik, Lehre 1 Kommentar »

Nächste Woche (13. und 14. Januar) sind Wahlen an der FU, für die studentischen und für die akademischen Gremien. Heißt natürlich: Wählen gehen! Für alle Unentschlossenen gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Wahlzeitung. Die zu veröffentlichen hatte der Studentische Wahlvorstand heute (Stand 8.1.) noch nicht geschafft, aber es gibt sie bereits im Internet, nämlich hier als pdf-Datei.

Auf der selben Webseite findet man auch ein zweites Dokument, nämlich die aktuelle FU-Studierendenstatistik.  Das sind sehr interessante Zahlen, denn sie offenbaren detailliert und Fach für Fach, auf welche Studiengänge sich die Studierenden verteilen. Das beinhaltet auch die Aufteilung in Bachelor/ Master und Diplom/ Lehramt/ Magister etc. Das Ergebnis ist im Grunde gar nicht so überraschend, aber wir verdrängen das in unserer täglichen Arbeit schnell, und deshalb geben wir das gerne wieder: Noch immer studiert die Mehrheit der Studierenden an der FU im alten System.

In der Betriebswirtschaftslehre beispielsweise reden wir von immer noch knapp 70%, wovon wiederum noch mehr als die Hälfte innerhalb der Regelstudienzeit studieren. Insgesamt erreicht die FU 2008 den Punkt, wo beide Gruppen in etwa gleich groß sind. Offensichtlich wird aber in jedem Fall, dass ein großer Teil der Studierenden im alten System noch keine Langzeitstudierenden sind. Ein Eindruck, der sonst schnell, vielleicht unbewusst und unintendiert, aber mitunter durchaus deutlich erweckt wird – in Verbindung damit, ihnen per se Faulheit zu unterstellen.

Bedeutet im Grunde eins: Wer sich für die alten Studiengänge einsetzt, kämpft sicherlich nicht für das schöne Leben von Kommilitonen, die, mit welcher Begründung auch immer, zu langsam studieren, sondern für die berechtigten Interessen ganz gewöhnlicher Studierender. Bedeutet noch eins: Im Zuge der Umstellung haben wir jetzt lange darüber diskutiert, wie die neuen Studiengänge aussehen müssen (bzw. wie nicht). Wir müssen uns künftig und sehr schnell wahrscheinlich mehr Gedanken darüber machen, wie wir den Studierenden im alten System einen geregelten Studienabschluss ermöglichen, wie er ihnen zusteht. An einigen Fachbereichen fehlt es dafür leider noch an Bewusstsein, das zu wecken bald geschehen muss, ehe es dann zu spät ist, noch einzugreifen.

Sitzung des FBR-Wiwiss am 10.12.08

Hilmar v. OertzenAkademische Gremien, Allgemeine Veranstaltungen, Allgemeines, FU, FU Veranstaltungen, Hochschulpolitik, Hochschulpolitische Veranstaltungen, Lehre 0 Kommentare »

In der letzten Fachbereichsratssitzung in diesem Jahr brachte ich noch einmal das Thema „Podiumsdiskussion zur Finanzkrise“ auf die Tagesordnung und versuchte insbesondere die Volkswirte für eine solche Veranstaltung zu gewinnen. Prof. Berger erwiderte, er spreche das Thema bereits in seinen Vorlesungen an, werde jedoch noch einmal prüfen, inwiefern eine Podiumsdiskussion – bspw. mit Prof. Corneo – evtl. auch in Kooperation mit dem JFK-Institut, welches offenbar auch plane, eine Veranstaltung zu organisieren, realisierbar sei.

Auch drängte ich noch mal darauf, der Fachbereichsrat möge sich darum bemühen, dass der Klausurenplan zu Beginn des Semesters – oder wenigstens zeitnaher als jetzt – feststünde. Leider hat dieses Semester eine angespannte Personalsituation im Prüfungsbüro offenbar zu einer zusätzlichen Verzögerung geführt (siehe Hinweis).

Meine Anregung, eine ähnliche Veranstaltung wie den sog. Open-Space für Bachelor, auch für Diplomstudierende zu organisieren, fand leider keine Zustimmung. Stattdessen garantierte mir allerdings unser Dekan Prof. Sydow, dass alle Diplomstudierende des Fachbereichs, die Probleme haben, ihre Punkte zusammen zu bekommen und bereits erfolglos bei dem betreffenden Prof. vorgesprochen haben, zu ihm (Sydow) kommen sollen, um die Angelegenheit zu lösen.

Was die Nachfolgeprofessuren (v.a. Krell und Kruschwitz) und neue Juniorprofessuren anbelangt, so gibt es hier leider keine nennenswerten Neuigkeiten, außer dass die Verfahren laufen und der Fachbereich sich um baldige Einstellungen bemüht.

Didaktik für Geschichte

Uwe KirmseAllgemeines, Lehre 0 Kommentare »

Prof. Dr. Michele Barricelli hat einen Ruf an die Uni Hannover auf eine W3-Professur für Didaktik der Geschichte angenommen.

Quelle: Forschung und Lehre (Ausgabe 12/08)

Umfrage der fsi zu den Prüfungsbedingungen: Eine Analyse

Thomas E.FSIs, Hochschulpolitik, Lehre 1 Kommentar »

Die fsi wiwiss hatte vor einigen Wochen zusammen mit der studentischen Studienberatung eine Umfrage zu den Prüfungsbedingungen am Fachbereich lanciert. Dabei ging es um Vorschläge von Prof. Hundsdoerfer (Vorsitzender Prüfungsausschuss), die eine nicht unwesentliche Veränderung der Prüfungsmodalitäten bewirkt hätten. Jetzt hat die fsi die Ergebnisse veröffentlicht, die man sich hier tabellarisch aufbereitet anschauen kann. Etwas enttäuschen war dabei die Beteiligung, die bei gerade gut 5% lag (gemessen an 3.500 Studierenden am Fachbereich).

Die Ergebnisse sind nicht uninteressant. So wurde eine generelle Verkürzung der Klausurzeit auf eine Stunde mit deutlicher Zweidrittelmehrheit abgelehnt. Nach alternativen Modellen zu einer pauschalen Reduzierung wurde nicht gefragt. So könnte man sich durchaus vorstellen, die Klausurlastigkeit zugunsten alternativer Mischprüfungsformen zurückzuführen. Das Ergebnis zeigt jedoch, dass die Studierenden nicht den Wunsch haben, ihr Studium grundsätzlich zu banalisieren.

Noch deutlicher fiel die Mehrheit gegen die Verkürzung des Klausurzeitraums von vier auf zwei Wochen aus. Das überrascht zunächst, weil es im letzten Semester doch großen Widerstand gegen den längeren Prüfungszeitraum gegeben hatte. Als Erklärung möglich erscheinen drei Gründe:

  • Kritisiert wird der Prüfungszeitraum oft wegen der fehlenden Möglichkeiten zu Praktika in den Semesterferien. Da ein großer Anteil junger Studenten an der Umfrage teilgenommen hat, könnten Praktika für sie noch nicht so im Vordergrund stehen.
  • Im Nachhinein wurde die Verlängerung vielleicht als sehr angenehm empfunden, was aber im Kontrast zu persönlichen Berichten während der Prüfungszeit steht.
  • Auslöser der Ablehnung ist der zweite Teilsatz, der nämlich auch die Möglichkeit mehrerer Klausuren an einem Tag impliziert.

Die letzte Begründung scheint mir subjektiv am wahrscheinlichsten. Im Nachhinein ist man immer schlauer, gut. Dennoch wäre es wohl günstiger gewesen, die Frage in zwei aufeinander bezogene Fragen aufzuteilen.

Deutlich ist auch das Veto für Wiederholungsprüfungen zu Beginn des Folgesemesters. Danach streben FSR-Vertreter seit mehreren Semestern und stießen bislang auf wenig Resonanz unter den Professoren, obwohl dieser Modus deutschlandweit sehr stark verbreitet ist. Obwohl auch ich das grundsätzlich unterstütze, denke ich zuletzt darüber nach, inwiefern das manchen Studierenden die Möglichkeit zu aktiv genutzten Semesterferien allerdings noch mehr verbaut. Von drei Monaten wären ja dann anderthalb bis zwei durch Prüfungen blockiert.

Die verbleibenden Fragen sind weniger interessant. Das klare Votum pro Midtermtests kann allerdings im Zusammenhang mit der ersten Frage gesehen werden: Es wäre tatsächlich zu vermuten, dass Studierende einer Entzerrung der Prüfungsleistungen insgesamt positiv gegenüber stehen – also auch einer Verkürzung der Abschlussklausur, wenn sie durch äquivalente Studienleistungen während des Semesters ergänzt würde. Bezüglich einer noch stärkeren Verdichtung der Kurse auf Halbsemesterkurse zeigen sich die teilnehmenden Studierenden allerdings unentschlossen.

24 Prozent der Berliner Profs sind weiblich

Germar MolterAllgemeines, Lehre 27 Kommentare »

Laut Tagesspiegel-Meldung ist zwar die Mehrheit der Beschäftigten an Berliner Hochschulen weiblich, doch sind nur 24 Prozent der Professorenstellen von Frauen besetzt. Immerhin ist der Frauenanteil gestiegen gegenüber dem letzten Jahr. Quelle ist das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg-Professorinnen-Brandenburg;art128,2610061